Projekt X – Die Party, von der du nicht mal zu träumen wagst

Die Eltern von Thomas fahren über das Wochenende weg, sie feiern ihren Hochzeitstag. Gleichzeitig hat Thomas Geburtstag. Sein Freund Costa ist die treibende Kraft für die Geburtstagsparty, die im recht großzügigen Elternhaus von Thomas steigen soll. Freund Dax ist die geheimnisvolle Leerstelle hinter der Kamera. Und der rundliche JB stößt auch noch zu den Partyorganisatoren.

Die Jungs haben nur Sex im Kopf und schwadronieren von einer geilen Party, die sowas auch ermöglichen soll. Aber Thomas hat Angst, dass nicht genügend Leute kommen, die Boys werweißen, wieviele Gäste sie maximal haben wollen, 20 oder 50? Mehr sicher nicht. Aber kriegen sie überhaupt soviele zusammen?

Da wir in Zeiten des Internets und der schnellen Netzwerke leben, wird es so kommen, dass die Organisatoren die Geister, die sie riefen, nicht mehr loswerden, dass auch die hübschen Frauen auftauchen, die für sie immer so unerreichbar scheinen, denn Kirby, mit der Thomas so ein bisschen flirtet, die kennen sich schon von Kindsbeinen an, das wäre also in etwas so, als wenn Thomas mit JB anbandelte.

Die modernen Kommunikatikonsmittel jedenfalls hypen die Party schon im Voraus (so wie die PR für diesen Film mit wilden Aufklebern auf Telefonzellen und dergleichen versucht dem Film den wilden Partyanstrich zu verpassen) und es wird für Thomas ziemlich schwierig werden, die guten Ratschläge des Papas zu befolgen, sein Arbeitszimmer sei tabu, die Poolheizung dürfe nicht angestellt werden, das Auto, ein werbeträchtig hübscher Mercedes, müsse in der Garage bleiben und dann ist da auch noch der Hund.

Als Vorsichtsmassnahme engagiert Costa zwei ziemliche schräge selbsternannte Nachwuchs-Sheriffs, die allein für einige Lacher sorgen dürften in diesem Streifen, bei dem absehbar mehr als nur einiges aus dem Ruder laufen wird und an Sexsprüchen und –texten nicht gespart wird.

Eine Party, und deren Organisatoren wollen als „cool“ rüber kommen, ist nun mal kein Philosophieforum oder eine geistesgeschichtliche Auseinandersetzung noch gibt es Platz für tiefe Gefühle oder persönliche Entwicklungen. Es gibt lediglich die Wirkung des Alkohols und der Drogen, mancher bemühten Erfindung der Autoren (Zwerg in Backofen), der Masse und der schönen Frauen und das ist alles sehr wuselig-partylike aufgenommen, gewissermassen professionell-laienhaft, da doch behauptet wird, einer der Darsteller würde das alles filmen.

Poppen, Popcorn und andere Gruppenzwang-Katastrophen. Der selbstreferenzielle Joke im Film kommt von einem frustrierten Cop: Scheißinternet.

Die Verantwortung für das Buch übernehmen Matt Drake und Michael Bacall, die für die Regie Nima Nourizadeh.

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