Der Schlöndorff-Eklat

Bei der Constantin-Pressemeldung von neulich wußte ich noch nicht, welche Diskussion da zwischen Regie und Produktion tobte, den Artikel in der SZ hatte ich verpaßt.

Mittlerweile ist der Streit und die daraus entstandene Diskussion in der Öffentlichkeit angekommen. Hier also eine Übersicht für alle, die nachlesen wollen:

  • 5. Oktober 2006: Die Constantin Film gibt bekannt, daß Schlöndorff bei der Päpstin Regie führen wird, aber auch, daß parallel ein TV-Zweiteiler entstehen soll. Pressemeldung (so nehme ich an) gefunden im Forum von DVD-Sucht.
  • zu einem mir noch unbekannten Zeitpunkt am 12. Juli 07 schreibt Volker Schlöndorff in der Süddeutschen Zeitung den aus Sicht der Constantin anstößigen Artikel Vorhang auf, Vorhang runter. Wer hat den Link?
  • 19 Juli 2007: Günter Rohrbach antwortet auf den oben erwähnten Artikel (kostenpflichtig).
  • 23. Juli 2007: Um 10.29 Uhr geht der o.a. Schlöndorff-Artikel Vorhang auf, Vorhang runter online und ist nun auch kostenfrei zu lesen.
  • 23. Juli 2007: Um 10.40 Uhr ist der Rohrbach-Artikel Das Kino bleibt ein Traum auch ohne E-Paper-Abo online erhältlich.
  • Nur zwei Minuten später (ein Zufall) geht Fritz Göttlers Schlöndorff-Interview zum Thema online.

Seit heute stapeln sich die Meldungen online:

Und auch die ersten Kommentare der Blogger lassen nicht lange auf sich warten:

Mal sehen, wie’s weitergeht – und was wohl den größeren Imageschaden an der Päpstin angerichtet hat: Schlöndorffs Artikel in der SZ oder das Theater danach?

3 Gedanken zu „Der Schlöndorff-Eklat“

  1. was ist genau von dir als journalist mit „imageschaden an der päpstin“ gemeint?
    vertrittst du damit nicht einseitig und ungefragt die meinung von constantin film?

  2. Hallo Popkornhexe,

    wenn Constantin sich von Schlöndorff trennt, weil dessen Artikel Vorhang rauf, Vorhang runter der Constantin „Schaden zugefügt hat“ (siehe z.B. die Meldung beim ORF), dann ist dies doch ganz offen die Befürchtung eines Imageschadens von Seiten der Constantin aufgrund der Äußerungen von Schlöndorff.

    Da ist meine Frage, ob der Imageschaden nun, also nach diesem Medienecho, nicht größer ist, als er es gewesen wäre, wenn man Schlöndorff in der Zeitung hätte schreiben lassen, was er will, und ihn weiterhin bei der Päpstin als Regisseur behalten hätte, doch wohl berechtigt. Denn wenn der Film dann rauskommt, werden natürlich die meisten Publikationen berichten, daß ursprünglich Schlöndorff hätte Regie führen sollen, aber … und alles nochmal aufkochen.

    Was ich hier im Blog vertrete, ist selbstverständlich meine eigene Meinung, und natürlich äußere ich sie ungefragt. Niemand wird gezwungen, diesen Blog zu lesen. Einseitig ist die „Berichterstattung“, klar, dies ist ja keine Pressepublikation, aber dafür gibt’s ja die Möglichkeit des Kommentierens und Diskutierens. Meinungsfreiheit und so… In der Frage, wieso meine Meinung in diesem Fall aber auch die Meinung der Constantin sein soll, kann ich Dir leider nicht ganz folgen.

    Um es klar zu machen: Ich finde es übertrieben, Schlöndorff zu feuern, nur weil der die Produktionsmethoden anprangert. Die Produktionsfirmen versuchen ja heutzutage wirklich, einen möglichst breiten Nutzen aus allen Fördermöglichkeiten zu ziehen, die Endprodukte sind daher meist weder Fisch noch Fleisch. Ob eine weitere Zusammenarbeit mit ihm bei diesem Projekt möglich gewesen wäre, kann ich nicht einschätzen, dann hätte es aber sicher eine einvernehmliche Trennung gegeben und keine Überraschungen.

    Sag mal, Popkornhexe, kennen wir uns womöglich persönlich?

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