Reduzierte Ansicht mit neuen Einsichten

Eigentlich wollte ich ja einen „ich mach jetzt Pause“-Beitrag schreiben, bevor ich meinen Rechner zum Richten gebe, doch ausgerechnet am Tag der Ablieferung fing auch noch der Mauszeiger zu spinnen an: Wie von der Tarantel gestochen schoss er in einem eng begrenzten Raum umher, das immer wieder aufspringende Kontextmenu zeigte mir, dass der Computer dabei auch Mausklicks zu empfangen scheint. Es war also völlig unmöglich, in den Blog zu kommen, geschweige denn einen Eintrag zu verfassen, während der rebellische Mauszeiger wie eine junge Katze mir derweil auf dem Desktop immer neue Ordner anlegte und diese per Kontextenü öffnete, verschob oder sonstein Unheil anrichtete. Dass ich die Maus selbst dabei nichteinmal berührte, schien dem Zeiger egal zu sein.

Nun hat mir der Uli vom iStammtisch freundlicherweise genialerweise ganz kurzfristig ein PowerBook G4 geliehen, damit ich nicht ganz offline dastehe in meiner rechnerlosen Zeit. Dank der Synchronisation meiner Daten über MobileMe, wie .Mac ja jetzt leider heißt, habe ich vollen Zugriff auf alle meine Mails und bin verlustfrei „wieder da“. Das einzig gewöhnungsbedürftige: Das Powerbook hat einen 12-Zoll-Schirm, also exakt ein Viertel der Fläche meines bisherigen 24-Zoll-Bildschirms. Es ist richtig dunkel hier, wen der Computer an ist… Aber dafür kann ich ihn mitnehmen und überall angeben, was ich doch für ein toller Apple-Nutzer bin.

Was ich eigentlich erzählen wollte: Da ich aber im neuen Rechner die Mails nicht auf Unterordner aufteile und auch keine automatischen Regeln zur Verteilung der Mails definiert habe, fällt mir jetzt erst auf, welche Flut von Pressemitteilungen aller Art ständig auf uns zustürzt. Im Heimrechner lasse ich zum Beispiel immer die Updates, welches Pressematerial zu welchem Film jetzt auf welchem Presseserver hinterlegt wurde, automatisch aus dem Posteingang in einen eigenen Ordner verschieben. Hier bekomme ich nun locker 40 Mails am Tag, davon nur wenige von menschlicher Hand getippt und an mich adressiert, Spam nicht mit eingerechnet.

Einmal mehr zeigt sich, was für ein Getue sich der durchschnittliche Filmjournalist sparen kann, wenn er (oder sie) (Firmenname in Umfirmierung) benutzt. Ein Grund mehr für mich, hochmotiviert die nächsten Neuerungen in Angriff zu nehmen. Immerhin haben wir ein neues Quartal, und Trommeln gehört zum Geschäft.

Im Blog wird es derweil mit leicht reduzierter Geschwindigkeit weitergehen, weil ich mir für die vermeintlich rechnerlose Zeit so einiges vorgenommen hatte. Zum Beispiel meine Steuer machen oder Fenster streichen.

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