Cuckoo: Heimkehr, Familienrat (BR, Donnerstag, 4. August 2016, 22.00 und 22.30 Uhr)

Nomen est Omen, erst wenn einer den Namen Kuckuck als Lebensmaximenamen annimmt; sich als der Kuckuck sieht, der sich in fremden Nestern wohlig einrichtet.

Cuckoo ist ein Abenteurer, Meditierer, Yogi, Weltenbummler, Friedens- und Liebesfreund, ein später Hippie und ruft zum Widerstand gegen den Staat auf. Aber er ist auch einer, der auf Harmonie aus ist, sich abzeichnende Konflikte nonaggressiv löst oder umgeht.

Rachel, Tochter aus der britischen, ordentlichen Reihenhausfamilie Thompson, heiratet ihn stehenden Fußes in Thailand (mit transzendentalem Sonnenuntergang) und bringt ihn zur Überraschung und Überrumpelung der Ordentlichkeit und Geregeltheit ihrer Familie mit nach Hause.

Cuckoo träumt davon, ein Buch zu schreiben. Geregelte Arbeit, um seine Gattin zu ernähren, dürfte nicht zum Bereich seiner Utopien gehören. Rachel will ihn bei ihren Eltern einziehen lassen und selber studieren.

Papa Thompson ist alles andere als begeistert. Der Einzug von Cockoo bringt die geordneten Verhältnisse durcheinander, veranlasst die braven Bürger zu weniger braven Aktionen, die Nazibücher im Büro von Vater bringen schlechte Energien für die Meditation von Cuckoo, während der Papa sich daran stört, dass Cuckoo nackt im Hause herumläuft, wogegen Mutter Thompson durchaus wohlwollende Blicke für den gut gebauten Körper übrig hat.

Turbulentes TV-Sommer-Ferien-Vergnügen von der BBC von 2012. Und ein schöner Weisheitssatz: Liebe, Sicherheit und Gesundheit sind unser aller Tod.

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