Copacabana Mon Amour (Filmfest München)

Kann man einer verrückten Stadt wie Rio eine verrücktere Liebeserklärung machen als mit einem Trio aus durchgeknallten Figuren, die ihren Ursprung über Afrika und Dschingis Khan bis Abraham zurückleiten, die ihre Stadt lieben und an ihr, der Sonne, der Armut, den Favelas schier verzweifeln wie DADA, der Göttin im knallroten Kleid und wassserstoffblond, puppengesichtig, ihr Bruder, der Idiot, der mit einem Leintuch überm Kopf oder mit zerrissenen Hemden oder löchrigem Schirm durch die Favelas geistert oder sich im Sandstrand wälzt und mit Kerzen die Haare seiner Unterarme abbrennt und dem Gauner mit der Baskenmütze und dem Stilett, der die Amerikaner um Geld anhaut. Zu schweigen von Dr. Cricket, den am Ende sowohl der Idiot als auch DADA vernaschen. – Das war wohl nur 1970 möglich – und die vielen Käfer von VW!

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