Es passiert nur selten, dass man als Filmkritiker einen Film zu sehen bekommt, der es in Folge nicht mehr auf die Leinwand schafft. In diesem Fall „The Interview“ von Sony Pictures.

Im Film – auf den wir wegen einer Sperrfristklausel an dieser Stelle nicht eingehen – geht es um einen TV-Talkshow-Master und seinen Produzenten, die es schaffen, ein Interview mit Nordkoreas oberstem Führer Kim Jong-Un versprochen zu bekommen.

Schon im Sommer diesen Jahres wandte sich Nordkoreas Führung an die UN, um sich gegen den (zu diesem Zeitpunkt noch in Arbeit befindlichem Film) zur Wehr zu setzen. Ein Hackerangriff auf Sony im Spätherbst sorgte nicht nur für massiven Zwiespalt zwischen betroffenen Personen in der Branche, sondern enthielt auch terroristische Drohgebärden rund um den Release von „The Interview“. Die Attacke wird nun Nordkorea zugeschrieben, Sony sagte daraufhin die für heute (18.12.2014) geplante Premiere in New York ab. Etwas später wurde der Film komplett zurückgezogen.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Laut Wikipedia ist die Veröffentlichung in anderen Länden nicht betroffen. Mal sehen, was Sony Deutschland sagt.

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