Was zur vorangegangen Folge von Monaco 110 (Liebe, Lügen Leidenschaft) gesagt worden ist, gilt auch hier.
Auch hier werden zwei Geschichten, die nicht mal ein Echo oder eine Assoziation auslösen, bar jeglicher Resonanz und die so gar nichts miteinander zu tun haben, fantasielosest ineinander verschnitten.
So gemütlich und miteinander verbandelt wie hier ist vielleicht eine Polizeistation auf dem Dorf im Dachauer-Land. Rührseliges Verschwinden eines Kindes, Kindsentführung, es is oifach a koa Baby abgelegt worden, so fürsorgliche Polizisten und eine Spindaufbruch-Geschichte im Schwimmbad, als ob Spindaufbruch in Zeiten von Wohnungseinbrüchen und Fahrradunfällen, von Flüchtlingstrecks und Demos so ungefähr das brennendste polizeiliche Problem in München sei; wo leben diese Autoren und die sie offenbar gut findenden Redakteure?
Auch hier stehen öfter einige Figuren recht abgestellt und schauspielerisch hilflos in der Gegend rum.
Die nervige Akkord-Zupf-Musik kann es nicht lustiger machen, im Gegenteil, sie macht nur ärgerlich bewusst, was wohl die Intention gewesen wäre und wie wenig sie erreicht wurde: eine leichte Komödie im Münchner Polizeimilieu.
Ein Lob des Familiären. Traum von einer Welt, in die der Wind von Globalisierung, Konkurrenz- und Leistungsdruck, von Rationalisierung und Gewinnoptimierung nicht hineinbläst. Man könnte auch sagen: abgestanden wie die Pfründenwelt in einem gigantischen 8-Milliarden-zwangsgebührenfinanzierten Geldhaufen, der seinen Grundauftrag längst aus dem Auge verloren hat und nur noch mit Selbsterhalt und Quotenschielen beschäftigt ist, aber da er schielt, sehen die Resultate entsprechend verheerend aus: garantiert kein Bericht aus unserer Arbeitswelt, eventuell der Arbeitswelt im geschützten Milliardenbereich „Zwangsgebührenhaufen“. Insofern ein Kitsch – und Kitsch kann nicht zum Grundauftag gehören. Kann auch nicht der Realität, ob augenzwinkernd oder nicht, im Polizeibetrieb entsprechen: von dort hört man nur noch, die seien am Anschlag wegen Flüchtlingen und Pegida-Demonstrationen und Fußball.
Die Autoren belegen auch, wie schwierig es offenbar ist, eine glaubwürdige Arztrolle zu schreiben.
Filmhund Potzi macht seine Sache gut.
Diese Serie dünstet eine anbiedernde Familiarität aus, die als ob sie dich in den Oberarm kneifend behaupten wolle, schau doch, wir sind ja auch nicht perfekt und so ein Depp wie Du sind wir noch allemal, solchene Kariakturen von Menschen wie unsere Zuschauer.
Mir stößt auf, dass ich vom Staat gezwungen werde, solchen Wischiwaschi-Anspruch mitzufinanzieren, solche Tümelei, von der mir nicht im geringsten ersichtlich ist, wie die etwas mit dem Grundauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu tun haben soll, denn Unterhaltung ist es schon grad gar keine gute, sondern nur billige, vermutlich viel zu teuer eingekaufte: zeigt uns die Gagen, die Honorare, die Saläre, legt sie offen! Wer hat hier wie viel vom Zwangsgebührenhaufen für sich abgestaubt?
Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers.