World Invasion: Battle Los Angeles

Ist das jetzt Satire zu behaupten, dass die Marines der „ruhmvollen“ amerikanischen Armee, der höchstgerüsteten der Welt, die den Kampf gegen barfüßige, nachthemdige Taliban nach zehn Jahren erfolglos aufgeben muss, wenigstens imstande seien, L.A. vor einer Invasion von Hollywood-Aliens zu schützen, und zwar nach den alten Erfolgsrezepten des Kolonialismus und von John Wayne?

Oder handelt es sich hier um einen simplen Imagefilm für eine Armee, deren Ruf durch Einsätze wie im Irak oder Afghanistan arg ramponiert ist, einen Propagandafilm, um den die europäischen Kinozuschauer mit einem sicheren Gefühl im Bauch einen großen Bogen machen werden? (Auf die Sätze warten sie gewiss nicht, die fallen, wenn der Vater eines Buben stirbt: „Du musst jetzt tapfer sein“ und „ein Marine gibt nie auf“ – und zwar ganz ohne Rähmchen oder Gänsefüßchen).

Immerhin: L.A. in Flammen und in Ruinen und im UFO-Beschuss, das gibt prächtige, apokalyptische Bilder, und die Aliens, die vor allem aus Glitsch und Glibber bestehen – man muss dorthin zielen, wo bei den Menschen das Herz ist! – und mit ihren Extremitäten die wie auch ihre Drohnen zarten, verbogenen Eisenteilen wie der Konstruktionsweise des Eiffelturmes ähneln, sind schon ein Blickfang.

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