Boll dreht Darfur-Massaker-Film ohne Drehbuch

Uwe Boll plant einen neuen Film, Janjaweed, den er offenbar ohne Drehbuch und nur mit Improvisation durchziehen will. Ich hab’s von MTV, und die haben es von Filmstew.

Grundsätzlich ist das nicht abzulehnen, doch sollte man sich seiner Sache schon sehr sicher sein. Kubrick oder Hitchcock hätten sowas nie gemacht, Warhol hat es schon gemacht. Mal sehen, wo Boll sich einordnet.

Wer gemein sein will, kann hämisch behaupten, dass jeder Film ohne Drehbuch sowieso ein Massaker wird, wenn man also ohnehin schon ein Massaker filmen will, könnte es klappen. Doch auch ohne Häme hat Dr. Boll mit Gegenwind zu kämpfen.

Nachtrag vom 22.2.2009: Hier ist das Boll-Razzie-Awards-Video, nach dem Ihr alle sucht.

5 Gedanken zu „Boll dreht Darfur-Massaker-Film ohne Drehbuch“

  1. Alternativ: „Wer gemein sein will, kann hämisch behaupten, dass jeder Film von Uwe Boll sowieso ein Massaker wird…“

    Aber gemein sein wollen wir ja nicht…!? 😉

  2. Darfur – erst das Massaker, und jetzt Boll? Die leben aber wirklich auf der Arschkarte des Lebens…

    Unglaublich ist ja, dass Boll diese Filme (Tunnel Rats, Postal, Seed) für relevante politische Statements hält.

  3. Ich habe jeden Spielfilm von Boll gehasst, aber dass er sich Darfur für dieses Experiment aussucht und nicht, wie es von 99 Prozent seiner deutschen Kollegen zu erwarten gewesen wäre, den Nahen Osten, rechne ich ihm schon mal auf dieses Gerücht hin hoch an.

  4. @ Lindwurm: Ich denke, er kann nach Postal einfach nicht mehr im Nahen Osten drehen oder auftauchen… Wahrscheinlich hat sonst eh niemand das Werk gesehen, ich warte ja heute noch auf die Pressevorführung, haha…

  5. Ich hol‘ mir demnächst die DVD. Ich muss alleFilme vom Uwe haben… allein schon wegen den Audio-Kommentaren…

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