Vorsicht ist geboten, wenn die Kritik so einhellig jubelt. Es spricht wohl eher für die kinodürftige Zeit, in der wir leben, wenn ein Film, der nun wirklich gut gemacht ist und die Regeln der Erzählkunst beherrscht und einhält, und der auch gut gespielt ist, jedoch jeglicher Komplexität entbehrt, schon so positiv auffällt.
Die Geschichte ist ein gelungener Mix aus Zeitgeschichte, Schlüsselloch-Bericht aus dem englischen Königshaus; erzählt, wie ein Mann an exponierter Position ein schier unüberwindliches Hindernis bezwingt.
Für den Film spricht auch, dass er in einem Satz erzählt werden kann.
Der spätere King George VI war seit früher Kindheit Stotterer, verpatzt die Rede bei seinem ersten öffentlichen Auftritt zum Abschluss der Empire-Ausstellung im Wembley-Stadion in London (1925), arbeitet an sich mit Hilfe eines umstrittenen Therapeuten und seiner Ehefrau und rührt dann die englische Nation, den Kino-Zuschauer und alle, die den Lernprozess mitgekriegt haben, mit einer bewegenden, live übertragenen Radiorede zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.