Ehefrau und zwei Geliebte eines zwanghaften Weiberers rächen sich an diesem.
Ein Revenge-Film. Jagd auf den gehörnten Ehemann. Wobei er nicht zimperlich ist in der Auswahl seiner Frauen: Hauptsache so geliftet wie möglich, was den Gesichtern immer etwas Starres gibt, was sie viel älter erscheinen lässt, als sie in Wirklichkeit sind, diese Kritik muss erlaubt sein, die Damen kassieren für ihr Theater bestimmt Gagen, die das vertragen lassen.
Es ist viel Theaterei in diesem Film von Nick Cassavetes, zu dem Melissa Stack das Drehbuch geschrieben hat. Erst geraten sich die vermeintlichen Rivalinnen in die blondierten Haare, dann raufen sie sich, dann raufen sie sich zusammen.
Viele Aktionen mit großem körperlichen, gestischem und so weit noch möglich mimischem Einsatz der Mittel. Allzu breit gewalzt kommen die intendierten Gags und Pointen daher, auf so verspannten Füßen, als sei denen mit chirurgischen Schnitten Haut zusammengezogen worden.
Ganz böse sind die Frauen, wie sie endlich an einem schönen Strand zusammenfinden. Sie mixen dem Göttergatten und Götterlover, der nun so gar nichts Attraktives hat außer dubiosen Geldgeschäften, weibliche Hormone, Haarausfall- und Durchfallmittel in die Getränke. So verkackt er sich die Hose, bekommt Nippel, die Haarbüschel bleiben beim Waschen in seiner Hand hängen und die Frauen bepinkeln sich vor Lachen.
Aber die Haare sind schon in der nächsten Szene wieder perfekt. Gedreht ist auch auf den Bahamas worden, weil er da sein Geld hat. Denn ein Betrugsgeschäft spielt hinein in die bemühte Komödie: er hat alle betrügerischen Geschäfte auf den Namen seiner Frau betrieben, die damit verantwortlich wird. Aber, lehrt uns dieser Film, Frauen können sehr listig werden, wenn ein Mann untreu ist. Kampf erst der Weiber untereinander, dann gegen den Mann und schließlich machen sie ein Geschäft auf, nach dem Motto: selfish people live longer. Klamottenkinder im begehbaren Schrank und Heulsusenauftritte inklusive.