Wiener Dog

What if – was wäre wenn – Todd Solondz, der Autor und Regissuer dieses Filmes, uns wirklich etwas zu erzählen hätte?

Stattdessen bietet er uns einen Stattdessen-Film. Bei ihm ist der drehbuchphilosophische oder drehbuchdidaktische Lehrsatz „What if?“, der auf den gewissen Kick einer Story zielt, auf den Hund gekommen, genauer auf den Wiener-Dog, auf den Dackel.

Das belegt er damit, dass er wenig inspirierend eine Aneinanderreihung von Stories/Sktechen in der Art trockener Zeichnungen uns vorführt, in welchen ein Dackel eine nicht mal unbedingt zentrale Rolle spielt und denen man nacheinander die Frage stellen könnte:

Was wäre wenn der Dackel Wiener-Dog hieße und aus dem Tierheim zu einem todkranken Buben käme, der anhand des Hundes mit seiner Mutter im sterilen Elternhaus die Themen Tod und Einschläfern besprechen könnte.

Was wäre, wenn Greta Gerwig als Dawn mit Kieran Culkin als Brad und Drogenabhängigem mit einem Dackel einen Trip nach Ohio machte, um den Zuschauern die asoziale Herkunft von Brandon zu schildern?

Was wäre, wenn Danny de Vito als Drehbuchprofessor Schmerz auf den Hund gekommen wäre und sich alles nur noch um die Frage drehte, was wäre wenn, what if?

Was wäre, wenn Oma einen anderen Lebensweg eingeschlagen hätte und nicht reich und dafür mit Blindheit geschlagen wäre und von ihrer schauspielambitionierten Enkelin (hat grad zwei Sätze als Junkie in einem Fernsehspiel bekommen) ständig um Geld angepumpt würde?

Was wäre, wenn Todd Solandz mit der Dackelidee wirklich etwas zu erzählen hätte?

Immerhin, Danny de Vito als Filmhochschulprofessor Schmerz ist anrührend und bekommt Dinge gesagt, die so manch deutscher Drehbuchprofessor längst einmal gesagt zu bekommen verdient hätte.

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