Merkwürdig, was sich in diesen verstaubt-altvornehmen Villen-Innenräumen abspielt.
Es soll die Verfilmung eines Erfolgsromans von Martin Suter sein.
Statt dessen ist zu sehen: eine Drehbuchbearbeitung und eine Inszenierung, die im Wettbewerb miteinander zu stehen scheinen, wer den Eindruck der Abgestandenheit der Räume noch toppen kann.
Oder sind es die Schauspieler, die aus lauter Ehrfurcht vor dem Großmimen Depardieu, der eine Weile lang noch spannend wirkt, wie Statisten dastehen und groß die Augen weiten und die Stichworte wie Diener am Hofe eines Königs abliefern? Ist es unterm Strich womöglich genau dieser gespenstische Eindruck, den Suter im Roman erwecken wollte?
(Konrad Lang, gespielt von Gérard Depardieu, erinnert die reiche Familie, je mehr die Alzheimer-Krankheit über ihn kommt, an ein dunkles Geheimnis.)
Martin Suter, nicht Sutter. Das Buch ist übrigens lesenswert.
Danke, roland Weede, für den Hinweis!
(Das zweite T hat sich vermutlich aus einer dunklen Vergangenheit in den Namen geschlichen …)
Und Simsalabim hat die Korrektorfee, die das auch übersehen hat (also ich), den Suter berichtigt…