Eine sanft verführerische, geschmackvoll gekonnte Bild- und Story-Meditation zum Thema Ursprung, Determination, Kreativismus, Vorherbestimmung, Klon, Individualität und Seelenwanderung.
Ian Gray gespielt von Michael Pitt ist die Hauptfigur. Ein Biologieforscher, der über Tierversuche sich mit der Entwicklung der Iris des Auges befassst. Und der seine Forschung noch intensiviert, nachdem seine Freundin Sofi mit den schönen Augen bei einem furchtbaren Liftunfall ums Leben gekommen ist. Sie hat er über den Umweg seiner Forschungen kennengelernt. Er war immer an Augen fasziniert. Bei einer Halloween-Party ist diese maskierte Frau direkt auf ihn zugesteuert. Die Augen waren durch die Sehschlitze zu sehen. Diese hatten ihn total fasziniert. Sie wurden auch gleich auf dem Klo intim miteinander. Dann ist sie ohne Hinterlassen einer Adresse mit einer uneinholbaren Taxe verschwunden.
Wo in New York diese Frau mit diesen Augen wieder finden? Die Augen haben ihn nicht mehr losgelassen. Sie hatten ein paar besondere Merkmale. Eines Tages entdeckt er auf einer großen Plakatwand auf einer Devonne-Werbung diese beiden Augen. Somit kann er sie finden. Sie werden ein Paar. Schöne Liebesszenen. Im Labor hat Jan inzwischen die Mitarbeiterin Karen. Sie wird seine Muse nach dem Tod von Sofi. Womit weiterer Anlass gegeben ist für sophisticated kinematographische Träumereien über Liebe, Forschung und Reflexion über die Verbundenheit der Dinge, die Suche nach Beweisen oder für Hypothesen für die Existenz Gottes als eines intelligenten Entwicklers. Gedanken anlässlich einer Liebesnacht über die Kremation, was mit den Teilen passiert und die Möglichkeit des Klonens vor dem Hintergrund berühmter italienischer Liebesarien.
Eine Unachtsamkeit während einer Liebesszene im Labor führt zu einer Augenverätzung von Jan: das Bild seines um die Augen eingebundenen Kopfes erinnert in gewisser Weise an das Plakat von der Devonne-Werbung.
7 Jahre später ist Jan längst mit Karen zusammen. Er ist gerade in einer TV-Show und präsentiert ein Buch, das sich über die Iris und ihre Matrix auslässt. Seine Frau ist schwanger. Alles auch hier in geschmackvollen, gehobenem Ambiente und Arrangement gezeigt.
Jetzt kommt Indien ins Spiel. Dort sucht er ein Mädchen, das dieselbe Iris hat wie die verstorbene Sofi. Mittels eines riesigen Plakates findet er sie. Alles in gepflegtem Bildarrangement.
Seine Frau erwischt ihn einmal, wie er vorm Computer vor einem Film von Sofi onaniert. To find in India that part of his life…. Über einen Skype-Test mit seiner Frau in Amerika, will er das Mädchen testen, es besteht allerdings nicht alle Fragen; wie er aber mit dem Mädchen Salomina das Hotelzimmer verlässt und den Lift nehmen will, kriegt das Kind einen Weinanfall, in dem Moment, wo die Lifttür aufgeht und es sträubt sich mit Händen und Füßen dagegen, den Lift zu betreten. Jan hat verstanden, geht zu Fuß die Treppe hinunter, vielleicht geht es doch mehr um Seelenwanderung.
Ein Wissenschaftsmystery-Film, angenehm wenig esoterisch, wenn auch nicht ganz ohne Rätsel. Und vor allem: gediegen. Und auch das Thema der Erkennung von Autismus im frühkindlichen Alter. Genetische Determination.
Die wissenschaftliche Story ging für mich gelegentlich in zu viel Aesthetizismus unter.