Archiv für die Kategorie: “digitales Kino”
Scheinbar hat mein Blogeintrag von vor einiger Zeit ausgereicht, mich auf eine exklusive Mailingliste zu setzen. Gerade wurde ich darüber informiert, daß der Machinima Bloodspell nun als fertiges DVD-Image zum Herunterladen bereitsteht. Derzeit saugt mein Rechner (völlig legal übrigens) die zwei Scheiben mit 4,36 und 4,22 GB (in der PAL-Version, fertig zum Brennen), auf der Download-Webseite gibt es auch eine DivX- bzw. eine Quicktime-Version. Auch kann man sich ein Cover laden (das hätte ich allerdings in die ISO-Datei gepackt, als DVD-ROM-Extra), drucken, in eine Hülle packen und dann das Ganze ins Regal stellen. Was andere Kollegen so denken, findet sich in der Press-Sektion und Pressematerial gibt’s auch.
Viel Spaß also beim ersten Machinima in DVD-Qualität zuhause!
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Schon gestern kam die Pressemeldung über die HD Expo in Potsdam, doch weil ich wollte, dass die Relaunch-Pressemeldung zu (Firmenname in Umfirmierung) noch eine Weile an oberster Stelle zu lesen ist, habe ich diesen Post auf Donnerstag früh programmiert.
Am 11. und 12. März kann man also in Potsdam im Rahmen des Insight Out-Symposiums eine digitale Produktionskette hautnah miterleben. Am einen Ende gibt’s ein Studio mit verschiedenen digitalen HD-Kameras (so auch die Red One), am anderen Ende kommt das gedrehte Material kinofertig raus. Die Zwischenschritte lassen sich detailliert begutachten. Das ist sicher verdammt interessant, gern würde ich da hinfahren.
Filmemacher können sich über die Webseite der Expo anmelden, für alle anderen gibt’s Infos en Masse.
Hier noch der Text der Pressemeldung:
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Entschuldigung, aber ich habe selten einen so genialen Film gesehen. Heute war die Münchner PV von Cloverfield, leider auf deutsch, aber das tut dem Film nur einen geringen Abbruch.
Beware: Here be Spoilers!
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David Lynch hat Recht, hat Recht, hat Recht:
PS: Gilt natürlich nicht nur für das iPhone. Und nur für richtige Filme.
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Wie heise.de heute Abend meldet, wird in Kürze der erste 4K-Projektor im Cineplex Münster den Betrieb aufnehmen. Im Saal 2 wird der neue Sony SRX-R110 (84,9 kg, 38,4 x 53,5 x 80,5 cm, 2 x 2000 W Xenon-Licht, nur 98.550,00 US$, kleiner Test hier) zunächst für ein Jahr zeigen, daß Kino vierfacher Auflösung von Full HD möglich ist – auch wenn es bisher praktisch kein Material zum Vorführen gibt.
Ich erinnere mich noch an meine Zeiten bei Das Werk, wo ich einst in der Abteilung Scanning & Recording praktizierte (als Retoucher, so zum Beispiel für diesen Film), wo 4K-Belichtung auf Negative zwar schon möglich war, aber von niemandem gebucht wurde. 35mm-Filmkopien gelten im Kino schnell als so abgenutzt, daß die teurere 4K-Bearbeitung de facto keinen Sinn machte. Doch daß es jemals (bzw. so bald) Videobeamer geben würde, die diese Auflösung in Echtzeit hinbekommen, hätte wohl kaum einer gedacht.
Soweit ich weiß, wurde z.B. der komplette Herr der Ringe nur in 2K gerendert, wird also von Haus den neuen Projektor gewaltig unterfordern. Es könnte also womöglich zu einem 4K-Rerelease nach Rerendering kommen, und wenn ich mal stramme 50 bin, kauf ich mir die SHD-DVD (oder wird es UVRay Disc heißen?) und gucke die Megaspecial-4K-Edition mit meinem neuen, kreditkartengroßen Beamer, den ich in der Brusttasche mit mir herumtragen kann – doch halt, wahrscheinlich beam ich mir den Film gleich ins Stammhirn mit irgendeinem schicken Implantat. Hätte ja auch was für sich… (Ich weiß, ich lese gerade mal wieder zuviel Peter F. Hamilton)
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Neu ist die Nachricht ja nicht, aber daß Star Trek (die Originalserie, mit Kirk, Spock und Pille) auf HD-DVD rauskommt (am 29.11. geht’s los), ist schon eine Meldung wert. So wird ein Trekkie-Kinoabend mit der Doppel-Episode Talos IV – Tabu (Englisch: The Menagerie) in Düsseldorf und in München am 28. November stattfinden, in anderen Städten schon früher. Inhaltsangabe hier und hier. Die Kontaktdaten für Pesseanfragen gebe ich an Journalisten gerne weiter.
Mit Vorsicht zu genießen ist jedoch die Ankündigung, daß es sich um eine digital aufgepeppte Version handelt. Paramount Home Entertainment schreibt dazu auf der Webseite:
Rechtzeitig zur Veröffentlichung von Raumschiff Enterprise als komplett überarbeitete “Remastered-Version” – mit neuen digitalen Effekten, überarbeitetem Sound und hochauflösendem HD Bildmaterial – zeigt Paramount Home Entertainment die einzige Doppelfolge der Serie in ausgewählten Kinos.
Die Frage ist natürlich, ob der Fan überhaupt neue Effekte und neuen Sound will. Denn den Charme der Serie machen natürlich die Originaleffekte und der Originalsound aus. Hoffen wir, daß Paramount sich nicht in die Nesseln setzt wie ein gewisser George Lucas, der seinen Klassiker in den Augen der meisten Fans völlig verhunzt hat, indem er ihn 1997 verschlimmbessert hat, von der “Han shot first“-Debatte ganz zu schweigen.
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Beim Pflichtblog BoingBoing hab ich gestern diese Meldung gefunden: Der erste Film in Spielfilmlänge (feature film), der komplett von mit einer Spiel-Engine gerendert wurde, ist BloodSpell. Er kann bequem und legal online angeguckt werden, oder auch für die offline-Degustation heruntergeladen werden. (In beiden Fällen kann es sein, daß die Server derzeit unter einer gewissen Auslastung stehen.) Auch ist es möglich, sich per Mail informieren zu lassen, wenn das DVD-Image zum Download bereitsteht.
Ich bin so frei und gebe noch schnell die erfrischend entspannte Warnung zu Beginn des Films wieder:
Photography of this film is NOT prohibited.
We do NOT ask the audience to be vigilant.
If your pal has a cameraphone, please do NOT inform us,
because we don’t give a stuff.
If you share, redistribute, show, copy or
perform this film, we will NOT:
*Sue your grandmother.
*Install a rootkit on your PC.
*Try to make computers illegal to close the “analog hole”.
Sharing is not stealing.
Piracy is a crime.
So please don’t steal any boats.
Mehr Informationen zur Rechteverwaltung bei Creative Commons oder Wikipedia.

Während ich dies hier schreibe, gucke ich gerade die ersten Minungen des Streifens. Bis jetzt gibt es nur ein Mittelalter-Fantasy-Gemetzel, unterlegt mit harter Popmusik. Um Magie aufzurufen, schneiden sich die Figuren ständig die Handgelenke auf: Dies könnte bei echten Fans zu nachhaltigen Durchblutungsstörungen führen. Ich kann mir gut vorstellen, daß es in naher Zukunft noch möglich sein dürfte, diesen Machinima qualitativ und insbesondere dramaturgisch zu toppen, doch durchlebe ich so manche Erinnerung an meine wilden D&D-Zeiten… Aber ein echtes Urteil darf ich mir natürlich erst erlauben, wenn ich den ganzen Film gesehen habe. Erste dramturgische Versuche glaube ich übrigens ab 11:18 beim Einmarsch der Mönche zu erkennen…
Siehe auch meinen Post zu MMOvie und zum Machinima Festival Europe. Zu Deutsch: Nicht die Bewegung zu einem neuen Filmkult verschlafen!

Nachtrag: Ich habe nun den ganzen Film gesehen, er wurde mit der Engine von Neverwinter Nights (jüngere Version) gerendert. Die Handlung folgt dem Abenteuer eines Mönchs, der im Verlauf der Handlung seine Bestimmung erkennt, konsequent handelt, und dadurch sein Ziel erreicht. Der Film ist dramaturgisch nur rudimentär gestaltet, zumal er die ganze Zeit der Hauptperson folgt. Lediglich Gegenschüsse oder Szenendetails aus einem anderen Blickwinkel verlassen die Hauptperson. Weitere Handlungsstränge sind nicht zu erkennen. Die Sprecher leisten ganze Arbeit (sind jedoch wohl Laien), und die Produktion muß ziemlich Spaß gemacht haben. Der Film ist nur für Fans und am Thema Machinima Interessierten zu empfehlen. Dennoch, ein guter Auftakt, sehen wir was noch kommen wird.
(Dieser Post wurde schon am Abend des 22.10. zu Ende geschrieben, ich habe die automatische Veröffentlichung jedoch auf 23.10. vormittags festgelegt, da ich noch den Loriot-Kommentar veröffentlicht habe.)
Nachtrag: Dieser Post wurde gefunden, konnte nicht gelesen werden, und so hab ich ihn kurz erläutert.
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An der De Montfort Universität in Leicester wird vom 12. bis 14. Oktober das erste europäische Machinima-Festival stattfinden. (Was Machinima für eine Art Filme sind, habe ich zum Trailer von MMovie schon berichtet.) Der Online-TV-Sender YUR.tv (derzeit im Beta-Betrieb, zeigt user generated content in einem zentralen Fenster und verschenkt derzeit seine zukünftigen Aktien, auch eine interessante Idee) wird ab Sa., 20. Oktober, 19 Uhr die Preisverleihung Award Show und die ausgezeichneten Filme übertragen streamen. Am folgenden Tag kann man ab 19 Uhr eine Zusammenfassung sehen, zusätzlich gibt es Widerholungen. Mehr in der Pressemeldung und bei der Presseagentur Mit-Schmidt, wo es auch das Material gibt.
Ich persönlich denke, daß Machinima derzeit zu wenig Bedeutung beigemessen wird, denn was ist denn reales Schauspiel schon anderes als die lange und aufwendig zur Perfektion getriebene Kunst, Menschen zu dirigieren, damit nachher auf dem Film (oder der Bühne, doch hier wird’s interaktiv) das gewünschte Ergebnis herauskommt. Was der Planet an Menschen und Landschaften hervorgebracht hat, ist der Baukasten, aus dem Filme gemacht werden. Bei Machinima ist das nicht anders, nur daß man sich die Figuren bauen kann. Die Ausgangspositionen sind also gleich, wenn man mal von den unterschiedlich weit entwickelten Medien absieht. Doch mit Machinima-Baukästen kann nun auch Filme machen, wer keine echten Menschen vor die Kamera bitten möchte. Ich bin gespannt, wie dieses Genre sich in den nächsten Dekaden machen wird. Noch sehen wir ja nur das Äquivalent zu den ersten Gehversuchen des Kinos.
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Eigentlich wollte ich schon vor einiger Zeit darüber berichten, doch ich bin noch nicht dazugekommen. Ich hab soviel zu tun, ich komm eigentlich zu kaum noch was, wenn man von seltenen, aber umso genialeren Tagesausflügen einmal absieht. Wie dem auch sei:
Derzeit findet das Bitfilm-Festival statt, bei dem jeder, der sich auf der Webseite anmeldet (huch! Es gibt neue iPods!), mit abstimmen kann. Mehr Infos über Bitfilm gibt es auf deren Webseite.
Das Logo mit der Roboterdame finde ich übrigens ein wenig provokativ, und die Wettbewerbsbeiträge kann man auch anderswo begutachten. Besonders bemerkenswert ist hierbei das Pro-Datenschützer-Contra-Schäuble-Video “Big Brother State” der FH Augsburg, das sowieso schon eine Weile durchs Netz geistert.
Ich selbst sitze diesbezüglich zwischen den Stühlen, einerseits bin ich sehr wohl für einen umfassenden, uneingeschränkten Datenschutz für jedermann (hier geht es nur um Kameraüberwachung im öffentlichen Raum), doch persönliche Erfahrungen mit dem Thema Internetkriminalität lassen mich sehr wohl auch die Pro-Argumente nachvollziehen. Mehr dazu zu gegebener Zeit.
Auch bei Spiegel Online findet sich eines der Videos, ebenfalls von der FH Augsburg, übrigens Stadt der Herkunft meiner Familie.
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Als ich noch Regisseur großen Hollywoodkinos werden wollte, war ich nur einer unter einer Unzahl ähnlich Ambitionierter. Ein Heer von Hoffnungsvollen, das den Filmschulstudenten als willige, unbezahlte Arbeitkräfte rund um die Uhr zur Verfügung stand, was natürlich ausgiebig genutzt wurde. Der Deal war immer derselbe: Erfahrung und Kontakte gegen Arbeitskraft und Zeit. So läuft das Spiel eben.
Auch ich war ein Teil dieses Heeres, und ich habe meinen Teil geleistet. In der Preproduction von Produktionen organisierte unserseins Dienstleistungen und Material. (Meine persönliche Meisterleistung war die kostenlose Organisation eines Sattelschleppers für Matthias Lehmanns “Low Season” 1995, und zwar für mehrere Wochen.) In der Produktion fuhren wir Cast, Crew oder Equipment, kochten Kaffee, sperrten Straßen und tankten Gennies (Mann, die sind Schwergewichte auf der Straße!) oder hatten andere, vielfältige Aufgaben. In der Postproduction wurden wir meist nicht mehr gebraucht, außer einige wenige für Sekretariatstätigkeiten und ähnliches.
Der große Trick beim Anlocken der edlen Sach- und Dienstleistungsspender bestand immer darin, ihnen zu verklickern, daß der fertige Film im regulären Kinoprogramm vor einem Hauptfilm gezeigt werden würde und dies Werbung für das jeweilige Unternehmen darstellte. Product Placement also, ganz offen.
Nur: Ich hab noch nie einen Kurzfilm vor dem regulären Programm im Kino gesehen. Noch nie. Außer bei Pixar, okay, aber das gilt nicht.
Kurzfilme fristen also eine Art Schattendasein. Als “Übungsgenre” der Filmschüler, in nächtlichen Kultuprogrammen der Dritten, auf ein paar Festivals und neuerdings im Internet (natürlich illegal), doch wirtschaftlich wohl eher unrentabel, wahrscheinlich sogar bei den Oscarprämierten.
Nun wagt die Kurzfilmagentur Hamburg den DRM-freien Downloadvorstoß: Für drei Euro kann man sich den gewünschten Film als Disk-Image samt Menustruktur und Cover zum Selberdrucken herunterladen. Ob man das Image dann tatsächlich als DVD brennt oder sich den Film nur auf seinen digital Entertainment Hub (z.B. AppleTV) rippt, ist jedem natürlich freigestellt.
Ich finde das einen guten Schritt, denn Kurzfilme haben eigentlich keinen wirklichen Markt. Diese Entscheidung, und die Erfahrungen, die die Kurzfilmagentur mit dem Downloadservice machen wird, könnte Signalwirkung auf die Filmverleiher haben. Schade ist nur, daß man den Film nicht online vorab ansehen kann, um die Kaufentscheidung zu treffen. So bleibt das Dilemma, daß man den Film erst kennen muß, um in kaufen zu wollen – doch woher?
Ich persönlich bin gegen einen dauernden Krieg von DRM vs. Hacker und für eine vernunftorientierte Regelung. Auch denke ich, daß die große Mehrzahl aller Kunden grundsätzlich bereit ist, für gutes Programm auch zu zahlen, aber die goldenen Zeiten des Sahne-Abschöpfens sind für Verleiher vorbei. Langfristig hoffe ich sogar, daß auch die Star-Gagen wieder auf ein weniger perverses Maß zurücksinken werden, aber das ist wohl nur eine wilde Fantasie von mir. Ein paar Euro für einen Film, den ich mit Freunden teilen kann, wären fair. Immerhin sind wir 6 Milliarden potentielle Kunden, es läppert sich also in jedem Fall, und mehr als gut Leben kann (und braucht) keiner.
Nun, Schluß mit meinen halbgebildeten und tagträumerischen wirtschaftsphilosophischen Exkursionen, hier die Pressemitteilung der Kurzfilmagentur, DRM-frei und zum Selberlesen (Verlinkungen von mir), oder als PDF:
Neuer Kurzfilmdownload!
Die KurzFilmAgentur Hamburg bietet Kurzfilme als Download-to-Burn
Hamburg, 30.08.2007
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