Archiv für die Kategorie: “Review”

Gemischte Familienschlachtplatte zum Muttertag nach ordentlicher HIN (so würde ich die amerikanische Hollywood-Industrie-Norm nennen).

Die Familie ist der Ort, sich zu schlachten und zu fetzen, um sich am Ende zu versöhnen.

Vater haut mit einer jungen attraktiven Frau ab. Mutter muss mit den zwei Buben allein klar kommen. Eine Tochter hat den Kontakt zu den Eltern abgebrochen. Die dürfen nicht wissen, dass sie eine Frau geheiratet und mit dieser ein Kind adoptiert hat. Die Schwester hält sich ebenfalls bedeckt. Sie hat mit einem Inder ein Kind. Das dürfen die Eltern auch nicht wissen. Die sind passionierte Wohntrailer-Fahrer und die Mutter ist sehr dick. Ein junger Mann hat mit einer jungen Frau ein Kind, aber sie will nicht heiraten. Er hat Comedy-Ambitionen. Die verlassene Ehefrau kommt in Kontakt mit einem Fitness-Trainer. Der wiederum ist Witwer, nun ja, ich hoff, ich bringe das alles nicht durcheinander, ah ja, richtig, und seine Tochter hat ihr erstes Date; er soll für sie im Supemarkt Tampons einkaufen – das ist in der verklemmten Gesellschaftsschicht, für die der Film gedacht ist, peinlich, erst recht, wenn die Kassiererin den Preis durch den Lautsprecher nachfragt.

Garry Marshall, der inzwischen verstorben ist, hat diese Komödie hochbetagt mit Julia Roberts als Zugstar und als Teleshopping-Verkäuferin nach dem Drehbuch von Anya Kochoff, Matthew Walker, Tom Hines, Lilly Hollander und ihm selber inszeniert.

Die routinierte, deutsche Synchro ist kein extra Stimulans.

Die Darstellerinnen scheinen alle von ähnlichen Schönheitsidealen geprägt, denen nachzuhelfen ist.

Die Karaoke-Bar heißt Shorty’s, weil ein Kleinwüchsiger der Barbetreiber ist.

Selbstverständlich ist Ballspielen auf dem Friedhof verboten, auch wenn die Mutter, genau, die haben wir vergessen, als Marine im Dienst verstorben ist, eine Kriegsheldin. Ihr Witwer betreibt den Fitness-Salon, in dem die verlassene Gattin von oben …. so schließen sich in so einem Film die Kreise.

Verquirlfilm einer System-Kinematographie, der generell die amerikanische (weiße?) Mittelschicht im Visier haben dürfte, es gibt zwar einen Fastfood-Verkäufer, aber die Figuren wohnen großzügig in eigenen Häusern.

Die Musik verleiht der Angelegenheit Power, den sie so von sich aus, bei aller Professionalität der amerikanischen Darsteller, nicht unbedingt entwickeln würde.

Zwischendrin gibt es eine amüsante, verrückte Fahrt mit einem Wohnmobil durch ein Villenviertel, verfolgt von einem Vagina-Wagen, der für den Muttertagsumzug vorbereitet wurde.

Wer das Shirt mit dem Aufdruck „Driver carries no cash, he is married“ trägt, das wird hier nicht verraten. Insofern: auch ein Hochzeitsfilm.

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Die Meerjungfrau und der Weiße Hai.

Traumhaftes Meer, traumhafte Bucht, traumhafter Strand, traumhafte Surfwellen, traumhaftes Licht, traumhafte Darsteller, traumhafte Kamera. Daraus setzt Jaume Collet-Serra nach dem Drehbuch von Anthony Jaswinski einen ansprechenden Horrorfilm zusammen, denn all diese Traumhaftigkeit, die er gleißend ins Bild fängt und aneinanderschneidet hat einen dunklen Unterklang in den Tiefen des Meeres, da lauert, das ist nun wirklich nicht neu, der Weiße Hai. Vor dem sind die Zuschauer inzwischen gewarnt. Deshalb muss anders exponiert und anders erzählt werden, um Spannung und Überraschung zu erzeugen.

Nancy, Blake Lively, eine aparte Frau und Amerikanerin ist in Mexiko mit ihrer Freundin zum Surfen. Diese ist heute unpässlich. Deshalb lässt sich Nancy von einem attraktiven Mexikano in einem Jeep an den einsamen Strand chauffieren, sie dialogisieren behelfsmäßig auf Englisch.

Nancy chattet ein wenig mit ihrem Vater, mit ihrer Tochter, mit der Freundin; diese Chats blendet Collet-Serra up-to-date geschmackvoll ein, was der Top-Fotografie von Flavio Martinez keinen Abbruch tut, Verwendung als passendes Bild-Accessoire.

Im Vorspann nimmt Collet-Serra eine kleine Szene aus dem späteren Verlauf des Filmes vorweg. Ein lockiger Mexikaner-Junge findet einen Helm mit einer Kamera darauf montiert. Dieser Vorspann und auch die einleitenden Bilder werden in schnellen, geilen Details erzählt.

Nancy verabschiedet sich am Strand von Carlos, Òscar Jaenada. Sie bleibt allein zurück am Strand, packt ihre Siebensachen zusammen, deponiert diese im Gebüsch.

Collet-Serra baut sorgfältig, langsam und plausibel die Spannung auf, den Vorlauf zur angekündigten Katastrophe, es ist wie bei einer Bergbesteigung, er lässt es langsam angehen.

Nancy trifft im Wasser einen Mexikaner und einen Amerikaner, die beide auch wellenreiten. Hier baut der Regisseur eine brillante Surfphase in den Film ein, in welcher er zeigt, dass er mit jedem Surffilm mithalten kann, die Wellen die sich aufbäumen und überschlagen, die Wellentunnels. Er wechselt geschickt von Unterwasserkamera zu Überwasserkamera und lässt sie hin und wieder auch an der Drohne kreisen.

Im untiefen Wassser (the shallows aus dem Titel meint die Untiefe) am Strand ist eine aus dunklen Pflanzen gebildete Form erkennbar, die an einen Hai erinnert, eingeblendet wie ein Omen.

Es gibt von den beiden Jungs den Hinweis auf einen Felsen weiter draußen, der nur bei Ebbe sichtbar wird, ein kleiner Vorsprung, nun ja, so ein Felslein wie jenes, auf welchem in Kopenhagen die Meerjungfrau sitzt.

Nancy geht wieder an Land. Dann wieder ins Wasser. Die Jungs wollen in ihrem Jeep zurückkehren. Das Licht im Film wird dunkler, die durchflutende Helle geht zurück. Jetzt folgt die Phase des Filmes, in der Nancy allein mit den Naturgewalten sein wird.

Es ist die Phase, die den Film in die Nähe von 1-Personen-Survival-Filmen wie Gravity (wobei hier zwei Figuren verloren im Weltall schweben) platzieren oder von All ist Lost welcher allerdings thematisch tiefgründiger ist, während es Collet-Serra um handfeste Action eines ziemlich wild gewordenen Haies geht.

Es spielt noch die Seemöwe Sully „Steven“ mit einer eigenen kleinen Geschichte von Verletzlichkeit mit und die Erkenntnis aus dem Film ist die, dass sich in Galvestone an Texas‘ Gestaden doch sicherer surfen lässt.

Die Insel, die von der Bucht aus zu sehen ist, heißt die Insel der schwangeren Frau. Und nicht weit davon entfernt lassen sich atemberaubende Quallen-Unterwasser-Bilder und von höchster Not schießen.

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Ideale und belebende Gegenspieler. Das FBI, dessen Job es ist, Evidenz, Beweise sicherzustellen und Magier, deren Job es ist, Evidenz verschwinden zu lassen, dies ist die Gruppe der Unfassbaren aus dem Vorgängerfilm, Jesse Eisenberg als Atlas, Woody Harrelson als Merritt, Dave Franco als Jack, erweitert um Lizy Caplan als Lula.

Im Hintergrund und zur Verwicklung für die Entfesselungskünstler, zu ihrem Ansporn, ziehen Schauspielerweltgrößen wie Morgan Freeman als Thaddeus Bradley und Michael Caine als Großunternehmer Tressler in Macao die Verwirrfäden.

Das Geheimnis der Story wird 1984 bei einem Magier-Event in New Jersey von einer Brücke aus in einer Kiste verpackt im Wasser versenkt. Jetzt, 30 Jahre später birgt dies Geheimnis den Kern für eine neue, großartige filmische Magiergala, die von inspirierendem und antörnendem Schauspielererlan vorgetragen und in internationalen und entsprechend ausgeleuchteten und fotogenen Settings dank der Kamera von Peter Deming attraktiv platziert sind, von der postmodernen Büroarchitektur in Macao bis zu einer schlank inszenierten Sylvester-Regenschirm-Choreographie im düsteren London, über den alten, museumsreifen Raddampfer in Macao und dem sündteuren Privatjet über federndem Wolkenmeer, vom mit quietschenden Reifen startendem Rolls Royce bis zum chinesischen Zauber-Trödlerladen oder dem royalen, britischen Landhaus.

Aber Vorsicht – der Schein trügt! Das Geschäft des Magiers ist das mit der Evidenz und da ist derjenige der bessere, der diese am glaubwürdigsten darstellen kann, immer im Hinterkopf die Zauberermaxime: die große Kraft des Magiers liegt in seiner leeren Faust.

Zwischen diesen Welten tändelt ein herzerweichend nuschelnder Mark Ruffalo als Dylan, der beim Zaubertrick vor 30 Jahren den Vater verloren hat, irgendwie scheint das mit dem Debunking nicht so richtig hingehauen zu haben, somit bringt Ruffalo eine Note existentieller Würze in diesen ausladenden Strauß an fabulös vorgetragener, bunter Zaubertrickvielfalt inklusive Verarsche moderner Sicherheitschecks und Sicherheitsschleusen sowie Leibesvisitation mit Kabinettstückchen von Kartentricks.

Kein Wunder, hatten die Drehbuchautoren Ed Solomon und Peter Chiarelli und der Regisseur Jon M. Chu den Magiermeister David Copperfield persönlich im Boot, als Berater und als Mitproduzent.

Die Musik von Brian Tyler verpasst der blendenden Magierwelt noch einen Kick von Zirkusatmosphäre und das Zentralrequisit, hinter dem alle her sind, weil es einmal mehr die Weltherrschaft vespricht, ist ein Stick, der all das Üble kann, was so viele dunkle Hinterhzimmergestalten in Banken, Wirtschaft und Mafia täglich praktizieren: Konten und Codes knacken und Unsummern auf die eigenen Konten verschieben.

Von diesen üblen Dingen aus der aktuellen Weltgeschichte lenkt dieser Film vergnüglich und die Augen austricksend ab, schließlich geht es um nicht mehr oder nicht weniger als um das Narren, um das Verschwinden- und um das Erscheinenlassen, darum, wer narrt hier wen am besten und wer lacht zuletzt, denn Sehen heißt Glauben, also ist die Frage: wer macht am glaubwürdigsten sichtbar?

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Vielfältiges Risiko.

Mit dem Kajak die Niagara-Fälle zu bewältigen, ist erstens illegal und wird mit hohen Geldstrafen belegt, zweitens ist die Chance, dabei zu Tode zu kommen ungefähr 50 zu 50, hinzu kommt das Risiko für das Safety-Team, das zur allfälligen Rettung bereitsteht, es kann zu lebenslänglich Gefängnis verdonnert werden, falls der Fahrer zu Tode kommt.

Eine Anforderung richtig für das Bedürfnis von Red Bull nach grenzwertiger Sensationsakkumulation, wobei die sympathischen Weltspitze-Kajaker, die die Protagonisten dieser Dokumentation von Rush Sturges nach dem Buch von Mark Anders sind, doch deutlich besonnener wirken als die Produzenten.

Weiterer Beifang nebst dem Kitzel mit der Provokation der Grenze von Leben und Tod sind selbstverständlich jede Menge berauschender Aufnahmen von Wasserfällen und Kajakfahrern, die in sie einspuren und fast senkrecht hinunterstürzen, sind GoPro- und Kamerakopteraufnahmen über Dschungel und Flüsse und sensationelle Wasserfälle, nebst der unangenehmen, dauernden Produktwerbung für irgendwelche Marken an den Kleidungs- und Ausstattungsteilen der Kajakstars.

Durch die Red-Bull-Gier, Sensationen anzuhäufen, geht allerdings der ganz große Kitzel verloren, und auch die Spannung leidet; denn im richtigen Leben sind es lange Wege bis zu den Höhepunkten des Fahrens selber; es braucht langen Anlauf und Vorbereitung. Damit füllt zwar der Film auch Zeit, denn die Fahrten allein über die Wasserfälle, das sind Sekundenereignisse. Das ist ein Problem der Dosierung.

So richtig beruhigend ist es nicht, wenn im Abspann gedankt wird all denjenigen, die Verletzungen davon getragen haben; eine dramatische Reanimationsszene bringen die Filmemacher gleich zweimal, da dürfte eine Grenze bereits überschritten sein, wie der Sportler selbst kurzzeitig im Jenseits zu sehen ist. Da verletzt Red-Bull wohl gezielt in der Hoffnung auf Werbewirksamkeit ein eiserenes Kinogesetz, was im Abspann üblicherweise für die Fauna gilt, dass kein Tier bei den Dreharbeiten gequält oder zu Tode gekommen sei. Menschen schon. Der Film ist Juanito und Lou gewidmet; leben sie noch?

Die Story rekapituliert kursorisch einige Schritte von der Idee, mit dem Kajak die Niagara-Fälle zu bezwingen („set off to a live changing journey“) bis zum großen Tag drei Jahre später, beginnend mit historischen Aufnahmen von früheren Versuchen. Sie macht klar, wie die Kajak-Fahrer, man sieht den Hauptstar mit einigen Kollegen an verschiedenen Flüssen und Wasserfällen in Mexiko und in den USA üben, die Fälle studieren, wie sie zwar Einzelkämpfer sind, aber auf ein Team, was sich besonders im Notfall hilft, unbedingt angewiesen sind.

Das größte Problem beim Kajak sind die Strudel am Fuß der Wasserfälle und die Überschläge der Fahrer mit dem Kopf unter dem Kajak und das Problem, sich wieder nach oben zu werfen.

Der Film wird in der Form des Ich-Erzählers auf die subjektiv ansprechende Schiene gehoben, der im Laufe des Filmes zur Erkenntnis gelangt, was es bedeutet, zu leben. Das machen sich auch Nicht-Kajaker viel zu selten bewusst.

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Ein Antipersonenminenfilm – bis zur Zerreißspannung.

An die Nieren gehender, durchkomponierter Stillstand unter praller Sonne in der Wüste im Afghanistankrieg auf einem Minenfeld in der berüchtigten Helmlandprovinz.

Laut Abspann ist es dann doch nur ein Heldengedenken- und Heldenverehrungskriegsfilm und insofern ein Propagandafilm nach der schrecklichen Begebenheit im Kajaki Minenfeld in einer der gefährlichsten afghanischen Provinzen anno 2006 in der Helmland Provinz, der verlustreichsten Provinz in der Afghanistaninvasion der NATO; über einige der Original-Beteiligten ist im Abspann zu lesen „all continue to serve their Regiments, Queen and Country with pride and destinction“. Und jetzt bitte die Nationalhymne und Fahnenaufzug und strammstehen.

Dabei wirkt der Hauptcontent dieses Filmes von Paul Katis nach dem Drehbuch von Tom Williams alles andere als ein Propagandafilm. Das ist selten im Kriegsfilmgenre: diese hohe Konzentration, der überwiegende Verzicht auf Action, die Umsetzung der unter der Lupe genommenen Situation im Minenfeld von Kajaki mit theatraler Strenge, auch was den Rhyhtmus betrifft, die hauptsächliche Reduktion auf diese enge, verminte Passage eines ausgetrockneten Flussbettes, das an den sandigen Stellen ein nicht erkennbares Minenfeld ist.

Theatral auch insofern als der Hauptheld in einer der letzten Einstellungen wie in einem Bühnenschlussbild am Boden kniet. Auch das ist selten: ein Kriegsfilm, bei dem so viele Soldaten so lange vor allem auf den Knien sind. Denn das Gebiet ist gefährlich, jede Bewegung, ja eine geworfene Wasserflasche kann die nächste Mine zur Explosion bringen.

Theatral beeindruckend ist auch die Dosierung von Ruhe, Zwiegespräch, in der Kadenz von letzten Worten, letzten Witzen und einem letzten Happy Birthday, und auch der Schmerzenssschreiorgien; theatralisch, jedoch verstanden als Mittel zur Verstärkung der filmischen Wirkung, auch was die Schminke der Minenverletzungen betrifft, diese aufgequollenen Lippen, diese verschiedenen Hautfärbungen, die Fleischklumpen, das wäre für jeden Horrormaskenbildner eine Herausforderung; schmerzhafte Details der Erstversorgung von Patienten mit Bein- und Armverlusten, ein quälend langsames Drama, nicht im Sinne von langweilig; harte Kriegskost, nicht für schwache Nerven.

Zur Glaubwürdigkeit tragen auch diese teils kaum verständlichen britischen Dialekte bei und die unendliche Zeit, kaum auszuhalten, die vergeht, bis endlich die rettenden Black Hawks kommen und waghalsig die Verletzten in die Höhe ziehen. Wobei das Sujet schon öfter zu sehen war in Afghanistan-Filmen: eine Patrouille geht los von einem erhöhten, einsamen Ausguck aus, auf welchem vorher die Zeit mit Rumhängen, sportlichen Übungen, Small-Talk über Familie und Sex und Gay und Pricks und Tripper und Fucking und Ratschen zerbröselt wird, mit Zigarettenrauchen und wieder die Gegend beobachten friedlich, fast wie im Sommercamp.

Bald tritt einer auf eine Mine. Das wars dann aber schon mit der Gemeinsamkeit zu anderen Filmen, zum Beispiel der dänische A War. Hier hat der Film sein Zentrum, seine zentrale Schaustätte gefunden, auf die die Filmemacher einen teils kaum erträglichen, schon gar nicht für zarte Gemüter, unbeirrbaren Blick werfen und kaum Details auslassen.

Umso mehr schwebt die ganze Zeit die Frage im Raum, was machen die hier bloß in dieser Einöde? Der Film ist insofern auch aktuell, weil in England eben untersucht worden ist, wie rechtens und berechtigt die Entscheidung von Tony Blair für den Irakkriegeinsatz gewesen ist.

Der Afghanistankrieg dagegen, der ist schon fast vergessen, vor allem: verdrängt. Dass irgendwas am Hindukusch nicht so ganz in Ordnung ist, erfährt man lediglich an den stetig steigenden Zahlen von Flüchtlingen aus Afghanistan. Schöne Inschrift anfangs auf einem Felsen zu lesen: „Please leave all Morale here“. So wirkt der Film als engagierter Kriegsverarbeitungsfilm.

Der Titel ist ein Wortlaut aus dem Funkverkehr.

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Vom pädagogisch-militanten Idealismus und dessen Zusammenbruch.

Ein unterhaltsamer Film zum Thema ideale Erziehung, die zu beachtlichen Problemen führt, welche mittels des Roadmovieelementes der Lösung näher gebracht werden.

Der Film bezieht sich auf Menschen-, Erziehungs- und Gesellschaftsideale von Marx über Lenin, Stalin, Trotzky, Plato bis zu Noam Chomsky dessen Geburtstag die Familie feiert (als Geschenk gibt es für jedes Kind einen Dolch).

Das Problem solcher Ideale liegt meist in der Umsetzung, liegt daran, dass ihnen ein Hang zur Radikalisierung innewohnt, was von außen besehen der Komik nicht entbehrt. Viggo Mortensen als Vater Ben praktiziert die freie Waldschule (nicht Waldorf-Schule) mit seinen Kindern in ländlicher Waldidylle. Eine Militärschule dürfte ein Ferienlager dagegen sein. Der Unterricht gipfelt in paramilitärischen Jagdübungen, bei denen die Kinder angemalt sind wie Aborigines. Zu Beginn des Filmes schießen sie einen kapitalen Bock; ein sprachlich wunderschön doppeldeutiges Bild.

Wobei es zweifellos ein Traum wäre, Kinder in der freien Natur zu erziehen und aufwachsen zu lassen; im Einklang mit ihr, ein Urvater dieser Ideen dürfte Jean-Jacques Rousseau sein, der hier aber nicht zitiert wird; wir sind in Amerika.

Doch Ideal und Realität divergieren. Mutter wird krank, muss ins Krankenhaus, heillos krank ist sie, so dass sie sich entscheidet, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie kommt aus reichem, bürgerlich-christlichem Milieu, ist selbst zum Buddhismus konvertiert und möchte entsprechend verabschiedet werden.

Bei der Beerdigung, die Bens Schwiegervater ungefragt organisiert, kommt es zum Konflikt der Lebenshaltungen, auf dem Weg dorthin im Familienbus „Steve“ zur Begegnung der Waldfamilie mit der amerikanischen Konsumgesellschaft, die dem erzieherischen Geiste des Familienvaters querläuft und zu Dingen wie einer Aktion „Befreiung von Lebensmitteln“ in einem Supermarkt führt.

Matt Ross hat das Buch geschrieben und so unangepasst wie möglich inszeniert, nichts ist glattbegügelt, wobei selbst die Familie disharmonisch wirkt.

Ross scheint sich von der Spontaneität der Begeisterung leiten zu lassen, nur ja nicht schulkonform werden im Kinohandwerk, es lustig erscheinen lassen, unkonventionell der Kamera Freiraum geben, nicht steif inszenieren, der Inszenierung ein Element des Launisch-Willkürlichen lassen und schon gar nicht in kinematographisches Meistergehabe verfallen und damit auftrumpfen wollen. Irgendwie kumpelhaft.

Viggo Mortensen spielt den bärtigen Chef, den Familien- und Erziehungsideologen und hat sich wohl in den Vertrag schreiben lassen haben, dass er auch ein paar Szenen unrasiert spielen möchte von wegen Image und so; und so lässt Ross sich genügend Zeit, die Rasur als eine Szene der Läuterung einzubauen, wie er sich überhaupt, je mehr der pädagogische Horizont sich aufhellt, die Probleme sich lichten, sich ausgiebig im errungenen Glück und im Lichte der Erkenntnis suhlt, um den Zuschauer in einer heiteren Stimmung aus dem Kino zu entlassen, nicht zu sehr belastet mit erziehungsideologischem Diskurs, dazu ist das kabarettistische Element, das Farce-Element dann doch zu stark; insofern dürften Anhänger des Anthroposophen Rudolf Steiner hier fehl am Platz sein, für den sind „Endorphine wie Delphine“ eher nicht erfunden.

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Ein Film zum Thema Überwachung, Sicherheit und Data Mining. Furchterregend, wie die Amis (NSA, ein faktisch begrabener Skandal) in ihren Spähzentralen offenbar jede Ecke der Welt detailgenau im Blick haben (und schnell zu aktivierende Kommandos in der Nähe). Selbst beim den größten Unruhen und bei Straßenchaos in Athen können sie Matt Damon als Jason Bourne (und gleichzeitig Produzent des Filmes), der seit Jahren im Untergrund lebt, mit computerisierter Gesichtserkennung orten.

Andererseits kann Bourne, der von so brennendem Interesse zu sein scheint, im nächsten Moment ruhig und unentedeckt von Griechenland nach London fliegen. Hinter ihm her ist der Geheimdienst, weil Bourne über den Schlüssel zu einem Computerprogramm verfügt, das für den CIA höchst gefährlich werden könnte. Die Agentur befürchtet, dass geheime Spähkooperationen mit Aaron von einem Internetmulit, einem weltweiten Netzwerk mit über eineinhalb Milliarden Menschen, Facebook und Zuckerberg lassen grüssen, bekannt werden.

Bourne hatte sich vor Jahren vom Geheimdienst abgesetzt, angeekelt durch die Korruption und dass dessen Ziel längst nicht mehr Schutz und Sicherheit der USA und seiner Brüger war. Sein Vater ist schon bei dem Verein gewesen und war der Erfinder des gefährlichen Computerprogrammes. Insofern ist die Geschichte für Jason mit der Vaterproblematik und insofern emotional belastet.

Paul Greengrass, der mit Christopher Rouse und Robert Ludlum auch das Drehbuch geschrieben hat, nutzt diese und weitere Verwicklungen, Ängste und Interessen, um einen rasanten Actionfilm im Sinne eines Selbstzweckes zu inszenieren, Action und Verfolgungsjagd um der Action und der Verfolgungsjagd willen.

Greengrass inszeniert pausenlos hektisches Gerenne und Gespähe und Aktionismus im CIA-Hauptquartier wie an der Front, anfangs in Athen, in hoher Bildschlagfrequenz und kürzesten Schnittfsequenzen, die durch von der Hektik infizierte Kamera noch kürzer und noch hektischer wirken, dass einem ständig Angst und Bange sein sollte um Bourne, erwischen sie ihn oder erwischen sie ihn nicht.

Der Geheimdienst selbst ist wiederum eine hochgeheime und hochverschlungene Angelegenheit mit widersprüchlichen Zielen und Machtansprüchen und ganz frisch und unverbraucht landet hier Heather Lee an, die spröd-aparte Alicia Vikander. So eine unverbrauchte Figur braucht es im Milieu, das ist ein Gesetz des Genres, falls irgendwo auf der Welt ein aufrechter Mensch gerettet werden soll.

Greengrass nutzt alle verfügbaren Mittel, um diesen Bilderdrive zur Übertünchung der relativen Messagelosigkeit des Filmes dominant werden zu lassen im Sinne erhöhter Gewichtung des Davonrennens, des Verfolgens, des Versuches, Informationsvorsprung zu erlangen, des Sichversteckens und des Ausspähens, der Atemlosigkeit um der Atemlosigkeit willen, denn die Tricksereien an der Spitze des CIA sind als solche weder neu noch erhellend und die deutsche Routinesynchro kann da sowieso nichts beitragen; um von all diesen Belanglosigkeiten abzulenken gibt es nebst verschiedenen Locations in den USA Szenen in Istanbul, Athen, Albanien, Rom, London und Berlin (weil hier schöne Förderungen winken und auch Audi a bissl Werbung in den Film infiltrieren kann).

Bourne: nur wer untertaucht, kann überleben.

In Las Vegas gibt es ein kurzes Impromptu mit Taschendiebereien, aber der Trend der Aktivitäten parallel zum schwindenden Gehalt der Story zielt auf mehr Schießerei.
Wo aber ist die Relevanz des Filmes?

Wir halten es mit der hübschen Nachwuchskraft, die von Bourne den Rat erhält: „Sie sind nie hier gewesen“. Wir sind nie hier gewesen.

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Die Umgebung macht’s, die Typen in Landshut und Umgebung, in Niederkaltenkirchen, die die Preziosen dieser erneuten Rita-Falk-Verfilmung von Ed Herzog nach dem Drehbuch von Stefan Betz verständlich, zwingend, begreifbar machen: einige der Kommentare, die wie Trockenfutter wirken, von der Hauptfigur, Dorfpolizist Franz Eberhofer, Sebstian Bezzel, wenn sein Chef moniert, dass er das mit der Flucht des Gefangenen Küstner, erst jetzt erfahre, meint Franz, dass das etwas gedauert habe oder sein „super“, wenn er sich auf ein geschenktes Wellness-Wochenende auf dem Bauernhof mit seiner Susi freut, Lisa Maria Pothoff.

Mit Susi verbindet ihn die Sehnsuchts- und Liebesgeschichte, die ihm wegen seiner Schüchternheit zu misslingen droht, denn der Chef der Pizzeria Potenza in Italien ist draufgängerischer bei dem unentschiedenen Mädel.

Mit einer schüchternen Szene im Büro, die eine Aussprache mit Susi werden soll, fängt der Film an; vor der Tür lauert die ganze Belegschaft; das ist deutlich und bauerntheatralisch inszeniert.

Seine Umgebung scheint Franz zu diesem unergründlichen, eingschüchterten Typen gemacht zu haben, der in seiner eigenen Welt lebt und nur deren Gesetzen zu gehorchen scheint, wobei sein Job als Dorfpolizist doch das Hüten und Durchsetzen der Gesetze der realen Welt wäre.

Die Oma, Enzi Fuchs, lässt sich, bloß weil es ein Sonderangebot beim Frisör gibt, die Haare blau dauerwellen; das und auch die Sonderangebotsszene im Baumarkt macht sie leider zu eine Sonderangebotsoma und lässt schmerzhaft an die Oma von Ilse Neubauer aus der ersten Falkverfilmung von Ed Herzog, Dampfnudelblues, zurückdenken.

Franz‘ Vater, der Althippie Ebershofer, Eisi Gulp, ist ein freakiger, stimmiger Charakter und erst recht eine Dauererniedrigung für den braven Franz, der nirgendwo nichts ausleben kann, da steht der Sohn blaß da.

Auch das Opfer im Kriminalfall des Filmes muss allein durch seine Existenz auf Franz verstörend wirken. Es handelt sich um dessen Chef, Dienststellenleiter Moratschek, den der Sigi Zimmerschied gibt mit dem leicht verfetteten Überlebens- und Verzweiflungsmut eines Louis de Funès und Äuglein die von einer tiefen Angst, übersehen zu werden, erzählen. In dessen Bett findet sich der titelgebende Schweinskopf. Das führt dazu, dass Moratschek im Pyjama woanders Obdach sucht und beim Vater von Franz findet. Dass diese beiden in der Ménage des Wirtshauses Wolfinger zusammenstecken und wie Kids Fez machen, gemeinsam rauchen, saufen, Musik aus alt-68-er-Kassetten hören; das muss wie ein doppelter Hammer auf das Gemüt von Franz wirken.

Solche Figuren, deren pure Existenz, sind eine Dauerniederlage für Franz, dessen Kommentare dadurch zusehends trockener, introvertierter und knapper ausfallen müssten, worauf die Inszenierung allerdings keinen Wert legt.

Eine weitere Unterhaltungstype ist der gejagte Bösewicht, Gregor Bloeb als Küstner, der Moratschek bedroht, eine Farce-Figur, die dem armen, geistig-emotional dehydrierten Franz noch den letzten Tropfen Wasser entziehen dürfte.

So weit haben allerdings weder Regie noch Darsteller ihre Beschäftigung mit dem Stoff und den Rollen getreiben. Mir scheint, sie haben sich gemütlich und ohne gedankliche Anstrengung in der Bauerntheaterschiene eingerichtet und der Rest des Teams ebenfalls. Sie scheinen auf der Erfolgsschiene das Geheimnis des ersten Filmes vergessen zu haben, jene existentielle Dimension, die das Dialekttheater so abgründig machen und dessen Wirkungskreis so ausweiten kann.

Gegen diese Richtung arbeitet auch Einsatz und Inszenierung der Flötzinger-Figur von Daniel Christensen, die hier als Karat-schwächende Soft-Power aus dem Softpornomilieu à la Alois Brummer eingesetzt wird, so lustig wie wenig ein Gewinn.

Ein kleines Performance-Highlight gibt gleich zu Beginn der heftig aufspielende Verkäufer im Baumarkt mit der Elektro-Sanitär-Artikel-Nummer. Auffallen um jeden Preis, was aus der Gesamtsicht von den Filmemachern allerdings nicht im Sinne von Hinterfotzigkeit und als Punch gegen die Psyche von Franz eingesetzt wird, sondern lediglich zur erhofften Unterhaltung eines anspruchslosen Publikums zu Illustrierung des Themas Sonderangebots-Oma. Sonderangebots-Bauerntheater.

Da die Filmemacher offenbar vor allem nach dem Erfolg schielen, scheint ihnen der Drive für die Story und deren Doppelbödigkeit abhanden gekommen zu sein; sie glaubten schnell zufrieden sein zu können mit der teilweisen Charakterisierung der Figuren in Richtung „nicht ganz dicht“ oder „provinzgeschädigt“ und glauben mit dem Rekurs auf solides Bauerntheater der Rita Falk Genüge getan zu haben. Womit die Bemühung denn eher fürs TV (durchaus abwertend gemeint) geeignet erscheint denn fürs Kino; es fehlt das Verwegene; die russisch-Roulette-Nummer kommt ermüdend und spannungslos daher.

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Spannend, informativ, unprätentiös ist dieses Roadmovie nach Chile und zu seiner Musik, seinen Städten, seiner Landschaft, seiner Geschichte von Nahuel Lopez, begleitet von der hellwachen Kamera von Florian Kirchler und unter Konzeptmitwirkung von Oliver Keidel.

Das Konzept ist folgendes: der chilebürtige, deutsche Musiker Rod Gonzalez von der Band „Die Ärzte“ fährt in seine Heimat zurück, um dort die Musikszene kennenzulernen. Er selbst musste mit 6 Jahren mit seinen Eltern vor der Pinochetdiktatur fliehen. Die Familie ist zufälligerweise in Hamburg gelandet.

Anknüpfungspunkt für die Reise ist ein chilenischer Musiker, Macha, den Rod in Berlin kennengelernt hat und den er nun in Chile aufsucht. Macha gibt ihm den Tipp mit Camila Morena, einer der zur Zeit bekanntesten Sängerinnen Lateinamerikas. Sie gibt ihm den nächsten Tipp.

Die Kapitel des Filmes sind nach den Namen der Künstler dieser Begegnungen benannt, kurzer graphischer Stopp, eine graphisches Künstlerportrait und dessen Name.

Bei den Begegnungen nimmt sich Rod Zeit für Gespräche bei einem Glas Wein, bei einem Spaziergang und von jedem Künstler und jeder Künstlerin will er ein Musik- oder Gesangsstück aufnehmen.

Durch diese Gespräche und die Geschichte der Künstler unterschiedlichsten Alters oszilliert auch die Geschichte Chiles, die nach wie vor nur partiell aufgearbeitete Diktatur Chiles und der diskriminierende Umgang mit den Mapuche, den Nachfahren der Ureinwohner Chiles. So lernen wir den Lleu-Lleu-See kennen, dessen bewaldete Umgebung nur noch aus Kiefernplantagen bestehen, die die Lebensgrundlage der Mapuche gewaltsam zerstören oder wir erfahren von Protesten in Patagonien gegen eine rücksichtlose, heutige Neokolonialisierung oder begehen ein Fußballstadion, in welchem Pinochet die Gefangen zusammentreiben, verhören, foltern ließ.

Gleichzeitig erhalten wir Ansichten von Santiago zu sehen, von Valparaiso, San Antonio und Patagonien. Der Film bringt Begegnungen mit Macha, Camila Morena, Claudio Araya „Pajaro“, JM, Eduardo Carasco, Gaston Avila, Eduardo Yanez, Mauricio Castillo und vielen anderen und genügend lange Musikausschnitte, teils unterlegt mit weiteren Chileimpressionen.

Ein Statement aus demFilm: „jetzt haben wir jedenfalls einen nützlichen Film gemacht“. De acuerdo!

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Die „wahre Geschichte“, wie im Vorspann steht, der Beziehung des amerikanischen Dichters Thomas Wolfe, expressiv unter Einsatz aller Extremitäten und Gesichtsmuskeln und gut geschulter Stimme dargestellt von Jude Law, zu seinem ersten und Entdecker-Verleger Mark Perkins, von Colin Firth mit wacher Übersicht auf die Leinwand gebracht und praktisch immer mit Hut auf dem Kopf.

Die Geschichte beginnt zur Zeit der großen Depression, 1929. Perkins ist bereits erfolgreich, hat Hemingway und F. Scott Fitzgerald verlegt und wohnt luxuriös in einem Landhaus mit vielköpfiger Familie.

Wolfe ist anfangs des Filmes erfolglos, hat nur Absagen kassiert. Das können die Amerikaner wunderbar, so eine Situation plausibel schildern und wie der No-Name beim berühmten Verleger sich meldet mit seinem Manuskript, einer von vielen, wie der Verleger anfängt Interesse zu zeigen und wie der Autor seine Gefühlsausbrüche zeigt, erst beim Verleger, dann bei seiner Frau, die selbst künstlerische Ambitionen hat, Nicole Kidman als Aline Bernstein.

Der Film von Michael Grandage nach dem Buch von John Logan (Skyfall) nach dem Roman von A. Scott Berg bringt die Entwicklung der beiden im besessenen Kampf um Text und Streichungen als gut nachvollziehbare, einfache Bildergeschichte, nicht allzu weit von der Seifenoper entfernt, fast eine Art Fotoromanze, die natürlich nicht nur romantisch ist, aber die die beiden so in Anspruch nimmt, dass es im Privatleben zu gären anfängt, Kinder und Frauen fühlen sich vernachlässigt.

Die Szenen werden in einer einfachen Theaterart gespielt, bühnenhaft nachbuchstabiert und können so auch für den Literaturfremden und nicht Topgebildeten nachvollzogen werden zum allfälligen, unangestrengten Ausfüllen einer Wissenslücke.

Einen Eindruck vom Werk geben zum einen Zitate, die Jude Law als Voice-Over attraktiv angenehm spricht, die die Schönheit von Wolfes Literatur erahnen lassen; die Musikalität in seiner Sprach; Wolfes Rhyhtmusgefühl wird andererseits filmisch herausgestellt, mehrfach beobachtet an Akzenten, die sein Fuß auf den Boden skandiert.

Ein berühmtes Werk, was Wolfe in diesem Film zustande bringt: „Zeit und Flug“.

Die Inszenierung wirkt besonders von der Beleuchtung her leicht altmodisch und etwas düster oder vielleicht ist bewusst intendiert, den Film historisch erscheinen zu lassen.

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