Archiv für die Kategorie: “People”

In unserer Branche gehört der tägliche Blick auf perezhilton.com leider zu den Hausaufgaben. Mich interessiert Celeb Gossip zwar überhaupt nicht, und Perez’ Meinung sowie die Kritzeleien in den Fotos der Leute schon gleich gar nicht, zumal diese oft genug an Slander grenzen. Aber wenn man wissen will, was gerade so los ist in Hollywood, ist die seine eine von den Webseiten, an denen man kaum noch vorbeikommt.

Aus zwei Gründen habe ich beschlossen, hier einen Post über Perez reinzusetzen: Zum einen ist seine Webseite offenbar satte 5,3 Millionen Dollar wert, zum anderen, und das finde ich viel interessanter, scheint er es ernsthaft darauf anzulegen, selbst in die Moderation von Events einzusteigen. Hier seine “Challenge” an Mike Myers, die MTV Movie Awards zu hosten:

Im ersten Moment klingt das so, als wollte er lediglich, dass Mike Myers eine musical number als Opener hat, aber im ersten Satz sagt er: “I would love to host the Movie Awards” – Kann es sein, dass Perez Hilton tatsächlich mehr auf dem Kasten hat als nur Leute schlechtzumachen? Ich wäre dafür, ihm eine Chance zu geben. Blöde ist er ja offensichtlich nicht.

(Wieso hier plötzlich Schrift und Satz anders sind, weiß ich nicht, aber bald gibt’s Besserung!)

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Das Internet macht’s möglich: 9 Minuten von John Woos neuestem, Red Cliff, offenbar abgefilmt in Cannes, sind derzeit (noch) bei YouTube zu sehen.

Klar ist die Abfilmerei illegal, aber der Verlinken zu YouTube sicher nicht. Und mal ehrlich: Wer will den Film nach diesen Szenen nicht im Kino sehen? (via Beyond Hollywood)

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Ich freue mich, heute zwei neue Blogger begrüßen zu können:

Mit Markus Risser wird sich hier ab sofort der Meister von Badmovies.de zu Wort melden. Ich bin selbst schon sehr gespannt, was Markus schreiben wird – das ist ja das schöne am Bloggen! Besonderer Dank gilt hierbei Torsten Dewi, der das Synergiepotential erkannte und den Kontakt herstellte.

Alexander Sandvoss

Auch wird es hier bald ein kleines Experiment geben. Mit Alexander Sandvoss wird sich ein versierter Medienmacher aus Südfrankreich zu Wort und Bild melden: Experimentellerweise wird es von ihm ein kleines, möglicherweise nicht ganz regelmäßiges Foto- und Impressionstagebuch von den Filmfestspielen von Cannes geben. Alexanders Augenmerk wird hauptsächlich auf dem visuellen Aspekt liegen, doch wenn er etwas dazu schreiben will, steht ihm das natürlich frei. Alexander bloggt nur für den Zeitraum von Cannes, wer Bildmaterial und Kooperationsmöglichkeiten in dieser Richtung sucht, kann sich vertrauensvoll an Mandoga Media wenden.

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Okay, die Überschrift ist ein wenig reißerisch. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich Bully noch so gut finde wie früher. Als Münchner bin ich ein Bully-Kenner der ersten Stunde: Noch zur Schulzeit ließ ich mich von Markus Langemann und der Morgengcrew radiowecken. Bereits damals spielte Bully, eigentlich nur ein Sidekick, den Moderator an die Wand, der bisweilen recht gestreßt wirkte und auch mal schnappig wurde. Könnte aber auch alles nur Show gewesen sein. Dann kamen die Bayern-Cops, die Bullyparade und auch die Filme.

Heute ist Bully allgegenwärtig: Er castet im TV für seinen Wickie-Film (nein, ich gehe nicht als Faxe), dreht selbst und spielt auch mal kleine Rollen in den Filmen anderer. So zum Beispiel jüngst in Asterix bei den Olympischen Spielen. Und nun kommt der Brandner Kaspar:

YouTube Preview Image

Ich halte Herrn Herbig für einen hochkreativen Menschen und für einen überaus fähigen Regisseur. Seine Fähigkeiten für Dialog und Schauspielerführung suchen ihresgleichen. Allerdings halte ich auch Erkan und Stefan für seinen besten Film – denn die anderen Filme zeigen zu deutliche Zeichen der Institutionalisierung des Humors, der zudem auch für meinen Geschmack zu sehr dem Mainstream-Geschmack angepaßt ist*. Ich habe den Eindruck, dass es eine Art “Comedy-Clique” gibt, die als für den Spaß im Lande verantwortlich verkauft wird (nicht zuletzt durch die Einspieler bei ProSieben).

*Nachtrag an dieser Stelle: Natürlich habe ich mich beim Schuh des Manitu und bei Traumschiff Surprise streckenweise fast bepisst vor Lachen, aber diesen Filmen fehlte die … jugendliche Frische und die cineastische Unschuld, wie Erkan und Stefan sie eben noch hatten. Lissi war dann nur noch nett, da fand ich die ganze Yeti-Story zu aufgesetzt, das hätte man auch schöner lösen können.

Abgesehen davon, dass es mir bei deutscher Comedy grundsätzlich die Zehennägel aufstellt (nicht zu verwechseln mit Kabarett, wohlgemerkt), frage ich mich, ob “die Prise Bully”, die so oft zu finden ist, einem Werk nicht eher schadet denn ihm zu nützen. Klar, für die Kasse ist es gut, wenn Bully seine Grimassen zieht, weil der, sagen wir, durchschnittlich interessierte Bürger mehr Bully tendenziell sicher besser findet als weniger Bully. Bully ist irgendwie wie Maggi, das sich früher auch jeder übers Essen geschüttet hat. Er ist jedoch nicht das Salz in der Suppe, eine notwendige Zutat.

Andererseits habe ich mir zum Beispiel die Figur von Hui Buh, dem Schloßgespenst schon immer anders vorgestellt als in der jüngsten Verfilmung. Dieses läppische Gespenst kommt meinen Kindheitserinnerungen an die Hörspielserie mit Hans Clarin nicht einmal entfernt nahe.

Nun mimt Bully den Boandlkramer (den Gevatter Tod, für alle Nichtbayern) in der Vilsmaier-Verfilmung, siehe Teaser. Ich habe jedoch meine Probleme mit dieser Besetzung, denn ich kann den Tod (!) nicht ernstnehmen (!!). Und das ist ja wohl Grundvoraussetzung für den Brandner Kaspar. Mit dem Tod anzustoßen und um sein eigenes Leben zu spielen, ist outrageous, nicht lustig.

Nichts gegen Michael Herbig in Person. Doch man sollte aufpassen: Starke Gewürze verwendet man ja auch nur in kleinen Dosen. Wenn man mich fragt, kann er sich hinter der Kamera besser entfalten, sollte sich mehr auf seine Wurzeln konzentrieren und weniger den Pro7-Comedy-Massengeschmack bedienen. Denn Bully Herbig dürfte noch einige Talente “up the sleeve” haben, die uns noch gewaltig überraschen können. Doch denke ich, dass der Mann mehrere sehr zufriedenstellende Verträge mit dem Entertainment-System haben dürfte und daher eher wenig Interesse, sich in nächster Zeit neu zu erfinden. Schade. Doch ich bin geduldig.

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Romy Schneider von Thilo WydraVeranstaltungstipp: Unser Kollege Thilo Wydra hat ein Buch über Romy Schneider geschrieben (hier bestellen und unterschreiben lassen! Mir ggf. eines mitbesorgen!) und gibt am Sonntag, den 20. April um 11:30 eine Lesung daraus im Arri-Kino, München. Im Anschluß wird Les Choses de la Vie gezeigt.

Auszug aus der Ankündigung:

Viele verschiedene Wahrheiten gibt es über Romy Schneider, die Schauspielerin, die zum deutschen Weltstar wurde und über ihre wohl berühmteste Rolle einmal resigniert sagte: „Sie pappt an mir wie Grießbrei“. Dass Romy Schneider weit mehr war als nur die „Sissi“, steht außer Frage. In Gesprächen mit ihren ehemaligen Kollegen und Weggefährten hat Thilo Wydra sich mit all den unterschiedlichen Wahrheiten und Sichtweisen befasst.
In seiner Biographie “Romy Schneider” erzählt er von Leben, Werk und Wirkung einer Frau, die unter Regiegrößen wie Luchino Visconti, Orson Welles oder Claude Sautet arbeitete, an der Seite von Anthony Perkins, Michel Piccoli, Alain Delon und Yves Montand spielte und nicht zuletzt durch ihr kurzes, intensives Leben zum Mythos wurde.

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Sorry, Mr. Charlton Heston, aber den fiesen Gag hier haben Sie sich selbst zuzuschreiben.

(AnregungHintergrund)

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Der als Darsteller überlebensgroßer Charaktere wie “Ben Hur” oder Moses in “Die 10 Gebote” bekannt gewordene Charlton Heston ist gestern im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills verstorben. Eine offizielle Todesursache wurde von den Behörden nicht veröffentlicht, allerdings litt Heston schon seit einigen Jahren an diversen durch Alzheimer bedingten Beschwerden.

Auch wenn die amerikanische Ikone in den letzten Jahren immer wieder durch öffentliche Aktivitäten als Mitglied der “National Rifle Association” (deren Präsident er für einige Jahre war) negative Schlagzeilen gemacht hat, wird er dennoch als einer der herausragenden Schauspieler des vergangenen Jahrhunderts in Erinnerung bleiben.

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Heute wird William Shatner 77 Jahre alt. Eigentlich wollte ich hier ja nicht jeden Geburtstag begleiten, daher habe ich mich schon gestern auch ziemlich beherrschen müssen, um nicht Gary Oldmans 50sten zu bloggen (jetzt macht er seinem Namen aber alle Ehre, wacka-wacka!), aber Captain Kirk und seine Truppe hat mich in meiner Kindheit schon schwer geprägt. Außerdem macht er jetzt, so finde ich, in seiner Rolle als Anwalt der Bourgeoisie, Denny Crane, bei Boston Legal eine echt gute Figur und ist sich für keinen Gag, der mit seinem Image spielt, zu schade. Auch wenn sich seine Schauspielkünste in engen Grenzen halten mögen: Das ist eine Art von Chuzpe mit einer Schneid, die es nicht oft gibt. Übrigens eine der wenigen guten deutschen Synchronisationen, Boston Legal, so ganz am Rande mal bemerkt. Daher finde ich es auch fair, zu gratulieren.

Also: Happy Birthday, William Shatner, und happy Birthday nachträglich, Gary Oldman! Und jetzt werde ich noch zwei freie Tage genießen, ein paar schöne Fotos machen und in Zukunft nicht jeden Jubilar bloggen (das kann man bequemer haben). Frohe Ostern!

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Heute feiert Carl Reiner seinen 86. Geburtstag.

Carl Reiner ist ein wahres Multitalent: Von seinen schauspielerischen Fähigkeiten konnte sich jeder überzeugen, der ihn als Saul Bloom in Ocean’s Eleven oder den beiden Fortsetzungen gesehen hat. Doch Mr. Reiner steht bereits seit den 40ern vor der Kamera, eine seiner ersten Kinorollen war der Kerl im Tower bei It’s a Mad Mad Mad Mad World (ach, solche Filme werden heute ja leider nicht mehr gemacht…). Auch als Autor hat Mr. Reiner bewiesen, was in ihm steckt, von ihm stammen unter anderem Tote tragen keine Karos und Der Mann mit den zwei Gehirnen.

Auch als Produzent und Regisseur der letzten beiden genannten Filme (und vieler weiterer, aber auch einer Menge TV-Serien) fungierte der Jubilar. Viele Emmys, aber leider keinen Oscar kann Mr. Reiner sein Eigen nennen, nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch die Tatsache, daß Carl Reiner der Vater von Rob Reiner ist (ich sag ja, ein wahres Multitalent).

Rob Reiner (immerhin eine Oscarnominierung), der zuletzt The Bucket List ablieferte, ist durch Filme wie This is Spinal Tap, Stand By Me, The Princess Bride oder auch Harry & Sally bekannt. Es darf also behauptet werden, daß die Reiners eine durchwegs filmbegeisterte Familie mit Einfluß ist.

Ich hoffe, daß Mr. Reiner noch viele Jahre bei bester Gesundheit bleiben wird und noch einen Oscar für sein Lebenswerk entgegennehmen kann. Happy Birthday, Carl Reiner!

(photo by Alan Light)

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Vorgestern abend gab es die Premiere zu Mein Traum oder die Einsamkeit ist nie allein. Tagsüber war ich in einer Apple-Veranstaltung für Fotografen gewesen, nach vier Stunden Fachinformationen auf Profi-Niveau schwirrte mir gewaltig der Kopf. Da freute es mich umso mehr, die fidele Truppe um Roland Reber mal wieder zu Gesicht zu bekommen. Als wir bei den Museum Lichtspielen ankamen – ein total sympathisches Kino, nur so eng, daß ich mich wie ein Thrombus fühle, egal, wo ich mich hinstelle – standen die Premierenbesucher schon vor dem Kino draußen, so voll war es. Regisseur Roland Reber trug eine gelbe Armbinde mit der Aufschrift “Raucher”: Ein nachdenklich stimmendes Statement über den Zustand der Freiheit in unserer Republik. Zum einen darf man eigentlich niemanden zum Passivrauchen zwingen, zum anderen aber kann man die Raucher ja auch nicht einfach wie Hunde vor die Tür jagen. Eine Pattsituation, in meinen Augen treffend kommentiert.

Was dem Vergnügen keinen Abbruch tat. Sogleich wurde ich mit einem Getränk versorgt, und man überreichte man auch höchst feierlich den offiziellen Premieren-Lebkuchen (siehe Bild). Premierenlebkuchen zu Mein TraumWas es damit auf sich hat, ist schnell erklärt: Ein ganzer Kuchen wäre wohl zuviel gewesen für die Premierengäste (da es auch noch Sandwiches geben sollte), irgendwelcher Kram wird zum Staubfänger (und paßt in negativer Weise ja zum Film), also kleine Kuchen, eben Lebkuchen. Individuell bedruckt durch die Konditorei Göttler. Außerdem bejaht ein Leb-Kuchen ja nicht nur von ungefähr das Leben, was der vorliegende Film ja auch zur Gänze tut. Der Vergleich mag holpern, doch die Idee ist großartig. (Und nachdem ich ihn nun verewigt habe, kann ich ihn ja guten Gewissens verspeisen…)

Auf der Party mischten sich Crew und Gäste aller Art: Zusätzlich zu den geladenen Gästen (Saal 1) gab es auch “normale” Besucher, die den Film eben gleich zum Start sehen wollten (Saal 2) und in Folge in die Feier assimiliert wurden. Auch quetschten sich immer wieder andere Zivilisten durch die Engedei des Foyers, um in einem der anderen Säle noch das normale Programm zu erwischen. Produktion und Kamera hatten mit Hilfe der Presseabteilung massenhaft belegte Semmeln vorbereitet, die allesamt lecker, doch teilweise sehr exotisch wirkten (Vollkorn-Butter-Taramas-Gurke – wirklich ausgezeichnet!). Bier und Sekt floß in ordentlicher Menge, und das Rauchverbot sorgte für immer neue Gesprächspartner und soziale Konstellationen, da natürlich immer wieder Leute dringend vor die Türen zogen.

Zu meiner großen Freude drückte man mir die neue Nikon D300 in die Hand, damit ich auch ein paar Fotos machen könne, vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle. An diesem Abend entstanden rund 300 Fotos, vielleicht 20 davon sind von mir. Auf der Webseite des Films wird es bald Bilder von der Premiere geben. Derweil träume ich noch von einer eigenen Spiegelreflexkamera. Ich habe nämlich gestern die Liste der Spezifikationen erhalten, die man erfüllen muß, um von einer der großen Bildagenturen vertreten zu werden: Eine fast fünfstellige Euro-Hürde in puncto Equipment liegt vor mir, also wird es erstmal nichts mit dem erhofften Nebenerwerb durch Fotografie. Hätte ich nicht so eine Scheiße mit (Firmenname in Umfirmierung) erlebt (wie schon öfter versprochen, mehr dazu später), könnte ich jetzt einfach zuschlagen. Da ich aber zur Zeit keinen Profiapparat kaufen kann, mußte gestern eben die Canon PowerShot A560 IS her, damit ich wenigstens nicht immer nur mit dem Handy fotografieren muß.

Ab heute ist die Crew um Roland Reber in Deutschland unterwegs, um den Film unters Volk zu bringen. Zur Kinotour findet man mehr auf der Filmwebseite oder auch in diesem kleinen Blogeintrag. Und das nenne ich gutes Filmmarketing, nah am Kunden!

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