Underdox 2007 – und ein paar Kleinigkeiten

Underdox Banner 2007→ Vom 4. bis 10. Oktober findet in München zum zweiten Mal das Underdox-Festival statt, ein Filmfest für den experimentellen und künstlerischen Dokumentarfilm. Mit 34 Filmen und 16 Künstlervideos ist das Festival nach eigenen Angaben größer als (je) zuvor, und zeigt Filme, die sonst nicht zu sehen sind. Ich bin so frei, das Underdox Programm 2007, das als Word-Dokument geschickt wurde, hier als PDF bereitzustellen.  (Nachtrag vom 19.11.07: Ich wurde gebeten, das PDF mit dem Programm offline zu nehmen. Der Grund liegt wohl darin, daß ein auf dem Festival doch nicht gezeigter Film, der nun fälschlicherweise im Programm zu finden ist, womöglich auf einem anderen Festival nicht eingereicht werden kann, solange er vermeintlich auf einem anderen – diesem – Festival gelaufen ist. Ich tu den Machern natürlich den Gefallen.) Die Akkreditierung ist formlos hier möglich.

→ Ein Kollege wies mich auf diesen interessanten Artikel bei Stern.de hin, der sich mit der Boll AG und dem upcoming Postal befaßt. Im Artikel wird auf einen weiteren Beitrag zum Thema Dr. Uwe Boll hingewiesen, der dessen filmerische Arbeit unter die Lupe nimmt.

Meine persönliche Meinung: Filmfinanzierung per Fondsanleihe ist eine gute, interessante und zukunftsweisende Idee (diametral entgegengesetzt zum Dinosaurier Filmförderung), nur sollten die Filme nachher halt auch rocken. Nicht jeder Finanzfachmann ist ein guter Filmemacher, und nicht jeder Filmemacher kann gut mit Budgets jonglieren. Damit meine ich nicht Herrn Boll speziell, doch es ist nicht von der Hand zu weisen, daß sein Œuvre bis dato bestenfalls die Geister scheidet.

→ Ein weiterer Kollege wies mich auf diese Webseite hin, auf der ein Klassiker des Experimentalfilms mit den neuesten Features in Google Maps zusammengeführt wird: Claude Lelouch ließ an einem sehr frühen Augustmorgen 1978 einen befreundeten Formel 1-Fahrer mit einem Ferrari 275 GTB samt aufmontierter Route des Claude Lelouch Film in ParisFilmkamera durch Paris pressen – unter Mißachtung sämtlicher Verkehrsregeln.

Die Kamera lieferte eine Straßenschlacht, wie sie wohl noch nie zu sehen war (und nie mehr zu sehen sein wird).

Wenn man bedenkt, daß sämtliche heutige Actionszenen gestellt sind, ist diese Fahrt durch Paris (ohne Explosionen und ohne Beteiligung fremder Verkehrsteilnehmer) schon allein für sich gewaltig.

Startet man jedoch zum richtigen Zeitpunkt die auf der Webseite bereitgestellte Tour auf Google Maps (Anleitung auf der Webseite), kann man die gefahrene Strecke mitverfolgen. Einen besonderen Reiz bietet das Umschalten auf Satellitenbild, und wenn man ordentlich hineinzoomt, kann man gut nachvollziehen, wie sehr der Fahrer in die Pedale gestiegen sein muß.

Das eher undramatische Ende rechtfertigt zwar noch nicht unbedingt, daß der Film als dramatisches Werk gesehen werden kann, hauptsächlich, weil sich Suspense rückwirkend nicht aufbauen kann, doch der kleine Gag am Ende ist für sich genommen nett genug. Dumm nur, daß man mit Google Maps nun gut sehen kann, wie unwirtschaftlich die Streckenführung eigentlich war…

→ Zuletzt noch der Hinweis auf Outfoxed, eine Doku über die Berichterstattung im Murdoch-Imperium, ebenfalls von einem Kollegen erhalten. Die offizielle Webseite hier, der Film bei Google Video hier:[googlevideo]http://video.google.com/videoplay?docid=6737097743434902428[/googlevideo]

→ In eigener Sache: Meine Freundin und ich verbringen nun ein paar schöne Tage in Hamburg, daher gibt’s hier eine kleine Pause. Oder schenkt mir wer ein MacBook? Samstag fliege ich wieder ein, nächste Woche geht’s dann weiter. Doch Wies’n muß natürlich auch sein! Und nicht vergessen: Autoren willkommen! ?

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