Nowhere Boy

Was Sam Taylor-Wood erzählt, das erzählt sie intensiv, gefühlvoll, hingebungsvoll und in schönen Bildern. Sie führt auch die Schauspieler gut.

Aber was erzählt sie uns? Sie erzählt die Geschichte vom Teen John Lennon.

Und wie erzählt sie diese? Als die Geschichte eines Jungen, wie es wohl viel andere auch gab, der in nicht ganz geregelten Familienverhältnissen aufwuchs, nämlich bei der strengen Schwester seiner Mutter, denn die Mutter selbst führte ein eher lockeres Leben. Eines Jungen, der als Teen eine Gitarre ersteht, wie viele andere Teens auch. Dann wird die Geschichte von der Gründung der Band beschrieben als einer Band wie sicher viele andere auch mit Rauchen und Saufen und ersten Auftritten. Und weil dann der Mann seiner Tante, bei der er aufwächst stirbt, gerät John emotional etwas aus dem Gleichgewicht, wie viele andere Jungs in vergleichbaren Situationen auch.

Sam Taylor-Wood erzählt die Geschichte als eine ziemlich austauschbare Geschichte eines britischen Jungen im Liverpool der späten 50er des letzten Jahrhunderts.

Sie erzählt die Geschichte ganz unspektakulär als eine Geschichte, in der nichts auf die späteren Erfolge der Beatles hindeutet.

Sie erzählt die Geschichte bis zum Abflug der Beatles nach Hamburg. Dort lernten sie Klaus Voormann kennen, aber das wäre der nächste Film, das wird hier nicht mehr erzählt. Vielleicht muss man auf den Film „Klaus Voormann – The Sideman“ warten, den Kick-Film auf ihrer Website ankündigt, um das zu erfahren, was die Beatles und John Lennon so speziell machte.

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