Wir kaufen einen Zoo

Ein gute gebaute und präsent inszeniert Familienunterhaltung mit Matt Damon als Benjamin Mee, einem geplagten Familienvater, denn seine Frau ist gestorben und auch mit dem Beruf, er ist Journalist, sieht es nicht gut aus. Er sucht für sich, seinen halbwüchsigen Sohn Dillan, der immer trostlos traurig depressive Gesichter zeichnet, aber hochkünstlerisch begabt ist, und sein pfiffiges ganz kleines, aber umso süßeres Mädchen Rosie, ein Wonnepfropfen, ein Haus.

Eines tut es ihm besonders an. Aber, so holt der Immobilienfritze aus, da gibt es einige Probleme, denn zum Haus gehört ein Zoo und die Erben der Vorbesitzer bestehen darauf, dass der Nachmieter diesen Zoo weiter führt.

Den Rest kann man sich denken. Aber es ist durchaus ein Vergnügen zuzuschauen, wie Matt Damon nun die Hindernisse angeht. Der Zoo heißt Rosemoore Wildlife Park.

Es gibt Probleme mit einem alten Tiger, mit exotischen Schlangen, die in einer Kiste unbeaufsichtigt in einem Lagerraum liegen, es gibt einen sehr unangenehmen Zoo-Inspektor mit einem Messband, was die Abstände zwischen Gehege und Zuschauer, die Höhe der Zäune wie aus der Pistole misst, es gibt noch den Bruder von Benjamin, wie aus grob geschnitztem Holz, wie überhaupt, der Cast der älteren Männern vor allem darnach ausgesucht scheint, ja nicht feingliedriger als Matt Dammon mit der schönen, harmonischen Nase zu sein.

In und mit dem Zoo will Benjamin mit seiner Familie eine authentische amerikanische Erfahrung machen, ein Abenteuer, etwas in Angriff nehmen, von dem man keine Ahnung hat, um es erfolgreich zu Ende zu bringen. Wenn das mit anderen amerikanischen Problemen doch auch so leicht wäre.

Schließlich ist da auch noch das Personal. Und erwartbar ist es so zusammengestellt, dass auch aus seinen Reihen (überwindbare) Hindernisse entstehen werden, denn eine Mitarbeiterin findet heraus, dass der Zoo eigentlich gar kein Geld mehr hat. Aber wofür hat Benjamin seinen Bruder und ein Vermächtnis seiner Frau. Und dann ist noch das kleine Mädchen, das zwar größer aber viel jünger als Dillan ist, der natürlich nicht wegen Bob so genannt wurde, und die ihm jeden Nachmittag ein Sandwich bringt und er springt schon sehr schnell drauf an.

Und auch die Hilfskraft im Zoo, Scarlett Johansson als Kelly Foster, mausert sich nicht nur rasant zur kompetent Zuständigen, sie hat auch noch Augen für Benjamin. Im übrigen gibt es viele schöne Tiere von Zebras über Löwen, ein Grizzly haut sogar ab, der muss dann wieder – abenteuerlich – eingefangen werden, und wie der Inspektor für die Abnahme schon im Zoo ist, wackelt plötzlich eine Gittertür am Löwengehege bedenklich. Aber auch da findet sich eine Last-Minute-Lösung. Und weil den Machern der Spass mit dem Film, der sich durchaus auch auf die Zuschauer übertragen dürfte, so gefallen hat und sie das Ende noch etwas rauszögern wollen, so spielt denn die Natur noch einen bösen Streich und dann noch einen. Auch ein Happy End und das Feelgood des Movies will ab und an verdient sein.

Das Buch zu dieser Familienunterhaltung schrieben Aline Brosh McKenna und Cameron Crowe, die Regie führte Cameron Crowe.

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