Messner (BR, 16. September 2014, 20.15 Uhr)

So fängt die Review von stefe anlässlich des Kinostartes an:
Dieser Film von Andreas Nickel, ein mit nachgespielten Szenen angereichertes Biopic über den Extrembergsteiger Reinhold Messner, hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: einerseits ist er mitreißend durch einen Flow von Bildern, der so konzentriert ineinandergreift, wie Messner nach seiner Selbstbeschreibung beim Klettern in einen Flow kommt, die totale Konzentration auf den nächsten Halt, den nächsten Griff – alles andere: Gefahr und Liebe und Geschwätz und Verwandtschaft muss ausgeblendet sein, sonst stürzt er sofort ab – einerseits also ein Flow von Bildern, in der überwiegenden Mehrzahl Flugaufnahmen von Berggipfeln und Kletterwänden und Steilhängen und Schneeflächen, so dass man beim Verlassen des Kinos erst unwillkürlich Tritt zu fassen versucht und bass erstaunt ist, in einer stinknormalen europäischen City zu stehen, andererseits trieft diese Bildwerk auf seiner Textseite so was von Moral und von Rechtfertigungsversuchen, warum Messner nach dem skandalumwitterten und breit und immer wieder durch die Medien getretenen Tod seiner Bruders auf dem Nanga Parbat weiter gemacht habe mit der Extremkletterei, dass man so gar kein gutes Gefühl noch eine Sympathie für Messner erhalten will. Ganze Review.

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