Four Lions

Das war ja höchste Zeit, endlich eine Comedy über islamistische Terroristen zu produzieren und das Feld der Exploitation des Terrorismus nicht mehr länger nur den angstmachenden Innen- und Sicherheitsexperten zu überlassen.

Die Comedy wird professionell dargeboten. Mit Tempo, Schmackes und in einem ur-englisch cockneyhaften Dialekt, inklusive ständiger dadaistischer und lautmalerischer Wortspielereien, was für sich schon Spass macht.

Im Umgang mit der Sprache sind diese vier Löwen, potentielle islamistische Terroristen, die hier die Hauptfiguren sind, nicht die doofsten; in ihrem Verhalten als Terroristen aber, da sind sie doch ziemliche Deppen, die sich am Ende quasi durch friendly fire selbst in die Luft sprengen. So kann man sogar Deppen im Kino ertragen, auch wenn sie an Monthy Pythons Abgründigkeit nicht ran kommen.

Ein grössere Depperei war allerdings schon lange vorm Filmstart von einem bayerischen Politiker zu hören, Namen allerdings vergessen, lohnt sich wohl auch kaum ihn sich zu merken, der für ein Aufführungsverbot dieses Filmes plädierte, weil er befürchtete, die religiösen Gefühle von Muslimen zu verletzen. Das muss ein Mensch voller Angst und Panikzustände sein, der den Film noch dazu garantiert nicht gesehen hat. Wenn man die Dummheit von Menschen nicht mehr veralbern darf, was darf man dann noch?

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