Sex on the Beach 2

Filme mit Jungmännerzoten dürften ein Milliardengeschäft sein. Das Thema will vom Menschen reflektiert und durchgekaut sein, braucht offenbar der Bewortung und der Bebilderung wenns wieder juckt und die Fantasie im Kreise dreht oder in den Himmel mit tausend Jungfrauen abhebt.

Dabei geht es ums Geschäft und nicht um Filmkunst. Hier versuchen es die Briten Damon Beesley & Ian Morris mit einer Fortsetzung. Ihre Erfolgsgruppe aus dem Vorgängerfilm übernehmen wieder die vier Jungs, Will, Jay, Neil und Simon. Die sind naturgemäß älter geworden. Im Vergleich zu Adonis oder zu Männern, wie die Werbung sie als Inbegriff von Männlichkeit und männlicher Schönheit darstellt, können sie nicht bestehen, sie sind pummelig, haben große Nasen oder nicht allzu markant geformte Körper. Aber einen seligen Humor. Sie kommen aus Bristol und in ihren Köpfen dreht sich alles um Schwänze und Muschis. Nun ja, hier kommt alterungsbedingt schon mal der Begriff „Heiraten“ ins Spiel oder auch das Suchen nach einer Frau, für die ein Mann meilenweit geht, und wenn es bis Australien sein muss.

Hierher verlockt der pagenköpfig-rundliche Simon seine drei Kumpels, indem er ihnen über Skype mit getricksten Bildzusammenstellungen wie aus einer erotischen Zeitschrift ein männliches Traumleben als Clubbesitzer vorgibt. Denn nebst dem Prinzip, womöglich maschinell-industrielle Zoten im Sekundentakt zu dreschen, was für die Ohren gelegentlich recht nervig wirkt, muss doch der Ansatz einer Geschichte eingeführt werden.

Diese Geschichte führt erst zu Jay und mit diesem zu einem Delphinsportpark, wo Simon eine Delphinleiche zurücklässt und wo die Flamme des einen Kumpels schon nicht mehr ist. So treibts die vier mit ihrem zotisch angeschriebenen Auto („mobil virigin conversion team“) in die Wüste. Wo die Geschichte eine tragische Wendung zu nehmen droht. Aber so einem Film sind alle Mittel recht, um es nicht so weit kommen zu lassen. Ein Schnitt für die Rettung der Jungs genügt und das glückliche Ende kann angefügt werden. Jay hat dreimal in unsicheren Momenten einen Lippentick, das muss vielleicht noch hinzugefügt werden.

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