Zur Verlosung steht an:

5 DVDs oder BluRays (sofern erhältlich, bitte Bevorzugung im Kommentar erwähnen) Stockholm Ost. (mehr Infos)

Zur Teilnahme einfach einen Kommentar hinterlassen. Unter allen Kommentaren (beleidigende scheiden aus, sinnfreie sind erlaubt, Witze oder feine Sinnsprüche wären nett) werden die Gewinner durch das Los ermittelt.

Review:

Die wahre Liebe und die Lüge, das sind die Themen, die sich Pernilla Oljelund als Autorin des Drehbuchs und Simon Kaijser als Regisseur vorgenommen haben. Ein Thema, was die Menschen wohl nie loslassen wird, so lange es die Ehe gibt. Die nämlich scheint oft voreilig geschlossen, sei es aus Gründen der Konvention oder aus Gründen der Triebbefriedigung. Das wird hier im Film allerdings nicht thematisiert. Das ist hier die Ausgangslage. Dass die Partner in zwei Ehen nicht zu einander passen. Dass sie sich aber erst Mal darüber hinweg lügen.

Da die Geschichte der „wahren“ Liebe zwischen Johann und Anna modellhaft und in ruhigem Gang mit sanften Übergängen von einer Szene zu anderen erzählt wird, bleibt für den Zuschauer genügend Raum, schon während dem Film sich zu fragen, wie er selber es denn halte mit der Liebe, mit der Wahrheit. Und eben auch, warum diese Partner denn in Ehen gefangen seien, die doch offenbar gar nicht maßgeschneidert für sie sind.

Unser Liebespaar Johann und Ana sind nämlich gar nicht miteinander verheiratet anfangs des Filmes. Ja sie kennen sich noch nicht einmal. Sie sind mit anderen Partnern verheiratet. Und Ende des Filmes sind sie auch nicht verheiratet miteinander. Das könnte vielleicht die nächste Geschichte werden. Also schon mal ein Qualitätsmerkmal für die hier vorliegende Geschichte, denn wenn das Ende der Geschichte der Anfang einer neuen Geschichte sein könnte, so muss schon was dran sein.

Der Film fängt auch gar nicht damit an, dass unsere Hauptpersonen sich mit diesem Thema beschäftigen. Die Familie von Ana, die mit Anders verheiratet ist und die ein neunjähriges Mädchen hat, ist glücklich. So scheint es. Szenen aus dem Familienleben. Johann dagegen ist kinderlos verheiratet.

Beide Familien haben ihr regelmäßiges Leben. Sie haben nichts miteinander zu tun. Übrigens scheinen Buch und Regie in diesem Film bewusst auf allzu viel Naturalismus verzichtet zu haben, um das Problem der Geschichte, eben Wahrheit und Lüge in der Liebe, möglichst rein und damit eindringlich herauszuarbeiten. Nüchtern ist auch die Ausstattung und minimalistisch, bis auf das Kinderzimmer. Es wird gar nicht erst versucht, Alltag groß zu illustrieren. Die beiden Familien wohnen nicht allzu fern auseinander. Sie haben nichts miteinander zu tun und sie kennen sich auch gar nicht. Bis zu jenem 20. August, an dem Johann auf dem Weg zur Arbeit ein Schulmädchen überfährt. Die bald folgende Gerichtsverhandlung kann aber keine strafbare Handlung beim Unfallverursacher finden.

Was aber die Schuldgefühle in keiner Weise mindert. Nach der Gerichtsverhandlung kommt es zu einer kurzen Begegnung von Johann mit Anders. Denn Anders kann nicht sehr gut mit dem Verlust seiner Tochter umgehen. Seine Frau Anna befürchtet sogar, Anders beabsichtige Johann umzubringen. Sie nimmt aber nicht an der Gerichtsverhandlung teil. Für Anna bleibt ab dem Tag des Verlustes ihrer Tochter das Leben stehen. Das Kinderzimmer bleibt unangetastet. Anna ist in gesprächstherapeutischer Behandlung.

Auch Johann belastet der Unfall schwer. Er versucht mit der geschädigten Familie in Kontakt zu kommen. Das ist nicht leicht. So spricht er denn Anna im Zug an. Ohne sich zu erkennen zu geben. Anna spürt wohl, dass etwas sie beide verbindet, mehr als sie mit ihrem Mann verbindet. Sie treffen sich öfter. Es entwickelt sich eine immer innigere Beziehung, die teilweise auf weiteren Lügen basiert.

Anna zum Beispiel erzählt, sie habe ein Mädchen. Sie verleugnet den Tod des Kindes. Und Johann gibt sich nicht zu erkennen als der, der er ist. In beiden Ehen spielt auch das Thema Kinderkriegen eine Rolle. Anna wird tatsächlich wieder schwanger. Was die Situation nicht vereinfacht. Im Gegenteil, das verleiht der Dramatik zusätzlich Impulse. Bis sich aus der äußersten Zuspitzung der Lage schließlich für Anna und Johann wenigstens eine Lösung abzeichnet, die vielleicht eine Zukunft hat.

Der Regisseur spielt am Schluss, wie er anfangs schon mit einer Art Zirkusauftakttusch musikalisch angefangen hat, dann aber durchgehend auf Melodramatische Untermalung setzte, wieder auf ein spanisches Lied, das lautet, „un pescador solitario“, Lied von einem einsamen Fischer.

Ein nordisches Drama wie in ganz klarer, reiner Luft schön getragen und ohne jeden Firlefanz erzählt mit einem Schuss spanischer Würze.

Die Frage, die bleibt, ob der Mensch über alles hinwegkommen kann, oder ob das eben nur mithilfe von Lügen gelingen kann. Ob auch Lügen ein Heilmittel sein können.

[Autor: Stefe]

Veröffentlichungsdatum: 23.11.2012

Sprache: Deutsch, Schwedisch, UT dt.

Bildformat: 16:9

Laufzeit: 93 Minuten

Teilnahmeschluss: Do., 13. Dezember, 23:59 Uhr (es gilt die Zeit dieser WordPress-Seite und damit der Zeitstempel des Kommentars) (Teilnahmebedinungen)

Wir bedanken uns bei Edel:Motion und Glücksstern PR herzlich für die Stellung des Verlosungsmaterials!

(Der Versand erfolgt durch oder im Auftrag von Glücksstern PR.)

12 Antworten zu “Verlosung: Stockholm Ost”
  1. Der Strolch mit dem Dolch sagt:

    Bolivien (spanisch Bolivia [boˈliβi̯a], benannt nach Simón Bolívar, auf Quechua Buliwya und Aymara Wuliwya) ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay, im Osten und Norden an Brasilien grenzt.

    BR, bitte!

  2. Ankra sagt:

    Und noch ein Los mitnehmen. Klingt auch interessant.

  3. Benjamin sagt:

    Noch n Los! Bevorzugt BluRay, alternativ gern DVD

  4. Chris sagt:

    Bitte BR. Tolles Gewinnspiel!

  5. Stefan sagt:

    BD bitte, danke. 🙂

  6. Nico sagt:

    Gewinne, Gewinne, Gewinne!

  7. Christian K sagt:

    gute film

  8. Kitty sagt:

    Ich mag skandinavisches Kino. Diesen Film kenne ich noch nicht. Bin gern bei der Verlosung dabei(DVD).

  9. Andrea Hettling sagt:

    Wieso enden denn alle Verlosungen ausgerechnet heute? 🙂

  10. Julian sagt:

    _____________________________
    Teilnahmeschluss!

    Andrea: Ich wollte sie eigentlich schon gestern enden lassen. Der Hintergedanke ist, dass sie dann noch rechtzeitig bei den Gewinnern sind, falls diese sie noch zu Weihnachten selbst verschicken wollen.

  11. Julian sagt:

    Die Gewinner stehen fest und wurden benachrichtigt! Die Gewinnreihenfolge der Kommentare wurde von random.org wie folgt festgelegt: 4-3-6-8-9-5-2-1-7

  12. Julian sagt:

    Liebe Gewinner, ich habe Eure Adressen soeben der PR-Agentur / Pressestelle des Filmverleihs mitgeteilt, so dass Ihr den Preis schnellstmöglich zugeschickt bekommt. Bei einigen Verlosungen konnte man angeben, ob man DVD oder BluRay gewinnen wollte, dies wurde ggf. ebenfalls mitgeteilt. Bitte beachten, dass manche Preise erst nach ihrem offiziellen Erscheinen zugeschickt werden können!

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