Der Film versucht aus der Sichtweise des Asperger-Syndroms dieses dem Zuschauer näher zu bringen; dadurch wirkt der Film unschuldig, naiv, fröhlich, kumpelhaft.
Denn der Asperger-Mensch wie er hier gezeichent wird, es ist Simon, der versteckt sich am liebsten in einem alten Heizkessel als einem Raumschiff und nach dessen Landung will er nicht mehr aussteigen, weil er Angst vor den Eltern hat, denn die waren seiner Meinung nach nicht gut zu ihm, da hilft es nichts, wenn der Vater ständig mehr Geld ins Rohr reinsteckt, das zum Kessel rausschaut.
Erst der Bruder Sam, der in Raumfahrtsenglisch sich mit ihm unterhält, erhält überhaupt eine Antwort von Simon, aber die ist, dass er hier in der Wohnung der Eltern nicht mehr aussteigen werde. Also mietet Sam eine eigene Wohnung, Simon wird mitsamt seinem Raumschiff dorthin verfrachtet und auch die Freundin von Sam, Frieda, zieht mit ein.
Asperger Syndrom, und das will der Film von Andreas Öhman uns vorstellen und näher bringen, heißt, dass Simon in rein mathematisch physikalischen Strukturen denkt. Verabredungen gelten bei ihm sekundengenau. Alles andere bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Der Asperger tut sich sehr schwer mit Veränderungen – gut, da kann jeder von uns den kleinen Asperger in sich entdecken. Und wie Frieda das unerträglich wird und sie auszieht, bringt das das austarierte Dreier-Gleichgewicht in der brüderlichen WG aus der Balance. Nun macht sich Simon auf den Weg mit einem ganz genauen Fragenkatalog, den er nach den Vorlieben seines Bruders zusammengestellt hat, eine Frau zu finden, die zu ihm passt. Das funktoniert nach einigen Rückschlägen auch und seinen Bruder Sam muss er mit Gewalt (Entführung in einem Sack) zu seinem Glück zwingen. So ist denn das Gleichgewicht in der WG wieder hergestellt und wir haben auf humorvolle und unterhaltsame Weise einiges über dieses Syndrom erfahren.