Tapas Mixtas

Kurzfilme sind ein heikles Thema: Filmschüler drehen sie in rauhen Mengen, sehen will sie kaum jemand. Mit YouTube und anderen Webseiten wird dem Kurzfilm zwar ein neues Forum gegeben, doch finanzielle Auswirkungen auf die Produktion haben diese maximal sekundär. Auch in Redaktionen und Filmdatenbanken werden Kurzfilme stiefmütterlich behandelt, kaum einer macht sich für einen Siebenminüter dieselbe Mühe wie für einen Spielfilm. Eine undankbare Situation für alle Beteiligten.

Daher ist es umso mutiger, wenn ein Verleih sich entschließt, eine Kurzfilmrolle zusammenzustellen und diese mehr oder weniger regulär ins Kino zu bringen. So hat die W-Film unter dem Label Kurzfilmkino schon einige Kurzfilmprogramme zusammengestellt, offenbar und erfreulicherweise eine lohnenswerte Bemühung.

Tapas Mixtas So denke ich, ist es nicht die schlechteste Idee, seiner Liebsten (seinem Liebsten) am Vorabend von Nikolaus einen etwas anderen Kinoabend zu kredenzen: Tapas Mixtas heißt die aktuelle Sammlung von sechs spanischen Kurzfilmen, die mit den Längen von 17, 21, 10, 18, 19 und 14 Minuten zu Buche schlagen. Gezeigt wird die spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Wer nun Blut geleckt und sich zu einem netten kleinen Kinoabend der etwas anderen Art entschlossen hat, der möge doch bitte am 5. Dezember (das ist kommender Mittwoch) um 18:30 im Studio Isabella in der Neureutherstraße 29 in München auflaufen.

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