Grundeinkommen: Film hier anschauen!

Dailymotion hat Grundeinkommen zum Embedden, hier also der Film in voller Länge. Und hier sowie hier zwei vorige, lesenswerte Blogbeiträge dazu. Die DVD kann man auch kaufen. Und die Macher kommende Woche in den Kammerspielen zur Rede stellen (PDF-Pressemeldung)!

10 Gedanken zu „Grundeinkommen: Film hier anschauen!“

  1. Pingback: iStammtisch
  2. Der Film ist grosse Klasse, anschaulich auch für den Laien, sehr tiefgründig und hochinteressant. Bin zutiefst davon überzeugt, das es so funtionieren kann und wird.
    Danke an alle Mitarbeiter für so einen Film, liebe Grüße,
    eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern

  3. Es wird vorrausgesetzt, dass jeder Mensch arbeiten möchte. Ich denke, dass es noch sehr konservativ geschätzt ist, wenn man sagt, dass 50% nur arbeiten, weil man gehalt dafür bekommt. Diese 50% würde nicht mehr arbeiten gehen!!

  4. Hi Karsten,

    laut Umfragen (siehe auch im Film) wollen rund 90% der Befragten weiterarbeiten. Und außerdem:

    -Es gibt eh nicht genug Arbeit für alle!

    -Die Konvention „nur Arbeit = Geld = Existenzberechtigung“ ist veraltet, menschenverachtend und schief.

    Es geht ja gerade darum, der neuen Situation, dass gar nicht mehr genug Arbeit für alle da ist, sozial gerecht zu werden. Ich hätte kein Problem damit, wenn andere den ganzen Tag an der Würstchenbude stehen mit ihrem Grundeinkommen, denn ich weiß, dass ich das mit meinem Grundeinkommen auch könnte – und ich hätte es leichter, einen passenden Job zu finden, gerade weil die potentiellen Konkurrenten an der Würstchenbude stehen.

  5. Nujo schonmal daran gedacht, dass Arbeit, die niemand machen möchte, sau teuer wird ? Weil sich die Leute dann leisten können, nicht mehr zu arbeiten. Abgesehen davon: Würde es wirklich finanzierbar sein, und jeder das Geld bedinungslos dazubekommen, dann hätten wir mords inflation (man braucht ja nicht aufeinmal viel mehr, nur weil man mehr Geld hat. Kein Mensch würde 3 Schnitzel essen statt eins, nur weil er es sich auf einmal leisten kann). Weiter im Text: In dem Video wird gesagt, das Gesamteinkommen bleibt gleich? (Es sei denn man bekommt jetzt schon Staatshilfen, widersprüchlich zur vorherigen Aussage) Bedeutet im Umkehrschluss: Die Löhne sinken. Jeder der arbeitet hat also nominell genausoviel , effektiv aber weniger, weil alle mehr haben und daher gibt es inflation. Nicht automatisierbare „billige“ Arbeiten werden entweder unbezahlbar oder ins Ausland verlegt. Es wurde -richtig gezeigt-, dass jeder mit einer ganz anderen Verhandlungsbasis Arbeit annehmen kann. Bekommt er mehr Lohn, schlägt sich das auf die Preise nieder. Die meisten Befragten wollten trotz gesichertem Einkommen weiterarbeiten. Klar, vielleicht guckt ja auch ihr Chef zu und wäre enttäuscht, wenn ihnen die Arbeit keinen Spaß macht. Dazu kommt, dass ein Land, dass ein solches Einkommen einführt, ein massives Immigrantenproblem bekommen wird, von Leuten, die genau deswegen kommen und nicht arbeiten wollen. Grundeinkommen macht nur (falls überhaupt) Sinn, falls ein gewisser Mindestanteil der Bevölkerung weiterhin arbeiten will / wird.

    Dagegen finde ich den Vorschlag mit der MWST gut. Mensch und Maschine würden dadurch gleich besteuert, Personalabbau wird also steuerlich nicht mehr subventioniert.

    Was auch nicht von der Hand zu weisen ist, ist dass die Arbeit immer weniger wird (gutes Beispiel mit der Stahlproduktion oder der Landwirtschaft). Mit der Arbeit von weniger Menschen, können mehr Menschen versorgt werden, gütermäßig, nicht geldmäßig. Daher ist Vollbeschäftigung, im geschlossenen System zu sehen, absolut utopisch. In Deutschland ist es entgegen einiger Politiker meiner Meinung nach auch vollkommen unrealistisch, Vollbeschäftigung zu bekommen, allerdings: Deutschland ist (ja, immernoch!, trotz riesen hoher Lohn(+Nebenkosten)) Exportweltmeister. Es ist also gewollt, pro Person die arbeitet, mehrere Personen zu versorgen.

  6. Hallo ich, äh, Du,

    danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Auf ein paar Punkte möchte ich gern eingehen:

    schonmal daran gedacht, dass Arbeit, die niemand machen möchte, sau teuer wird ? Weil sich die Leute dann leisten können, nicht mehr zu arbeiten.

    Ja und? Das ist doch freie Marktwirtschaft, was ja alle wollen. Heute sind Leute ja gezwungen, diese Arbeiten für wenig Geld zu machen, bzw. fühlen sich gezwungen. Das ist keine *freie* Marktwirtschaft, sondern Ausbetung. Ich hab überhaupt kein Problem damit, wenn Müllmänner plötzlich 30 Euro die Stunde bekommen für den Drecksjob, den sonst echt keiner machen will. Und ich sage Dir, irgendjemand wird das auch bezahlen, spätestens, wenn der Müll mal drei Wochen nicht geholt wird. Sicher ist das nicht einfach für eine Gesellschaft, aber wir haben hier den Ist-Zustand, und der ist vom Soll-Zustand noch weit entfernt.

    Kein Mensch würde 3 Schnitzel essen statt eins, nur weil er es sich auf einmal leisten kann. (Thema Inflation)

    Naja, die meisten Leute, denen ein Grundeinkommen helfen würde, können sich nichtmal ein (1) Schnitzel leisten, und das ist sozial unethisch. Außerdem würde ein GRUNDeinkommen ja nicht reich machen, sondern nur Basics wie Miete, Krankenversicherung, Essen und Würde abdecken. Da ist Flatscreen, Urlaub, Selbstverwirklichung und eigene Immobilie noch lange nicht gedeckelt. Motivation zum Arbeiten bleibt da meines Erachtens noch genug. (Wie weit würdest Du mit € 1500 im Monat kommen? Über die Runden oder zu all Deinen Träumen?)

    das Gesamteinkommen bleibt gleich

    Das Grundeinkommen würde in das bestehende Einkommen hineindefiniert. Stell Dir das so vor, dass alle Löhne und Gehälter für alle bestehenden Arbeitsverhältnisse bei der Einführung eines Grundeinkommens neu verhandelt werden. Der Arbeitnehmer kann argumentieren, dass er ja schon eingearbeitet und bewährt ist usw., der Arbeitgeber kann sagen, dass der Arbeitnehmer ja auch Grundeinkommen erhält und er deswegen weniger obendrauf zahlen möchte. Im Endeffekt bleiben die bestehenden Arbeitsverhältnisse einfach bestehen, und die Summe, die am Monatsende rüberkommt, gleich. Echte Vorteile haben nur die, die unter Grundeinkommensniveau verdienen, denn die kommen auf jeden Fall auf eine höhere Summe. Daher ist das Grundeinkommen für einen Staat ja auch zu bezahlen, denn die Mehrkosten zur Gegenwart sind nicht so viel höher.

    Bekommt er mehr Lohn, schlägt sich das auf die Preise nieder.

    Es ist allerdings zu befürchten, dass wie bei der Euro-Einführung die Preise anziehen werden, weil jede Krämerseele Gewinn aus der Tatsache machen will, dass „alle jetzt Geld haben“. Aber ich bin sicher, dass das bei einer Einführung berücksichtigt bzw. entsprechend geregelt würde.

    massives Immigrantenproblem bekommen wird, von Leuten, die genau deswegen kommen und nicht arbeiten wollen

    Auch das sehe ich nicht als Problem: Zum einen bekommt Grundeinkommen ja nur, wer im Land geboren wurde bzw. schon 30 Jahre lebt (oder so), das heißt, die Immigration kommt nicht sofort. Außerdem ist die Idee mit dem Grundeinkommen ja für den ganzen Planeten gedacht, nicht für ein Land.

    Einer dieser Ölstaaten im Mittleren Osten gibt seinen Einwohnern ja auch mehrere Tausend Dollar im Monat einfach so, wegen der Öleinnahmen. Da zieht auch keiner hin, denn nur die Einheimischen erhalten diese Zahlungen.

    Grundeinkommen macht nur (falls überhaupt) Sinn, falls ein gewisser Mindestanteil der Bevölkerung weiterhin arbeiten will / wird

    Ich wüßte keinen, der wirklich untätig herumsitzen würde den ganzen Tag. Sicher, manche werden sich auf Musikkarrieren konzentrieren und andere tatsächlich an der Würstchenbude versauern, aber ich bin überzeugt, dass der Großteil der Bevölkerung arbeiten gehen wird. Wobei man nicht vergessen darf, dass „Arbeit“ dann umdefiniert werden muss. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es in manchen Industrien dann nur noch Vier-Stunden-Tage geben wird (Förderbandarbeit, aber auch Kassenkräfte usw), weil die Leute willens sind, den Job zu machen, aber eben nicht mehr für praktisch kein Geld und Vollzeit. Da wird sich sicher vieles tun. Aber ich denke auch, dass man im Krankenhaus jederzeit drankommen wird, trotz Grundeinkommen. Ich denke, das werden spannende Zeiten, wenn es tatsächlich einmal eingeführt werden sollte, das bedingungslose Grundeinkommen!

  7. Sorry für die vielfachen Versuche, auf ich’s Kommentar zu antworten (Follow-up-Mailterror), aber ich bin nicht ganz auf der Höhe, was die Verwendung von XHTML-Tags mit „cite“, „q cite“ und „blockquote cite“ angeht.

  8. Eigentlich gibt es für uns als Gesellschaft keine andere Möglichkeit als ein bedingungsloses Grundeinkommen,sonst würde sich das Kapital nur auf wenige verteilen und Konzerne lenken unser Leben;Menschen die kein Einkommen haben können nicht konsumieren und werden aufs Abstellgleis gestellt und das sind in der Regel Arbeitslose,Rentner und kinderreiche Familien.Ein Grundeinkommen wäre eine wirkliche Demokratisierung und es ist merkwürdig das dieses Thema nicht breiter diskutiert wird in den Medien.

  9. Ich hab mir den Film angekuckt und dann dacht ich nur:,,Naja,wers toll findet!“ Ist aber nicht Bös’gemeint ^^

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