Archiv für die Kategorie: “Kino”

Wie könnte ich Wall•E sehen und nicht darüber schreiben? Ich mach es kurz und so spoilerfrei wie irgend möglich:

Aus den Trailern wissen wir, dass ein kleiner Roboter namens Wall-E nach einer nicht genannten (aber erahnbaren) globalen Katastrophe auf der in Müll erstickenden Erde “aufräumt”, und das seit Jahrhunderten. Einst waren es wohl Heerscharen seiner Art, nun scheint er der einzige zu sein. Zu Besuch aus dem All kommt ein weiterer Roboter, offenbar weit höherentwickelt und damit jünger, Eva. Eva und Wall-E lernen sich kennen und scheinbar auch lieben, bekommen aber Probleme mit den Menschen, die im All auf einem Raumschiff mit dem bezeichnenden Namen Axiom leben. Soweit das, was aus den Trailern herauszulesen ist.

Die Geschichte des Films ähnelt der in den Trailern vermittelten genau, im Film gibt es natürlich noch mehr Lagen, Handlungsstränge und Motivationen, und natürlich zeigen die Trailer nur Ausschnitte. Auch wurden für die Trailer Szenen gerendert, die so nicht oder nur in ähnlicher Form im Film auftauchen (z.B. das Händchenhalten auf der Bank). Dies würde ich nicht als Irreführung interpretieren, sondern als legitime Informationsvorenthaltung zum Zwecke des Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen-lassens-ohne-unnötig-zuviel-zu-verraten.

Man sollte Wall•E genießen, wie man ale Kind E.T. genossen hat. Man sollte nicht hinterfragen, wie all die technischen Wunder funktionieren. (von denen ich 99% für absolut realisierbar halte, wenn auch nicht in diesem Jahrtausend). Man sollte nicht über die seltsame Kommunikation zwischen den Maschinen wundern und andere Kleinigkeiten. Man sollte unbedingt loslassen, sich wieder jung fühlen, am besten an die erste Kindergartenliebe zurückdenken und den ersten Kuss, auf den man so lange gebangt und gehofft hat, und der einen dann völlig aus den Latschen gehauen hat, egal, wie keusch er auch gewesen sein mag, und der damals noch “Kuß” hieß. Man sollte keinen Alkohol konsumieren und keinen Schenkelklopferfilm mit lustigen Sidekicks erwarten. Man sollte seine Kinder mitnehmen, denn dieser Film eignet sich bestens zur Einstimmung junger Geister auf großes Kino, menschliche Gefühle, leichte Gesellschaftskritik und die Liebe. Man sollte sich das Weinen (vor Freude) nicht verkneifen, sofern man nah am Wasser gebaut ist, und in diesem Fall vielleicht Taschentücher mitnehmen. Und, um Himmels Willen, unbedingt die Logik abschalten, sonst kann Wall•E nicht funktionieren.

Die Handlung ist unwichtig, es geht um Mutter Erde und was wir Arschkrampen ihr angetan haben, um Machthunger und Gier, um galoppierenden Kapitalismus (falsch! falsch! falsch!) und um die armen Verlierer, die uns hinterherputzen.

Ich weiß, das klingt total kitschig, ist aber genau so. Wer sich emotional schon nicht auf diesen Blogeintrag einlassen kann, sollte den Film gänzlich meiden, weil er sonst dem restlichen Publikum zur Last fallen wird.

Bild © Disney

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Beyond Hollywood verweist auf 7 Minuten Get Smart, die über iTunes online zu sehen sind. Während noch vor einem Jahr, so der Text, die Verleiher einen für verrückt erklärt hätten, wenn man derart lange Filmausschnitte online bereitzustellen vorgeschlagen hätte, sieht das ganze heute schon anders aus.Doch leider ist die Sache zweischneidig, denn als nicht-amerikanischer iTunes-User schaue ich leider mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Ist das fair? Was hätte ich denn bitteschön mit dem Clip angefangen, was der amerikanische User nicht anfangen könnte? Nichtmal YouTube konnte helfen – bis jetzt.Über iTunes sind manche Inhalte nicht unbedingt weltweit zu sehen, was natürlich nicht-amerikanische User bisweilen stört.

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In einem etwas überraschenden, aber nicht völlig unlogischen Fall von “wir exhumieren eine eigentlich tote Serie” haben Columbia Pictures und Sony Pictures bekanntgegeben, Die Schlümpfe auf die große Leinwand zu bringen. Auch wenn noch keine Details bekannt sind, ist davon auszugehen, dass es sich um einen CGI-Animationsfilm handeln wird. Als Drehbuchautoren wurden David Stern und David Weiss (Shrek 2, Shrek the Third) verpflichtet.

Ich bin nicht völlig überzeugt, dass das unbedingt sein *muss*, aber ich kann mir vorstellen, dass ein solches Projekt funktionieren könnte. Auch wenn die großen Zeiten der Schlümpfe als Kult-Sammelobjekte und Trickfilmstars sicher schon fünfzehn bis zwanzig Jahre vorbei sind, laufen die Serien auf den Kinderkanälen immer noch ununterbrochen und Ältere werden sicher mit gewissen nostalgischen Gefühlen an einen solchen Film herangehen. Es kommt – wie so oft – darauf an, den Spagat zwischen einer flotten, action- und gagreichen Inszenierung a la Shrek und einem, hm, “ehrenvollen” Umgang mit der Materie zu finden. Prophylaktisch drauf freuen muss man sich sicher nicht, aber es könnte wohl schlimmeres auf uns zukommen. (Quelle: IMDb)

Anm. vom Julian: Ich habe hier schonmal eine kleine Meldung dazu gehabt, mit Video. Das ist jetzt allerdings scheinbar nicht mehr online.

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Probieren wir’s mal – ob’s auf Interesse stößt, warte ich mal geduldig ab.

Sieger des Kassen-Wochenendes war eindeutig DreamWorks neuer CGI-Animationsfilm Kung Fu Panda, der mit einem inspirierten voice cast besticht: Jack Black, Dustin Hoffman, Angelina Jolie und Jackie Chan. Die Reviews sprechen von eher harmlosem Spaß, der allerdings stolze 60 Mio. Dollar einspielte.

Erster Geschlagener war Adam Sandler, dessen kritikerseits verhältnismäßig wohlgelittene neue Komödie You don’t mess with the Zohan auf prognostizierte 40 Mio. Dollar kommt.

Auf Rang 3 landet Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull mit 22,8 Mio. $ vor Sex and the City mit 21 Mio. $. Den fünften Platz sichert sich der Liv-Tyler-Horrorfilm The Strangers mit 9,3 Mio. vor dem unverwüstlichen Iron Man mit 7,5 Mio. $.

Die zwei großen Neustarts und die weiterhin gut laufenden Indy und Sex and the City bescheren den US-Kinos ein insgesamt sehr erfreuliches Wochenende mit 30 Prozent Zuwachs im Vergleich zum letzten Jahr. Der Panda dürfte auch in Deutschland, wo DreamWorks CGI-Filme bislang immer gut gelaufen sind, einschlagen, Adam Sandler ist hierzulande wohl eher kein Kassengarant.

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Das Poster zum 22. Fantasy Filmfest erinnert an die großen Klassiker und zugleich an “Matrix” – Das Programm des Fantasy Filmfests umfasste ja schon immer die verschiedensten Stile, Genres und Filmsprachen.Am 12. August startet das 22. Fantasy Filmfest (hat auch eine MySpace-Seite), eine alteingesessene Institution für Genrefans und Cineasten. Doch dieses Jahr ist alles anders: Ab sofort wandert das Festival nicht von München aus in die Diaspora, sondern startet in Berlin. München ist mit Stuttgart die letzte Station.

Ich finde das mehr als schade: Sämtliche Filmbetriebe sind doch sowieso nach Berlin gezogen (TV residiert ja hauptsächlich in Kölle, daher auch das eigenwillige Humorverständnis im deutschen Fernsehen), da war es erfrischend anders, einmal einen “lokalen” Durchstarter zu haben, der eben hier, in der nördlichsten Stadt Italiens, anfängt und sich dann durchs Land arbeitet.

Nun wurde dem Gefallen der Masse mal wieder nachgegeben und schön brav medienmäßig nach Canossa gegangen: Erst Berlin (12.-20.8.) parallel zu Hamburg (wo die Verlagshäuser sitzen) (13.-20.8.), dann Dortmund (20.-27.8.) und Köln (20.-27.8.), vom 27.8. bis 3.9. dann Frankfurt und Nürnberg, und als Schlußlicht vom 3.-10.9. schließlich München und Stuttgart zusammen. Na super.

Ich fand’s besser, als wir noch diejenigen waren, die alle Filme zuerst gesehen hatten – und noch exklusiv darüber schreiben konnten. Also, ich zieh sicher nicht nach Berlin, dafür liebe ich mein München und die Berge viel zu sehr. Keine Chance. Für den Beruf tu ich vieles, aber nicht alles.

Und hier noch die Pressemeldung:

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Mein Beitrag zum Autokino Aschheim von neulich war zufälligerweise recht passend zum heutigen 75. Geburtstag des Autokinos selbst. Nun stellt eine Pressemeldung von Holiday Autos die angeblich 10 schönsten Autokinos der Welt vor (siehe unten), doch aufgrund fehlender Google-Maps (oder -Earth)-Links lässt sich das leider nicht so ohne weiteres nachprüfen. Über BoingBoing fand ich dahingegen diese … interessante Galerie von Bildern diverser Drive-In-Kinos dieses Planeten. (Nachtrag: Auch beim Spiegel gibt es eine Hommage)

Hier also die schönsten zehn Autokinos der Welt, according to Holiday Autos:

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Die Münchner Filmwerkstatt hat im Zusammenschluss mit jungen Filmemachern zum Zwecke der medialen Starthilfe das Kurzfilmfest Munich International auf die Beine gestellt. Diesmal findet das Festival vomn 12. bis 18. Juni im Gloria Palast zu München statt. Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist sehr praktisch: Statt eines Staubfängers einer schicken Statuette gibt’s schlicht und ergreifend das Filmmaterial für das nächste Projekt, gesponsert von Kodak.

Die Filme sind thematisch in Rollen zusammengefasst, die mit griffigen Programmnamen wie “Sweet”, “Bitter” und ähnlichem aufwarten. Die Vorführungen beginnen um 19, 21 und 23 Uhr, die Award Ceremony ist am 18. Juni um 21 Uhr.

Mit am Start ist auch der schon im Vorfeld dank seines Titels zum Kult erhobene Kurzfilm Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloß Kottlitz (IMDb), zu dem es zwar keinen ersten Teil, aber sogar einen Trailer gibt:

Hier noch die Pressemeldung vom Filmfest, mit Links versehen findet Ihr sie hier:

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Ist schon lustig, wenn man sich auch nur kurz mit der Materie befasst, findet man allerorten filmbezogene Webseiten und Projekte verschiedenster Art. Auch weisen Mails auf manche Webseite hin, die man sonst wahrscheinlich nicht so schnell gefunden hätte.

So finden die Filmbefreier, dass Filme nur fürs Kino gemacht werden, was ja auch stimmt. Auch wenn ich so ein BluRay-Heimkino mit Beamer und Sofa wie das meines Nachbarn (oder schon zweier meiner alten Freunde) auch echt geschmeidig finde. Man kann zwischendurch mal verschwinden und dafür den Film anhalten, die Pizza kommt bis an den Platz, die Sitznachbarn sind handverlesen, und das Bier ist angenehm kühl.

Natürlich möchte ich das Kino nicht missen, aber solange es da zugeht wie in der Hühnerhaltung Fischfabrik Sardinenbüchse U-Bahn, hat das Heimkino beste Chancen. Der Düsseldorfer Webseitenbetreiber ist natürlich hauptberuflich mit der Industrie verbandelt, aber das ist ja auch kein Geheimnis. Hey, will mich wer sponsern? Hier bin ich!

Eine Idee hätte ich schon, um das Kino wieder attraktiver zu machen: Wenn ich eine DVD kaufe, dann geht es ja um den Film und nicht den Datenträger. Also könnte der Verleih ja z.B. zerkratzte Original-DVDs kostenlos (oder gegen eine geringe Servicegebühr) ersetzen. Ich möchte mit meinem Geld das lebenslange Abspielrecht für einen Film haben, wie bei mp3s ja auch. Also könnte man z.B. ein Original-Kinoticket auf den Kauf der DVD anrechnen, oder nicht? Wäre logisch und sicherlich ein Anreiz, ins Kino zu gehen.

Mit einem bestechend einfachen Konzept wartet der Blog Film- und Fernsehkritik aus Weimar auf: Hier wird das ganz normale TV-Programm unter die Lupe genommen. Zitate aus bestehenden Filmkritiken bringen die Qualität des jeweiligen Streifens auf den Punkt. Optisch einfach, aber ebenso auf den Punkt ist die Gestaltung des Blogs, Übersicht ist also garantiert.

Ein Hinweis an dieser Stelle: Ich bin nicht sicher, ob die IMDb-Wertung ein guter Gradmesser für die Qualität eines Filmes ist. Um Filme in der IMDb bewerten zu können, muss man a) die IMDb kennen (daran scheitert es bereits für die meisten), b) Fan genug sein, um sich dort auch noch zu registrieren und c) dann noch genug Energie haben, die Filme auf einer Skala von 1-10 zu bepunkten. Der Geek-Anteil jeder Bewertung dürfte also ziemlich hoch sein, auch wenn die US-Öffentlichkeit die IMDb sicher besser kennt als die hiesige. Ich persönlich empfehle Rotten Tomatoes, wo nur Kritiken ausgewertet werden. Dort kommt The Getaway auf 82%, während die IMDb-Wertung laut diesem Blogeintrag bei 7,5 Punkten (ergo 75%) liegt. Es gibt sicher deutlichere Beispiele, so zum Beispiel Driven: 4,2 Punkte vs. 13%, was der Sache schon näher kommt.

Michaels Blog ist noch recht jung, aber ich denke, er hat mit den TV-Tipps zum Tage eine ganz gute Nische für sich entdeckt.

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In der Nacht von Sonntag auf Montag wird MTV seine Movie Awards auch in Deutschland zeigen, also am 2. Juni von 1:30 (Preshow) bis ca. 4:00 (Main Show) Uhr. Nicht ohne Grund nennt Jonah Hill (nominiert für Superbad, der Film mit McLovin) die Awards “die Oscars für Komiker“, da funny, funny stuff nur selten Oscars abräumt.

Im Vorfeld machen schon manche Virals die Runde, so zum Beispiel Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey jr. in einer abgefilmten Besprechung zum Filmstart von Tropic Thunder:

Wer mehr wissen will, sollte den MTV Movies Blog verfolgen.

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