Watchmen

Ich ringe schon seit Tagen mit mir, ob ich hier veröffentlichen soll, wie ich Watchmen fand. Nun, hier meine Gedanken, allerdings mit massiven Spoilern:

Nur, um das klarzustellen: Dies ist keine Kritik/Review/Besprechung, sondern nur meine persönlich Gedanken/Anmerkungen/Diskussionsanregungen zum Film. Ich würde untenstehendes niemals zum Drucken abgeben…

Grundsätzlich muss ich vorausschicken, dass ich keine Graphic Novels lese, sie nie las, und mich auch nicht mit ihnen anfreunden konnte. Wir hatten früher ein paar großformatige Carlsen-Sammelbände mit Spirit und so, mir waren die Zeichnungen immer zu lieblos, skizzenhaft, die Handlung immer zu unverständlich, aggressiv, psychedelisch (oder zumindest, was man als 12-jähriger eben unter psychedelisch so versteht), zu blöde. Und die Papierqualität war grauenhaft, der Druck katastrophal.

Ich konnte das Konzept der Superhelden nie verstehen, weil ich mir immer gedacht habe, dass einer, wenn er Superkräfte hat, es nicht nötig hat, sich in ein lächerliches Kostüm zu zwängen. Und wenn einer keine Superkräfte hat, ist es erst recht lachhaft, wenn er als Fledermaus oder sonstwie verkleidet über die Dächer, durch die Kanäle, durch dunkle Nebenstraßen einer Stadt huscht, um „die Bösen“ fertigzumachen.

Auch war ich stets eher dem Land zugetan als der Stadt, ich stehe mehr auf Wald als Straßenschluchten, mehr auf Kühe als Hunde, mehr auf Berge als von besagten Hunden zugeschissene Parks, mehr auf die persönliche Bekanntschaft mit jedem Nachbarn als die Anonymität im tristen Grau. Meine Comichelden waren Tim und Struppi, Asterix und Obelix, Spirou und Fantasio, Yoko Tsuno, Donald und Mickey (Donald mehr als Mickey, und das hauptsächlich von Carl Barks), Johann und Pfiffikus sowie dieser eine Band der Toyoten, den wir früher hatten. Das „düsterste“, was ich je genießen konnte, waren die John Difool-Comics, deren Aussage ich natürlich auch nie wirklich verstanden habe. Aber dort gab es wenigstens manchmal barbusige Frauen, was ein klarer Vorteil gegenüber den anderen Comics war.

Ich bin also ein denkbar schlechter Kandidat für Superheldencomics und Superheldencomicfilme. (außer Mystery Men, der war mal klasse)

Nun kam neulich Watchmen in der Pressevorführung. Ich hatte sehr wohl die Erregung Anspannung und Vorfreude, die manche Kollegen (und Kenner der Vorlage) empfanden, mitbekommen, und lief entsprechend gespannt im Kino auf.

Doch schon die erste Einstellung ärgerte mich: Die ersten Worte, die fielen, wurden bereits von einer völlig zerstörten Stimme einer offenbar völlig fertigen Existenz gesprochen. Ich weiß nichtmal mehr, was die Stimme genau röchelte, doch es war das Etablieren einer sehr negativen Sznearios. Dann starb dieser eine von den Watchmen, der Comedian, indem man ihn aus dem Fenster schmiss. Mich beschlich der Verdacht, dass dieser Superheld im Grunde wohl keine übernatürlichen Kräfte hatte, und die Signifikanz des blutbeschmierten Smilie-Ansteckers blieb mir auch verborgen.

Sein Tod wurde im Film, der in einer alternativen Realität unter einem vielfach wiedergewählten Präsident Nixon, der scheinbar auch noch die Ermordung Kennedys durch eben diesen Comedian in Auftrag gegeben hatte, merhfach als schon lange nötige Aktion relativiert (wobei: Kann ein Mord je nötig sein?). Die Gesamtsituation war politisch angespannt, rechtskonserativ und die Superhelden der Regierung untertan. (Superhelden, die einer republikanischen US-Regierung freiwillig untertan sind, haben vielleicht Superkräfte, aber sicherlich nicht innerhalb des Schädels.)

Doch nur einer dieser Superhelden war wirklich „super“: Dr. Colossus Manhattan, der durch einen (wie kreativ) wissenschaftlichen Unfall zu einem neuen Wesen in Menschengestalt wurde, über geheimnisvolle Kräfte verfügt, huihuiui. Alle anderen sind nur Quertreiber, die in Kostümen rumlaufen und sich danebenbenehmen, während die Obrigkeit beide Augen fest zudrückt, finde ich. Doch ich habe auch nicht verstanden, wie so ein Dr. Manhattan sich dazu erniedrigen kann, im Vietnamkrieg massenhaft nur leicht bewaffnete Bauern zu vernichten, ohne den Sinn dieses Krieges sowie die politische Motivation seiner Regierung zu hinterfragen und ohne das Existenzrecht anderer politischer Systeme als der Demokratie anzuerkennen.

Die Handlung mit den kostenlosen Energiedingern von dem Superhelden/Finanztycoon (dessen Kostüm mich sehr an Hermes, den Götterboten erinnerte) war etwas verwirrend, weil keiner bei mir im Eck so genau wusste, worum es denn nun überhaupt gehen sollte. Offenbar wollte der Hermes-Typ der Welt Energie schenken (feine Sache, das), was die Fossil-Lobby nicht so toll fand, und der Rorschach-Typ, bei dem das einzig Übernatürliche die Jutetasche mit den Wanderflecken war, die er über dem Kopf trägt, hatte wohl eine ganze Menge eigener Dämonen zu bekämpfen. Die Tatsache, dass er sich als einer von den Hütern für Recht und Ordnung hält, hindert ihn aber nicht daran, ein paar Morde zu begehen sowie einen maximal nur halb so großen Kriminellen eiskalt umzubringen. Man möge mich nicht falsch verstehen, ich hab kein Problem mit Blut und Gore im Kino, doch die Motivation ist fraglich. Und Kleinere schlägt man sowieso nicht, das lernt man doch schon im Kindergarten.

Nundenn, als schließlich Dr. Manhattan von Hermes erfolgreich ausgetrickst und reingeritten wurde (in einem verschneiten Ägypten, wie deep!), und alle glauben, dass er nun schuld sei an den Millionen Toten, die zwar zufällig genau überall da anfielen, wo Hermes seine kostenlosen Energiereaktoren aufgestellt hatte (gaar nicht verdächtig, nicht doch), kam doch glatt die Spock-logische Schlussfolgerung, dass es besser ist, ein paar Millionen zu opfern, damit die restlichen Milliarden in Frieden leben können (weil sonst nämlich die bösen Russen den Atomkrieg angefangen hätten, weil man mit denen ja nichtmal hätte telefonieren können). Und da ist mir schon die Kinnlade runtergefallen.

Die Aussage mit den verhältnismäßig wenigen Opfern, die nötig sind, damit viele leben können, hatte ich schonmal gehört. Und zwar nicht erst in Star Trek II, sondern bei der Judenvernichtung und der Expansionspolitik des Dritten Reiches. „Unser Volk braucht Raum“ hieß das damals, so oder ganz ähnlich. Und das, liebe Macher, ist völlig indiskutabel.

Nun mag es ja sein, dass Watchmen ein düsterer Comic ist, in einer schlechten Welt und so. Aber dafür sind die Figuren viel zu positiv eingeführt worden und werden viel zu gut dargestellt. Dem Watchmen-Anfänger fällt die Düsternis nämlich nicht auf. Ein ordentlicher Film dahingegen mit dem Thema alternative Realität, die sich dann auch nachaltig als schön düster herausstellt, ist Fatherland mit Rutger Hauer. Keinesfalls aber Watchmen.

Dessen Aussage ist entweder gemeingefährlich und höchst fragwürdig, oder der Film ist ohne die Kenntnis der Graphic Novel nicht zu verstehen, was bei einer Verfilmung eher schlecht ist. Als die Pressebetreuung nach der PV von mir wissen, wollte, wie ich den Film fand, lag mir nur „So ein reaktionärer Dreck!“ auf der Zunge, doch das hab ich dann doch nicht ohne vorherige Reflexion sagen wollen.

Und noch was: Der Sex in diesem komischen Raumschiff war auch wenig superheldenmäßig. So hat man sich Superheldensex viel eher vorzustellen…

So, und nun erbitte ich mir Eure Flames, weil ich den schönen Film kaputtgemacht habe!

21 Gedanken zu „Watchmen“

  1. Ich kenne die Graphic Novel, habe aber den Film noch nicht gesehen, insofern ist deine Kritik recht interessant, da einige der von dir genannten Kritkpunkte sich eigentlich aus der Geschichte ergeben soltten. Scheint als würde die Verfilmung dem Comic nicht gerecht werden. Es wurde wohl nur auf die visuelle Umsetzung wert gelegt, wenn deine Ausführungen einigermaßen korrekt sind.

    Allerdings ist die von dir angesprochene moralische „Fragwürdigkeit“ nicht weiter verwunderlich. Im englischen Sprachraum ist der Utilitarismus die vorherrschende Moralkonzeption (im gegensatz zu kantischen bei uns) und das „ein Leben für tausende“ Spiel ist nur die konsequente Steigerung dieses moralischen Systems, wenn nicht gewisse „Spielregeln“ aufgestellt werden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus

  2. Hi Filmhass,

    ich kann natürlich nicht garantieren, dass ich jedes Detail, das in den Film übernommen wurde, mitbekommen habe, aber ich denke tatsächlich, dass es da ein Problem gibt. Die philosophischen Grundsatzfragen sind jedenfalls brennend interessant, da werde ich mich bei Gelegenheit tiefer einlesen. Aber Watchmen ist für mich durch, auf die graphic Novel habe ich jedenfalls keine besondere Lust…

  3. „Ich konnte das Konzept der Superhelden nie verstehen, weil ich mir immer gedacht habe, dass einer, wenn er Superkräfte hat, es nicht nötig hat, sich in ein lächerliches Kostüm zu zwängen. Und wenn einer keine Superkräfte hat, ist es erst recht lachhaft, wenn er als Fledermaus oder sonstwie verkleidet über die Dächer, durch die Kanäle, durch dunkle Nebenstraßen einer Stadt huscht, um “die Bösen” fertigzumachen.“

    Gibt auch Leute, die finden das Konzept „Atmen“ scheisse und können sich damit nicht anfreunden…

  4. hab watchmen gesehen. kenn das comic nicht.

    kleine kritik zu deiner kritik:
    1. zwecks den lächerlichen kostümen…der grund wird doch im film angegeben. erst haben sich gangster verkleidet, dann polizisten um den spiess umzudrehen. die kostüme dienen zum schutz der identität. selbstjustiz lässt sich nun mal anonym leichter bewerkstelligen.
    2. du bemängelst dass dr manhattan bei einem klischeeunfall als zu einem superhelden mutiert ist. was dir scheinbar nicht auffällt ist dass watchmen intertextuell ist. der film lebt von comicklischees. es ist kein zufall dass rorschach wie darkmen aussieht , dr manhattan wie colossus und nightowl auch als batman durchgehen könnte.
    die frage -wie würden superhelden in einer realen welt agieren und ausschauen- ist ja gerade das fundament auf dem der film aufbaut.

    3.deshalb darauf zu schließen der film wäre reaktionär halte ich für falsch. ich denke subversiver gehts kaum.
    der wahre held des filmes, der einzige der für seine ideale auch zum märtyrer werden würde ist ein asozialer psycho+soziopath. diejenigen die die welt verändern und im auge der öffentlichkeit als helden durchgehen nehmen auch mal millionen menschenleben als kollateralschaden hin bzw. der klügste mensch ist ein gnadenloser über-leichengeher. die gutmenschen des filmes (nightowl und silkspectre) sind relativ hilflos. und comedian, derjenige der die menschen und auch dr manhattan (im folgenden gott genannt) am besten durchschaut ist der böseste von allen. derweil zuckt gott gelangweilt von all den irdischen problemen mit den schultern. er ist ja nicht tot, es interessiert ihn bl0ß keinen deut plus die halbe welt hält ihn für die wurzel allen übels.
    ist doch summasumarum zum einen teil eine relativ treffende allegorie auf reale verhältnisse und zum anderen alles aber nicht reaktionär. jedenfalls nicht von einem literarischen standpunkt. reaktionär wäre doch eher wenn das über-leichengehen keinen gegenpol hätte oder die guten böses machen würden ohne dass es als böse verkauft werden würde.

    und darin liegt auch meine hauptkritik an deiner kritik:

    „Die Aussage mit den verhältnismäßig wenigen Opfern, die nötig sind, damit viele leben können, hatte ich schonmal gehört. Und zwar nicht erst in Star Trek II, sondern bei der Judenvernichtung und der Expansionspolitik des Dritten Reiches. “Unser Volk braucht Raum” hieß das damals, so oder ganz ähnlich. Und das, liebe Macher, ist völlig indiskutabel.“

    ja, das passiert in dem film- aber in keiner weise wird das dem zuschauer als die optimale lösung präsentiert. im gegenteil. diese kollateralschaden mentalität wird missbilligt. damit dem kinobesucher das auch auffällt gibt es ja extra den zaunpfahlwink des märtyrertodes gen ende.
    falls es dir nicht aufgefallen ist: rohrschach ist ja die identifikationsfigur des publikums. nicht aus meiner subjektiven perspektive, sondern erzählerisch- er erzählt aus dem off. seine geschichte. sein tagebuch.
    das scheint dir leider nicht aufgefallen zu sein.

    eins noch:
    abgesehen davon dass du den film meiner meinung nicht kapiert hast, halte ich es auch für problematisch, und damit meine ich jetzt nicht diesen film im speziellen, sondern im allgemeinen, einen film danach zu bewerten welche politische oder psychologische message er hat.
    zuallererst ist ein film ein film. ein film erzählt eine geschichte. ob diese geschichte menschenverachtend, optimistisch, bluttriefend oder erheiternd ist ist dabei normalerweise als erstes nebensächlich.
    es geht um die machart. ist ein film gut gemacht oder nicht.

    und um mal da den bogen zu spannen falls du rein reflexartig denken solltest -NEIN, das stimmt nicht, die Aussage ist am wichtigesten-
    es gibt z.b. sehr gute lieder von nick cave die aus der perspektive eines mörders geschrieben sind und
    in der literatur gibt es den nobelpreis für jelinek (so oft wie die schwanz und fotze schreibt, da kommt kein rapper hinterher) oder einem text mit dem klangvollen namen : ich ficke babys (kannst ja mal googlen).
    da die dinge auf ihre aussage zu reduzieren ist sehr eng gedacht.

    aber das nur am rande, da watchmen eine gegenteilige aussage hat als du dem film attestierst.

    grüße
    andi

  5. nochmal ich…hab den film jetzt sacken lassen und auch deine kritik und da ist noch was ich loswerden will.

    Hauptaugenmerk des Filmes liegt doch wohl in der Dekonstruktion der Superheldenidee.
    (Da ist es doch folgerichtig wenn die Auflösung des Plots ein moralisches Dilemma darstellt und Gut/Böse-Schemata in Frage gestellt werden ( in Gut/Böse denkt ja nur Rohrschach, und was mit dem geschieht weisst du ja).)

    Wie wäre die Welt wenn tatsächlich irgendwelche selbsternannten Retter in Kostüme schlüpfen würden?
    Was würde dann passieren?
    einige Antworten die der Film da gibt:
    -es würde ein Gesetz geben dass dies verbietet , Superhelden würden sich zur Ruhe setzen (niteowl , silk spectre) oder für die Regierung arbeiten (als Auftragskiller und Söldner wie Comedian), sich vermarkten und reich werden wie Ozmandian etc.
    -sich mit dem Cape in einer Drehtür verheddern und dabei zu Tode kommen (-:
    -interessant dabei ist auch das dass einzige Comic im Film eine pornographische Verunglimpfung einer ehemaligen Superheldin ist (die in einem Altersheim im Dauerrausch dahinvegitiert)

    die Messages des Filmes in rückständig oder fortschrittlich zu kategorisieren ist dabei glaube ich etwas zu simpel geht es doch im Grunde um eher komplexere, wenn auch nicht wirklich weltbewegende Fragestellungen (aber dass kann man wohl einem Comic dass intertextuell mit Comics hantiert nicht vorwerfen)
    eventuell wird der ein oder andere zum Zweitenmal-Bushwähler tatsächlich bei dem Satz : „Es gibt den Übermenschen, und er ist Amerikaner“ frohlocken, dass der Satz eventuell ein an eben jene gerichteter Seitenhieb ist
    könnte aber der Wahrheit mehr entsprechen.

    Wie du siehst lässt mich deine Reaktionär-Titelierung für den Film nicht los, aber leider weiger ich mich auch zu glauben das
    Star Wars judenfeindlich ist wegen dem Schrotthändler, Herr der Ringe rassistisch weil alle Orks dunkle Hautfarbe haben und 300 homoerotisch weil Spartaner knapp bekleidet sind.
    Alles Dinge die Pseudo- oder tatsächlich Intelektuelle in eben jenen Filmen zu beobachten glauben, und deine Kritik erinnert mich da etwas dran.

    hoffe auf jeden fall noch auf fruchtbare diskussion

    grüße
    andi

  6. „abgesehen davon dass du den film meiner meinung nicht kapiert hast, halte ich es auch für problematisch, und damit meine ich jetzt nicht diesen film im speziellen, sondern im allgemeinen, einen film danach zu bewerten welche politische oder psychologische message er hat.
    zuallererst ist ein film ein film. ein film erzählt eine geschichte. ob diese geschichte menschenverachtend, optimistisch, bluttriefend oder erheiternd ist ist dabei normalerweise als erstes nebensächlich.
    es geht um die machart. ist ein film gut gemacht oder nicht.“

    Das ist ein unglaublicher Schwachsinn… 😕

  7. nein das ist es nicht.
    das gilt das für filme genauso wie für musik und literatur.
    zu unterscheiden ist dabei natürlich der Inhalt von der Bedeutung.
    Stichwort Text Subtext und Metaebene.
    natürlich kann ein Film tatsächlich faschistisch und reaktionär sein oder gewaltverherrlichend (Punisher 2 fällt mir dabei ein)
    Aber das heißt noch lange nicht dass jeder Film der z.b Faschismus oder Gewalt als Thema hat im Effekt faschistisch oder gewaltverherrlichend sein muss.

    das Gezeigte muss nicht immer zwangsläufig das Gemeinte darstellen.

    und das war auch im Grunde das was ich zum Ausdruck bringen wollte= nämlich das in der hier vorliegenden Kritik der Eindruck entsteht dass der Rezensent es nicht geschafft hat hinter die erste Ebene zu blicken und eben nur das Gezeigte sieht und dies dann mit dem Gemeinten gleichsetzt.

  8. Das ist nicht das, was du oben geschrieben hast.

    „…halte ich es auch für problematisch, und damit meine ich jetzt nicht diesen film im speziellen, sondern im allgemeinen, einen film danach zu bewerten welche politische oder psychologische message er hat…“

    „es geht um die machart. ist ein film gut gemacht oder nicht.”

    Und jetzt auf einmal…

    „und das war auch im Grunde das was ich zum Ausdruck bringen wollte= nämlich das in der hier vorliegenden Kritik der Eindruck entsteht dass der Rezensent es nicht geschafft hat hinter die erste Ebene zu blicken und eben nur das Gezeigte sieht und dies dann mit dem Gemeinten gleichsetzt.“

    Das sind zwei Paar Schuhe.

  9. ich seh da keinen widerspruch. natürlich ist es problematisch einen film nach seiner aussage zu bewerten, sonst wär ja jede seichte romantische Liebeskomödie ein Meisterwerk filmischer Kunst.

    es bedarf da eventuell oder auch sicher einer ergänzung meinerseits bei dem was ich geschrieben habe, aber ich denke wenn man versucht zu verstehen was ich meine kann man das.

    aber mir gehts hier eher um den film watchmen als um eine grundsatzdiskussion-

    insofern..hast du auch ne meinung dazu? oder noch besser, eine meinung zu dem film hinsichtlich der kritik von julian?
    mehr als 5 Worte und zitieren kann ja nicht so schwer sein.

  10. @andi77:

    Zu 1: Mag sein, dass ich den Grund für die Kostümierung der Watchmen verpasst habe. Ich hab ihn auf Englisch gesehen. Eigentlich ist Englisch kein Problem für mich, aber gerade bei Umgangssprache und/oder Genuschel scheiden sich natürlich früher oder später die Geister. Andererseits würde in einer normalen Welt jemand, der verkleidet Selbstjustiz übt, doch sofort selber verhaftet werden anstatt bejubelt.

    Zu 2: (Klischeeunfall Dr. Manhattan): Eigentlich wollte ich mit Dr. Colossus einen Witz machen, weil das der Grüne aus den Simpsons ist (in diesem Parodiebild ganz hinten). Dass es da einen echten gibt, auf den Du Dich jetzt offenbar beziehst, wusste ich gar nicht. Da meine Graphic-Novel-Bildung gleich Null ist, ist es natürlich auch logisch, dass ich den Subtext nicht mitbekomme. Entfernt man meine Meinung (Verkleidete Typen sind doof), bleibt die offene Tatsache, dass ich natürlich nicht wissen kann, dass das der Kontext von dem Film sein soll. Denn die „wirkliche Welt“ gibts auch bei Spiderman, X-Men und den anderen kürzlichen Comicverfilmungen – so denke ich zumindest laienhaft.

    Zu 3: (Ich hätte nicht verstanden, dass der Film eben nicht reaktionär, sondern ein Zerrbild der Realität ist): Stimmt, das habe ich nicht erkannt. Aber warum auch, denn man geht natürlich davon aus, dass die Superhelden die Guten oder erkennbar Bösen sind. Nun hatte ich schon so einen Verdacht, siehe: „Nun mag es ja sein, dass Watchmen ein düsterer Comic ist, in einer schlechten Welt und so. Aber dafür sind die Figuren viel zu positiv eingeführt worden und werden viel zu gut dargestellt. Dem Watchmen-Anfänger fällt die Düsternis nämlich nicht auf. “

    Dass Rorschach der Ich-Erzähler ist, ist mir natürlich schon aufgefallen (ich erzähle ja davon), aber ich hab es tatsächlich über den Film hin wieder vergessen. Seine Geschichte wird ja offenbar auch über den Zeitungsfuzzi ganz am Schluß erzählt, der sein Tagebuch bekommt. Das wird mir jetzt erst klar, da hast Du Recht, es ist seine Geschichte (doch erzählt sie vieles, was er nicht wissen kann oder konnte, das ist inkonsistent).

    Zu „eins noch“: Ich denke auch, dass ich ihn nicht kapiert habe (hatte), aber dann ist es natürlich berechtigt, zu fragen: Warum konnte ich als Nicht-Kenner ihn nicht kapieren? Ist das gewollt, und der Film ist nur fürs Fachpublikum gedacht (was ja ruhig sein darf)? Oder ist er für alle gedacht (Herr der Ringe), aber nicht so gelungen umgesetzt? Oder hat einfach nur mein Englisch versagt? Was ich aber nicht glaube, mein Englisch ist vielleicht nicht „presidential“, aber doch flüssig.

    Ich habe mich ja versucht, einer Bewertung des Films zu entziehen, da mir ja bewußt war, dass ich ihn möglicherweise nicht kapiert habe. Ich würde sowas wie oben natülrich niemals in Druck geben (oder mich überhaupt trauen, es einem Vorgesetzten vorzulegen), und das ist sicherlich keine Filmkritik. Ich habe es zwar mit „Review“ getaggt, das aber nur, damit Watchmen eben auch kategorisiert ist im Blog. Klar darf ein Film auch eine böse, dunkle Aussage haben (da kennst Du mich zu schlecht, das ist mir durchaus bewußt), aber sie muss sich dem Zuschauer auch erschließen können. Das ist mein eigentlicher Kritikpunkt, sie hat sich mir nicht erschlossen. Ich erwarte ja keine Holzhammermessage, aber in diesem Fall ist mir die Message echt verborgen geblieben.

    @andi77, die zweite: Ja, Du hast völlig Recht, ich hätte den Film nicht reaktionär nennen dürfen, jedenfalls nicht in einer Kritik. Doch ich möchte festhalten: Ich habe oben ja geschrieben, dass ich nur daran gedacht habe, ihn reaktionär zu nennen, habe mir das aber verkniffen, eben wegen der fehlenden Kenntnis und Reflexion (was ich hier ja gerade erklärt bekomme, was mich wiederum freut). Wäre das da oben eine Kritik gewesen mit dem Attest reaktionär, hätte ich mich erklären können müssen.

    Doch andererseits: Ich bin sicher, dass es viele Zuschauer gibt, die die Comicwelt nicht so gut kennen (ähnlich schlecht wie ich), und die den Film dann doch als reaktionär empfinden bzw. dies gar nicht merken und sich dann mit der subjektiv empfundenen Aussage (das Leben Weniger… ) anfreunden. Und das finde ich richtig gefährlich. Denn dass die Spartaner in 300 eher luftig bekleidet waren, ist meines Erachtens noch keine so deutliche Aussage wie die mögliche, nein, wahrscheinliche Fehlinterpretation der Watchmen für Nicht-Kenner. Klar muss ein Film nicht politically correct sein (siehe „Meet the Feebles“ oder andere), aber gerade bei so heißen Themen sollte man schon deutlich Stellung beziehen. Und diese Stellung kann hier falsch verstanden werden – wie mein Fall ja deutlich aufzeigt.

    @Peroy und andi77: Ja, der Rezensent hat es nicht geschafft, hinter die erste Ebene zu blicken. Stimmt! Doch mein Problem ist eher: Warum? Wie konnte es so weit kommen? Spiegelt das nicht die Machart des Films wieder? Entweder ist es gewollt (Film nur für Kenner), dann ist es legitim, oder es ist nicht gewollt, dann wurde was verpasst. So seh ich das.

  11. @julian

    ich ziehe meinen virtuellen Hut vor dir.
    hatte eher mit einem Versteifen deiner Meinung gerechnet als mit einem Zugeständnis. Respekt.

    durch deine Erläuterung ist mir jetzt auch klarer warum der Film dir auf inhaltlicher Ebene so wenig zugesagt hat.

    im Grunde denke ich dass man es einem Kunstwerk nur teilweise vorwerfen kann wenn es der Betrachter nicht versteht, dass sich schlechte Künstler damit natürlich aus allem herausreden können macht die Sache nicht einfacher.
    aber ich gebe dir hinsichtlich Watchmen da recht. der Film ist für einen absoluten Comic-Laien wohl doch zu intertextuell als das er für sich alleine bestehen könnte.
    das ist für mich (neben dem Musikgeschmack des Regisseurs) die Hauptproblematik des Filmes, er funktioniert nur eingebettet in einem Gesamtkontext an Comicwissen und das dann auch nur bei näherer Betrachtung.
    deshalb meinte ich auch der Film wäre im Grunde irrelevant ( da er nur intellektuelle Selbstreflexion betreibt, aber kein „wirkliches“, aus dem Leben gegriffenes bzw. handfestes Thema hat).

    als Anmerkung dazu, weil ich es in einem englischen Trailer gesehen habe:
    in der englischen Version wird gesagt : superman exists, and he is an american…
    während in der deutschen Version gesagt wird : der übermensch existiert, und er ist amerikaner…

    in der deutschen Version ist die Stichelei bzw. die Nietzsche Referenz sehr viel deutlicher ( superman ist tatsächlich die erste englische Übersetzung von Übermensch gewesen Anfang 1900…durch das Einführen des Comics Superman in den 40ern, und damit die Philosophen in Amerika nicht immer ungewollt bei ihren Diskursen zu einem Comic Bezug nehmen wurde nach und nach das deutsche Wort übermensch ins englische entlehnt und heutzutage kann man desöfteren Amis hören wie sie das deutsche uber- als Steigerungsform benutzen). sehr witzig eigentlich, da dadurch in der englischen Version die Nietzsche Referenz sehr viel subtiler ist als in der deutschen. (das mit dem superman lehnwort stimmt so 100%, ich musste das im Studium recherchieren).

    abschließend möchte ich noch sagen was ich von dem Film halte:
    technisch+visuell bombastisch
    schrecklicher Score und trotz aller Komplexität leider nur Gehirntraining ohne wirkliche lebensverändernde Relevanz- will sagen dies ist kein Film der einen verändern kann..
    insgesamt absolut sehenswert und unterhaltsam.
    meine Augen lieben diesen Film.

  12. Pingback: Filmhass
  13. Ich glaube, dass Du die Aussage des Films etwas missverstanden hast. Er sagt ja nicht, dass die „Superhelden“-Moral, Millionen zu Töten, um Milliarden zu retten, so richtig ist, sondern vielmehr, dass wir Menschen ohne Superhelden besser dran wären. In Deiner Besprechung verwechselst Du also die Moral der Helden mit der Moral des Films.
    Die Helden selbst sind allesamt korrupt, widerliche Arschlöcher, alle inklusive Dr. Riesenschniedel.

  14. Manniac hat recht, die Moral der Helden wird in „Watchmen“ eher verurteilt als begrüßt. Ich kann aber verstehen, dass das bei Julian anders angekommen ist. Denn Snyder kann sich nicht entscheiden, ob er die Watchmen-Figuren jetzt als verkommene Arschlöcher darstellen soll (wie es im Comic auch ganz klar der Fall ist) oder ob er sie nicht doch durch coole Posen, stylishe Schnitte und über-ästhetisierte Action zu „guten“ Helden machen soll. Eine ganz große Schwäche der Verfilmung. Der Comic ist pure Superhelden-Dekonstruktion, der Film geht den Weg der Dekonstruktion nur halbherzig.

    Viel schlimmer fand ich persönlich die Moral einer anderen Comicverfilmung, nämllich „Wanted“. Hier heißt es auch „Töte einen, rette tausende“, aber das wird überhaupt nicht hinterfragt.

  15. Würde ich so nicht pauschal sagen. MIr ist jedenfalls klar geworden, dass ich jedoch definitiv nicht zur Zielgruppe gehöre, was mich bei meinem Alter von 35 doch ein wenig wundert. Bin gespannt, was die anderen sagen.

  16. Bin in etwa in Deinem Alter und lese auch keine Graphic Novels. Von daher habe ich ähnliche Voraussetzungen für den Film mitgebracht.

    Dass Du die Kritik und die Dekonstruktion des Superheldentums nicht erkennst, wundert mich. Die Superhelden sind allesamt peinlich oder unangenehm dargestellt, ihr Äußeres sieht albern aus. Mir scheint der Comic eine Antwort auf die Superhelden-Comics zu sein.

    Nach allem, was ich vom Comic selbst gehört habe, ist jetzt zwar die Umsetzung (also konkret die Regie) sehr schwach geraten; aber die Story und die Charaktere finde ich interessant. Und es ist wirklich kein Charakter in dem Film (und wohl auch im Comic), der einem wirklich sympatisch werden könnte.

    Aus dem Film hätte was werden können, wenn er nicht eine Kopie des Comics wäre, sondern vielmehr eine Antwort auf Superhelden-Filme.

  17. also da scheitert der film meiner meinung nach: rorschach viel zu sympathisch, selbst der comedian! und die kostüme (siehe rorschach) viel zu cool.

    unterhaltung ohne haltung.

  18. Ich habe die Graphic Novel nie gelesen, aber mir hat sich (nun gut, habe bisher leider nur die synchronisierte Fassung gesehen) sofort erschlossen, worum es geht. Dass im Prinzip jeder Handlungsstrang, jeder Charakter ad absurdum geführt wird, das ist doch offensichtlich.

    Glorifiziert wird niemand. Der Pimmelschlumpf säuselt irgendeinen Mistkack von Raum und Zeit vor sich hin, kümmert sich einen Scheiß um die Menshheit, weil seine Alte sagt, sie sei unbefriedigt.
    Der Comedian ist ein rücksichtsloses Arschloch, dessen mit seiner Aussage, dass der American Dream wahr geworden wäre, nachdem er ein paar offensichtlich linksgerichtete Demonstranten niedergemetzelt hat, keine Fragen offen lässt.
    Das Wischi-Waschi-Liberal-Filmpärchen aus Silk Spectre II und Night Owl, das zwar in Kampfszenen so vor Coolness strotzt, aber im realen Leben dann doch zu sehr auf die gutbürgerliche Schiene aufspringen.
    Der homoerotisch angehauchte Superintelektuelle, der mit seinem uuuunglaublich ausgefuchsten Plan erstmal der Öllobby ins Gesicht scheißt, was man noch genüsslich mit ansieht, aber dann seinen dämonischen Plan offenbart – der aber alles andere als gutgeheißen wird.
    Und schließlich Rorschach, der fiese Psychopath, die, wenn man so will, Identifikationsfigur des Films, der über Leichen geht, der aber am Ende gar Märtyrer für seine Ideale ist.

    Bis auf Rorschach strotzt die Combo nur so vor unausgeprägten Moralvorstellungen und vielen Seitenhieben auf etablierte Solche, ob sie nun liberalen, konservativen oder linksgerichteten Tenor haben. Keiner von ihnen soll sympathisch sein. Allein, dass sich die Welt nur aufgrund der Existenz eines Feindbildes (Dr. Manhattan) miteinander versöhnt…

    Ich will dem Film und mithin der Comicvorlage nicht unterstellen, dass er eine definitive Aussage vermitteln will. Aber er wirft Fragen auf und unterhält gleichzeitig, ist handwerklich (mal abgesehen von der CGI) sehr gut gemacht und ist mir in keiner Sekunde langweilig geworden.

    Er ist mit Sicherheit kein typischer Superheldenfilm, mehr ein Abgesang auf Superhelden, selbsternannte wie „echte“.

    Somit sollte er dem Autor der Nichtkritik vielleicht besser gefallen als jegliche andere Superhelden-Comicverfilmung…

  19. Aiaiai, da sind mir ein paar Tipp- und Satzbaufehler aufgrund von Selbstkorrekturen unterlaufen. Sorry dafür.

  20. Danke für diesen Beitrag, Julian. Ich hab mit Superheldencomics auch nichts am Hut und hab den Film genau wie du mit eher negativen Gefühlen verlassen. Und Danke an andy77 für seine Erklärungen, dank derer ich den Film jetzt auch besser verstehe.

    Meine Hauptkritik am Film ist aber eine andere: Mir gefallen die Figuren nicht. Ok, das mag ja sogar beabsichtigt sein, denn man will ja mit aller Gewalt den Superheldenmythos demontieren. Aber wieso eigentlich? Mir gehen Superhelden am Allerwertesten vorbei und dass das Konsumieren von Superman-Comics oder Spiderman-Filmen irgendeine wichtige kulturelle Rolle spielt, halte ich sogar für die USA für ausgeschlossen.
    Und wenn man schon unbedingt einen „Abgesang“ auf den Superheldenmythos schaffen will, wieso erdenkt man dann all die lächerlichen und psychologisch unglaubwürdigen Karikaturen? Dr. Manhattan z.B. soll ja angeblich in höheren Sphären weilen und ist zwischenzeitlich so genervt von den Menschen, dass er auf den Mars flüchtet. Wieso macht der dann in Vietnam die Drecksarbeit für die US-Regierung? Das ist in sich widersprüchlich.
    Ebenso die Figur des Comedian. Erst ist er der beinharte und grausame Zyniker, dann erschüttert ihn ein Traum vom nahen Weltende dermassen, dass er anfängt zu weinen wie ein Baby. Muss man das verstehen? Ich versteh es nicht und der Film war mir da leider auch keine Hilfe.
    Und so Figuren wie Nite Owl und Silk Spectre Nr. 2 bleiben geradezu lächerlich blass und uninteressant. Wie bitteschön soll denn durch solche Witzfiguren der Superheldenmythos, der von so coolen Helden wie Batman oder dem unglaublichen Hulk lebt, durch die Auseinandersetzung mit so einer Truppe wie der in diesem Film gezeigten demontiert werden? Ich sehe da leider keine Chance dafür.

    Überhaupt ist die Erklärung für die albernen Kostüme der Helden ein schlechter Witz, der wohl die Leser/Zuschauer für dumm verkaufen soll. Erst haben sich die Verbrecher maskiert, später die Polizisten? Und zwar, weil sie der Verbrechen nicht mehr Herr wurden und somit nach Dienstschluss zur Selbstjustiz übergingen? LOL!
    Das ist albern! Und zwar einfach deshalb, weil kein Verbrecher alberne Kostüme trägt (bis auf evtl. Clownsmasken bei Banküberfällen usw.) und auch Selbstjustiz übende Polizisten das NIEMALS täten. Wenn, dann würden die einfache schwarze Masken tragen wie heute schon die Mitglieder der GSG9, die ja auch nicht erkannt werden wollen.
    Da sass ich also im Kino und hab nicht ansatzweise verstanden, wieso diese Knallchargen sich unbedingt wie Knallchargen kostümieren wollen.
    Und dieses Unverständnis in Verbindung mit den imo in sich selbst nicht konsistenten Charakteren, die wie es scheint nur mit Gewalt auf Lächerlichkeit bzw. Nichtsnutzigkeit getrimmt sind (und das offenbar schon im Comic, wenn ich die Besprechungen dazu richtig interpretiere), macht es mir leider unmöglich zu erkennen, wie dieses Machwerk jetzt genau dazu geeignet sein soll, den Superheldenmythos zu zerstören. Denn im Vergleich zu den Witzfiguren in diesem Film wirkt selbst Spiderman seriös und das will was heissen!
    Dieser Film erreicht also genau das Gegenteil, er schafft eine unrealistisch verkommene und zynische Welt, dazu unsympathische und unglaubwürdige Superhelden mit ebenso unglaubwürdiger Erklärung für die Kostüme und demontiert diese „Helden“ dann. Aber da sie so albern wirken und die Welt von Watchmen so trist und unrettbar verloren, strahlen im Vergleich dazu all die eigentlich lächerlichen und kindischen anderen Superheldenfilme/-comics in ganz neuem Glanz. ich würd mal sagen, der Schuss ging nach hinten los. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.