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	<title>Filmjournalisten.de &#187; PR</title>
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		<title>Was PR-Agenturen verbessern können</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 15:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr praktisch: Journalisten wurden gefragt, was PR-Age [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr praktisch: Journalisten wurden gefragt, was PR-Agenturen verbessern können, um möglichst effektiv zu sein. <a href="http://releaseit.pwrnewmedia.com/?p=87" target="_blank">Hier die Ergebnisse</a>, mit denen ich sehr übereinstimme. Was fehlt Euch noch?</p>
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		<title>Die deutsche Filmpresse, immer ganz vorn dabei</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalisten müssen die Nase vorn haben, wenn es um di [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Journalisten müssen die Nase vorn haben, wenn es um die Berichterstattung geht. Der Vorsprung vor der Konkurrenz ist nicht nur bei politischen Themen täglich entscheidend, die Exklusivität ist sogar die ureigenste Triebfeder des Journalismus. Schauspielerisch sehr schön, wenn auch ein wenig überspitzt, wird diese Notwendigkeit, stets der erste mit einer Nachricht zu sein, und die dazugehörige Anspannung in der Redaktion übrigens in den <em>Spider-Man</em>-Filmen von J.K. Simmons als Chefredakteur des fiktionalen <em>Daily Bugle</em> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_r_mkJMPZWE" target="_blank">auf den Punkt</a> gebracht.</p>
<p>Nun ist das Feuilleton zugegebenermaßen eher der zahnlose kleine Bruder des (gemeinhin als &#8220;echten Journalismus&#8221; empfundenen) Enthüllungsjournalismus und muss, zumindest auch im Filmjournalismus, mittlerweile als Produktberichterstattung bezeichnet werden. Firmen stellen der Presse weitgehend freiwillig ihre Produkte vor, in der Hoffnung, dass die Presse euphorisch über das neue Meisterwerk berichtet. Nun sind leider nicht alle Filme gut, und natürlich sind negative Kritiken selbstverständlich erlaubt.</p>
<p><span id="more-3389"></span>Doch die Unternehmen versuchen (naturgemäß), die Berichterstattung dennoch so weit irgend möglich, nach ihren Wünschen zu steuern. Das ist die Aufgabe der PR, und diese ist leider weit besser finanziert als die Presse.</p>
<p>Da die Unternehmen ja keinen qualitativen Einfluss auf die Berichterstattung nehmen dürfen, versuchen sie es eben auf andere Weise. Zum Beispiel spielt der Zeitpunkt der Berichterstattung eine entscheidende Rolle. Je später über ein Produkt berichtet wird, desto geringer der Einfluss der Medien auf die potentiellen Kunden. Auch werden in Pressematerialien gern gefällige Formulierungen geliefert, so dass selbst Praktikanten ohne journalistische Vorerfahrung einen lesbaren Text zu einem Produkt zustande bringen &#8211; und das ohne weitere Recherche.</p>
<p><a href="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-26-Einladung-Alice-im-Wunderland-PV.png" rel="lightbox[3389]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3408" title="Einladung Alice im Wunderland PV" src="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-26-Einladung-Alice-im-Wunderland-PV-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Anlass für diesen Blogpost ist die Münchner Pressevorführung von <em>Alice im Wunderland</em>, die mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet: Nur, wer persönlich eingeladen wurde, findet Einlass. Wer verhindert ist und eine Vertretung schicken will, muss diese vorab namentlich anmelden. Elektronische Geräte müssen abgegeben werden, und man sollte spätestens eine Viertelstunde vor Beginn im Saal sein.</p>
<p>Abgesehen davon, dass mir keine Consumerkamera bekannt ist, die 3D-Bilder aus dem Kino abfilmen kann, sind diese Sicherheitsvorkehrungen völlig alltäglich. Denn sie stellen sicher, dass die Pressevorführung, die ja weit vor den ersten Publikumsvorführungen stattfindet, nicht zur Piraterie genutzt werden kann. Schon lange und mit nur noch wenig Groll beugen sich die Journalisten dieser Flughafenkontrolle und lassen sich auch während der Vorführung mit Nachtsichtgeräten beobachten. Was tut man nicht alles für die Kühlkette, damit Film und Filmkritik zugleich und unverdorben beim Publikum ankommt.</p>
<p><a href="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-26-Einladung-Alice-im-Wunderland-regulär.png" rel="lightbox[3389]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3409" title="Einladung Alice im Wunderland Publikumsvorführung" src="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-26-Einladung-Alice-im-Wunderland-regulär-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Nur leider ist dem nicht so. Denn während sich die Journalisten in ihrer vermeintlich exklusiven Vorabvorführung ihrer Arbeit widmen, können Krethi und Plethi ein paar Straßen weiter denselben Film, ebenfalls in 3D, in einer normalen Vorführung genießen, noch dazu mit Live-Übertragung von der Premiere in London. <span style="text-decoration: line-through;">Und wahrscheinlich, ohne ihre Handys abgeben zu müssen</span>. (offenbar war doch <a href="https://twitter.com/Revolvermann/status/9629231638" target="_blank">Handyverbot</a>)</p>
<p>Nichts gegen Krethi und Plethi, das sollte nicht abwertend gemeint sein, doch wenn die Presse ein Produkt nicht mehr vorab begutachten kann (und damit ist weder die Stunde Unterschied beim Beginn dieser Vorführung gemeint, noch die immer mehr zum Standard werdende Praxis, PVs zu Beginn der Startwoche eines Films anzusetzen), dann wird der Filmjournalismus obsolet werden. Wollen wir das? Nein. Will die PR das? Sieht so aus. Denn Massen sind mit Anzeigen und anderen Kampagnen sicher leichter zu beeinflussen als mit dazwischengeschalteten Journalisten.</p>
<p>Nach der Vorführung: Und nichts gegen die Leute, die die Vorführung begleitet haben. Menschlich war alles top, auch vom Ablauf her hat alles bestens geklappt. Ich will ja eigentlich gar nicht mosern. Aber Pressevorführungen zum gleichen Termin wie Publikumsvorführungen sollten einfach die Ausnahme bleiben.</p>
<p>[Dieser Artikel geht automatisch zu einem Termin online, der die beiden im Bild ersichtlichen Vorstellungstermine nicht kompromittiert.]</p>
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		<title>Do I love you, Phillip Morris?</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2010/02/11/do-i-love-you-phillip-morris/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 21:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kommende Woche Am 29. April startet I love you Phillip  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: line-through;">Kommende Woche</span> Am 29. April startet <a href="http://www.i-love-you-phillip-morris.de" target="_blank"><em>I love you Phillip Morris</em></a> in den Kinos, eine sehenswerte schwule Romanze mit Gefängnisausbruch und Verkleidungsspiel. Ich habe zu dem Film auch eine <a href="http://www.moviemaze.de/filme/3289/i-love-you-phillip-morris.html" target="_blank">Kritik</a> verfasst, und fand den Film ganz großartig.</p>
<p><a href="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-09_Phillip-Morris-Facebook.png" rel="lightbox[3365]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3366" title="Phillip Morris-Einladung zur Freundschaft bei Facebook" src="http://www.filmjournalisten.de/wp-content/uploads/2010-02-09_Phillip-Morris-Facebook-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Nun freundete sich jüngst ein gewisser Phillip Morris mit mir auf Facebook an. Tatsächlich handelt es sich offenbar um den Account zum Film, sozusagen &#8220;getarnt&#8221; als Person und nicht, wie für solche Fälle üblich, angelegt als Facebook-Seite. Der Unterschied besteht darin: Mit der <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000736761264" target="_blank">Person Phillip Morris</a> kann man sich anfreunden, bei einer Facebook-Seite (wie zum Beispiel der zu <a href="http://www.facebook.com/pages/Engel-mit-schmutzigen-Flugeln/286734106367" target="_blank"><em>Engel mit schmutzigen Flügeln</em></a>) kann man nur Fan werden.</p>
<p>Was also bezweckt der Verleih (Alamode) mit dieser Aktion? Ich finde es nämlich nicht uninteressant, einen personifizierten Facebook-Account für einen Film (oder ein anderes Produkt) anzulegen, und jemanden hinzusetzen, der die &#8220;Freunde&#8221; zu Fans und Multiplikatoren. Das ist wie Corporate Blogging, nur zielgerichteter, da man die Freundschaften überblicken kann und nötigenfalls sogar streckenweise kontrollieren. Corporate Facebooking also.</p>
<p>Noch ist nicht viel los mit Phillip Morris. Er hat zur Zeit 31 Freunde, die bei oberflächlicher Betrachtung überwiegend &#8220;was mit Medien&#8221; zu tun haben scheinen (natürlich kann man das bei allen so interpretieren, die einen Facebook-Account haben). Phillips Wall zeugt bis jetzt nur von einigen hochgeladenen Fotos und dem Hinweis auf einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7wEsOAxTHGM" target="_blank">Trailer</a> bei YouTube.</p>
<p>Noch ist Zeit bis April, und es könnte interessant werden, was Alamode für ein Marketingkonzept mit Phillip Morris durchzieht. Ich bleibe mit ihm befreundet, mal sehen, was noch kommt!</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7wEsOAxTHGM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/7wEsOAxTHGM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Art for those who didn&#8217;t ask for it</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2010/02/04/art-for-those-who-didnt-ask-for-it/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 18:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<description><![CDATA[Ab heute finden sich in den Werbeblöcken vor Kinofilme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab heute finden sich in den Werbeblöcken vor Kinofilmen eigenwillige Kurzfilme, eingebettet zwischen die Werbespots. Es handelt sich hierbei um das Kunstprojekt <a href="http://www.choreographiccaptures.org/" target="_blank"><em>Choreographic Captures</em></a>, bei dem Filmemacher 60-Sekunden-Clips zum Thema Choreographie im Film einreichen konnten. Die fünf Gewinnerfilme haben es in die Kinos geschafft, die restlichen der rund hundert eingereichten Werke sind zusammen mit Kinos und Terminen auf der o.a. Webseite zu sehen. Hier erfährt man auch mehr über den Wettbewerb, der dem Projekt zugrundelag.</p>
<p>Als besonders erfrischend habe ich übrigens die Pressearbeit zu diesem Projekt empfunden: <a href="http://www.dragova-publicity.de/" target="_blank">Dragova Publicity</a> aus München schien (völlig zu Recht) zu ahnen, dass kein Journalist extra zu einem Screening von fünf Minuten Gesamtlänge anreisen würde, also wurde die Pressevorführung genauso spontan angesetzt, wie das Projekt auch die normalen Kinozuschauer im Saal anspringen soll. Nach dem Ende einer anderen Vorführung wurden wir nichtsahnende Filmkritiker von einem sehr sympathischen Team abgefangen und in einen anderen Saal entführt, wo man uns die Captures vorspielte und uns mit dem Projekt vertraut machte. Ein Journalisten-Kidnapping also, aber sehr gesittet und zu jeder Sekunde freiwillig. Mutig, spontan, erfrischend und dadurch besonders einprägsam und gelungen, mal was ganz anderes in Sachen Pressearbeit.</p>
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		<title>Distanz? Recherche? Pah!</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 21:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Passend zu diesem Artikel über den Rückgang des echte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zu diesem <a href="http://www.filmjournalisten.de/2010/01/22/ein-film-eine-meinung/" target="_blank">Artikel über den Rückgang des echten Filmjournalismus</a> zeigt sich <a href="http://www.zeit.de/kultur/musik/2010-01/musik-pr-replik?page=all" target="_blank">die Parallele im Musikjournalismus</a>, wo es nicht anders zugeht als bei uns. PR-Profis (meist selbst sogar ehemalige Journalisten) liefern meist druckfähige Formulierungen, und der (meist, wenn frei) unterbezahlte Journalist/Redakteur/Redaktion/Medium spart sich das Anecken und die Arbeit und schreibt, was die PR-Firma diktiert. Willkommen im Zeitalter des werbegesteuerten Journalismus!</p>
<p>Danke für den Link, AF.</p>
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		<title>Ein Film, eine Meinung</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 11:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unsere Schweizer Kollegin Silvia Süess äußert sich i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Schweizer Kollegin Silvia Süess äußert sich in der WOZ (&#8220;Die Wochenzeitung&#8221;) zu einem auch hierzulande deutlich erkennbaren Trend: <a href="http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2010/nr03/Kultur/18831.html" target="_blank">Der Rückgang von Filmkritik im Zusammenhang mit dem Vormarsch von PR-Texten</a>. Lesenswert!</p>
<p>Danke an AF für den Hinweis.</p>
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		<title>Sperrfristklauseln auf neuem Niveau</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/04/24/sperrfristklauseln-auf-neuem-niveau/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 20:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich gab es eine Pressevorführung von Wolverine. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich gab es eine Pressevorführung von <em>Wolverine</em>. Es hatte angeblich schon eine deutlich frühere gegeben, doch die war wohl nur für ausgewählte <em>Marketing-Candy-Kollegen</em>. Doch die Existenz dieser mysteriösen früheren PV, einer sogenannten &#8220;Pinkie&#8221;, die üblicherweise nur für Alpha-Kollegen stattfindet, ist mir nicht gesichert bekannt. Daher zurück zum eigentlichen Thema:</p>
<p><span id="more-2250"></span>Zur regulären Vorführung wurde ich, immerhin seit bald 12 Jahren als Filmjournalist tätig, auch eingeladen. In der Einladung stand, dass man den Film nur nach Unterzeichnung einer Sperrfristerklärung sehen darf. Dies ist nicht unüblich, und ich halte Sperrfristen grundsätzlich für eine faire Sache. Die Verleiher gestatten den Journalisten, den Film vorab zu sehen, und die Journalisten versprechen im Gegenzug, erst ab einem gewissen Datum über den Film zu berichten.</p>
<p>Hier gab es schon immer gern kleine Probleme und Reibereien (ganz allgemein, nicht speziell bei diesem Verleih), zum Beispiel müssen Printpublikationen ja auch rechtzeitig in den Druck gehen. Oder werden, insbesondere bei Monatsmagazinen, zu früh für den Geschmack des Verleihs und seiner Marketingstrategie veröffentlicht, insbesondere, wenn ein Film am Monatsende startet. Auch passiert es bisweilen, dass die Sperrfrist nur einen oder zwei Tage vor dem regulären Start endet &#8211; viel zu spät für ernsthaften Journalismus in allen Kanälen. Wie gesagt, hier kommen Presse und Filmwirtschaft bisweilen ins Gehege.</p>
<p>So eine Sperrfrist ist immer eine Gratwanderung zwischen Goodwill der Verleiher, den Film der organisatorischen Einfachkeit halber etwaas früher zu zeigen (so wie noch vor wenigen Jahren übrigens wäre es schön!), und dem Goodwill der Journalisten, sich trotz Kenntnis des Films und der theoretischen Möglichkeit, sofort und damit als Erster zu publizieren, bis zu einem gewissen Datum zurückzuhalten.</p>
<p>Natürlich sollten Sperrfristen stets für alle Publikationsformen gleich gelten (also für Print, Online, Radio und TV gleichermaßen und nicht getrennt), es sollte beiden Seiten stets klar sein, dass z.B. ein Druck alleine noch keiner Veröffentlichung entspricht (sondern erst der Verkauf), und es sollte ebenso nicht zur Schikane kommen, indem so eine Sperrfrist grundsätzlich gesunde zwei Wochen vor Filmstart endet. (Journalisten sind keine Marketinginstrumente.)</p>
<p>In diesem Falle jedoch will ich jedoch gar nicht eingehen auf die sehr knappe Sperrfrist (Frist: 27.4.09, Filmstart: 29.4.09), und auch nicht auf den Sonderfall, dass der Film bekanntermaßen <a href="http://wortvogel.de/?p=5572" target="_blank">schon vorab im Netz zu ziehen war</a>, was den Verleih möglicherweise erst zu dieser drastischen Sperrfristentscheidung getrieben hat, sondern auf <span style="text-decoration: line-through;">die bodenlose Frechheit</span> <span style="text-decoration: line-through;">die versuchte Beschneidung meiner Grundrechte</span> die überaus gewagte Entscheidung, uns Journalisten nicht nur das Kritik-Veröffentlichen zu untersagen, sondern auch noch die <a href="http://www.artikel5.de/gesetze/gg.html#art5" target="_blank">freie Meinungsäußerung</a>, wie sie uns laut §5 <a href="http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/Grundgesetz/gg.html" target="_blank">GG</a> zusteht. In der Sperrfristklausel, die es zu unterschreiben galt, heißt es nämlich:</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2009-04-20-sperrfristklausel-wolverine-fox.png" rel="lightbox[2250]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2251" style="vertical-align: baseline;" title="Sperrfristklausel zu Wolverine" src="/wp-content/uploads/2009-04-20-sperrfristklausel-wolverine-fox.png" alt="Sperrfristklausel zu Wolverine" width="467" height="103" /></a>Mal ehrlich: Die <strong>eigene Meinung</strong> nicht <strong>an Dritte</strong> weitergeben? Ich darf also nichtmal der Pressebetreuung nach dem Film ein Statement geben? Nicht meiner Frau/Freundin/Lebensgefährtin am Abend sagen, wie mein Arbeitstag so war? Meinen Freunden nicht sagen, dass ich <em>Wolverine</em> gesehen habe und er &#8230; war? Wäre ich mit Hugh Jackman* befreundet, dürfte ich nichtmal ihm sagen, was ich von seiner Arbeit halte? Das ist ja wohl ein schlechter Witz! Ein noch schlechterer als <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=1236" target="_blank">der</a> <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=1261" target="_blank">von</a> <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=1307" target="_blank">neulich</a>!</p>
<p>Wenn ein Verleih möchte, dass sein Film möglichst jungfräulich auf den Markt kommt, dann ist eine <em>vernünftige</em> Sperrfrist das Mittel der Wahl. Denn <em>keine PV</em> zu machen, führt eher zu negativen Kritiken (und zu massenhaft entsprechenden Meinungen im Vorfeld). Aber selbst die <em>private Meinungsäußerung</em> verbieten zu wollen, das geht eindeutig zu weit, und führt zu noch schlechterer Stimmung, als den Film der Presse vorzuenthalten. Siehe <a href="http://wortvogel.de/?p=6000" target="_blank">Wortvogel</a> und <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/136468" target="_blank">Heise/Telepolis</a>. Und wer selber nach Meinungen zu Sperrfristen zu <em>Wolverine</em> suchen will, hier <a href="http://www.google.de/search?q=sperrfrist+wolverine" target="_blank">die entsprechende Google-Suche</a>.</p>
<p>Ich als Journalist bin ja gern bereit dazu, mich im Zuge des (nun nicht mehr ganz frischen) Aufkommens der neuen Medien, mit der &#8220;anderen Seite&#8221; an einen Tisch zu setzen und die Spielregeln (siehe auch mein <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=2010" target="_blank">Manifest</a>) für Produktjournalismus für das 21. Jahrhundert im Filmbereich auszukappeln: Fairness auf beiden Seiten, Presse- und Meinungsfreiheit, aber dafür keine Meinungsmache, wohl aber fundiert recherchierter, wahrer Journalismus. Keine Marketingslogans in den Publikationen (außer bezahlte Werbung natürlich), kein <em>Herding</em> der Journalisten in <em>Alpha, Prime</em> oder <em>Key</em> und <em>Rest</em> und keinerlei Versuche mehr, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt" target="_blank">Vierte Gewalt</a> zu umgehen. Mit der mag man ja im Kulturjournalismus leichtes Spiel haben, weil unsereins offenbar weitgehend aus Balsaholz geschnitzt ist, aber dennoch sind wir Journalisten. So richtig echte.</p>
<p>Doch die Kollegen haben schon recht: Filmjournalisten sind viel zu lethargisch und individuell, um selbst einen ordentlichen Streik zu organisieren, konkrete Maßnahmen zu bündeln, etwas auf die Beine zu stellen. Schade, dass die Filmverleiher und ihre Marketingstrategen das immer wieder ausnutzen wollen.</p>
<p>*Bin ich jetzt etwa schon dran, weil ich vor Ablauf der Sperrfrist verraten habe, dass Hugh Jackman mitspielt?</p>
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		<title>Mutige Viralkampagne oder Spam? Mit dem Feuer spielt man jedenfalls nicht&#8230;</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2008/11/06/mutige-viralkampagne-oder-spam-mit-dem-feuer-spielt-man-jedenfalls-nicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 16:25:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gleich zweimal schickte mir ein(e) W. Szymczak heute ei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008-11-06-eylandt-recherche-mail.png" rel="lightbox[1683]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1684" title="Infomail zur angeblichen Brisanz des Films Die Eylandt Recherche." src="/wp-content/uploads/2008-11-06-eylandt-recherche-mail-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Gleich zweimal schickte mir ein(e) W. Szymczak heute eine auf den ersten Blick brisante Mail: Unter dem Betreff <em>Die Eylandt Recherche</em> wird behauptet, dass das <span style="text-decoration: line-through;">Innenministerium</span> Bundesministerium des Inneren (<a href="http://www.bmi.bund.de/" target="_blank">BMI</a>) angeblich in Erwägung zieht, den Film (<a href="http://www.eylandt.de/" target="_blank">Webseite</a>) wegen seiner Brisanz aus den Kinos zu nehmen. Ich solle die Mail doch bitte an möglichst viele Empfänger weiterleiten, steht da noch.</p>
<p>Ganz zufällig hat <em>Die Eylandt Recherche</em> gerade am heutigen Donnerstag ihren Kinostart in Deutschland.</p>
<p>Beim Bundesinnenministerium sind natürlich keinerlei brisante Recherchen zum Film bekannt (derzeit), was mir soeben telefonisch bestätigt wurde. Also handelt es sich bei der Mail offenbar um eine private Initiative und keine offizielle Pressemeldung, was allein bereits eine Sperrfrist überflüssig macht. Bereits die fehlenden Kontaktdaten der angeblichen offiziellen Stelle, die diese &#8220;brisante&#8221; Meldung ohne jeglichen nachprüfbaren Fakt herausgegeben hat, machen dies deutlich. Die ersten Pressevorführungen waren Mitte September, der Film war damals schon fertig, und wäre auch damals schon brisant gewesen. Ich habe ihn trotzdem verpasst.</p>
<p>Es handelt sich also wahrscheinlich um eine Viralkampagne für den Filmstart: Die Mail soll von Internetnutzer zu Internetnutzer weitergehen, damit möglichst viele Leute ins Kino strömen, bevor das Ministerium den angeblich so brisanten Film aus dem Verkehr nimmt. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=558" target="_blank">schöne Viralkampagnen sind was Feines</a>. Problematisch ist jedoch die Einbeziehung des Bundesinnenministeriums, das bei Rückfragen zu dieser Behauptung natürlich aktiv werden <em>muss</em>, sowie die direkte Aufforderung zum Weiterleiten, also Spammen. Auch sollten solche Kampagnen nicht über Filmjournalisten gestartet werden, sondern eher direkt beim &#8220;unsuspecting user&#8221;. Die genannte Nachrichtenagentur &#8220;news-atp&#8221; konnte ebensowenig recherchiert werden wie der Absender. (zumindest mit einigen Versuchen bei Google.)</p>
<p>Ich persönlich denke, dass diese Kampagne weder von der Produktionsfirma, noch vom Verleih, noch von der PR-Agentur ins Leben gerufen wurde. Kein vernünftiger Vorgesetzter würde riskieren, die <span style="text-decoration: line-through;">Jungs vom Schäuble</span> Behörden wegen falscher Behauptungen ins Haus zu holen. Auch fehlt mir irgendwie das &#8220;verschwörerische Element&#8221; in dieser Mail: Sie sieht ein wenig zu sehr nach Pressemeldung aus (Sperrfrist, typische redaktionsfreundliche Gestaltung mit Überschrift, angeblicher Quelle und Autorenkürzel), und die deutliche Aufforderung zur Weiterleitung direkt am Tage des Filmstarts wirkt plump. (ich sage &#8220;wirkt&#8221;, nicht &#8220;ist&#8221;! Nur, damit es nicht wieder Stress gibt!) Die Leute leiten das schon selber weiter, wenn es nur brisant genug ist. Eine direkte Bitte darum wirkt eher verdächtig.</p>
<p>In meinen Augen daher nicht Fisch (augenscheinlich brisante Mail), nicht Fleisch (Pressemeldung), und daher auf meinem Radar eher weiter unten.</p>
<p>Keine Ahnung, wer das geschickt hat, und ich werde sicher nicht versuchen, es herauszubekommen. Tut mir leid, dass jetzt W.S. unter den Anfragen leiden muss. Dumm außerdem, dass der Film in meinen Augen nun jedoch schlechter dasteht als vorher, obwohl ich ihn nichtmal gesehen habe: Das ist halt die negative Assiziation.</p>
<p>Ich habe mir übrigens nicht die Mühe gemacht, beim Filmverleih und der Presseagentur nachzufragen, ob die mehr wissen: Wenn ja, würden meine obigen Äußerungen vielleicht als ungeschickt aufgefasst werden, wenn nein, wüßte ich auch nicht mehr.</p>
<p>Besser haben es übrigens die Leute von <em>Das Verhör</em> gemacht, die haben nämlich <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=688" target="_blank">ein Ministerium erfunden</a> (mit <a href="http://www.mffe.de/" target="_blank">Webseite</a>) und <a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=719" target="_blank">in dessen Namen Mails verschickt</a>. Wer nachrecherchierte, fand schnell heraus, dass alles nur Fake war.</p>
<p>Hier noch die Mail im Volltext:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span id="more-1683"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #800000;">Bitte an möglichst viele Empfänger weiterleiten!!!!!<br />
</span><br />
<strong><span style="font-size: x-small;">Jetzt ist auch die innerste Bundesbehörde auf den heiß diskutierten Fall aufmerksam geworden</span></strong><br />
<strong>Zieht der BMI &#8220;Die Eylandt Recherche&#8221; aus dem Verkehr?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>news-atp</em>, 4. November 2008 (Sperrfrist 4.11.08, 16 Uhr) &#8211; Am 6. November startet in vielen Städten Deutschlands der Film &#8220;Die Eylandt Recherche&#8221; in den Kinos. Der von Regisseur Don Miguel gedrehte Film, eine deutsch-spanische Koproduktion, recherchiert die Hintergründe einer Legende, der zufolge im Keller eines Duisburger Hauses eine unglaubliche Geschichte stattfand. Die Dokumentation zeigt die Ermittlungen zu den Hintergründen der Briefe von Josefine Eylandt, einer Duisburgerin, die behauptet, vom Ende des 2. Weltkrieges über viele Jahrzehnte drei &#8220;Personen&#8221; in ihrem Keller versteckt zu haben. Soweit die Beschreibung des Films, der seit Monaten in Internet-Blogs und -Foren kontrovers diskutiert wird, und der in der Regel schon im Vorfeld als hauptsächlich fiktive Geschichte eingeschätzt wird. Doch die Briefe von Josefine Eylandt rufen jetzt auch die Ermittlungsbehörden auf den Plan. Wie aus vertraulichen Quellen verlautete, untersuchen Mitarbeiter des BMI und anderer Organe seit einigen Wochen den Fall und schätzen die Ergebnisse der Ermittlungen mittlerweile als &#8220;höchst brisant&#8221; ein. Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums bestätigte dem Autor gegenüber zudem, dass zur Zeit sogar in Erwägung gezogen wird, aus Sicherheitsinteresse kurzfristig die Kinoauswertung des Films zu unterbinden. (krj)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Presseverhinderer: Das e-book!</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2008/11/05/presseverhinderer-das-e-book/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 16:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuallererst eine persönliche Anmerkung: Ich bin ja so  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuallererst eine persönliche Anmerkung: Ich bin ja so froh, dass nicht John McCain gewonnen hat, sondern Barack Obama. Nochmal vier oder gar acht Jahre unter einer vernagelten Republikaner-Regierung hätte die Welt nicht ausgehalten, und die USA schon gar nicht.</p>
<p>Im <a href="http://www.marketing-blog.biz" target="_blank">Marketing-Blog</a> gibt es den leider nicht besonders fiktiven Archetyp des <a href="http://www.marketing-blog.biz/blog/plugin/tag/presseverhinderer" target="_blank">Presseverhinderers</a>. Ein Presseverhinderer ist jemand, der Pressearbeit machen soll, sich aber so ungeschickt anstellt, dass seine Message gnadenlos (aber verdientermaßen) untergeht.</p>
<p>Nun hat <a href="http://www.dr-weber-kommunikation.de/" target="_blank">Dr. Frauke Weber</a> all ihre Erfahrungen mit Presseverhinderern, von denen es übrigens eine ganze Menge gibt, in einem e-book zusammengefasst. <a href="http://www.marketing-blog.biz/blog/archives/2691-Endlich!-Das-e-book-Presseverhinderer.html" target="_blank">Dieses steht bis 30. November 2008 kostenlos zum Download zur Verfügung.</a> Nicht nur PR-Leute sollten sich die 30 PDF-Seiten durchlesen, sondern auch wir Journalisten: Zum einen liefert die Autorin wertvolle Argumente für eigene Anmerkungen, auch hilft die Lektüre, PR-Veranstaltungen besser zu verstehen.</p>
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		<title>Spamfilter vs. Pressearbeit</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2008/06/03/spamfilter-vs-pressearbeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 15:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Cineasten diskutieren mitunter ja auch ganz gerne über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cineasten diskutieren mitunter ja auch ganz gerne über deutsche Filmtitel, die sich im großen und ganzen in drei grobe Kategorien fassen lassen:</p>
<ol>
<li>korrekt übersetzt bzw. gekonnt eingedeutscht</li>
<li>nicht exakt getroffen bzw. annehmbarer alternativer Titel</li>
<li>völlig in den Wald gedichtet bzw. total übers Knie gebrochen (unter Filmkennern auch die weitläufige &#8220;Wie zum Geier konnte das passieren?&#8221;-Kategorie genannt)</li>
</ol>
<p>Diese Kategorien sind natürlich nicht endgültig, man kann sie sicher noch verfeinern.</p>
<p><span id="more-885"></span></p>
<p>Ein Beispiel für 1) wäre meines Erachtens <em>Star Wars</em>: <em>Krieg der Sterne</em>. Ein Fall für 2) könnte <em>Jaws</em> sein, der hier als <em>Der weiße Hai</em> bekannt ist. Für 3) gibt es eine Fülle guter Beispiele, zwei zeitlose Klassiker sind <em>Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone</em> für <em>Ruthless People</em> und <em>Im Land der Raketenwürmer</em> für <em>Tremors</em>. Solche Titel können Filme ruinieren&#8230;</p>
<p>Neulich gab es wohl eine sehr schlecht besuchte Pressevorführung für <em>Forgetting Sarah Marshall</em>. (Trailer <a href="http://www.moviemaze.de/media/trailer/3793,forgetting-sarah-marshall.html" target="_blank">hier</a>) Nach etwas Nachforschung ist am wahrscheinlichsten, dass der deutsche Titel die Ursache für das Ausbleiben der Einladung bei so manchem Kollegen ist: Der Film heißt auf deutsch <em>Nie wieder Sex mit der Ex</em>, und beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spam#Unsolicited_Commercial_E-Mail_.28UCE.29" target="_blank">Schlagwort Sex</a> wird die Mail natürlich sofort ausgefiltert. Nun lädt die betreuuende Presseagentur unter dem Originaltitel ein und entschuldigt sich dafür:</p>
<blockquote><p>Wir können den deutschen Filmtitel an dieser Stelle leider nicht erwähnen, da die Möglichkeit besteht, dass die Email durch Ihren SPAM-Filter abgefangen wird.</p></blockquote>
<p>Die Frage ist natürlich: Wo setzt man hierbei an? Ich sehe drei mögliche Lösungen:</p>
<ol>
<li>Die Spamfilter weniger aggressiv programmieren. (Nachteil: Mehr Spam &#8220;kommt durch&#8221;, also ist das nicht wirklich eine Option)</li>
<li>Die deutschen Filmtitel Spamfilter-sicher wählen. (Nachteil: Man hat bei der Filmtitelwahl keinerlei Freiheiten mehr, und wenn man dann auch noch zusieht, dass zum deutschen Titel auch die Domain noch frei ist, lassen sich bald gar keine halbwegs ordentlichen deutschen Filmtitel finden &#8211; also auch keine Option)</li>
<li>Der Versand von Einladungen erfolgt nur noch per <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Signatur" target="_blank">signierter Mail</a>, dann kann man reinschreiben, was man will. (Nachteil: Ich glaube, die wenigsten von uns bekommen es gebacken, auch noch alle potentiellen Absender von signierten Mails in ihren Mailprogrammen zu verifizieren. Also leider auch keine praktikable Lösung. Leider, wohlgemerkt.)</li>
</ol>
<p>Das Problem ist also nicht zu lösen. Außer mit dem Workaround, den Einladungstext als Grafik zu speichern und diese zu verschicken, so dass der Spamfilter umgangen wird. Beispiele für Text-als-Grafik finden sich zum Beispiel auf der <a href="http://www.apple.com/de" target="_blank">Webseite von Apple</a>, versucht doch mal dort, eine der Überschriften mit der Maus zu markieren. Das wäre fürs erste eine Lösung.</p>
<p>Ich kann den Film derweil nur sehr knapp vor Start sehen, weil mein Spamfilter zu gut war. D&#8217;oh.</p>
<p>PS: Mit <em>Beautiful Bitch</em> ist soeben der nächste Film am Horizont aufgetaucht, der im Spamfilter hängen bleiben könnte&#8230;</p>
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