Die Welt bei Pettersson & Findus ist eine wunderbarschöne, nordische Kleinkinderwelt, übersichtlich und nachvollziehbar, nach dem Autor Sven Nordquist (Pettersson und Findus: Kleiner Quälgeist – große Freundschaft, ein nordischer Zeichentrickfilm und Kuddelmuddel bei Pettersson und Finuds, deutsche Subventionskunst).

Da ist der Schreiner Pettersson, ein Single, der mit der Katze Findus zusammenlebt. Die Katze und alle anderen Tiere, Hühne und Mäuse und Hunde werden in dem Film animiert.

Pettersson wird diesmal von Stefan Kurt gespielt, überzeugend und ohne kommentierende Mätzchen und 100 Prozent in der Rolle, ohne distanzierende Selbstkarikatur. Er muss von Findus lernen, dass man sich nicht zu schön sein dürfe, auch Hilfe von anderen anzunehmen. Denn er hat sich vor Weihnachten den Fuß verknackst, kann kaum gehen oder dann nur, findige Idee von Findus, mit dem Bein an einen kniehohen Hocker gebunden.

Dabei sind die Weihnachtsvorbereitungen lange nicht gemacht, es ist nichts eingekauft, kein Tannenbaum geschlagen. Es sind gerade noch ein paar Karotten da und die Hühner sind im Legestreick.

Als weiteres menschliches Personal in der diesmal mit viel Pulverschnee zugedeckten Gegend ist der Nachbar Gustavson, da wächst der Max Herbrechter in eine solide Figur hinein. Diesmal sitzt er nur vom Eisloch am See mit seinem Hund und fischt nichts als Gerümpel heraus. Nordisch karg ist das Thema zwischen ihm und Pettersson, ob sie nur Nachbarn sind oder sogar Freunde; Findus sieht das eher so.
Als dritte Hauptfigur und Nachabrin fungiert Marianne Sägebrecht als Beda Andersson, die scharf auf Pfefferkuchen ist – sie legt das recht oberflächlich an.

Die Regie hat zum zweiten Mal Ali Amadi Ahadi besorgt und wieder nach dem Drehbuch von Thomas Springer. Die Sprachregie könnte vielleicht aus Findus mehr Pfiffigkeit rausholen und die Charakterisierung der Hühner ist arg brav.

Der Fuchs streift immer mal umher, es gibt einen Iglu-Bau mit Wunschzettel im Abschlussstein, ein eingebundener Fuß muss als Kerzenhalter herhalten, es gibt einen mit viel Fantasie hergestellten Weihnachtsbaum und der Hund des Nachbarn ist ein wichtiges Bindeglied in der drögen Kommunikation unter den Nachbarn und einem gefährlichen Unfall im Eisloch von Findus auf Skieren.

Ab und an singen sie auch. Und ein großartiges Nordlicht haben sie auch noch eingebaut.

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