Sex on the Beach

Ein Coming-of-Age-Film von der lockeren Art, von der sexfrotzelnden Art, von der Sommerurlaub-Boat-Party-Art. Ein Pussy-Patrol-Film. Ein Anmach-Film. Ein Zielgruppenfilm. Ein Teeniefilm. Ein Knutsch-Film. Ein Auszieh-Film. Ein Disco-Film. Ein Erotik-Kompensations-Film. Ein Kotzfilm. Ein Sauffilm. Ein Zoten-Film. Ein Eierboxfilm. Ein Auslebfilm. Ein Film auf dem schmalen Laufsteg von Neugier und Hemmung vorm anderen Geschlecht, von Sexungeschick und Anmachungeschick. Ein Jeanrreißfestigkeitstestfilm. Ein Die-Sau-Rauslass-Film. Urlaubsfilm. Inselfilm. Man-lebt-nur-einmal-Film. Sex-Einübfilm. Ein Statt-Sex-Film.

Vier Jungs im ersten notgeilen Alter und noch recht verwirrt, was die Anmache zum und die Durchführung von Sex betrifft, buchen zusammen einen Pauschalurlaub auf Kreta. Von der britischen Insel auf die griechische Insel. Ein European Youth-Life-Style-Film. Was abgeht an so einem Ort. Disco, Strand, Alkohol, Busen, Schwänze, Ärsche, Möpse, Frauen, Griechen, die vier recht schrägen Jungs aus England mit ihren Pink-T-Shirts mit den unanständigen Worten vorn und hinten drauf. Die grauenhafte Abstiege fern vom Strand. Der tote Hund beim Empfang, den ein Angestellter des Hotels aus einem Brunnen zieht. Der Not-Geldschein in der Arschspalte versteckt. Das ganz lockere Ziel des Urlaubs auf das Tag-Party-Boot zu kommen und dort zu knutschen. Die leere Disko. Erweiterung und Anzüglichmachung des berühmten Langnese-Eiskrem-Kino-Spots.
Nicht alles, was komisch aussieht, muss auch komisch sein.

Aus dem Kino kommt man bedröppelt wie aus einer Jugenddisco. Viel zu sortieren gibt es nicht im Kopf. In England soll der Film ein Riesenerfolg gewesen sein. Scheint die Jugend zu spiegeln, einen Teil zumindest. Die vier Boys sind auch recht schräge Typen. Die deutsche Nachsynchronistion nimmt ihnen einiges davon. Die wirkt so verdammt ordentlich. Das deutsche Saurauslassen, das erzählt mir die Synchro, geschieht eben ordentlich und diszipliniert.

Sex als Gruppenthema behandelt und nicht als großes individuelles Erlebnis. Sex zerredet und zertan. Gewiss kein Film für die katholische Kirche.

Das Buch stammt von Iain Morris und Damon Beesley, die Regie führte Ben Palmer.

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