Ich habe mir beim (etwas späten) Angucken (der Aufzeichnung) der Oscarverleihung natürlich so meine Gedanken gemacht:
Red Carpet-Show von Pro7:
Haben die bei Pro7 nicht wenigstens zwei Mikros? Eines wird fest am Gätjen montiert, das andere kann er dem jeweiligen Gast vor die Nase halten. Besonders deutlich traten die Nachteile der Ein-Mikro-Technik beim Grüßen der Baader-Meinhof-Delegation an die schlafende Heimat zu Tage, also schon zu Beginn. Das besserte sich dann langsam, doch besser wäre es mit zwei Mikros. Dann hört man wenigstens zuverlässig alles.
Heidi Klum sieht aus, als hätte man ihr zwei Fleischpflanzerl unter die Backen implantiert (so auch auf diesem aktuellen Plakat , in dem sie einen Schwarm Fische als Rock trägt, ). Ich bin aber auch voreingenommen, weil ich sie nicht besonders mag. Sie sieht süß aus und alles, aber die Augen lächeln nie mit, sie wirkt trotz aller Schönheit kalt und abweisend. Auch ist sie unhöflich, wenn sie das Interview einfach so verlässt, trotz allem Starrummel.
Bullys Anwesenheit war eine echte, nette Überraschung. Man sieht ihn allerdings dann nicht mehr, was ich verstehen kann, weil er ja bei den Oscars, zumindest dieses Jahr, wenn überhaupt, nur Zuschuer ist. Den Rest des Eintrages lesen »
Auch wenn sich das rote Zitat im Artikel relativiert, hat die Kombination der beiden oberen Zeilen auf den ersten Blick dann doch eine völlig andere Bedeutung. Aus der täglichen Rundmail von Spiegel Online:
Im Artikel wird erklärt, wieso die “sechs” deutschen Filme, die im Rennen um einen Oscar stehen, auf extrem harte Konkurrenz treffen werden. Ach was, “harte Konkurrenz” bei den Oscars? Für unsere tollen deutschen Filme? Nicht doch. Der Rest der Welt dreht ja auch nicht unbedingt schlechte Filme, was ja hinlänglich bekannt sein dürfte.
Viel interessanter finde ich jedoch die Tatsache, dass in solchen Fällen plötzlich jeder Coproduktions-Credit einen Film zu einem deutschen Film macht, oder gar Österreich zu diesem Zwecke quasi wieder annektiert wird. Was ist überhaupt ein deutscher Film?
Die Oscars rollen an (bei uns auf Pro7), die Tweets, den ich seit ca. einer Woche regelmäßig “followe”, sind voll von Artikeln zum Thema. Die Fine Brothers (siehe dieser Post) spoilen in diesem Video alle Best Picture-Gewinner … ever. Sehr nett.
Auch leicht geeky, aber nicht uninteressant, sind diese fünf Filmhelden, die erst durch das mehr oder weniger bewusste Nichtstun den Tag retten.
Wie so oder ähnlich erwartet, führen Benjamin Button, Slumdog Millionaire, Frost/Nixon, Milk und The Reader die diesjährigen Oscarnominierungen an. Hier die Nominierungen bei oscars.org und ein Info-Artikel der IMDb. Meine eigenen Einschätzungen später, ich hab’s gerade eilig… Ist ja noch Zeit bis zur Verleihung!
Heute nacht wurden die Golden Globes vergeben, also die Filmpreise der in Hollywood ansässigen Auslandspresse. Große Abräumer waren der wirklich unheimlich gelungene Slumdog Millionaire, Kate Winslet und Steven Spielberg, der für sein Lebenswerk (mal wieder) geehrt wurde. Der Baader Meinhof Komplex ging leer aus.
Unter den Kollegen gilt Slumdog Millionaire als großer Oscar-Favorit (ich teile diese Meinung), daher hier die beiden Trailer:
Dass Marcel Reich-Ranicki bei der gestrigen Aufzeichnung den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk abgelehnt hat, ging ja heute ganztags durch die Medien. Nach der editierten Ausstrahlung heute Abend (ZDF) findet sich der entsprechende Abschnitt der Show natürlich auch bei YouTube:
Ich möchte meiner Aussage vorausschicken: Ich bin leider bei den Klassikern und ihren Interpretationen nicht belesen genug, um auch nur ansatzweise mit Reich-Ranicki argumentieren zu können. Auch habe ich den Deutschen Fernsehpreis nicht angeschaut, weil er mich schlichtweg nicht interessiert. Und ich bin mir sehr wohl der Tatsache bewusst, dass ich hier populistisch in die Kerbe zu hauen scheine, die Herr Reich-Ranicki freundlicherweise hinterlassen hat.
Die Amerikaner scheinen den Termin der Oscarnacht zu wechseln wie andere Leute die Unterwäsche: Nun soll die nächste Verleihung doch wieder im März stattfinden. Grund sei diesmal die Umstellung auf Digital-TV.
Mal ehrlich: Wenn Du eine Wortschöpfung ins Leben rufen würdest, die Furore macht, wärest Du dann stolz darauf zu sehen, wenn Deine Wortschöpfung die Runde macht? Oder wärest Du ein Korinthenkacker, der daran festhält, dass niemand außer Dir selbst dieses Wort verwenden dürfte, zumindest nicht in anderer als ursprünglich geachter Form? Na eben. Kein Mensch empfindet sich selbst als Korinthenkacker, und das ist auch vernünftig so.
Und mehr oder weniger coole Wortschöpfungen wie “unkaputtbar” streifen seither ahnungsvoll das Land den Sprachraum.
Ich wette, Margaret Herrick würde im Grabe rotieren, nebst ihrem sagenumwobenen Onkel, wenn sie wüßte, was für ein kindisches Theater die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wegen des Wörtchens “Oscar” veranstaltet. Sie hätten dafür den Schrebergärtner-Os&%$ verdient.
So, bin wieder da nach zwei echt heißen Abenden in Dortmund: Erst ein Kennenlernen in einer Kneipe, am nächsten Tag dann eine Hochzeit, die sich sehen lassen konnte. Heute wieder heimgeschunkelt im sardinenbüchsenvollen ICE, und nun nur diese kleine Meldung, bevor ich mich wieder Spanien vs. Italien zuwende und wahrscheinlich davor einschlafe.
Laut dieser Nachricht von Studio Briefing gibt es neue Regeln für das Nominieren von Filmen für den Auslands-Oscar. Da Auslandsfilme üblicherweise nicht zuerst in den USA anlaufen, konnte es bisher passieren, dass Durchstarter aus fernen Landen (die z.B. bei irgendeinem Filmfestival abräumen) bei den Oscar-Nominierungen unberücksichtigt bleiben. Daher kann ab sofort ein Kommittee der Academy drei Filme zu den fünf ohnehin vorgeschlagenen hinzufügen, aus diesen 8 Titeln legt ein weiteres Kommittee dann die endgültigen fünf Oscarnominierten Filme fest, über die die Mitglieder der Academy dann abstimmen können.
Des weiteren sollen auch nicht mehr mehr als zwei Songs aus einem Film gegeneinander antreten können wie zuletzt, um eine Zerstreuung der Stimmen zu verhindern. (hey, ist das nicht ein bißchen ungerecht?)
In der Nacht von Sonntag auf Montag wird MTV seine Movie Awards auch in Deutschland zeigen, also am 2. Juni von 1:30 (Preshow) bis ca. 4:00 (Main Show) Uhr. Nicht ohne Grund nennt Jonah Hill (nominiert für Superbad, der Film mit McLovin) die Awards “die Oscars für Komiker“, da funny, funny stuff nur selten Oscars abräumt.
Im Vorfeld machen schon manche Virals die Runde, so zum Beispiel Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey jr. in einer abgefilmten Besprechung zum Filmstart von Tropic Thunder: