Robbi ist elf Jahre alt, ist ein blonder Lockenkopf von Bub, träumerisch, tüftlerisch. Von den Schulkameraden wird er nicht ernst genommen. Er darf ihnen zwar die Hausaufgaben machen, aber von den Feten wird er ausgeschlossen. Er hat keine Freunde.

Da er zuhause dem Wunsch der Eltern gemäß vorgibt, er würde Freunde besuchen, dort aber weggeschickt wird, spaziert er allein übers Feld. Da kracht etwas dicht hinter ihm auf den Boden und hinterlässt einen gewaltigen Krater; wie von einem Meteor sieht er aus.

Es ist ein kleiner Roboter, der das Loch geschlagen hat. Mit diesem freundet sich Robbi an, er nennt ihn Tobbi. Tobbi sucht seine Roboter-Eltern, die in der Arktis abgestürzt sind. Um die zu finden, baut sich Robbi mit seinem neuen Freund Tobbi das Fliewatüüt, ein Gefährt das Fliegen, Schwimmen und über Land fahren kann.

Robbi und Tobbi machen sich in ihrem Fliewatüüt auf den Weg. Aus dem Tüftler- und Freundschafts(Ersatzfreundschafts?)film wird jetzt ein Actionfilm, denn Agenten von der Firma Plum Pudding sind hinter dem kleinen Roboter her, weil er als einziger seiner Art ein Herz besitzen soll.

Die Reise geht aus dem beschaulichen Heimatort in den kalten Norden, Richtung Polarmeer und Polareis mit Zwischenhalt auf einem Leuchtturm und einem Intermezzo mit dem Leuchtturmwächter. Hier werden die Themen Geld und Freundschaft behandelt.

Dann wandelt sich der Film zu richtig harter, verlorener Eismeer-Einöd-Action mit gefährlichen Wasserlöchern und viel Einsamkeit auf leerer Bühne. Aber hier gibt es auch ein Eskimomädchen. So wird die Einsamkeit durchbrochen und der Film läuft in Richtung Arktis-Melodram und Robbi, der sich selbst als mit zwei linken Händen begabt beschreibt, bekommt eine lebenspraktische Hilfe.

Während der Arktis-RomCom zwischen Robbi und dem Eskimo-Mädchen entfernt sich Robbi, denn er hat Funksignale seiner Eltern empfangen. Tobbi ist aber nicht der erste, der die Eltern findet, denn die Plum Pudding Agenten sind schon da und kapern ihn.

Also müssen Robbi und das Eskimomädchen die Verfolgung aufnehmen. Hier dehnt sich der Film, denn sie müssen nochmal Zwischenstopp beim Leuchtturmwächter machen, um nach der Rückkehr zuhause festzustellen, dass es fünf vor Zwölf ist, wenn sie Tobbi vor den Vivisektions-Versuchen durch die Analysten von Plum Pudding noch retten wollen.

Wolfang Goos hat diesen Kinderbuchklassiker von Boy Lornsen nach dem Drehbuch von Jan Berger inszeniert. Die Musik von Helmut Zerlett ist fetzig, es gibt tollkühne Kameradrohnenfahrten, aber der Stoff wäre in 90 Minuten ohne Inhaltsverluste spannender zu gestalten.

Richtig kindgerecht wird’s dann wieder ab dem Moment, wo Himbeersirup zu einer ungeahnten Wirkung verhelfen kann.

Hinterlassen Sie einen Kommentar