Nicht leicht zu sagen, was dieser Film will. Es gibt die moralische Ebene, die Moral von der Geschichte, wenn man zupacken kann, braucht man keine Angst haben im Leben. Das ist einer der Lehrsätze, die dem 13jährigen Jo Istad mitgegeben werden. Zeigen soll er das im Fußball.
Nun ist der blondlockige Junge eher ein Engel, denn ein Fußballspieler. Die Männlichkeit ist noch nicht entwickelt in ihm. Obwohl er sich in die neue Schülerin Mari schon mal verguckt.
Um beim Thema zu bleiben, den Satz von seinem Vater beherzigt er insofern als er oft in freien Minuten mit den Händen, in die er rundliche Gegenstände packt, das Zupacken übt. Das wird jedenfalls immer wieder gezeigt. Immer wieder zwischen die Szenen geschnitten, die sonst noch aus seinem Leben gezeigt werden: wie er mit seiner Mutter in einem Häuschen lebt, wie diese mit dem Single-Nachbarn gerne die Buchhaltung macht und dann mit ganz zerzaustem Haar zurückkommt – aber das gefällt dem Jungen; wie er sich mit den Jungs seiner Klasse auseinandersetzen muss; wie er für einen älteren Mitschüler immer die Aufsätze schreibt.
Ein weiteres Sujet, was immer wieder vorkommt, das ist das Sammeln von Fußballer-Bildern. Besonders begehrt ist das Bild eines Goalies, eine Torhüters. Irgendwann ist es in einer Packung, die Jo gekauft hat, dabei. Er lädt alle Mitschüler und Freunde in seine Wohnung ein, die Sensation zu feiern. Aber bis er dort eintrifft, ist das Bild geklaut.
Er bricht beim älteren Mitschüler ein, den er verdächtigt, aber statt des Fußballerbildes findet er Pornomagazine und Kondome; der ist halt schon weiter. Die Auseinandersetzung mit diesem Älteren spitzt sich zu. Erst reagiert Jo feige, worauf Mari sich von ihm distanziert. Dann traut er sich, denn er hat ja die Hände gestählt, ihm zu zeigen, wer hier Kraft hat.
Plötzlich gibt’s ein Fußballspiel, wo Jo doch mitspielen soll – bis jetzt hat er sich gedrückt darum. Erst muss er auf die Ersatzbank. Aber zwei Minuten vor Schluß fällt der Torhüter aus und er muss einspringen.
Den Rest kann man sich denken. Es passiert tatsächlich sowas wie ein Wunder. Es ist wirklich ein Wunder, das außer durch das Handmuskeltraining nun grad durch gar keine der bisherigen Charakterisierung von Jo im Film irgendwie absehbar gewesen wäre.
Zwischendrin kommen immer wieder Bilderzusammenschnitte von Angstträumen des 13jährigen. Die deutsche Synchro vor allem der Kinder ist recht angenehm. Das Buch stammt von Lars Gudmestad, für die Regie zeichnet Arild Andresen.