Archiv für die Kategorie: “Verstorbene”

Suzanne Pleshette, die Lehrerin aus Die Vögel, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. IMDb News.

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Überraschend kam der plötzliche Tod von Brad Renfro (der kleine Junge aus The Client): Im Alter von 25 Jahren wurde der junge Schauspieler tot in seinem Heim gefunden, meldet People.

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Soeben habe ich erfahren, daß die Preview eingestellt wurde. Die Preview ist das Kinomagazin, das mich zum Journalismus brachte (1997 war das, glaube ich), und das ich zuletzt im vergangenen Oktober leitete. Dann erlaubte ich mir eine Auszeit, um mich auf (Firmenname in Umfirmierung) konzentrieren zu können, und heute habe ich erfahren, daß das Magazin zum neuen Jahr eingestellt worden ist.

Die Preview war ein ganz besonderes Kinomagazin: Herausgegeben vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund, war sie lange Zeit das einzige Kinomagazin, das es ausschließlich für Blinde und Sebehinderte gab. Früher erschien die monatliche Ausgabe auf einer 90-Minuten-Audiokassette, im Jahre 2006 wurde dann sukzessive auf CD (im Daisy-Format) umgestellt.

Die Beiträge waren persönlich gestaltete, teilweise zweitverwertete Texte, die mit O-Tönen aus den Filmen bereichert wurden. Zeitweise gab es da auch die “Knallerparade”, eine Kategorie, in der ein befreundeter Kollege (nun im Hamburg wohnend) und ich aus dem Stegreif über aktuelle Filme, Kino im Allgemeinen und über Stars und Sternchen plauderten. Da die Preview aufgrund ihrer vergleichsweise kleinen Zielgruppe (und ihres ehrenamtlichen Entstehens) sehr großen künstlerischen Freiraum gewährte, gerieten manche dieser Beiträge zu Werken, die anderswo kaum veröffentlicht hätten werden können. Und in welchem anderen Audio-Medium hätte mn eine halbe Stunde über einen einzigen Film diskutieren können? Wir haben in so einem Fall halt einfach spontan eine Doppelausgabe gemacht.

Mein persönliches Highlight ist die Erinnerung an eine Studiosession, bei der ich gerade Audiodeskriptionstermine fürs TV im Wechsel mit einem Kollegen auflas (glaube ich, jedenfalls haben wir irgendwas im Wechsel vorgelesen). Auf jeden Fall erinnert mich plötzlich etwas an diesen Witz von Otto Waalkes, und ich konnte nicht umhin, ihn meinem Kollegen vor laufendem Mikro zu erzählen: “Zwei Bauarbeiter fallen vom Gerüst. Der eine stürzt zu Boden. Der andere hat Glück, er bleibt mit dem Auge an einem Nagel hängen!” – woraufhin ich in derart hysterisches Gelächter ausgebrochen bin, daß ich mich ungefähr eine Minute nicht mehr halten konnte. Quietschend wie ein Kleinkind rutschte ich vom Stuhl, japste nach Luft und gab nur noch Geräusche im Ultraschallbereich von mir. Angesteckt konnte sich auch der Kollege nicht mehr einkriegen, bis wir schließlich mit hochroten Köpfen und tränennassen Gesichtern die Arbeit wieder aufnahmen. Die Aufzeichnung wurde natürlich ungekürzt veröffentlicht, schließlich wollten wir unseren Hörern zeigen, mit wieviel Herzblut wir bei der Sache sind. Ein Klassiker.

Die Preview brachte mich zu vielen Interviews, mein erstes führte ich mit Michael Ballhaus auf der genialen Premierenfeier zu Air Force One, für die anderen Stars war ich zu unwichtig. Das für mich persönlich beeindruckendste Treffen war ein kleines Gruppeninterview mit Woody Allen (Woody Allen!! persönlich!), dicht gefolgt von meiner Erfahrung, Steven Spielberg (!) bei der PK zu Catch Me If You Can zu treffen. Hätte ich seinerzeit als viel zu junges Kind nicht an Weihnachten den Weißen Hai sehen dürfen, weil ich nicht schlafen konnte und meine Eltern wohlgelaunt mich großzügig zugucken ließen, hätte mich der Movie Bug möglicherweise nie gebissen. Ach ja… Diese schlaflosen Nächte war es definitiv wert!

Im Lauf der Jahre gab es einige Mitarbeiter bei der Preview, einer von ihnen ist heute selbst Filmregisseur, ein anderer TV-Journalist (nein, zwei sogar), manche habe ich aus den Augen verloren und die anderen haben andere Wege eingeschlagen. Medienaffin waren und sind wir aber alle. Und gepodcastet haben wir offenbar schon, als der iPod noch lange nicht erfunden war.

Die Preview wurde 1989 von einem Zivi des Blindenbundes gegründet, der in seiner heutigen Eigenschaft als hauptberuflich beim Blindenbund Tätiger auch wieder den Stecker gezogen hat. Alles in allem: Es war ein schöner, unvergesslicher Ritt. Vielen Dank für viele schöne Jahre! Besonderen Dank auch an die Mitarbeiter des BBSB, die für uns immer alle Augen zudrückten, für uns immer Sonderschichten an der Kopierstraße einlegten und uns immer hilfreich zur Seite standen.

Und wer weiß, vielleicht geht ja eines Tages irgendwie (und mit mehr Leuten) eine Nachfolgepublikation zusammen?

Nachtrag: Endlich bin ich mal dazugekommen, ein paar Ausschnitte hochzuladen, hier also zum Beispiel:

Das Preview-Intro, Ausgabe März 2004

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Die Oscarverleihung, Ausgabe März 2004

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Einmal News rund ums Kino, Ausgabe Juni 2005

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Und ein klassischer aus-dem-Stegreif-Beitrag, Ausgabe September 2006

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Evelyn HamannVor anderthalb Stunden mußte ich im Radio mitbekommen, wie der Sprecher die Nachricht zum plötzlichen Tod von Evelyn Hamann live reingereicht bekam und selbst erstmal schluckte. Ich hab gerade wenig Zeit, daher hier nur Google und Google News. Ich für meinen Teil werde sie und ihre unvergleichliche Art sehr vermissen!

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Das endgültige Ende des legendären Rat Pack wurde mit dem Tod des letzten lebenden Mitgliedes Joey Bishop am gestrigen Mittwoch besiegelt.

IMDb News, Wikipedia, Google, Google News.

Außerdem von uns gegangen ist Deborah Kerr, doch das ging bereits durch viele Medien. Ein Nachruf bei Spiegel Online.

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Marcel Marceau ist gestern gestorben. CNN, Google News, Google, Wikipedia (dt.), Wikipedia (engl.), Wikipedia (frz.).

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Jane Wyman, auch ein Urgestein der Filmgeschichte, ist verstorben. 1949 erhielt sie den Oscar für Johnny Belinda. Danke für den Hinweis, TD.

Google, Google News, Welt Online, Spiegel Online, Die Zeit.

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Peter SellersHeute vor 82 Jahren wurde Peter Sellers geboren, meiner Meinung nach einer der besten Schauspieler, die das Komödienfach je gesehen hat.

Bei ihm können sich sämtliche noch so fantastischen Akteure noch heute einiges lernen, sein Talent und seine Wandlungsfähigkeit sind unerreicht. In meinen Augen ist Peter Sellers, der im Privatleben eher schwierig und cholerisch gewesen sein soll, das Ideal, dem heutige Schauspieler nacheifern sollten, wissend, daß sie sein Genie ohnehin nie erreichen können werden.

Sein unzeitiges Ableben im Jahre 1980 erschütterte die Welt, sein Werk ist unvergessen, sein Name gehört zu den Fundamenten der Filmkunst und ist Schwergewichten wie Jack Lemmon, Walter Matthau, aber auch Billy Wilder, Carl Laemmle oder Samuel Goldwyn ebenbürtig, gleichauf mit den Unvergeßlichen, zu denen ich Charlie Chaplin oder Stan Laurel zähle.

Wer über den Tellerrand der von ihm nicht einmal so sehr geliebten Pink Panther-Reihe hinwegblickt, entdeckt zuerst einmal natürlich Dr. Seltsam, dann aber auch das Komödien-Bonbon Die Maus, die brüllte mit Peter Sellers in einer Dreifachbesetzung, und den wirklich genialen Ladykillers. Ich persönlich fand seinen großen Knaller Der Party-Schreck übrigens gar nicht so gewaltig, wenn auch streckenweise urkomisch.

Auch ich als großer Fan habe bis heute nur die Minderzahl seiner Filme gesehen, doch ich setze große Stücke auf (legales) Video on Demand über das Internet. Das Urnengrab von Peter Sellers befindet sich bei London, genauergenommen exakt hier. Ich habe es besucht, als ich vor einigen Jahren in London war.

Zur bequemen Auseinandersetzung mit Peter Sellers habe ich Euch, wie könnte es auch anders sein, ein paar Links und Videos zusammengetragen.

Allen voran zum herzlichen Lachen dieser Ausschnitt aus The Return of the Pink Panther, mit dem Burt Kwouk als Clouseaus Butler Cato. Ganz kurz ist auch Herbert Lom als Chief Inspector Dreyfus zu sehen. Zum einen ein gutes Beispiel für eine gute deutsche Synchro (der Originalton wurde nämlich weitgehend erhalten), und aus meiner Sicht allein den Oscar für Sounddesign und Tonschnitt wert. Ein tolles Spiel von Zeitraffer und Zeitlupe, von objektiver und (naja, fast) subjektiver Kamera. Ganz nebenbei so ziemlich die einzige Filmszene, bei der ich mir regelmäßig und zuverlässig fast in die Hose mache vor Lachen, während mir die Lachtränen die Wangen runterlaufen.

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Peter Sellers in der IMDb, bei Wikipedia, seine offizielle Webseite, eine große Fanwebseite. Ein WDR-Artikel, von dem ich das Bild stibitzt habe, zu seinem 80sten vor zwei Jahren hier.

Als Videos finden sich ein großartiges Interview mit Michael Parkinson hier, Teil 1, 2, 3 und 4. Ein Making of zu “The Life and Death of Peter Sellers” (für den Sacha Baron Cohen besser gecastet gewesen wäre als Geoffrey Rush, wie ich meine), Teil 1 und 2. Zu Dr. Strangelove dieser Interviewausschnitt, in dem Peter Sellers verschiedene englische Akzente vorführt, und sein Auftritt bei der Muppet Show darf natürlich auch nicht fehlen. Eine aufwendige BBC-Doku, hier der erste Teil, der Rest über die Related Search-Funktion dorten. Ein Ausschnitt mit Peter Sellers als seekranker, durch die Umstände geradezu hypnotisierter Soldaten aus Die Maus, die brüllte hier. Sein letztes Engagement in einer Serie von Werbespots für Barclays, die Ausgezehrtheit durch seine Herzkrankheit ist Peter Sellers hier, kurz vor seinem Tode, deutlich anzusehen.

Ein persönlicher Traum ist für mich in Erfüllung gegangen, als ich nach einem Gruppeninterview Julie Andrews persönlich meine Aufwartung machte und ihr mit wohlformulierten Worten meine Ehrerbietung für das Werk ihres Mannes darbrachte, welche ich sie ihm auszurichten bat, was sie, erfreut meine Hand schüttelnd, versprach.

An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, daß die Neuverfilmung des Pink Panther einfach nur stinkt. Steve Martin kann, so genial er sein mag, Peter Sellers definitiv nicht das Wasser reichen, nicht in diesem Fall.

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Sowohl der Drehbuchautor Ulrich Plenzdorf als auch der Hollywood-Allrounder Melville Shavelson sind verstorben.

Melville Shavelson: Google, Google News, IMDb News, Wikipedia.

Ulrich Plenzdorf: Google, Google News, Wikipedia.

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Der Meisterregisseur Michelangelo Antonioni ist verstorben. Scheißwoche.

Google, Google News, Wikipedia engl., dt., ital., Süddeutsche, Spiegel Online, Focus Online, Welt Online, Stern.de, N-TV, Deutsche Welle.

Und hier noch das Ende von Zabriskie Point, aus der SZ:

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