Teenage Mutant Ninja Turtles 2

Die Geschichte ist die von gesellschaftlichen Außenseitern, die durch heldenhaften Einsatz, der für sie ganz normal ist, sich in die New Yorker Gesellschaft integrieren und somit echte, anerkannte New Yorker werden und damit auch ebensolche Amerikaner; das wird im Schlusspathos des Filmes unter und auf der Freiheitsstatue besiegelt.

Sie sind Außenseiter, weil sie animierte Schildkröten sind. Ihr Päckchen tragen sie auf ihrem Rücken. Sie praktizieren ein Ethos von Brüderlichkeit und Kameradschaft. Sie sehen aus wie Stadtguerillas und unterscheiden sich durch die Farbe der Stoffbänder, die sie um Stirn und Augen und den Kopf gelegt haben, was ihnen einen verwegen, jugendlichen Look verpasst, dazu der Schild auf dem Rücken, der aussieht wie ein Survival-Paket, die militärische Tarnfarbe und einer trägt darüber sogar zwei gekreuzte Schwerter, den Ninjas im Titel geschuldet. Sie sind irre beweglich, kraxeln auf Hochhäuser, durch Lüftungsschächte, auf Fassaden.

In den ersten Szenen erwecken sie den Eindruck, sie seien Bestandtteil einer Pizzawerbung, so wichtig ist das im flachen Karton gelieferte Fastfood. Sie hängen in den Beleuchtungsgestängen einer Sportarena herum, gucken aus schwindelerregender Höhe nach unten, machen Spielchen mit dem Blasrohr und lassen dummerweise ein Stück Pizza aufs Spielfeld fallen. Mit absehbaren Ausrutschfolgen, großer Spieler wird da ganz klein.

Für den, der nicht bewandert ist in den Comic-Vorlagen wird es bald schwieriger zu referieren, wer hier gegen wen kämpft und um was es genau geht, sind doch alle Parteien mit den modernsten Computerknacker- und Holographieinstrumenten ausgerüstet.

Es geht banal gesagt um die Rettung der Welt, mindestens New Yorks. Die Storyelemente kommen mir allzu bekannt vor und vor dem Sieg kommt immer noch was dazwischen und gibt es noch eine Aufgabe zu lösen.

Die Figuren, selbst wirken, erst recht durch 3D, kaum mehr wie Menschen aus Fleisch und Blut, mehr wie animierte Puppen, wie Elemente eines Videospieles, austauschabar wie die dramaturgischen Elemente. Und der rührende Wunsch der Schildkröteriche, ein „normales“ Leben zu führen, wobei gleich einschränkend und richtigerweise hinzugefügt wird, ob das denn wirklich so attraktiv wäre.

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