The Other Side of the Door

Ein grausames Thema.
Der Verlust eines Kindes. Aus der Sicht der Mutter, Marie, die wunderschöne Sarah Wayne Callies, so schön, dass sie sich geradezu anbietet für einen indisch-weichen Horrorfilm von Johannes Roberts, der mit Ernest Riera auch das Drehbuch geschrieben hat.

Kurzes Vorspiel, das junge Glück am Meer, am Strand, Maria und der gutmütige Michael, Jeremy Sisto, „I am pregnant“ stößt sie aus. Und schon: ein dunkles Vorzeichen, Ankündigung des Unglückes, Maria sieht es.

Jetzt unkomplizierter Sprung auf sechs Jahre später. Glückliche Familie in großzügig herrschaftlichem Haus mit der Bediensteten Piki, Suchitra Pillai, eine ganz strenge, hagere Inderin, perfekt als Dienerin.

Piki wird sich nach dem Unglück, dem Verlust des Buben Oliver, als Hexenmeisterin erweisen. Sie wird der traumatisierten Mutter okkulte Ratschläge erteilen, wie sie sich von dem Buben richtig verabschieden kann, wird auf jene Tür hinweisen, die sie nicht öffnen soll.

Wie Horrordrehbücher es erfahrungsgemäss wollen, ist der gute Rat nicht teuer, sondern dazu da, nicht befolgt zu werden, was dem Horror noch mehr Türen öffnet, teils echten Psychohorror, ist die Frau noch ganz dicht, ist es nur Migräne, Einbildung, seelische Krankheit, Angstträume, ernsthafte Suizidsehnsucht?

Der Horror wird gut indisch-energiegeladen verstärkt zurückkehren. Oliver wird mächtiger und grausamer. Wobei der Film sich ab und an wie im Leerlauf als schöne Geisterbahn mit bewährten Spukeffekten fast bedächtig präsentiert, sich auf subtil und schön inszenierte Gruselbilder beschränkt und für uns Westler so vor allem als eine Culture-Clash-Kuriosität interessieren dürfte.

Der Hund heißt Winston; das noch lebende Töchterchen Lucy.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.