Heute sind nicht so viele Neubesprechungen. Muss nicht am Fasching oder an der Münchner Siko liegen. Es gibt auch Filme, die kann, selbst wenn er wollte, stefe vor dem Kinostart nicht sehen. Da gibt es einen kleinen Verleih, die sprechen von einer Größenordnung von vielleicht 5000 Zuschauern pro Film, die haben nicht so ein Riesenbudget für Pressearbeit. Pressevoraufführungen, die kosten und Sichtungslinks auch, besonders, wenn man sichere haben will. Der kleine Verleih leistet sich ein Quantum von 50 sicheren Sichtungslinks pro Monat. Die verteilt er an jene Medien, die seiner Meinung nach die größte Reichweite haben. Also der Kleine unterstützt die Großen und lässt die Kleinen, selbst wenn sie berichten wollten, leer ausgehen. Eine etwas merkwürdige Firmen- und Filmphilosophie.
Neu im Kino ist ein weiterer Gazafilm, der ganz im Bereich des Kinos spielt; er funktioniert Gaza zum Filmstudio um (statt zur Riviera des Ostens). Eine Animation erzählt weich und kinderfreundlich davon, wie tief unten im Meer zum Ich zu finden ist. Eine gepflegte deutsche Dokumentation nimmt sich unaufgeregt und respektvoll ein weit verbreitetes, brisantes und gerne verschwiegenes Thema vor. Ein hochprofessionell konstruierter Thriller kommt aus L. A. Hollywood sucht mit bombastischem Aufmotzen einer Trivialgeschichte händeringend Aufmerksamkeit. Ein fiktionaler deutscher Film bemüht sich zeitgeistig um das Thema der Midlife-Crisis eines Autors und versucht die Frage zu beantworten, wie riecht ein Vater.
Kino
ONCE UPON A TIME IN GAZA
Gazawood schlägt zu!
DER LETZTE WALSÄNGER
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FASSADEN
Wie Gewalt sich in die große Liebe einschleicht.
CRIME 101
Misstrauen ist der Heizstoff des Thrillers.
WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE
Kitschgeschichte im Gewand großer Oper
DIE ÄLTERN
Autor in Krisenselbstbespiegelung