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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Die Geschichte hat einen langen Bart. Ein einstmals erfolgreiches Team, die Muppets, müssen nochmals antreten, um ihr Erbe zu retten. Seit 20 Jahren gibt es sie nur noch bei den Universalstudio-Filmtours als Dekor und Ausstellungsstück; die Einrichtung verlottert zusehends. Ein Oelmagnat will das Grundstück kaufen, weil der Vertrag mit den Muppets in wenigen Tagen ausläuft und er will dort nach Oel bohren. Allein die Muppets kriegen Wind von der Sache. Ein Fan, Walter, selber eine Muppetfigur und der Bruder von Gary, besuchen die Studios und erfahren dabei zufälligerweise von dem geplanten Deal. Jetzt trommeln sie die alten Muppets zusammen und wollen eine neue Show starten. Die muss bis Mitternacht 20 Millionen Dollar einspielen. Was sie, so steht es zu erwarten, wohl auch tun wird.
Sicher hätte man das fantasievoll für ein Publikum von heute machen können. Aber hier ist alles retro. Hier wird ein Amerika wieder aufleben gelassen mit seiner Musical-Tradition, deren Reiz unbestritten ist, die die ehemaligen moralischen Werte des Landes künstlerisch aufbereitet hatte, dieses Sein-Ziel-Erreichen-wollen, eine Sache durchhalten, gegen das Böse siegen, es allen zeigen, Land der unbegrenzten Möglichkeiten hieß die Ideologie. Aber das ist nicht mehr das Amerika von heute. Das hat keine gemeinsamen Werte mehr.
So funktioniert auch Hollywood nicht mehr nach dem alten Glamour-Muster. Ein Fehler vielleicht der Macher dieses Filmes nach dem Buch von Jason Segal und in der Regie von James Bobin, dass sie gemeint haben, sie müssen es machen wie damals, ein Fehler der häufig bei historischen Filmen passiert, dass die Macher das Publikum von einst anpeilen. Die gibt es hier sicher noch, Fans, die die Muppets gemocht haben, die sich mit der einen oder anderen Figur identifiziert hatten und denen es mit diesem Film vermutlich sogar gut gehen dürfte. Wer noch in der Vergangenheit lebt. Oder wer dort wenigstens schöne Erlebnisse hatte.
Ein Moment fällt ein bisschen raus, ist herzergreifend schön, wo Gary sehr traurig ist, weil er seine Liebesgeschichte wegen des Comebacks der Muppets vernachlässigt; er sitzt er am Flügel in einem abstrakten Raum, hat ein Alter Ego dabei und singt, ob er ein Muppet oder ein „man“, also ein Mann sei, was die Freundin ihn gefragt hatte und sein Bruder Walter singt, ebenfalls begleitet von einem Alter Ego denselben Song. Am Schluss setzt er mit diesem gepfiffenen Lied den gloriosen Schlusspunkt. Nein, es ist so heillos altbacken, dieser Film. Man kann nicht an einer Stelle andocken, alles zu bekannt, zu verbraucht, nichts, was das Heute anspricht. Eine richtig qualvolle Angelegenheit. Verlorene Zeit.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Isabelle Huppert ist eine der wunderbaren französischen Schauspielerinnen, konstant sehenswert, konstant gut, aber sie hätte sicher einen besseren Film verdient als diesen, den Anne Fontaine und Nicolas Mercier geschrieben haben und bei dem Anne Fontaine Regie geführt hat. Bloss weil man aus Frankreich ist, hat man noch nicht den Esprit gepachtet, bloss weil man Isabell Huppert als eine erfolgreiche Galeristin, die hier Agathe heißt und mit André Dussolier, einem Langweiler von Verleger, der hier Francois heißt und in deren Ehe längst tote Hose herrscht, bloss weil man in dieses gepflegte, bürgerliche Milieu Benoit Poelvoorde, der hier Patrick heißt, hineinplatzen lässt, der die Konventionen auf den Kopf stellt, also wegen all dem entsteht leider nicht notgedrungen Witz, Esprit und Spannung.
Sicher ist es zum Lachen, wenn in der Schule der Direktor einen Elternabend abhält und die Huppert als Mutter von Adrien sich über das Thema Begabungstest ereifert und dann kommt Patrick und sagt, man müsse über das Kantinenessen reden und die Wichtigkeit des Essens hervorhebt. Ab da spielt er immer und überall den Spielverderber. Er wohnt in einer Portierloge eines feinen Hauses in diesem feinen Pariser Arrondissement und er möchte, dass sein Sohn Tony guten Umgang erhält, obwohl der in anderen Dingen gut ist als im Lernen.
Tony, der Portierssohn, freundet sich mit dem lockenköpfigen Adrien an. Vater Patrick darf in der feinen Wohnung als Handwerker tätig werden; es geht um das Herausbrechen einer Wand zur Erstellung eines begehbaren Schrankes. Patrick darf den Verleger so charakterisieren: er leere wohl seine Eier aus und sei dann inspiriert. Oder er darf Agathe über deren Mann fragen, wie so ein Eiszapfen im Bett sei. Patrick ist der Advocatus des ungezügelten Lebens und des Irdischen im Gegensatz zur hehren Geisteswelt von Agathe und Francois.
Und weil das genau so präsentiert wird, weil es so präsentiert werden soll, eben als Zusammenprall zweier gegensätzlicher Welten und weil kaum eine Spielhandlung da ist, außer der Chose mit dem begehbaren Schrank und dass Patrick eine Wohnung im feinen Quartier sucht, weil er sonst seinen Sohn verliert und dabei lernt er die blonde Julie kennen, die auf dem Amt für Wohnungssuchende arbeitet und die über Patrick zu Francois vorstößt, was die Ehe von Francois und Agathe ins Rotieren bringt. (Man erfährt oft sehr viel über die Qualitäten eines Filmes beim Versuch, des Nacherzählens).
Der Film tritt sehr selbstsicher auf und glaubt, weil er französisch ist, er sei auch leicht und lustig. Hat sich darum vielleicht wenig um die Plausibilität der kaum vorhandenen Handlung gekümmert. So scheinen die Szenen relativ willkürlich gezimmert, um in immer neuen Varianten die Gegensätzlichkeit der beiden Klassen hervorzuheben.
Eine Fahrt zu IKEA von Patrick und Agathe wegen einem Wandschrank, nachdem er ihr vorher ausführlich erklärt hat, wie viel billiger das komme und wie schnell er den zusammengestellt hat. Esprit dabei? Fehlanzeige. Oder eine Vernissage, auf der Patrick unvermutet auftritt als Überraschungsgespenst in den feinen Verhältnissen, das mögen die Autoren, und wie er sich dann laut über ein hochgehandeltes Kunstwerk mit vor allem Leere drauf auslässt. Ach, es ist so an den Haaren herbeigezogen. So dick auf lustig gemacht, dass man vielleicht höflichkeitshalber sogar lacht. Weil wir ja so konditioniert sind. Das Rodeo mit der dicken Bonne. Gegen Ende macht es dann wirklich Mühe, der Huppert zu glauben, wie sie wieder auf Patrick stösst, den sie inzwischen wegen des Sohnes scheingeheiratet hat, und wie sie ihm bei einer Vernissage zuflüstert, sie brauche ihn. Dazu fehlt nun jeder Voraussetzung. Da die Geschichte vor allem auf den schnellen und billigen Lacher, der sich aus dem Zusammenprall der erwähnten zwei Lebenswelten ergibt, abzielt, so scheint sie als Ganzes unglaubwürdig ohne diese Unglaubwürdigkeit mit Witz oder Überraschung oder Absurdität kompensieren zu können.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Ein Berufsregisseur, Lutz Hachmeister, hat sich ein Projekt gesucht, vor allem wollte er mal international arbeiten mit feinen englischen Schauspielern und muss dabei auf auf McCarthy als Stoff gestoßen sein und hat einen Kinofilm gemacht, der kein Kinofilm ist und den im Kino auch keiner anschauen wird, hat einen Konsensfilm gemacht, der international verwertbar scheint und als schöne Amphibie noch vielerlei Auswertungen vor sich haben dürfte.
Wer nicht vertraut ist mit der Geschichte jener Jahre, es handelt sich um die frühen fünfziger Jahre in Amerika, es handelt sich praktisch nur um vier Jahre, in denen McCarthy resp. seine Anhörungen bis zu 20 Millionen Zuschauern vor die Fernseher locken konnte, also wer mit den Verhältnissen und den historischen Figuren um McCarthy herum nicht sehr vertraut ist, der wird seine liebe Mühe haben. Denn ständig kommen junge Männer aus dem Politbereich in schwarzweißen Dokumentaraufnahmen vor und in der nächsten Sekunde werden sie als noch lebende alte Männer interviewt, who ist who und was wollte wer. Das ist für jemanden, der sich nicht auskennt, kaum integrierbar in eine Geschichte.
Hachmeister hat viele Szenen, von denen es nur Schriftdokumente gibt, nachspielen lassen; die Szenen wurden aus Gründen der Filmförderung in Köln gedreht und der britische Schauspieler John Sessions, der in Köln vor allem das Kölsch und die gute Gage liebte, hat die Tage sehr genossen, hat einen etwas gemütlichen, allzu sympathischen McCarthy gespielt. Er hat den Fanatismus außen vor gelassen. Das trägt mit dazu bei, dass der Film wenig über die Atmosphäre jener Jahre erzählt. Was aber doch wichtig wäre.
Ersichtlich wird aus dem Film, dass McCarthy unbedingt in den politischen Machtbereich wollte, nach Washington. Dass er mit großem Einsatz seine Wahl betrieben hat. Mit tausenden von Briefen und Broschüren, die an seine potentiellen Wähler versandt worden sind. Und dass er es geschafft hatte; aber dass ihm offenbar kein Thema eingefallen ist, womit er sich hätte bekannt machen und profilieren können. Dann gab es eine Geschichte, die mit dem Kommunismus zu tun hatte und da hatte er plötzlich sein Feld gefunden, die gnadenlose Jagd auf alles vermeintlich Kommunistische, man musste von jemandem behaupten, er sei Kommunist, er hätte eine solche Gesinnung und dann musste man es noch irgendwie beweisen (Parallele zur heutigen amerikanischen Terroristenjagd, hinsichtlich welcher Obama gerade Gesetze unterzeichnet hat, die jeden Menschenrechtes spotten).
Im Film heißt es, McCarthy habe viele Karrieren ruiniert, aber Hachmeister hat nur ein Opfer angeführt, weil es bei dem bewiesen sei. Die beiden kannten sich sogar, und McCarthy, der so ein bisschen was vom Guttenberg hat, soll ihm bei aller Freundschaft gesagt habe, das müsse er jetzt machen. Sein Büro, was offensichtlich mit lauter Dilettanten besetzt war, professionalisierte die Jagd nach dem Bösen und schien in dieser Beziehung unkontrolliert sein Unwesen treiben zu können bis es dann zu weit ging, wie sie auch die Armee ins Visier genommen haben. Beim CIA war Schluss.
Aber es war nicht leicht, McCarthy loszuwerden. Er ist besonders auch durch seine Assistenten ins Gerede gekommen (eben hat bei uns ein Bundespräsident seinen Sprecher entlassen). Da wurde eine überlieferte Szene aus Köln nachgestellt, wie die beiden rumblödeln und sich jagen vor einer Pressekonferenz, was die Presse stumm staunend mitbekommen hat. Es gibt also Momente im Film, wo die Funktion von Denunziation aufblinkt. Aber generell weiß man immer zwischendrin wieder nicht, wenn wieder von Jo die Rede ist, ob der Film ihn nun positiv darstellen will oder nicht.
Einen richtigen, spannenden Spielfilm draus zu machen, das wäre eine Riesenarbeit. Einerseits die Einarbeitung der historischen Verhältnisse und einzelnen Actions und Intrigen. Andererseits die Entwicklung einer McCarthy- Figur als Hauptfigur, wie sie selbst eben auch getrieben, machtversessen und opportunistisch war und dafür über Leichen ging. Für einen wachen Geist gibt diese Materialiensammlung mit filmszenischen Nachillustrationen immerhin genügend Anregung, sich so eine Figur vorzustellen.
Aber, was wir hier sehen, das ist reines Fernsehen, Amphibienfernsehen.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Dieser Film von Elmar Fischer fängt gewinnend an. Kurz und schmissig werden drei Locations und Personenkreise vorgestellt, die dann aufeinander losgelassen werden, es wird launig signalisiert, dass man sich in einem Genre tummeln möchte, das zum Beispiel in den 70ern groß Furore gemacht hat, das leichte Ganovengenre, Casinofilme oder so. Die Mess- und Erwartungslatte wird also hoch gesteckt. Das Wort am Anfang, dass das Leben eine Lotterie sei und einen mit Menschen zusammenbringe, die man ohne diese Lotterie (also das brave biedere Leben ohne Glücksspiel) nie kennen lernen würde und dass man dann schauen muss, wie man damit zurecht kommt.
Zum einen also in Berlin, Berlin Neukölln, ein schicker Laden, eine Agentur, zwei von den Yuppies sollen aufs Land fahren, einen Jeep auktionieren, dann eine Türkenfamilie in Neukölln, die Tochter möchte Musik studieren, aber Papa will, dass sie was Anständiges lernt. Und last not spießigst, Geilenkirchen, der Tradtionsgärtnereibetrieb Pälzer mit der Tochter, die den Laden übernehmen soll, die aber von der Sahara trämt, also das ist doch schon mal ein schöner Gegensatz, Geilenkirchen und die Sahara, und die einen kreuzbiederen Freund hat, den sie aber schon bald im Gartenhäuschen mit einer anderen überrascht, aber das kommt erst, nachdem sie völlig überraschend diesen Jeep mit den beiden Bullenhörnern vor der Kühlerhaube für etwas über 6000 Euro ersteigert hat, um den doch auch die Agenturtpyen aus Berlin bieten sollten, aber die waren zu spät dran.
Das bringt die Geschichte doppelt in Gang und offenbart die Dimension, die der Film, durchaus filmpositiv anstrebt, denn im Jeep sind unter der Bodenabdeckung im Kofferraum 50 Kilo reines Kokain versteckt. Damit gerät Meike, so heißt Nora Tschirner im Film, nun ins Visier der Berliner Schickis und Schlimmbuben und die installieren auch gleich einen Peilsender am Wagen, nachdem sie den partout auch nicht für einen viel höheren Preis wieder verkaufen wollte.
Nora Tschirner spielt dies Meike wirklich wunderbar als ein eigensinniges Wesen, das ein inneres Ziel hat und das nicht die kleinen spießigen Kompromisse die die Alltags- und Brotwerbsrituale erfordern eingeht, die was Ungewöhnliches fühlt in sich und die die Aussicht, das Familienunternehmen zu übernehmen abschreckt; die das Leben als Glücksspiel betrachtet. Sie spielt diese Meike so, dass man nicht glauben möchte in einem deutschen subventionierten und vom ZDF mitfinanzierten Film zu sein; auch die übrigen Figuren versuchen sich im Genre; man sieht ihnen allerdings sehr schnell an, dass hier im Lande einfach die Tradition fehlt oder dass die Besetzer die richtigen Typen dafür offenbar übersehen oder nicht wahrnehmen.
Anfangs flutscht die Handlung wunderbar. Meike entdeckt bald das Koks und will es als ahnungsloses Greenhorn verkaufen und immer die zwei Berliner auf den Fersen. Bis sie an den Türken aus Berlin gerät, dessen Schwester Musik studieren möchte und die das Studium, was die Familie nicht wissen darf, mit Jobs bei einem Escort-Service finanziert. Auch vom Buch her ist das bis weit über zwei Drittel schön auf Meike zugeschnitten und man schaut ihr gerne zu, wie sie, das Biedermädel aus Geilenkirchen in die unglaublichsten Welten eintaucht, in die von Sex und Crime und das irgendwie rein geschäftlich abhandelt, weil sie mit der Kohle, sie hat recherchiert, dass 50 Kg 2,5 Millionen Euro entsprechen, endlich in die Sahara fahren kann.
Stattdessen landet sie in Berlin, denn dort wird sie das Koks besser verkaufen können und auch mit dem Türken bahnt sich was an, er hatte sich vor der Disco, wo die beiden Verfolger sie zusammengeschlagen hatten, ihrer angenommen. Nach etwa zwei Dritteln des Filmes, ungefähr ab dem Zeitpunkt des Auftretens von Axel Milberg, der der Schmierigkeit eines Anwaltes Genüge tut, hauts die Dramaturgie aus der Kurve, da vergisst sie Meike plötzlich, lässt sie nur noch mitlaufen in den sich überschlagenden Ereignissen zu denen immer noch eins und noch eins dazukommen, fast als hätten die Autoren oder der Autor Angst gehabt, es könnte langweilig werden; was es bis dahin nicht war, aber dann plötzlich ins oedeste Gelände deutscher Fernsehunterhaltung abdriftet, obwohl viele schöne Berlin- und Spree- und Maueraufnahmen das Auge erfreuen. Aber vielleicht hat sich das Buch durch Berlin ablenken lassen oder hat schlicht vergessen, den Urkonflikt von Meike, den zwischen Geilenkirchen, dem Koks und der Sahara, konsequent weiterzuspinnen. Da werden plötzlich ohne Rücksicht auf Meike vermeintliche Show-Downs erfunden.
Der Ansatz wäre wirklich ein Kino, was in den siebziger Jahren problemlos in einem Bahnhofskino hätte gezeigt werden können.
Schön von Meike: der eine meint, das sei eine Nummer zu groß für sie und sie meint, sie habe grade keine Lust, vernünftig zu sein. Schöne Bilder von Frachtkähnen (einer mit dem Sender, den Meike und der Türke inzwischen entdeckt haben) und der Kohle und den rauchenden Schloten.
Schönes Detail im Hintergrund eine Werbetafel mit wechselndem Text: Herzklopfen und Pulsrasen. Das wäre eine Ziel von Kino.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Janne ist vielleicht ein lakonischer Finne, aber nicht unbedingt erfolgreich in den kapitalistischen Tugenden der Geldbeschaffung. Das nervt seine Freundin Inari ziemlich. Und weil ab morgen die Fernsehsendetechnik umgestellt wird, die beiden wohnen weit abgelegen im Hohen Norden 200 Kilometer von der nächsten größeren Stadt Roveniemi entfernt, soll Janne wenigstens bis dahin einen Digitalempfänger beschaffen. Wie es in seiner Natur liegt, sie gibt ihm 50 Euro, begibt er sich ins Dorf, trifft dort zufällig Kumpels, hat, bis er beim Laden erscheint, bereits zwei Euro ausgegeben, und der Ladenbesitzer ist stur, hat gerade geschloßen und ist partout nicht bereit, einen Preisnachlass zu gewähren. Er soll Montag wieder kommen. Jetzt reicht es Inari, wie er ohne Geld und Receiver nach Hause kommt, sie stellt ihn vor die Wahl: bis morgen früh um neun einen Digitalempfänger zu beschaffen oder sie wird ihn verlassen.
Das ist die Ausgangslage für das nun folgende, ziemlich verrückte, aber überhaupt nicht überdrehte Roadmovie von Janne, der mit den Kumpels Kapu und Tapiu losfährt, um erstens bei finnischer Winternacht und minus 15 Grad das Geld für den Receiver zu verdienen und auch noch ins 200 Kilometer entfernte Roveniemi zu fahren, denn sein Schwiegervater, der betreibt dort einen Laden.
Eingerahmt wird die Geschichte in eine kleine Landschaftsbeschreibung von einem einsamen Berg in Finnland, mit einem großen, stämmigem Baum drauf. Dieser hat den Erzähler unserer Geschichte in der Schule zu einem außergewöhnlichen Aufsatz veranlasst. Er war der Meinung, an diesem Baum hänge ein Strick, und dann zählt er auf, wer sich da schon und warum aufgehängt hat. Die Schlusspointe dieses insgesamt leichten und heiteren Films, die spielt dann wieder auf dem einsamen Berg.
Roadmovies sind an sich ein einfach herzustellendes und zu konsumierendes Genre. Sie sind gradlinig. Die Figuren haben ein Ziel. Es besteht die Möglichkeit ganz nebenbei einige Eigenarten oder typische Vorkommnisse (oder auch untypische) zu erzählen. Hier dürften es eher typische, wenn nicht gar stereotype Dinge sein, der überfahrene Elch und der damit verbundene Kontakt mit den reichen Russen, die schon sehr satirisch, aber durchaus differenziert geschildert werden; der Ex-Macker von Inari, ausgerechnet bei ihm wollen sie Benzin pumpen (im doppelten Sinne), der eine ganz gerdeheraus aber auch sehr eindimensionale Figur ist, der ein nicht näher definiertes Safari-Mix-Unternehmen betreibt, sich sehr erfolgreich gibt: wo er wieder den Whyski her habe, aus Irland und dass er eine Putzfrau hat, Typ neureich, kapitalistisch und erfolgreich, genau der Gegenmodell zu Janne; dann das Luxusressort mit finnischer Sauna und Eisbaden und einem aufgeregten Haufen Bikini-Blondinen. Mehr Klischee geht auf so wenig Platz nicht. Kapu gerät hier in Wallungen, erkennt er doch die sexy Spielautomatenschönheit, die bei Level 11 nackt zu sehen gewesen wäre, aber genau den Level hat er nie erreicht.
Einziger Grund, Anlass und Ziel für dieses Roadmovies ist übrigens, dass Janne mit Inari am nächsten Tag „Titanic“ gucken will; nur deshalb braucht sie den Receiver so dringend.
Das Trio sind drei wunderbar lakonische Typen, und der Regisseur stellt sie gern Gegentypen gegenüber, einmal drei aufgebretzelten, mit Muskeln und großer Röhre ausgestatteten Mackern, die sie gleich anmachen; oder dann eben den Russen oder den Blondinen. Oder auch Pikku-Mikku.
Eher ein Movie für Nordic-Fans. Deshalb schwer verständlich, warum der Verleih sich für eine Synchronisation entschieden hat, die noch dazu lieblos-routiniert runtergespult wurde. Glauben die wirklich, die könnten dadurch den Wirkungskreis dieses Filmes vergrößern? Eher nicht, denn die wahren Finnlandfans, deren Zahl gewiss von Marktüberlegungen her nicht allzu groß sein dürfte, die dürften kaum an einer die Filmqualität mindernden deutschen Nachsynchronisation interessiert sein. Das wage ich zu behaupten, wenn ich auf den sehr bewussten Umgang mit dem Sound-Teppich, mit der Tonspur, die original gebliebene achte, die mit sensiblem Ohr ausgewählt, sehr bewusst, mei, was die allein, wenn das Trio wieder die Straße unter die Räder nimmt, für einen Klangteppich ausbreiten, einmalig! Und dann so eine austauschbare deutsche Synchronisation. Da dürften sich die Verleiher selber ins Fleisch geschnitten haben. Untertitelung wäre billiger und schonender gewesen und hätte mehr Publikum gebracht, soviel gilt für mich als ausgemacht.
Die Regie führte Dome Karukoski nach einem Buch von Pekko Pesonen.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Filmisch fängt es spannend an, ganz geheimnisvoll, zwei Jungs probieren einen Bruch in eine Villa, erst beobachten sie, wie das Licht offenbar mit Zeituhr gesteuert an- und ausgeht, was darauf schließen lässt, dass niemand zuhause ist. Ganz gedeckt unterhalten sich die beiden über diesen Sachverhalt. Dann pirschen sie sich über eine Hecke und den Garten an eine Tür ran. Die ist mit einem Bohrer, der etwas zu laut ist, schnell geöffnet. Sie dringen ein, bedienen sich an den Besitztümern, freuen sich über den ihnen zufallenden Reichtum. Da erscheint der Hausherr und die beiden hauen ab. Man sieht das Gesicht des Hausherrn allerdings nur kurz.
Einer der Jungs war Mike. Der wird tags drauf von Konrad Böhm in einer schwarzen Limousine verfolgt. Nun fragt man sich, ist dieser Konrad Böhm derselbe, den man abends zuvor ganz kurz im Morgenmantel in der Villa hat auftauchen und die Jungs in die Flucht schlagen sehen? Mike jedenfalls versucht in einen Hof zu fliehen, aber das Auto fährt um den Block herum und verstellt ihm den Weg. Wer ist Böhm und wieso macht er das? Ein Einführungsproblem einer der wichtigsten Figuren in diesem Film.
Wer ist Böhm? Und wie ist er auf Mike aufmerksam geworden? Jedenfalls will er ihn aus seinem Kleindiebleben in Rostock herausholen, das ist der Ort wo dieser Film, der möglicherweise ein Vatersuchefilm wird, spielt. Mike wohnt bei seiner Mutter, einer Frau, die in einer Betriebsküche arbeitet und davon träumt, einen eigenen kleinen Laden aufzumachen, aber es fehlt dazu noch ein Bankkredit. Böhm jedenfalls nimmt Mike unter seine Fittiche. Böhm scheint involviert in den Bau der Ostseepipeline. Als erstes besorgt er für Mike einen Anzug. Mike zieht ihn sich auf der Seepromenande an. Nach und nach kommt Mike hinter die Vergangenheit von Böhm, auch dessen Verhältnis zu seiner Mutter; der leibliche Vater ist unter ungeklärten Umständen zu DDR-Zeiten bei einer Schiffahrt verunglückt; das dicke Freundschaftsverhältnis zwischen Böhm und seinem Vater, aber auch, dass die alle drei für die Stasi gearbeitet haben; Mike entdeckt ein Stasi-Archiv in einem als Datsche getarnten Bunker, wo er viel aufschlussreiches Material über seinen Vater vermutet. Das wird im Film nicht weniger kompliziert exponiert, als hier nachzuererzählen versucht wird.
Die im Film vorkommenden Fakten und Dokumente, die alle, wie bereits im Vorspann erwähnt, reine Fiktion seien, die mit der Realität nichts und rein gar nichts zu tun habe, ergeben eine reiche Materialiensammlung. Die zu einer spannenden Geschichte aufzubereiten scheint mir den Autorinnen Dörte Franke und Khyana El Bitar vom Kinostandpunkt aus gesehen nicht so recht gelungen zu sein. Gerade die Unklarheit am Anfang, wie Böhm auf Mike gestossen ist, ist recht verwirrend. Und dass man so gar nicht weiß, mit wem man es zu tun hat. Dann ist die Geschichte zwar auf Mike als Hauptfigur geschrieben. Jacob Matschenz, der ihn spielt ist ein interessanter junger Schauspieler; aber dadurch, dass das Drehbuch sich ihn nicht voll und ganz als mit seinem Grundproblem vornimmt, denn ein solches scheint er so wie es hier gezeigt wird, gar nicht zu haben, er macht mit seinem Kumpel die Brüche, träumt vage davon, wegzukommen aus Rostock, vielleicht auch von seiner Mutter, der Alkoholikerin, aber was er will, wird nie richtig klar, seine Eigenschaften, die zu seinem Ziele förderlich oder hinderlich sind, die werden gar nicht erst vorgestellt. Er gerät einfach so in die Geschichte hinein; es gibt keinen Rahmen, der ihn dabei pusht oder hindert; er gerät zufällig in die Geschichte hinein, weil der Filmemacher Marc Bauder einen Film über das Weiterwirken von DDR-Seilschaften bis heute machen wollte.
Dadurch verzichten der Regisseur und seine Autorinnen auf das größte Kapital des Kinos, eine Geschichte als eine subjektive Geschichte, nämlich die von Mike zu erzählen. So bleibt der Zuschauer sachlich distanziert, freut sich allenfalls über den wunderschönen Kinoatem, von dem die Bilder, die auch ein schönes Bild von Rostock abgeben, durchweht sind, freut sich über die locker jazzige Begleitmusik die oft auch den Bass zupfen lässt; aber Mike bleibt ihm relativ egal. Es dürfte allenfalls für Festivals reichen, weil ja doch Substanz, geschichtliche, menschliche versammelt ist, aber eben nicht für den unbefangenen Zuschauer aufgedröselt. Für den bleibt die Geschichte so, wie sie erzählt wird, zu wirr.
Vermutlich wegen des Mangels einer klaren subjektiven Leitlinie, eines subjektiven Handlaufes genannt Hauptfigur. Wenn mir Mike gefällt, so tue ich mich schon schwerer mit seinem Gegenspieler resp. Protektor, mit der Besetzung von Böhm. Das scheint mir nun eine viel zu wenig gründlich studierte Rolle zu sein, besetzt mit einem Schauspieler, der, was in Deutschland nicht selten ist, Rollenarbeit bereits damit abgedeckt zu sehen scheint, wenn die Sprache einigermassen verständlich gearbeitet ist bei vollkommenem Verzicht aufs Studium der Abgründe, Eigenarten und Physis einer doch sehr zwiespältigen Figur wie dieser.
Allerdings ist das Drehbuch wenig hilfreich für die Rollenarbeit, versucht viel zu korrekt, ein Bild von Fakten, Einsicht in Seilschaften zu bieten. Thematisch orientiert, wie das Fernsehen es wünscht und liebt. Auch nicht ganz verständlich sind die dreimaligen Disco-Szenen, da habe ich keinen Grund dafür gesehen; da ist mir in keiner die Notwendigkeit klar geworden. Oder sind die unter den an sich angenehmen Art von Szenen zu sehen, die Mike im inneren Monolog zeigen sollten? Das wär kinohaft.
Der als Datsche getarnte Bunker mit dem Stasi-Archiv des revolutionären Antifaschisten am Stock.
Hotelklotz Neptun. Noch Einrichtung aus DDR-Zeiten. Schön nostalgisch.
Insegsamt kommt mir der Fall, der Sachverhalt sehr papieren vor. Er ist nicht in einen klaren Handlungsfaden eingebaut worden. Die Eigenart der Rezeption des Kinozuschauers, die additiv passiert, die die Handlung aufgrund der Informationen, die nacheinander geliefert werden, aufbaut, die wurde nicht berücksichtig.
Lob der alten DDR: „Wir haben hier Globalisierung betrieben, da gabs das Wort noch gar nicht“ . Kommentar zu Foto mit Strauss, Honecker und dem Vater von Mike.
Merkwürdige Szene: die Schießübung mit dem Apfel im Garten eines herrschaftlichen Gebäudes, auch so eine bedeutungsvolle Szene mit einem Schiller-Zitat betreffend die hohle Gasse von Küssnacht.
Hinweis, warum Mike immer Bewährung erhalten hat, obwohl er offenbar ein großes Vorstrafenegister hat, auch so eine theoretische Info, die als Hinweis auf die Seilschaften gilt, die aber nicht cineastisch erfahrbar wird. Theoretisch, nicht szenisch. Das Drehbuch hat sich in der Theorie verhakelt.
Konrad halte ich für eine vollkommene Fehlbesettzung (da kann der Schauspieler nichts dafür, da scheint es sich um eine Fehleinschätzung der besetzenden Person zu handeln).
„Übermorgen ist Schluss mit Regionalliga für uns beide“, auch das so ein rein theoretischer Satz.
Dann die moralinische Frage, was ist schief gelaufen in der DDR. Die Frage mag man sich in Seminaren stellen, aber in einem Spielfilm bräuchte sie schon eine ganz besondere Szene, um Brisanz zu entwickeln und nicht als Gesülz zu wirken wie hier.
Die Frage war, wer hatte die schnellsten Kaulquappen.
In welchem Zusammenhang war jetzt der Super-8-Film aus der Kindheit von Mike wichtig?
Verfilmung einer Stoffsammlung. Ein Wust-Film, der die Stoffsammlung in keinen cineastisch einsichtigen Zusammenhang zu bringen vermag.
Eine Szene mit Heinz Hoenig in einem Hotelzimmer. Wie aus einem anderen Kino, der Koloss, den man auch noch aus einem Swimming-Pool steigen sieht. Er darf ein paar Phrasen dreschen, die die Handlung auch nicht weiter bringen und in keinem direkten Handlungszusammenhang stehen, oder zumindest so wirken. Der Hoenig, der schnauft wenigstens merklich, der hat eine physische Präsenz trotz Papierdrehbuch, das scheint vielleicht der Unterschied zwischen einem Star seines Kalibers und den anderen, die auch nichts dafür können. Da müsste die Casting-Abteilung mehr geistige Energie auf ihren Job verwenden, falls ihr das Papierene dieses Drehbuches überhaupt aufgefallen ist.
Es gibt im Buch bestenfalls einen Argumentations- und einen Explikations-, aber leider, bitter fürs Kino, keinen Handlungsfaden.
Dann findet Mike und sein Kumpel im DDR-Archiv den Auftrag zur Liquidierung seines Vaters, in dem Moment werden sie überrascht, können aber abhauen.
Problem für die Mutter, sie kriegt das kalte Kotzen, dass Tieschke den Kredit gegeben hat.
Dann wird’s etwas sentimentaler. Ein großes Schiff von SCANDLINES fährt vorbei. Mutter und Sohn sitzen an der Mole.
Vielleicht haben auch die vielen Förderer diesem Film zum frühen Kindstod mitverholfen, weil wieder einmal keiner gemerkt hat, dass vieles nur gut gedacht, aber leider nicht in eine spannende Spielhandlung gebracht worden ist.
Mutter: Ich geh zur Polizei, ich werde alles erzählen.
Dann leicht sein wollende Standbein-, Spielbeinmusik.
Irgendwann schießt Mike noch ein Fickfoto im Hotel, nicht ganz klar von wem und zum Beweis wofür.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Auch Zehnjährige haben ein Recht zu lieben, so weit die These des Filmes und der ist nichts entgegenzusetzen.
Wie das kinematographisch umgesetzt worden ist, da ist zu differenzieren. Das Drehbuch beruht auf einem norwegischen Bestseller von 1984 von Vigdis Hjorth. Der Film sei in Norwegen auch ein großer Erfolg. Zu vermuten, dass der darauf beruht, dass die Leser die ihnen bekannten Figuren und Szenen vorfinden.
Für den unvoreingenommenen Kinomenschen stellen sich allerdings einige Probleme. Die Hauptperson ist zweifellos die zehnjährige Anne Lund, sie diskutiert gleich zu Beginn auf der Tonspur, warum müssen Mädchen immer Prinzessinnen und Buben immer Wikinger sein. Sie rebelliert gegen die Prinzessinnenrolle. Im Augenblick dieser Äußerung wird sie als noch 5-Jährige gezeigt. Die Kinder spielen, die Buben sind als Wikinger verkleidet, die Mädchen als Prinzessinnen.
Dann folgt einer von den raschen Schockschnitten, die die Regisseurin Anne Sewitsky zu lieben scheint. Unser Mädchen ist jetzt zehn Jahre alt. Sie will uns erzählen, wie sie sich in Philipp Ruge verliebte. Auch das wird plausibel eingeführt, wie die Familie von Philipp in die Nachbarschaft zieht.
Aber, das scheint vielleicht eine Eigenart der Buchvorlage zu sein, es geht im folgenden nicht etwa darum, zu zeigen wie eine Zuneigung zwischen Philipp und Anne entsteht und wächst, wie sie gemeinsam etwas erleben und vielleicht frühe, reine Ahnungen von Liebe spüren. Es geht im weiteren Verlauf vor allem um Mädchen wie Püppchen, es geht darum, wer mit wem geht, wer jemanden hat und wer nicht oder ob einer/eine Objekt mehrerer Begierden sei. Die Mädchen streiten sich und Anne schneidet dem Mädel was mit seinem schönen langen Haar Fernsehwerbung macht, den Zopf ab; das ist wenigstens Handlung.
Der glatte Eindruck einer Püppchenstube wird noch verstärkt durch die aalglatte deutsche Nachsynchronisation. Eine Frage, die sich mir stellt, ob die Welt wirklich solche Kinderfilme, ob sie überhaupt Kinderfilme braucht. Das Weltbild so speziell auf die Kinder ausgerichtet, die Kinderwelt als Puppenstube, eine irreale Welt mit einem Haufen Versatzstücken aus Kinderleben.
Vielleicht ist es im Buch der Autorin Vigdis Hjorth ziemlich spannend und vielleicht hat die Drehbuchautorin Kamilla Krogsveen das einfach nicht auf eine Kinospannungsreihe gebracht; weil das ist eine ganz andere Anforderung, Szenen aus Kinderleben zu erinnern und zu Papier zu bringen und sie dann zu einem Drehbuch zu formen mit einer Erzählweise, die auch Leute, die das Buch nicht gelesen haben, reinziehen könnte. Das ist bei mir hier nicht passiert. Denn gerade auf die Möglichkeit, die Kino hat, Beziehung, Tiefe, Gefühl, Sehnsucht zu zeigen, wird in dieser Bestsellerverfilmung verzichtet.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Den Machern dieses Filmes, Vincent Paronnaud und Marjane Satrapi, haben wir „Persepolis“ zu verdanken; entsprechend hoch ist die Erwartung an diesen neuen Film von ihnen.
Leider kann „Huhn mit Pflaumen“ in keiner Weise an Persepolis anknüpfen. Einige der scherenschnittartigen Kulissen, Stadtkulissen, kommen hier wieder vor. Die Geschichte spielt in Iran, in Teheran. Die Hauptfigur ist Nasser Ali Khan, gespielt vom großäugigen Mathieu Amalric, einem Hans-Dampf in allen (Film)Gassen, der um die Wirksamkeit seiner großen Augen wissen dürfte und vielleicht etwas leichtsinnig geworden ist und es nicht mehr für nötig hielt, intensives Rollenstudium zu betreiben. Oder, der es sowieso nicht gewohnt ist, weil er entweder mit ganz großen Regisseuren arbeitet, auf die sich die Schauspieler verlassen können oder dann gar selber produziert, inszeniert und die Hauptrolle spielt, wie in „Tournée“.
Hier liegts allerdings auch an der Geschichte. Die ist etwas durcheinander und kommt insgesamt recht scherenschnittartig daher, auch insofern, als in mir der Eindruck entstand, die Macher hätten aus einer ordentlich erzählten, chronologischen Geschichte undendlich viele Szenen und Einzelbilder rausgeschnitten, so wie wir früher als Kinder aus Zeitschriften Bilder rausgeschnitten haben und die dann neu kombiniert und teils über und untereinander und ohne Zwischenräume in leere Hefte eingeklebt hatten.
Mathieu Amalric erinnert mich entfernt an Ben Becker, der sich auch sehr auf sein Aussehen verlässt. Es wurde auch die Nähe zum Film „Amélie“ erwähnt. Dort war aber die Geschichte zielführend und die Hauptdarstellerin auch deutlich durchlässiger und geheimnisvoller als Amalric. Amalric fehlt die Magie, die eine solche Hauptfigur haben müsste in einem recht salopp zusammengestellten Zusammenhang aus Bildern, die einerseits 1958 spielen und dann 20 Jahre später, nachdem der Musiker Nasser Ali Khan in der Welt rumgereist ist als Geiger und wieder zurückgekehrt und dann nicht die Frau seiner Liebe geheiratet hat.
Seine Kinder kommen mal klein, mal groß und vor. Die Tochter ist spielsüchtig geworden. Der Sohn führt eine überzeichnet dargestellte amerikanische Ehe. Das hat alles viel mit Beliebigkeit zu tun, obwohl sogar bald eine gewisse Chronologie anfängt. Denn Nasser möchte nach einem unglücklichen Geigenkauf sterben, weil er abgrundtief unglücklich ist. Er meint, seine große Liebe wieder getroffen zu haben. Deren Vater ist strikt gegen eine Verbindung. Dieser betreibt ein Uhrengeschäft. Nasser selber muss sehr vornehm aufgewachsen sein, es gibt eine Szene im großzügigen Garten zuhause bei seiner Mutter. Auch deren Begräbnis kommt vor in einer der Rückblenden, die nun in seine letzten acht Tage eingeschoben werden. Aus der Grabplatte stieg eine Wolke auf, „ihr gesammelter Rauch“ wurde über die starke Raucherin gewitzelt. Überhaupt sollen immer versponnene oder originelle Dinge passieren, aber es sind ihrer soviele und sie haben so wenig mit einem ersichtlichen Thema zu tun, außerdem ist es meist sehr dunkel und die Undurchlässigkeit von Herrn Amalric trägt das ihre bei zu einer sehr düsteren, lustig sein wollenden Atmosphäre. Ein paar lichte Bilder werden dazwischen gestreut: Träume von Liebe und Heirat, Kleinmädchenträume vom Glück. Dann aber wieder: Verschiedene Selbstmordversuche, die alle nicht gelingen.
Ein Nippes-Film. Kino ohne Subext. Steif inszeniert, gespielt und geschnitten, theaterlich, sehr staatstheaterlich getragen. Auch keinen richtigen Rhyhtmus gefunden, umso mehr sehnt man sich nach dem Ende, nach jeder neuen erlösenden Tageszahl, die er näher bei seinem Tod ist. Sich ziehender Countdown zum Selbstmord, das ist hier die Dramaturgie.
Traum vom Sokrates und seinem Sterben. Umgeben von hübsch sein sollenden Jungs, aber alle unerotisch, wie überhaupt dem Film jegliche Erotik abgeht, trotz einer ganzen Anzahl schöner Frauen; es scheint als sei die Erotik mit der Schere weggeschnippelt.
Keine Leinwandgschmeidigkeit. Die Filmemach-Methode dieses Teams dürfte bei satirischen, politischen Dingen funktionieren, hier aber geht es um Erzählung. Der Film eher eine Grobskizze eines Arrangements von Bildern aus dem Leben von Nasser, der sterben möchte. Gespräche mit dem Todesengel, mit Azrael.
Endlich, am 7. Tag hat er „la fièvre“.
Weisheitssatz seiners Musiklehrer: in jeder Note müsse seine nicht erwiderte Liebe erklingen. Das tat sie auch 20 Jahre.
Um die Sache vielleicht doch noch retten zu können, bügeln die Macher in der letzten Viertelstunde mit heißem Eisen ein furioses Konzertfinale über den Bilderpansch. Und so hört man Kritiker sagen, gegen Ende hin sei es besser geworden. Reingefallen, würde ich sagen.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Der Film ist eine Art semidokumentarischer Soap. Christian Ulmen, der auch die Idee zu dem Film hatte, zieht sich eine Langhaarperücke an, lässt sich dicken, jugendlichen Teint auf die Backen streichen, damit die Barthaare verdeckt werden und er wie ein 18-jähriger aussieht, drückt für 6 Wochen Drehzeit die Schulbank und lässt sich dabei von Robert Wilde oder dessen Kameramann Frank Lamm abfilmen. Das Resultat ist dieser Film.
Jonas gibt vor, schon mehrfach sitzengeblieben zu sein. Er kämpft jetzt, und das wird alle freuen, die noch eine emotionale Bindung zur Schulzeit haben, gegen Logarithmen, Exponentialrechnung, chemische Experimente, gegen Musiknoten und die Hochsprunglatte, die Entwicklung der Menschheit im Allgemeinen und die Gründung einer Schulband im Besonderen.
Christian Ulmen kommt als Jonas wirklich sympathisch rüber, im Gegensatz zu den Rollen in seinen Spielfilmen. Den Jugendlichen mimt er verdammt überzeugend, obwohl er doch einige Jährchen drüber sein dürfte, aber auch noch recht leicht in den Bewegungen. Und wie er die Lehrer umarmt, diese Emotion, wunderbar, das geht ans Herz. Vielen Zuschauern dürfte damit geholfen sein. Warum ich den Film aber dann doch eher im Fernsehen sehe, das scheint mir nebst dem doch recht lockeren Zusammenschnitt des Materials eine anderes Problem von so einem Projekt.
Fürs Filmen müssen die Schüler und Lehrer Einverständniserklärungen abgeben, dass sie abgefilmt werden dürfen, dass das Material im Film drin vorkommen darf. Ob sie auch Geld bekommen dafür, das wäre zu erkunden. Es gibt eine Stelle, an der offeriert Ulmen, der sich hier Jonas nennt (obwohl schon beim ersten Betreten der Klasse ein Mitschüler, kaum hat Ulmen sich gesetzt, dem anderen zuraunt „Christian Ulmen“) dem Direktor 5000 Euro.
Die Filmerei verändert selbstverständlich die Situation in der Klasse enorm. Denn einmal müssen auch die Lehrer einverstanden sein, dasss bei ihnen gedreht wird. Und auch die Mitschüler. Darum kann kaum je die ganze Klasse gezeigt werden, denn es ist kaum zu erwarten, dass alle einverstanden waren. Und ein Filmteam, und wenn es noch so klein ist, regt Jugendliche gerade in diesem Alter, wo sie zum Teil noch voller unrealistischer Hoffnungen und Träume von Größe und Prominenz sind, auf und sie spielen natürlich und zum Teil wirklich gut für die Kamera. Nicht anders mit den Lehrern, von denen andernorts mehr über Burn-Out zu lesen ist als darüber, was hier im Film zu sehen ist: solide, freundliche Autoritäten, humorvoll, nie um einem gutem Spruch verlegen.
Doch die Lehrer müssen vor den Stunden auch verkabelt werden für den Mikroport. Sie wissen auch, dass die Kamera da ist. Es wird also eine durch die nicht versteckte Kamera veränderte Schule gezeigt und garantiert eine geschönte.
Dass Ulmen dann noch eine Band gründet, das sehe ich eher als einen privaten oder gar karrieristischen Gag von Ulmen, der sicher bei den Schülern, die mitmachten, gut angekommen ist. Warum die Gründung der Band mit großem Banner zum Fenster raus und Megaphon so angekündigt werden musste, wer weiß. Wer weiß, warum Ulmen für einen Mathetest sich das Nasenbluten hat einfallen lassen. Es ist gnadenlose Schulploitation, die Ulmen betreibt.
Spannender wäre für mich eine Doku über das Drumherum eines solchen Filmes, die diversen Ehrgeize, die ein solches Projekt in den Lehrern, dem Direktor, den Schülern auslöst; aber auch die deutlicher oder weniger deutlich vorgebrachten Einwände, allfälliges Misstrauen. Da kommt einer in diese Schule, der am Tag 5000 Euro oder gar mehr verdient; uns speist er mit einem Trinkgeld ab; wir dürfen Kulisse für seinen Ehrgeiz sein und können nicht ausweichen, denn die Schule ist eine Zwangssitituation. Sich blöd vorkommen angesichts eines solchen Projektes, das auf das Bedenken eines gesamtgesellschaftlichen Zusammenhanges von Bildung und ihrer Exploitation vollkommen verzichtet, wäre eine durchaus mögliche Reaktion.
Es wäre interessant zu erfahren, was Ulmen dabei verdient hat und wieviel für die Schule abgefallen ist, wieviel von einem allfälligen Kinoertrag und weiteren Fernsehauswertungen für die Schule abfallen wird. Mir kommt dieses ganze Projekt doch sehr, sehr harmlos und schulverniedlichend vor. Die Schule ist kein Zoo. Und gewiss war nicht jeder Schüler damit einverstanden, dass diese Institution, in der er zwangsweise einsitzt, für sowas benutzt wird. Schon in Andreas Veiels, allerdings höchst sorgfältig gemachten Langzeitbeobachtung einer Schauspielklasse „Die Spielwütigen“, hat mich gestört, dass nur der kamerageile Teil des Lehrkörpers mitgemacht hat – dass die Schauspielschüler es sind, das ist schon von Berufes wegen zwingend. Fürs Kino jedenfalls ist mir dieser „Jonas“ schlicht zu harmlos, ein nettes Scherzchen ohne Satire und tieferen Sinn.
Eine belanglose, wenn nicht schönfärberische, erziehungs- und bildungssystemunkritische Nettigkeit mit einem sympathischen, sich gänzlich unpolitisch wähnenden Christian Ulmen.
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Geschrieben von: Stefe in Allgemein, Film, Review
Die Geschichte vom gelähmten, kultivierten, unglücklichen (weißen) Reichen und dem armen, ungebildeten, aber sorglosen und lebensbejahenden (schwarzen) Betreuer.
Francoix Cluzet spielt den superreichen Philippe, der nach einem Unfall mit dem Paraglider vom Hals an abwärts bis zur Zehenspitze gelähmt ist, der sich in einer endlos großen Stadtwohnung in Paris mit jeder Menge Personal und schicken Wagen im Innenhof verschanzt hält, der ständig auf Suche nach neuen Pflegern ist, weil es bei ihm keiner lange aushält.
Omar Sy spielt Driss, den gut gebauten, kräftigen, groß gewachsenen Schwarzen aus katastrophalem Milieu, arbeitslos und der sich nur der Form halber, um seine Anzahl Absagen zusammenzukriegen, weil ihm sonst die Stütze gestrichen werden, bei Philippe bewirbt.
Schon das ist eine kabarettreife Szene, die ganze Riege der Bewerber, alles frustrierte, ängstliche Typen und garantiert werden sie es nicht lange aushalten mit Monsieur. Dann drängelt sich Driss vor, er will so schnell wie möglich die Absage. Und wie das augenzwinkernde Schicksal es will, gefällt Philippe seine Art, die eher zur Art Brut passen würde als zu den alten Schinken, die die Wände in der superreichen Wohnung von Philippe zieren.
Jetzt haben das Schicksal und Regie und Drehbuch von Olivier Nakache und Eric Toledano – nach einer wahren Begebenheit übrigens wie es heißt – die beiden Gegensätze zusammengebracht: Hochkultur, Hochfinanz (oder wie auch immer Philippe sein Geld verdient haben mag), Steifheit und Reichtum mit viel Personal und vielen Räumen auf der einen Seite und den in asozialen Verhältnissen aufgewachsenen Driss, der aus Senegal stammt und in einer anonymen Hochhausvorstadt von Paris ein zukunftsloses Leben fristet und routiniert und abgefuckt seine Absagen einsammelt.
Was jetzt folgt sind eine ganze Reihe von Szenen die ein begeisternd motiviertes Ensemble mit großer Spiellust hinlegt, alles Variationen des Zusammenpralls der beiden Welten, der steifen, freudlosen reichen und der pragmatischen, sorglosen armen, der Weißen und der Schwarzen, der Vorstadt und des Großbürgertums. Jede einzelne Szene könnte als eine herrliche Nummer für sich stehen.
Nach diesem Film werden die Zuschauer das Kino garantiert nicht deprimiert verlassen, denn manchmal braucht es doch sehr wenig, um das Leben wieder lebenswert und lustig zu machen, egal wie die Umstände sind, ob Ganzkörperlähmung oder bildungsbenachteiligte Chancenlosigkeit.
Was mir das Problem hinsichtlich eines länger anhaltenden Erfolges scheint, das ist die dramaturgische Durchdenkung, das Spinnen eines Konfliktfadens, eines zwingenden Konfliktfadens. Mit geht das schon sehr glatt, wie Driss in die reiche Welt eindringt, wie er sie relativ selbstverständlich annimmt, wie er sich assimiliert. Vor allem, wie er sich gar nicht verändert dabei. Also die realistische Grundlage scheint mir die Geschichte ganz schön auszublenden, kein Mensch ist gegen Reichtum immun und schon gar nicht gegen Superreichtum. Das mag zwei drei Tage anhalten, die Sorglosigkeit, die Naivität, die Direktheit und Offenheit, aber die Anpassung geht meines Erachtens hier doch viel zu schnell und problemlos vonstatten. Die einzige Entwicklung von Driss scheint die zu sein, dass er jetzt eine Ahnung von Malerei hat (er hat inzwischen selber auch ein Gemälde gemalt und sein Boss hat es an seinen Anwalt für 11000 Euro verhökert), dass er weiß, was ein Alexandriner ist.
Das ist wirklich ein schöne Szene, wie Driss. nachdem er den Job bei Philippe aus familiären Gründen an den Nagel gehängt hat und wieder beim Arbeitsamt ist und auf einen Satz der Bearbeiterin sagt, das sei ein Alexandriner, das deutet zumindest an oder behauptet es, er habe eine Entwicklung durchgemacht. Und schön auch, wie die Dame sich dann am Ohrläppchen kratzt, aber das hat eine andere Bewandtnis, die auf einer frühere Szene referiert und soll hier nicht ausgeplaudert werden.
Als leichte Unterhaltung gedacht und leicht aufgetischt, also leicht verdaulich und mit Vergnügen zu genießen.
Die Frage ist, ob man die Figuren, und jede hat einen Grundkonflikt, nicht daruf hin abklopfen sollte und so auch einen dramaturgischen Spannungsbogen zu erzielen. Doch von Konflikten ist hier nicht die Spur. Es geht immer nur um das Aufzeigen der Differenz der zwei konträren Welten. Es steht nie auf Messers Schneide, ob der Film weiter geht, ob die Geschichte weiter geht, weil eine Figur an ihre Grenzen kommt.
Ein Film, der mir eher wie ein Arrangement of Understanding vorkommt, wir zeigen Euch jetzt mit großer Spiellaune, wie wir uns vorstellen, dass diese zwei gegensätzlichen Welten und Weltbilder aufeinanderprallen, wie die einfache, ungebildete Welt die reiche, gebildete, erstarrte Welt aufmischt. Insofern ist jede Szene, wie eine Brausetablette in stehendes Wassser. Aber es bleibt praktisch in x Wiederholungen immer der gleiche Vorgang. Insofern ist der Film für mich fast sowas wie ein Protokoll eines Workshops. Achtung: hier ist das abgestandene Glas Wasser. Jetzt lassen wir die Brausetablette reinfallen, also Driss kommt in die Szene, und jetzt mischt die alles auf. Und das funktioniert jedes Mal. Labor-Beweis der Gesetzmässigkeit, wenn Leben auf erstarrtes Leben stößt.
Der Ernst findet hier nicht auf der Ebene der Grundkonflikte der Figuren statt sondern eher auf der Ebene des spielerischen Inszenesetzens dieser Begegnungen.
Stichwörter: Maserati, Fabergé-Ei, Privatjet, Paragliding-Spritzausflug, Hauskonzert und Opernbesuch (hier wird vielleicht am deutlichsten sichtbar, dass die Belustigung im Publikum durchaus auch aufgrund von Unartigkeiten sich einstellen darf, unartiges Benehmen bei solch reglementierten Kulturanlässen).
Und man ist selbstverständlich tolerant: Fréderic, die lesbische Freundin von einer der Bediensteten.
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Dann die doch arg melancholische Musik, wie Driss den Job verlässt. Und der dröge Nachfolger schier verzweifelt.
Absehbares Konterkarieren von Erwartungshaltungen. Insofern überhaupt nicht originell.
Dann noch eine lustige Bartrasur-Nummer; Hitler-Schnauz: eine sichere Sache und dann noch ein deutsches „Nein“.
Das Story-Ende muss aus diesem Grunde des Nummern-Filmes arg hingebogen werden mit der Rückgabe des Fabergé-Eis und dem Date mit der unerreichbaren Brieffreundin Eleonore im Restaurant am Meer. Ein Ende, fast mehr der Form halber hinzugefügt.
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