66/67 – Fairplay war gestern

Prototypisch zu nennendes deutsches Filmausbildungsprodukt. Verdient Bestnoten am laufenden Band für die einzelnen Departments. Trotzdem erscheint das Ganze wie leeres Blendwerk, lediglich wie die Kulisse in einem Film ohne interessierende Geschichte, ohne interessierende Figuren davor. Eager-Beaver-Produkt als Kassengift fürs Kino.

2 Gedanken zu „66/67 – Fairplay war gestern“

  1. Falsch, ganz falsch. Interessantere Charaktere, interessantere Versuchsabläufe und verherendere Abgründe habe ich seit sehr langer Zeit in – nicht nur – deutschen Filmen nicht mehr gesehen. Der Film macht fast alles anders und das meiste besser als vergleichbare Filme dieser Größenordnung. Manchen macht er offensichtlich sogar Angst. Gut so!

  2. Das mag schon sein, dass ich einen falschen Eindruck habe. Sowas kommt vor. Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Da habe ich kein Problem mit. Allerdings bestätigt mir Ihre Richtig-Falsch-Argumentation eher meinen Eindruck von der Überschulung des Filmes, alles hat er richtig gemacht, also lauter Bestnoten verdient, oder mein Eindruck vom Eagerbeavertum, aber ich habe nicht verstanden, was er mir erzählen wollte, was den Macher des Filmes mehr beschäftigte als das Bedürfnis nach dem perfekten (oder um Ihre Verteidigung aufnzunehmen: nach dem ganz anderen) Werk.. Solche Subtexte werden vom Publikum garantiert nicht als interessant eingestuft, das meinte ich mit dem Begriff des Kassengifts. Nur zu behaupten, mein Eindruck sei falsch, reicht allerdings nicht aus, um ihn zu korrigieren. Auch Ihre weiteren Argumente sind mir einfach zu pauschal, der Film würde alles anders machen, er hätte interessantere Versuchsabläufe und verheerendere Abgründe. Das war vielleicht von den Machern des Filmes so gedacht, mag sein, das wäre auch voll in Ordnung, aber es hat sich mir als Zuschauer nicht so vermittelt.

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