Archiv für die Kategorie: “Film”

In Chile rechnet Neruda mit den Behörden ab, in den USA wird die Polizei immer militaristischer, in Virginia belasten die Rassengesetze eine Mischehe, in einem Schweizer Sanatorium bekommt ein Finanzjongleur es mit dem Problem des Kontrollverlustes zu tun, in Europa muss sich die Demokratie gegen den Lobbyismus und die USA wehren, in Norddeutschland geht es um Integration und Hexerei, in Australien sucht ein Adoptivsohn seine indische Heimt, in Chicago praktiziert ein Hund die Seelenwanderung, in Boston erlebt ein redlicher Polizist das Attentat aus nächster Nähe und in Deutschland verheddert sich ein Kritiker im Kino der Hitlerzeit. Im Fernsehen gab es einen Lebenslinien-Beitrag zum Thema Fettleibigkeit

Kino
NERUDA
Rache des Dichters als Worttäter am Staat als Gewalttäter – mit einem Schuss Satire.

DO NOT RESIST – POLICE 3.0
Ein Thema, was sicher auch Neruda interessiert hätte.

LOVING
Traumhaft schön erzählte amerikanische Liebes- und Rechtsemanzipationsgeschichte.

A CURE FOR WELLNESS
Wenn der Zauberberg zum Spukschloss wird und die Kur darin besteht, in ihr glücklich zu sein.

EUROPA: EIN KONTINENT ALS BEUTE
Ein erfrischender Aufguss Demokratiedenke.

BIBI & TINA: TOHUWABOHU TOTAL
Die kecke, quirlige norddeutsche Antwort auf die behäbigen Hartmanns aus Bayern.

LION
Die abenteuerliche Geschichte eines verlorenen indischen Knaben, der in Australien aufwächst und sein Zuhause per Google-Earth sucht.

BAILEY – EIN FREUND FÜRS LEBEN
Hochzeitsfilm auf dem Umweg eines Hundeseelenwanderungsfilmes.

BOSTON
Das Knie des amerikanischen Helden und die Drohnenaufnahmen von Boston sind der Hingucker – Mutmacherfilm nach einem Attentat.

HITLERS HOLLYWOOD
Ein Kritiker als Filmemacher zeigt, wie man im Wust von Tausend Jahren die Orientierung verlieren und sich verlaufen kann, wenn man alle Filme gesehen haben möchte.

TV
LEBENSLINIEN: MEINE FETTEN JAHRE SIND VORBEI
Für das Leben sind über 300 Kilo zu viel, für die Klamauk-Show zu wenig.

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Selbst kleine Demos werden bei uns ab und an von martialisch ausgerüsteten Polizeitrupps eskortiert und die Diskussion über den Einsatz des Militärs im Inneren flammt in Deutschland regelmäßig auf, besonders gerne mit dem Argumente des Schutzes vor Terrorismus.

Zum Thema Militarisierung der Polizei in den USA hat Craig Atkinson diese Dokumentation erstellt. Vieles dreht sich um die Gewalteskalation nach der Erschießung des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson durch einen Polizisten. Wie die Polizei den Unmut der Massen zu zügeln versucht. Wie sie nicht stehenbleiben dürfen, wie es eine Ausgangssperre gibt, wie die Massen sie nicht einhalten. Gespräche, heftige Diskussionen.

Atkinson konnte eine SWAT-Einheit bei ihren vielfältigen Aktivitäten, Ausbildung, militärischem Training, Vorbereitungen zu Hausdurchsuchungen und den Einsätzen selbst begleiten. Ein professioneller Coach motiviert die Polizisten, dass sie helfen würden die Welt besser zu machen, mit gerechter Gewalt gegen Gewalt vorzugehen, „we ar at war“, und dieser Coach hat zum Schluss eine gute und eine schlechte Nachricht: der Wolf stünde vor der Tür, aber ihre Jobs seien deshalb sicher.

Der Wolf, das ist der Terrorismus, der als Vorwand dient, diese Einheiten immer militärischer zu drillen, auszurüsten und immer häufiger auch für brutale Hausdurchsuchungen einzusetzen. Zu diesem Zwecke werden Milliarden aufgewendet mit fraglichem Resultat und der einzigen Gewissheit, dass die eh hochverschuldeten USA sich noch höher verschulden.

Dazu gibt es das Programm 1033, das ausrangierte Militärpanzer (Bearcat und MRAP) an Polizeidienststellen verschenkt, wobei selbst der Begriff „gebraucht“ in einem Hearing glaubwürdig in Frage gestellt wird.

Dieses Programm führt zu grotesken Auswüchsen. In Ortschaften mit wenigen zehntausend Einwohnern, ohne einen einzigen Mord in Jahren, schon gar keinem terroristischen Anschlag, stehen plötzlich zwei solcher schwer bedienbaren Panzerfahrzeuge wie im Krieg und es gibt nur einen einzigen Polizisten.

Das Thema wird in Hearings, im Ortsrat, in Ausschüssen besprochen. Wobei die Diskussionskultur zivilisiert verläuft. Im Rahmen des Antiterrorkrieges werden Milliarden in die Polizei investiert, aber das ist schlecht kontrolliert, zeigen andere Szenen.

Es wird diskutiert, was denn noch an Überwachung kommen solle: Polizeifahrzeuge, die ständig die Straßen nach Nummernschildern und Gesichtern scannen, Computer, die aufgrund solcher Daten selbständig die Chance ausrechnen, ob so jemand bald ein Verbrechen begeht oder gar, ob ein noch nicht geborenes Kind überhaupt das 18. Lebensjahr erreichen wird, ohne ermordet zu werden.

Auch die Möglichkeiten der Überwachung mittels Flugaufnahmen von Objekten, ganzen Straßenzügen, von Ortschaften sind enorm. Obama kommt bei einem Gefängnisbesuch zu Wort: dass diese Jugendlichen keine anderen Straftaten begangen hätten als andere, er selbst auch, aber dass ihr Background zu schlecht sei, sie vor Strafen zu bewahren. Und über allem das grunsätzliche Problem, dass der Fortschritt der Technologie immer wieder mit den Grundrechten in Konflikt gerät.

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Hochzeitsfilm auf dem Umweg über einen Hundeseelenwanderungsfilm.

Regisseur Lasse Hallström hat bis jetzt recht schöne Filme gemacht: Madame Mallory und der Duft von Curry und Lachsfischen im Jemen.

Hier verschafft er mir mit dem Drehbuch von W. Bruce Cameron + 4 nach Camerons eigenem Roman Stirnrunzeln mit diesem nicht so recht lustigen Abgleiten ins Hündisch-Sentimentale und der damit vorgeblichen Illustrierung des Satzes vom Tag, den es zu pflücken gelte, carpe diem, sowie, dass das Leben alleine nicht gut sei, dass wenn schon sonst kein Freund sich findet, wenigstens ein Hund zum Sinn des Lebens beitragen soll.

Nicht anders ergeht es den Hunden, aus deren Perspektive der Film erzählt wird. Dieser unterteilt sich in Episoden, und immer erkennen die Hunde, wenn sie wenigstens ein Herrchen oder ein Frauchen finden, so ist der Sinn des Lebens auch da.

Der Film zielt auf die Niedlichkeit der Hundeperspektive ab, auf die Geruchsempfindungen, dass Menschen anders riechen, wenn die Hormone anfangen zwischen ihnen zu spielen.

Die erste und ausführlichste Episode, das erste Hundeleben dieses Filmes, das von Bailey, fängt 1961 an, die Kubakrise wird einmal erwähnt. Bub Ethan darf den Retriever haben; sie werden Freunde und sind es noch, wenn Ethan ein junger Mann und Quarterback und bald Student ist. Bailey heißt sein Hund und wenn Hannah in der Nähe vo Ethan ist, riecht sie nach Keksen.

Diese Episode des Filmes ist so gemacht, als sei sie im Spießigmief der 50er Jahre steckengeblieben und auch für ein Publikum von damals gedacht. Um den Episoden des Filmes nach vier Hundegenerationen eine Klammer zu geben, trennen sich die Wege von Ethan und Hannah am Schluss dieser ersten Geschichte.

Dann gibt es einige Lichteffekte, wie aus unscharfem Sehen und der nächste Hunde wundert sich über die Welt, in die er hineingeboren ist; er ist ein Wolfshund, der feststellt, dass er eine Hündin ist und ein Polizeihund dazu, der Gutes tut. Der nächste Hund erlebt Liebe, Heirat und Kinder eines Studentepaares und der letzte ist erst bei Freaks untergebracht, bis er sich auf den Weg macht, die Klammer zur ersten Episode zu schließen.

Die Texte sind oft die Gedanken der Hunde. Die deutsche Synchro ist ph-neutral. Die Musik ist übersättigt von Dauersüßmittelersatz.

Alejandro G. Inarritu hatte 2000 mit „Amores perros“, einem mexikanischen Hundeepisodenfilm, auf sich aufmerksam gemacht. Der hatte Hündisches (am Menschen) scharfsichtig herausgearbeitet. Hier dominiert die Niedlichsicht.

Es gibt menschliche Ereignisse, die nicht nur nett sind: der Vater von Ethan bricht aus dem sozialen Zusammenhang heraus, wird Trinker. Der Hund vom Polizisten muss ein Mädchen vor einem Entführer retten und der Buddi am Schluss erlebt einen einsamen Winter in einem verlotterten Garten. Am Schluss der ersten Phase meint Hannah zu Ethan, der sich ein Bein kaputt gemacht hat: „Hör auf, in Selbstmitleid zu versinken“.

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Ein Geier im Sanatorium.

In der Dokumentation über den Soziologen Jean Ziegler (ab 23. März im Kino) kommt der Begriff der Geierfonds vor. Das sind Finanzinstrumente, die aus Geldgier Hunger in armen Ländern erzeugen. Von so einem Geier, einem Finanzakrobaten oder -talent handelt dieser Film von Gore Verbinski, zu dem er mit Justin Haythe auch das Drehbuch geschrieben hat.

Das junge Finanzgenie aus New York heißt Lockhart (Dane DeHaan). Er ist ein helles Bürschchen. Tag und Nacht nur mit Finanzjonglagen beschäftigt. Er ist süchtig und krank. Er muss alles im Blick und im Griff haben.

Lockhart arbeitet in New York hinter einer dieser Hochhausfassaden, wie sie symbolträchtig immer wieder gerne für Wallstreet und Lehmann und Co. in Filmen gezeigt werden. Akut ist die Aktie des Unternehmens im Sturzflug. Diesen kann nur Mr. Pembrock noch aufhalten. Der steckt gerade in einer Kur in einem Schweizer Sanatorium. Der einzige Mitarbeiter, der ihn da rauslotsen könnte, weil er einen gewissen Zugang zu ihm hat, ist Bill Morris. Der stirbt dummerweise gleich zu Beginn des Filmes an einem Herzinfarkt, wie er ihn sich sich redlich verdient hat.

Bleibt Lockhart. Schon sitzt er in der rhäthischen Bahn, die sich die Berge hochschraubt, wird von einem Chauffeur über Haarnadel-Bergkurven immer höher hinaufgefahren bis zu einem Schloss, das vor einem Matterhornberg thront, als stünde es am Beginn einer Disneygeschichte.

Für den Rest des Filmes wird Verbinskis Film sich daran ergötzen, wie Lockhart die für einen Finanzjongleur giftigste aller Erfahrungen macht, die des Kontrollverlustes und zwar in einem erstklassigen, allerdings in keinerlei Hinsicht innovativen, kafkaesk grundierten und mit stilsicherer Ironie appretierten Gruselschocker. Allerdings nicht Swiss-made, sondern USA/D-made.

Das Sanatorium ist mehr ein Spukschloss („Hier ist schreckliche Finsternis“). Es hat eine düstere Geschichte. Die geht weit zurück. Die Familie von Reichmerl waren die Herrscher. Sie haben die Bauern vom Tal für dunkle Experiemente benutzt.

Zum Problem für Lockhart wird, dass er bis zuletzt glaubt, er sei nur Gast und dass es schwer für ihn ist, an Pembrock ranzukommen. Dann gibt es keinen Handyempfang im Schloss. Für einen Finanzjongleur ist das wie Ganzkörpergips. Einen Gips wird er auch bald tragen, nach einen Unfall. Den Ganzkörpergips in einem Sanatorium gab es kürzlich am Schwarzen Meer in Scarred Hearts – Vernarbte Herzen.

So lernt er den Leiter des Sanatoriums kennen, Heinrich Volmer (Jason Isaacs), einen Arzt mit direktem Ton und in der Typologie näher einem Fuhrhalter als einem Feingeist, aber sicher nicht dumm.

Ein weiteres Problem ist, dass die Patienten sehr zufrieden sind. Sie kommen aus den größten Konzernen weltweit. Eine neu ankommende Patientin ist eine Abramovich. Die Sanatoriumsdirektion fährt Bentley.

Es gibt eine ungewöhliche Patientin, das ist Hannah (Mia Goth). Sie wird später zur Erläuterung der These beitragen, dass einzig die Liebe es ist, die befreien kann.

Ansonsten steigern sich mit jeder Entdeckung, die Lockhart macht, er ist ja nicht auf den Kopf gefallen, die Risikosituationen, die bei den gegen Ende hin sich mehrenden Höhepunkten sich gelegentlich in pure Horrorästhetik und -symbolik auflösen; dazu womöglich einen Straußwalzer.

Was wir lernen: die Sanatoriumswelt kann genau so die Hölle sein und verlogen und kriminell dazu wie die Finanzwelt. Aber es gibt Menschen mit reinen Träumen, wie die Mutter von Lockhart, die Ballerinafigürchen, die ihren Traum leben, für Musikuhren herstellt. Wildwestspelunke in den Schweizer Bergen: das Gasthaus Hirschkrone.

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„Über 1000 Spielfilme wurden in den Jahren 1933 – 1945 in Deutschland hergestellt“, so ist es nachzulesen im Presseheft zu Rüdiger Suchslands zweitem Dokumentarfilm, der sich mit dem deutschen Kino befasst. (Der erste beschäftigte sich mit dem Kino der Weimarer Zeit: Von Caligari zu Hitler).

Wie viele von den über 1000 Filmen aus der Nazi-Zeit noch existieren und wie viele davon Suchsland gesichtet hat, verrät er uns nicht; er versucht aber den Eindruck zu erwecken, er habe alle gesehen, indem er Kracauer zitiert „Alle Filme zu sehen, heißt auch einen Kontrollgang durch seine eigene Vergangenheit machen“. Jedenfalls war Suchsland dieser Kontrollgang nicht Stoff genug, er hat auch noch jede Menge tönende Wochenschauen und anderes Archivmaterial beigezogen, außerdem zitiert er Kracauer, der ihm schon Wegweiser für den ersten Film war, sowie Hannah Arendt und Susan Sontag.

Er gibt im Presseheft zu verstehen, dass er „sehr wenig gewusst“ hat über diese Zeit. So wirkt denn auch der Film in seiner fernsehasthmatischen Kurzschnibbeligkeit nach der Methode Heu- oder Mistgabel: Suchsland hat in den endlosen Archiven und Filmen gewühlt, verwechselt die Archive mit einem Wühltisch, stößt mit der Gabel rein, spießt auf, wirft in die Luft und ein paar Brocken bleiben hängen. Diese werden nach einem zu vermutenden Beliebigkeitsprinzip dem losen Faden der Chronologie nach aneinandergeschnitten.

Da es jetzt Tonfilme sind, muss Quasselstrippe Suchsland immerhin ab und an eine Pause in seinem schier endlosen Monolog einlegen, damit der Zuschauer wenigstens ein paar Dialoge aus Szenenausschnitten verstehen kann.

Dass seine Recherche nicht allzu sorgfältig gewesen sein dürfte, ist im Abspann schon daran ersichtlich, dass er Wolfgang Liebeneiner, den er zwar im Film zitiert und von dem er auch Filmausschnitte und ein Bild bringt, nicht mehr erwähnt, obwohl der nur schon als Regisseur zwischen 1937 und 1984 eine nahtlos ununterbrochene Biographie in Deutschland aufweist, nachzulesen bei IMDb, ein Phänomen, zu schweigen von seiner Wichtigkeit hinter den Kulissen, als Leiter der Fachschaft Film in der Reichsfilmkammer (Wolfgang Liebeneiner).

Neugierig haben mich Ausschnitte auf manche Filme gemacht, Paracelsus von Georg Wilhelm Papst und vor allem der geschmähte Propagandafilm Kolberg von Veit Harlan (bei dem übrigens auch Wolfgang Liebeneiner als „uncredited“ Regisseur bei IMDb vermerkt ist!), der in der letzten Kriegsagonie aufwändig gedreht wurde und der normalerweise nur bei betreuten Veranstaltungen gezeigt werden darf.

Suchsland behauptet, er möchte herausfinden, was das Kino wisse, war wir nicht wissen, aber irgendwie entgleitet ihm dieses Ziele augenblicks vor lauter Fülle und chaotischer Präsentation und seinen zum Teil doch recht hemdsärmeligen Kommentaren.

Kaum Ahnung von einem Gebiet haben und es in seiner Gesamheit präsentieren zu wollen, ist vielleicht doch etwas zu ambitioniert. Wobei es ein Desiderat wäre, wenn Fachleute, die den Überblick und Einblick haben, dieses Gebiet systematisch erfassen und vorstellen würden, so dass auch der gemeine Zuschauer es sich in großen Zügen merken kann, unterteilt in Kapitel oder Kategorien oder Szenenvergleiche und versehen mit einem klaren Postulat der Herangehensweise; allerdings sichert sich Suchsland im Presseheft gegen solche Einwände halbseiden ab, in dem er schreibt „Ich wollte meine Fragen, manchmal auch meine Unsicherheit und mein Unbehagen mit den Zuschauern teilen. Darum sollte es kein didaktischer Film im schlechten Sinne werden, der so tut, als wüsste ich auf alles eine Antwort. Aber es sollte ein Film sein, der den Zuschauern etwas zutraut: Klugheit und selbständiges Denken und der neugierig macht, sich mit diesen Filmen noch einmal neu zu beschäftigen.“

Nun ist Suchslands Film allerdings nicht mal ein guter didaktischer Film und zum selber Denken kommt der Zuschauer schon gar nicht vor Suchslands Plapperejakulat; so bleibt einzig das Teilen von Unbehagen, Unbehagen an einem schwachen Film. Und warum verwendet Suchsland in diesem Film, der sich rein um deutsche Filmkultur dreht, den Begriff Court-Room-Drama, wobei er doch genauso gut hätte Gerichtsdrama sagen können?

Warum hat sich Suchsland nicht der dramaturgischen Mitarbeit oder der Beratung von ausgewiesenen Fachleuten auf diesem Gebiet versichert? Dann könnte man allenfalls von einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichem Gebührenzwangsgeld reden.

Rote Karte des Zwangsgebührenzahler für die Redakteure von ZDF und arte, die dieses Schnellschnell-kursorisch-Blabla-Werk auf seine Kosten finanziert haben.

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Vom Biopic zum Revengemovie.

Das Team Pablo Larraín (Regie) und Guillermo Calderón (Drehbuch) sind engagierte chilenische Filmemacher, das haben sie vor kurzem mit El Club bewiesen, in dem es um Missbrauch in der Kirche aus einer ungewöhnlichen Perspektive ging.

Auch den berühmten Dichter Pablo Neruda schildern sie aus außergewöhnlicher Sicht. Er war Senator unter dem von ihm selbst geförderten und 1946 gewählten Präsidenten Valdez. Wie dieser aus Proamerikanismus die Kommunistenhetze einführt, werden die beiden Gegner. Nur die parlamentarische Immunität schützt Neruda vor Verhaftung.

Diese Ausgangslage, wie Valdez und andere Senatoren aneinandergeraten, schildern die Filmemacher in einer turbulenten Pissoir-Szene im vielleicht protzigsten und größten Herren-Pinkelraum, der je zu sehen ward in einem Film.

Die Verfolgung durch den Staat und das Thema des Sich-Ergebens, Untertauchens oder des Fliehens ins Ausland, behandelt der Film im folgenden als eine Fantasie nach einem Buch („Der Gefallene Engel“) von Neruda (Luis Gnecco), der sich als staatlichen Verfolger einen Zivilpolizisten voller Minderwertigkeitsgefühle und mit zwei verschieden starken Augen imaginiert: Óscar Peluchonneau (Gael Garcia Bernal).

Óscar ist nicht ganz ohne Feeling für die Literatur. Das ist entscheidend. Die Auseinandersetzung ist die, was stärker ist, die rohe Staatsgewalt, wie Valdez und später Pinochet sie grausam ausüben, oder die Poesie, die Worte der Dichter. Klar, wo Neruda den Vorteil sieht.

Dieser Peluchonneau wird von der Staatsspitze persönlich beauftragt, Nerudas habhaft zu werden. Er ist stets perfekt angezogen, versucht den überzeugenden Blick aufzusetzen und Nerdua, der Dichter, der Autor, lässt ihn über Dichtung und den Dichter philosophieren, was nicht der Komik entbehrt. Er schwankt zwischen Berufsstolz und Dichterverehrung.

Neruda, der ihm immer einen Schritt voraus ist, hinterlässt Peluchonneau gerne in einem Auto oder auf einem Schreibtisch oder auf einer Schreibmaschine eines seiner Werke, will ihn so an die Literatur heranführen.

Ein Stück weit könnte es aber auch ein Revenge-Movie sein für die von der Staatgewalt erlittene Unbill. Wobei man sich fragt, ob Neruda es wirklich nötig hat, diesen Verfolger als so eitles, eingebildetes, minderwertigkeitskomplexbeladenes, stutzerhaftes Bürschen zu zeichnen, das macht doch auch Neruda ein bisschen klein („yo, el secco; „ich jagte den Adler, doch ich kann nicht fliegen“, so hinkt er der Poesie hinterher).

Der Film fängt als Literaten-Biopic an und entschwebt zusehends in die Verfolgungsbewältigungsfantasie des Dichters, wird ein Litertur-Revenge-Stück, das zum Count-Down in eine menschenverlassene, schneebedeckte Gebirgslandschaft führt, wie im Wilden Westen – und Schüsse werden auch abgegeben.

Es gibt komische Szenen, wie die Grundkonstellation „Literat erfindet seinen Verfolgercop“ sowieso der Komik nicht entbehrt, wenn Neruda bei einer Faschingsveranstaltung von Intellektuellen und Künstlern, also der linken Szene, als Lawrence of Arabia verkleidet eigene Poesie vorliest.

Lebenslustig war Neruda, noch vom Untertauch-Versteck heraus macht er ganz ungeniert Besuche in Freudenhäusern mit Unterhaltung durch einen Travestie-Künstler. Überhaupt bricht er gerne aus den Verstecken aus.

Ob die Filmemacher wirklich von der Macht des Dichterwortes überzeugt sind, wage ich zu bezweifeln, sonst hätten sie Neruda nicht so kleinkariert dargestellt; dass er sich so über die Staatsmacht lustig machen muss. Mir scheint, dass die Filmemacher sich nicht so ganz sicher sind, wenn nicht gar pessimistisch, ob des Dichters Wort gegen die rohe Staatsgewalt etwas ausrichten kann. Das ist der Gedankenimpuls oder die Frage, mit der ich das Kino verlassen habe.

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Dieser Film von Garth Davis nach dem Drehbuch von Luke Davies trägt einen in seiner epischen Erzählweise und wie auf Luftkissen auf einer schönen Klangwolke vom Westen Indiens um 1986 über 1800 Kilometer nach Kalkutta und von da über die Ozeane bis Australien, um dann den Weg wieder in den Ort der Kindheit unseres Protagonisten Saroo zu finden.

Eine emotional anrührende Verlorene-Sohn-Geschichte, die auf einer wahren Geschichte beruht. Der Film ist halb ein Film mit Saroo als lockköpfigem Buben und halb ein Film mit Saroo als jungem Australier (Dev Patel).

Es ist eine Geschichte des Verlustes von Zuhause und Familie, einer Reise ins Ungewisse, einer Reise vom hindischen Sprachgebiet Indiens ins Bengalische, einer Reise von ganz einfachen Verhältnisse ins Elend in Kalkutta bis hin zur ordentlich-bürgerlich-weißen Existenz in Australien.

Der Subkontinent ist ein Reservoir an großartigen Kinderdarstellern. Das hatte vor Jahren auch Dev Patel bewiesen, als er für Slumdog Millionär entdeckt und gleich berühmt wurde. Diese Geschichte nimmt vielleicht eine etwas bürgerlichere Wendung, Saroo lernt in Australien Hotelmanagement, hat eine Freundin, Lucy (Rooney Mara).

Bei einer Studentenfete gibt es das Gericht Jaleb. Er kennt es aus seiner frühen, verlorenen, verschollenen Kindheit. Die Gerüche und auch der Anblick wecken in ihm verdrängte Erinnerungen. Von da macht er sich auf die Suche nach seiner Heimat. Denn deren Verlust war abenteuerlich.

Seine Mutter arbeitete in einem Steinbruch. Tagelang sind die drei Kinder, sein älterer Bruder und eine Schwester auf sich angewiesen. Sie wollen selbst etwas Geld verdienen. Saroo bettelt, dass Guddu ihn mitnehme. Todmüde legt er sich auf eine Bank, während Guddu sich am Bahnhof umsehen will.

Es folgt eine Phase, in der der Film in anrührenden Bildern die Einsamkeit des verlorenen Buben Saroo schildert. Er ruft nach dem Bruder. Er ist allein, nächtens auf einem verlassenen Bahnhof. Irgendwann legt er sich in einen leeren Zug. Der fährt plötzlich ab. Er kann nicht raus. Strandet in Kalkutta. Hier versteht er nicht einmal die Sprache. Landet auf der Straße. Entkommt mit Schnelligkeit und sicherem Instinkt Kinderjägern und anderen dubiosen Figuren, bis er schließlich im Waisenhaus landet. Eine fürsorgliche Mitarbeiterin vermittelt den Buben an die australische Familie.

In Australien fängt er, nachdem ihm Kindheitserinnerungen aufstoßen, an, auf Google-Earth nach der Bahnstation zu suchen, an die er sich vage erinnert. Bis er fündig wird.

Garth Davis erzählt die Geschichte eins zu eins nach, ohne Dinge zu hinterfragen, protokollhaft und emotional.

Der Film selbst versteht sich als Engagement für Straßenkinder in Indien. 80`000 davon soll es geben. Mindestens eines davon hat Glück gehabt.

Der Film bleibt ganz bei Saroo, er verfolgt nicht, was parallel in Indien mit seiner Familie passiert, welche Entwicklungen dort vor sich gehen. Saroo wusst sogar den Ortsnamen seiner Herkunft, allerdings hat er ihn als Knabe missverständlich ausgesprochen, so dass auch die Behörden in Kalkutta, die nach seiner Familie mit Bild in allen Zeitungen gesucht haben, nicht weiter helfen konnten.

Schmalspurgeschichte, die sich ganz auf den Protagonisten konzentriert, ein reeller Protokollant seiner Erinnerungen ohne kritische Zutaten; ein Schicksals-Movie. Ein Individual-Geschichten-Movie als Zugpferd für eine soziale Aktion für Menschen mit ähnlichem Schicksal.

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Solche Filme gehören zur Demokratiehygiene
und man sollte sie sich regelmäßig anschauen.

In dieser essayistisch-künstlerischen Dokumentation von Christoph Schuch und Reiner Krausz wirkt diese Demokratiehygiene wie eine entspannende Kopfmassage und lockert das Demokratiegespür.

Die beiden Filmemacher haben sich Statements zu Europa ausgesucht aus durchgehenden Interiews mit einem Europa-Parlamentarier, einem Wirtschaftsfachmann und einem relaxten Schweizer Historiker.

Es geht um den Brain-Drain und die Lost-Generation in Griechenland, Spanien, Portugal durch die Krisenbehandlungsmethoden, es geht um den Kampf der Brüsseler Politiker mit den Lobbyisten (30 Lobbyisten auf einen Parlamentarier in Brüssel) und kaum verständliche, lobbyverseuchte Gesetzestexte, es geht um die Vorherrschaft Amerikas über Eurasien, dass es ein Interesse an Spaltung hat, es geht um den Einfluss der Finanzwirtschaft auf die Gesetze, um das kastrierte EU-Parlament, um TTIP, um teure Public-Private-Partnerships, um das viele Geld, das ständig nach neuen Investitionen sucht, um die Angst als Politikfaktor und die steigende Nervosität der Politiker.

Es geht um funktionierende Freiheit als Bedrohung für die Mächtigen, um die Überwachung als moderner Ersatzreligion (Amerika sieht alles) und der daraus folgenden Schere im Kopf, um Widerstand, gescheiterte Europa-Politik und Krisengewinnler (die Reichen) und Krisenverlierer (die Armen), um sich ausbreitende Depression bei der Bevölkerung, um Protest und Mittel zur Veränderung, um die Umverteilung von den Schwachen und den Armen zu den Reichen und den Starken, schlicht um Mut, aber auch um Erschöpfung und Müdigkeit des Bürgers, der zwei Jobs braucht, um über die Runden zu kommen oder der die HartzIV-Demütigungen erlebt.

Es geht um Imperien, es gibt keine Form der Gewalt, die wir Europäer nicht erlebt hätten. Es gibt eine kleine Tour über die Route der Verschwendung in Valencia, an der jede Menge millionenteurer Bauruinen zu besichtigen sind, vom Kunstpalast über die Stadt der Wissenschaft und Künste, das Fußballstadion und leerstehende Wohnungen als Folgen des Platzens der Immobilienblase bis zu einer nie benutzten Formel-1-Rennstrecke; das ergibt schöne architektonische Bilder, wie sowieso die Kamera von Vita Spieß gerne sich betrachtend gibt und die Musik von Oliver Augst und Marcel Daemgen nimmt konzertant erfinderisch Motive der Heuschrecken ebenso auf wie diejenigen von Schlägen auf Baustellen oder bei Demos.

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Nach Bibi und Tina: Der Film und Bibi und Tina: Mädchen gegen Jungs beschäftigt sich der dritte Streich von Detlev Buck, der mit Bettina Börgerding auch das Drehbuch geschrieben hat, mit dem Flüchtlingsproblem.

Bibi (Lina Larissa Strahl), die immer noch zaubern kann, und ihre Busenfreundin Tina (Lisa-Marie Koroll) von der Burg Falkenstein, liegen faul am Flussufer und hoffen, dass sie sich nicht um die Fische kümmern müssen, sondern dass diese zu ihnen kommen.

Es sind aber ganz andere Fische, an die sie bei ihrem Heimritt zu Pferd geraten. Ein Flüchtlingsjunge, Aladin (Lea van Acken), die das wunderschön verschlossen und mit einer figurbedingt verängstigten Schnell- und Knappspreche spielt, ist auf der Flucht.

Als Herkunfstort fällt der Ortsname Raqqa; nachrichtenkundig macht es Klick bei uns: IS-Metropole in der syrisch-mesopotamischen Wüste. Und damit haben die Filmemacher schon eine Blendkerze gezündet. Haben im Zuschauer die Erwartung auf eine pfiffigere, schamlosere Antwort auf das gemütliche Willkommen bei den Hartmanns geschürt.

So weit kommt es allerdings nicht. Denn Aladin ist nicht Aladin und kommt nicht aus Raqqa. Was solls. Es wird doch eine Integrations-Desintegrationsgeschichte draus mit den typischen Detlev-Buck-Merkmalen der verständnisvollen, aufgeklärten Jugendarbeit und der Begeisterung fürs Kino mit quitschvergnügter Inszenierung und keinem falschen Respekt vor irgendwas, mit Songs zur Lage der Figuren, mit Culture Clash im geschützten Raum dieser Arbeit, mit karikaturhaften deutschen und auch ausländischen Erwachsenen mit eingeschränktem Handlungshorizont, mit Verfolgungsjagden von Autos, die über Stoppelfelder versuchen Pferde samt Reiter einzukreisen, mit einer Band aus Mali (der geneigte Filmeschauer hat Mali-Blues im Hinterkopf und ist nicht enttäuscht), mit einem Hirten, der das christliche Motive des Stalls mit Esel und Ochs in den Film einbringt und gleich zwei weitere, flüchtige Mitspieler dazu und später auch noch die Schafe und schließlich einem gaunerhaften Bauherren Trumpf (nicht Trump) der 911 auf einem seiner Container geschrieben hat und der versucht, den Schlossherrn von Falkenstein, Falko (Michael Maertens) reinzulegen.

Wobei die Erwachsenen ihren Hang zur Klamotte ungeniert ausleben. Musiktitel: „Ich bin ein Rockstar“, „Leben heißt Chaos“ oder „Kein Problem, wir sind die echten Orient-Machos“

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Ein Gedenkfilm an die Opfer des Attentates beim Boston Marathon von 2013 von Peter Berg + 5 Koautoren; er erzählt im Stile modernen Handykamerarealismus‘ und aus der Position eines allseitig informierten Erzählers.

So kommt etwas zustande, was in etwa in eine Akkumulation der üblichen Sensationsberichterstattung mündet, was wir in letzter Zeit sattsam bis weit in die sogenannten seriösen Medien hinein vorgesetzt bekommen haben. Dadurch bleiben beim distanzierten Europäer eher die vielen Flugaufnahmen von Boston in verschiedenen Stimmungen hängen.

Eine ganz große Nummer leistet das Knie des Protagonisten Sgt. Tommy Saunders (Mark Wahlberg), der hier wie schon in Deepwater-Horizon einen rechtschaffenen amerikanischen Helden mimt. Für das Knie gibt es extra eine Einführungsszene. Er und seine Kollegen vom Revier von Watertown bei Boston müssen einen Verdächtigen befragen. Dieser öffnet die Wohnungstür nicht. Mit einem Akt, als müsse er einen Bohrturm retten (siehe Deep Water Horizon mit demselben Regisseur) tritt Saunders die Tür mit einem ungeschickten Knie/Fuß ein. Worauf sich die Kamera erst mal um die Krümmungen der Saunders-Figur kümmert, bevor es zur Befragung des Verdächtigen kommt.

Zuhause im Anwesen Saunders geht die Knieversorgung weiter. Beim Einsatz im Zielbereich des Marathonlaufes, bei dem es zu dem Terroranschlagen kommen soll, lässt Saunders sich von seiner kinobildhübschen Frau Carol (Michelle Monaghan) eine moderne Gelenkschiene bringen. Und wenn immer er einen Gang tut, wird er gekonnt humpeln.

Das hat alles nichts mit dem Hauptplot zu tun. Vielleicht fühlte sich Walberg schlicht nicht ausgefüllt mit der zweckdienlich geschriebenen Figur als dem Polizisten, der ein bisschen durch das Geschehen führt, der in der Nähe des Attentatortes Dienst schiebt, der als erster per Funk die Polizei- und Rettungsmaschinerie in Gang setzt, der ganz nah zu den Bomben kommt, wie seine Frau ihm die Schiene überreicht, der den Mund aufmacht, wenn das FBI sich zu selbstmächtig aufführt, der in der Verfolgung der Attentäter, Erschießung des Kopfes der beiden und Ergreifung des Lockenkopfes nah dabei ist, der aber natürlich nicht der Polizist ist, der von diesen erschossen wird.

Als Spannungsmittel setzt Berg Stundenangaben ein, kurz knapp als Weißtext eingeblendet durch einige Tage, manchmal schreibt er auch nur, wie viele Stunden seit dem Attentat vergangen sind. Damit will er die Effizienz der verfolgenden Behörden belegen, deren Spitzen nach Mafiaart in schwarzen SuV-Konvois anrauschen. Ihre Tüchtigkeit wird zudem belegt anhand des Aufbaus des Lage- und Investigationszentrums. An unübersehbar vielen Bildschirmen sitzen Mitarbeiter und checken die Aufnahmen von Überwachungskameras durch (diese sind also nützlich und nötig) und in einer Lagerhalle oder einem Hangar haben sie die Attentatsstelle massstabgetreu nachgebildet mit den Requisiten, die dort liegen geblieben sind.

Draußen findet eine veritable Menschenjagd im menschenverlassenen Boston statt. Im übrigen gehört zu dieser auktorialen Machart, dass erst einige wichtige Figuren vorgestellt werden, die späteren Attentäter, ihr Zuhause bis zum ahnungslosen Studenten, der später als Geisel genommen wird – dem armen Chinesen haben die Drehbuchautoren noch die Anbahnung eines zarten Liebesverältnisses zugeschrieben. Aber auch der Polizeichef und der Gouverneur werden im Vorfeld vorgestellt.

Am Ende des langen Filmes gibt es einen langen Epilog. Originalzeugen dürfen ein Statement abgegeben und dann folgen die Sterbebilder der Opfer mit Namensnennung und Angabe der Lebensdauer, deren aller Leben in 2013 endete. Spätestens da wird klar, dass der Film verdeutlichen will, dass einerseits der amerikanische Staat stark ist und dass andererseits die Menschen das Unglück in positive Energie umwandeln, näher zusammenrücken (so wie die Politiker es auch bei uns nach dem Berliner Weihnachtsmarktattentat schönrednerisch formuliert haben) und der Beinamputierte springt drei Jahre später wieder mit einer Beinprothese beim Marathon mit. Ein Mutmachfilm gegen Terrorismusverzagtheit.

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