Nachdem ich als Siebenjähriger in der Vorweihnachtszeit 1980 von Das Imperium schlägt zurück (damals übrigens noch „züruck“) unwiderruflich auf Science Fiction, Weltall und vor allem Raumschlachten gebrandmarkt wurde, habe ich Science Fiction in allen Ausprägungen lieben gelernt. Ich verschlang Bücher und Filme, spielte Rollenspiele und las mich über die echte, vergleichsweise mickrige Raumfahrt ein. Ein tolles Steckenpferd, zumindest für mich.
Nach der Ära Star Wars gab es natürlich erstmal ein verkatertes Erwachen für alle Konkurrenten zur Space Opera Nummer Eins. Während sich die Star Trek-Saga eher auf die sozialen Fragen des CE-3 bezog und in sich auch faszinierend ist, zogen mich Raumschiffe viel eher in ihren Bann als verschiedenfarbige humanoide Völker mit verschiedenen subkutanen Wölbungen.
In den 1980ern, lange nach The Return of the Jedi, kam ich dann mit Kampfstern Galactica in Berührung, der als „Universals Antwort auf Krieg der Sterne“ gehandelt wurde. Ich wurde, gelinde gesagt, bitter enttäuscht: Die Zylonen sahen aus wie KITT auf Beinen, die Raumschiffe waren okay. Aber man hatte offenbar nur drei oder vier verschiedene Explosionen gefilmt und versuchte nun, sie in Schlachtszenen durch Spiegelung oder Drehung als neu zu verkaufen. Ich durchschaute das Spiel praktisch sofort, die Serie wurde für mich immer langweiliger. Auch wage ich zu behaupten, dass ich im Alter von 10 bis zum Einsetzen der Pubertät noch nicht willens (oder in der Lage) war, komplexeren Handlungsverläufen zu folgen. Diese Folge mit den unterirdischen Bienenwaben auf diesem Nacht-Planeten war geil, ansonsten war die Galactica-TV-Serie für mich immer mit dem Stigma der TV-Faulheit besetzt und ich verfolgte sie nicht weiter.
Als nun vor einiger Zeit die Neuverfilmung anstand, habe ich mir nichts weiter dabei gedacht. Derzeit kommt sie auf RTL II, und dieser Tage habe ich mir dann doch die ersten beiden Folgen aufgezeichnet und angeschaut.
Und ich muß sagen: Wer immer sie auch gemacht hat, man hat etwas gelernt. Ich will und kann noch nicht entscheiden, ob die Serie gut ist, aber die „Außenszenen“ im All, also Schlachten und Konvois sind wirklich großartig. Besonders gefällt mir die relative Stille dieser Szenen. Während Kubrik in 2001 realistisch lautlos drehte, was ein unheimlich intensives Filmerlebnis ermöglichst, wird hier nur ein Minimum von Geräuschkulisse verwendet. Man hört den Funk, ein paar Triebwerksgeräusche, aber nur, wenn die Quelle nah ist, und sonst nichts, außer vielleicht Musik. Wirklich gelungen. Ich glaube, ich bleibe dran.
Und wechsle ab mit Firefly, die hab ich auch noch offen.
Nachtrag: Mir ist eingefallen, dass mir die Weltraumsequenzen aus Wing Commander auch ziemlich gefallen haben, besonders dieser Tarn-Torpedo. Aber mir gefielen ja auch die absolut schwarzen „Riffe“ in Space Truckers.