Die weltgrößte Messe für Elektromobilität öffnet am heutigen Dienstag in München ihre Pforten – nun schon zum zweiten Mal. Seit ihrer Premiere vor einem Jahr ist die eCarTec außerdem deutlich gewachsen.
Die Elektromobilität ist ein spannendes Thema, denn dass in absehbarer Zeit alternative Antriebssysteme zum Verbrennungsmotor gebraucht werden, ist sonnenklar. Nun gibt es ja eine abenteuerliche Fülle von verschiedenen Systemen, die sich allesamt in verschiedenen Stadien der Entwicklung befinden. Große Hoffnung wird zum Beispiel auf die Wasserstoff-Sauerstoff-Verbrennung (Knallgasreaktion) gelegt, die völlig schadstofffrei abläuft und somit im Grunde ein idealer Energielieferant wäre. Wäre Wasserstoff nur nicht so unendlich aufwendig mit der Elektrolyse aus Wasser zu gewinnen und wäre Wasserstoff nur nicht so unglaublich leicht brennbar. Alternativen dazu rangieren von der Brennstoffzelle über die Kernfusion bis zur Antimaterie bzw. der Annihilation von Materie, also der Überführung von Materie in Energie. Zugegeben, die letztgenannten Methoden sind größtenteils der theoretischen Phsyik zuzurechnen, doch gehört diese Forschung genauso hierher wie der Elektroantrieb.
Nun hat der Elektroantrieb von egal welcher Art Fahrzeug den simplen Vorteil, dass es bereits eine globale Elektro-Infrastrutur gibt. Steckdosen finden sich so gut wie überall. Also konzentrieren sich Markt und Forschung derzeit (auf lange Sicht sehe ich persönlich das eher als eine Übergangsphase) logischerweise auf die Elektromobilität, und die Anwendungsmöglichkeiten sind, wie man auf der eCarTec sehen kann, ja auch faszinierend, vielfältig und breit gefächert.
Den interessierten Messebesucher dürften obige Gedankenspiele eher wenig interessieren, und auf der Messe selbst zählt auch eher die Gegenwart als die ferne Utopie einer perfekten Welt.
Tatsächlich wird es auf der Messe neben dem Mitsubishi i-MiEV und dem Peugeot Ion auch den eRuf Stormster und natürlich den Tesla Roadster geben, doch finden sich auch andere Mobilitätsanbieter wie Elmoto und Segway. Zeitgleich findet übrigens die Materialmesse Materialica statt.
Ein Besuch der Messe, nicht nur zum Probefahren, lohnt sich garantiert, denn was ist spannender, als heute am Puls der Zeit zu fühlen, was morgen weit verbreitet sein wird? Noch dazu beim Auto, dem Lieblingskind der Deutschen?
Hier noch ein paar Impressionen aus dem Ruf Stormster:
Darf ich fragen, was der Werbetext für Elektromobilität auf einer Webseite namens „filmjournalisten“ zu tun hat?
Ja, darfst Du. Es liest sich wirklich wie ein Werbetext, da hast Du recht. Doch in diesem Fall stehe ich total dahinter. Nichtsdestotrotz ist es natürlich fraglich, wieso ausgerechnet ein Filmblog damit befüllt werden sollte. Ich werde doch besser den iStammtisch wieder ins Leben rufen…