Radionachrichten

Liebe Radiokollegen,

schön, dass die Nachrichten auch im Radio so schnell an die Öffentlichkeit gehen können wie in Internetmedien. Dass das Verfassungen der Meldungen schnell gehen muss, kann ich mir denken. Aber ein paar Basics sollte man dann doch recherchieren:

  • Wenn ein Haus brennt, die Nachbarn beim Brandausbruch etwas gehört haben wollen und auch noch Benzingeruch am Brandort zu riechen ist, sollte man trotzdem noch keine Detonation dignostizieren. Das Verbrennen von Benzindämpfen nennt man maximal eine Verpuffung. Die umgangssprachlich meistens verwendete Explosion unterscheidet in ihrer Definition deutlich zwischen den verschiedenen Ausprägungen.
  • Nicht nur Feuerwehrler sollten zwischen Retten und Bergen zu unterscheiden wissen.
  • Ich kann es nicht oft genug betonen: Man kann einen Tatort oder den Ort eines Unfalls nicht oder nur mit unglaublich großem Aufwand hermetisch abschotten. Ich finde die Verwendung von hermetisch als Metapher für streng absolut fehl am Platze: Tödlich ist ja ebenso eindeutig, und das wird auch nicht falsch verwendet – noch zumindest.
  • Nachdem derzeit recht viel über Arnold Schwarzenegger berichtet wird, sollte man sich vielleicht über dessen Spitznamen besser informieren: Erstens spricht man selbigen nicht „Guwernator“, sondern „Gawwanäida“, den Governator, zweitens wird er nicht nur in Amerika so genannt, sondern weltweit; und drittens ist dieser Spitzname keine willkürliche Wortschöpfung. Wenigstens den Zusammenhang zum Terminator sollte man dem Nachrichtenhörer doch wohl erklären können. Steht ja immerhin in der ersten Zeile.
  • Ach ja, und Schwarzenegger war früher nicht „Buddybuilder“, sondern Bodybuilder.
  • Und: Die Stadt Los Angeles spricht sich „Loss Änn-dschiliss“, nicht „Lohs Äin-scheless“. (Ich sollte mal die IPA-Zeichen auswendig lernen…)

Ein Gedanke zu „Radionachrichten“

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