Schon Alfred Hitchcock bewunderte Walt Disney: “If he didn’t like an actor, he could just tear him up” sagte er einst über die Allgewalt des Herrschers der Zeichentrickfiguren. (1, 2)
Nun sieht es ja zunehmend so aus, dass computergenerierte Figuren echten Schauspielern immer mehr Jobs wegnehmen. Kein Wunder, dass die sich nun wehren…
(Avatar Wars wäre echt mal cool im Kino. Vielleicht von den Wayans? Dann will ich’s lieber doch nicht erleben müssen…)
Lassen wir doch einfach die Bilder selbst sprechen!
Allerdings muss ich anmerken, dass der schrecklich unsinnige, unlogische Ring um die Explosion des Todessterns in Star Wars in der 1997er-Version verschlimmbessert wurde und nicht in der 1977er-Version zu sehen ist.
Völlig verpasst habe ich die Liste der Gewinner des Machinima-Festivals 2008, die schon im November bekanntgegeben wurde. Bei Spiegel Online habe ich heute ein paar Gewinnerfilme gefunden. Besonders cool finde ich dei World of Warcraft-Figuren, die in ihrer Freizeit offenbar Büro spielen…
Normalerweise blogge ich nicht einfach das, was Torsten auch bloggt, aber in diesem Fall muss ich eine Ausnahme machen: Erstens zeigt der untenstehende Kurzfilm die neue, erschreckend mächtige wie einfache Manipulierbarkeit von Aufzeichnungen auf, zweitens passt das Thema gut in diesen Blog (Aufmerksamkeit bzgl. der Glaubwürdigkeit auch günstiger Produktionen) und drittens habe ich ja schon zu ähnlichenThemen gebloggt. Also: Anschauen, staunen, in Ehrfurcht erstarren. Man stelle sich das mal mit einem S-VHS Recorder *mit* Jog Shuttle vor! We’ve come a long way, baby!
Als Apple Computer heute vor 9 Jahren (!) den iMac DV einführte, ahnte wohl niemand (außer vielleicht Mr. Jobs selbst), welche Veränderungen die erste Verwendung eines Firewire-Ports in einem Heimcomputer für rund $1200 in den Medien hervorrufen würde. Plötzlich waren nämlich Hinz und Kunz in der Lage, digitale Videobearbeitung am heimischen PC vorzunehmen. Plötzlich schrumpfte der Preis für ein professionelles Schnittstudio von fünf- bis sechsstelligen Summen auf einen bezahlbaren vierstelligen DM-Betrag. Der Erfolg von YouTube und allen anderen privat gedrehten und geschnittenen Filmen wäre ohne diesen kleine Schritt der PC-Entwicklung nie möglich gewesen:
Auf der diesjährigen Photokina zeichnete sich eine ähnliche Revolution ab: Die Digitalen Spiegelreflexkameras haben das Filmen gelernt. Normale Consumer-Fotokameras können zwar schon eine ganze Weile filmen, doch hält sich die Bildqualität in Grenzen, was nicht zuletzt an den eher schwachen Objektiven dieser Kameras liegt. Nun entschlossen sich die beiden Branchenriesen Nikon und Canon, je eines ihrer Flagschiffmodelle mit einer Videofunktion auszustatten.
Was ich in iMovie schon lange kann (aber eben auf keinem professionellen Level), das wird nun endlich hoffähig: Das Stabilisieren von Filmszenen. Damit ist ein digitaler Vorgang gemeint, der Verwackler auffängt. Im Grunde ist das eine ganz einfache Sache, doch je stärker eine Aufnahme verwackelt ist, desto kleiner ist die “Gesamt-Überlappung”, das heißt, das fertige Bild ist sehr klein und wahrscheinlich nicht der richtige Ausschnitt. Aber das kann man dann nachher digital einkopieren, was jedoch komplizierter ist. Bei Schweks gibt es solche Überlappungen logischerweise gar nicht. Ich habe mal ein Infovideo über solche Beruhigungssoftware für die Postproduktion gesehen, ich glaube, auf irgendeiner Fachmesse, oder war es doch ein TV-Special in der Nähe eines FX-Filmstarts?
Wie dem auch sei, das beruhigte Bigfoot-Video hier sagt mehr als ich mit 1000 Worten erklären könnte. Zumal ich bis gestern erkältet und heute in 4 Pressevorführungen war, also hirnmäßig gerade nicht allzu leistungsfähig. Bin. (via)
Zum Vergleich hier noch die laienhaft nachbearbeitete Version (Ausschnittvergrößerung) bei YouTube:
Und wer einen guten Magen hat, kann sich hier den beruhigten Zapruder-Film von der Ermordung JFKs ansehen.
Im Januar soll erstmals das “digitale Ökosystem” vorgstellt werden, das mir, mit Verlaub, schon lange vorschwebt: Während man früher analoge, später digitale Datenträger physikalisch kaufen musste und zuhause im Regal stehen hatte, kauft man nun nur noch das lebenslange Abspielrecht für einen Song, einen Film usw., und kann dann ein Leben lang von überall auf der Welt darauf zugreifen. Sofern man dort auch Internet hat, natürlich nur.
Der Cluster audiovisuelle Medien des FilmFernsehFonds Bayern hat soeben eine Pressemeldung herumgeschickt, dass es am 24. September im Mathäser ein Tagesseminar für Kinobetreiber gibt, in dem erklärt und gezeigt wird, wie man seinen Kino-Workflow auf digital umstellt. Für je 90 Euro plus Steuer können bis zu 40 Kinobetreiber teilnehmen. (Die 3600 Euro werden dann im Anschluß gemeinschaftlich auf der Wies’n verbraten, hoffe ich mal.)
Hier die Pressemeldung als PDF, hier das Anmeldeformular als PDF, hier die Veranstaltungswebseite des Cluster audiovisuelle Medien (einen sperrigeren Namen gab es wohl nicht mehr).
Mich würde das Thema zwar auch interessieren, aber zum einen habe ich kein Kino und zum anderen will ich niemandem den Platz wegnehmen. Außerdem kriegt der Staat schon genug Geld von mir.
Die unten eingefügte PM des Progress-Filmverleihs verdient besondere Aufmerksamkeit: Der Verleih vermarktet im Auftrag des Bundesarchivs über 1500 Filme aus DDR-Beständen. Die Filme sind allesamt digital und in sendefähiger Qualität zu beziehen, was die weltweite Produktion von Dokumentationen anläßlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls im kommenden Jahr stark bereichern dürfte.
Bei einem Telefonat mit Frau Stelzner vom Progress-Filmverleih erfuhr ich, dass die Filme entweder als Ansichtsmaterial auf DVD verschickt werden oder dass Interessierte sich in Berlin einfinden können, um selbst das vorliegende Material zu sichten. Das Material ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jedoch nicht kostenfrei verfügbar.
Dass die Menge des Materials sicherlich den Rahmen sprengen würde, ist das offizielle Argument, ich selbst denke mir, dass eine Online-Vorschau in YouTube-Qualität von der Verwendung her kaum zu kontrollieren sein dürfte, auch wenn die sendefähige Version des entsprechenden Materials weiterhin “manuell” bestellt werden muß. Auch will der Verleih ja sicher einige Kosten decken, und da es online derzeit noch keine vernünftigen Auswertungsmechanismen gibt, kann man diese Entscheidung, auch wenn sie archaisch wirkt, nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz fände ich es natürlich zeitgemäßer, dieses Material, das zumindest ich als nationales Eigentum sehe, online zur Verfügung zu stellen, man muß es ja nicht runterladen können. Doch was nicht ist, kann ja noch werden – gestutzt hatte ich für meinen Teil jedenfalls bei der Formulierung “in digitaler Form benutzbar” in der Pressemeldung.
Privatnutzer können eine Gesamtausgabe auf DVD kaufen (4 DVDs mit 156 Filmen zu € 79,- oder einzelne DVDs zu je ca. € 22,-) oder aber kostenlos beim Bundesarchiv ausleihen. (Daher dürfte es nicht lange dauern, bist das Material dann doch seinen Weg ins Netz findet)
Vier “Teaser” wenn man das so nennen darf, gibt es bei YouTube, und zwar für die Jahre 1960 – 1969 (hier eingebunden), 1970 – 1977, 1978 – 1984 und 1984 – 1990. Die Videos liegen im Channel des Medienverlags Breucom, über den besagte DVD-Edition erhältlich ist.
Aufgrund der prekären Natur des Filmmaterials füge ich die komplette Pressemeldung im exakten Wortlaut ein, lediglich die URLs wurden verlinkt und die Adressen für Bots unkenntlich gemacht: