Das Unglück der Palästinenser ist furchtbar. Nicht nur von Israel werden sie brutal unterdrückt, auch ihre arabischen Brüder, die Amerikaner und die Europäer benutzen sie primär für ihre eigenen Machtinteressen. Niemand hat ein reales Interesse an einem weiteren, vollwertigen Staat in der eh schon labilen Nahost-Region. Die Palästinenser sind ein illegitimes Volk geworden, das keiner will, seit Jahrzehnten ein Spielball der Weltpolitik. Sichtlich ergriffen von diesem Schicksal, aus dem ein Ausweg nirgends zu sehen ist, wie der gerade erneut im Scheitern begriffene Friedensprozess in trauriger Routine einmal mehr beweist, drehte Julian Schnabel ganz engagiert dieses eher impressionistische Biopic über die Palästinenserin Miral. Vor lauter Hingabe und Mitgefühl scheint ihm jedoch das Narrative, was einen Film fesselnd macht und im günstigen Falle auch eine eindrückliche Message senden kann, abhanden gekommen zu sein. So helfen denn die zweifellos empathisch-sinnlichen Bilder dem Zuschauer und damit der Sache wenig bis gar nichts.

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