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Ein schönes Projekt hat seinen Abschluss gefunden: Star Wars Uncut. Im Lauf der letzten Jahre haben unzählige Fans des Klassikers je eine 15-Sekunden-Sequenz für sich reserviert, nachgedreht und zu den Organisatoren hochgeladen. Die kreativen Auswüchse, die das mit sich gebracht hat, kann man im Endprodukt sehen. Wer mehr wissen will, bitte googeln. Das Netz ist voll davon.

Star Wars Uncut: Director’s Cut from Casey Pugh on Vimeo.

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Eine seltsame Nachtschicht muss es gewesen sein am CERN-Teilchenbeschleuniger, denn alle bis auf einen Wissenschaftler sind verschwunden. Haben sich einfach in Luft aufgelöst Der Verbleibende, Professor Carus, ist zu keiner Aussage zu bewegen. Ist er ein Täter? War es ein Unfall? Ist der Teilchenbeschleuniger schuld? Wie kann sowas passieren? Wieso scheint Professor Carus gar nicht zu wissen, dass er Abends zuvor noch Kollegen hatte?

Eine Untersuchungskommission wird eingerichtet. Zwei Ermittler, Robin Spector und Sophia Dekkers, verhören den schon Jahre an den Rollstuhl gefesselten Professor. Mit dabei ist auch das Unikum Antoine, der die Befragung an einem antiken Computer protokolliert.

Doch anstatt Fortschritt zu machen, was das Verschwinden der Wissenschaftler angeht, stößt die Untersuchungskommission auf immer neue Ungereimtheiten. Ungereimtheiten, die selbst Professor Carus überraschen.

Mit Reality XL verlässt Regisseur Tom Bohn die ausgetretenen Pfade der üblichen deutschen Methoden der Filmfinanzierung. Statt sich einem mutlosen Verleih anzubiedern und seine Idee von Schlipsträgern auf Massentauglichkeit trimmen zu lassen, statt bei Filmförderungen und anderen Geldgebern Klinkenputzen zu gehen, hat Bohn einfach seine Altersvorsorge aufgekündigt und mit der Kohle den Film gedreht, den er auf der Leinwand sehen wollte.

Herausgekommen ist ein wahrlich bemerkenswerter Mystery-Thriller, gekonnt inszeniert und mit genau den Ecken und Kanten, die ihm in den Mühlen des Systems abgeschliffen worden wären. Mit nur wenigen verschiedenen Schauplätzen, Dialogen, bei denen man mit dem ganzen Hirn folgen muss und teilweise nur kleinsten Andeutungen, die aber das A und O für eine spätere Erklärung darstellen – das wäre im deutschen Mainstream nicht erlaubt gewesen.

Kein Wunder, dass der Film polarisiert. Die einen werden ihn furchtbar langweilig, öde und eintönig finden, die anderen aber als willkommenes Kontrastprogramm zum cineastischen 08/15-Einheitsbrei der Gegenwart wahrnehmen. Das ist aber auch gut so, denn allen gefallen kann niemand.

Das Tolle an Reality XL ist, dass der Film erst Stunden nach dem Kinobesuch so richtig “einfährt”. Lässt man die Handlungsfäden noch einmal Revue passieren, beginnt man bald, ein feines Geflecht von Verbindungen wahrzunehmen, das komplexer zu werden scheint, je genauer man hinsieht. Es mag einem kalt den Rücken hinunterlaufen, so unheimlich stellen sich all die harmlosen Szenen und ihre Implikationen im Nachhinein dar. Hinter diesem Film liegt eine ganz große dramaturgische Begabung. So vielschichtige Implikationen auf allen Zeit- und Handlungsebenen gibt es nicht so oft im Kino, und schon gar nicht im plumpen deutschen Wenn-Dann-Kino. Wahrlich ein Trip an die Grenze des Verstandes.

Ich kann dem Kinozuschauer nur empfehlen, sich nicht von der verhältnismäßig kargen Ausstattung des Films ablenken zu lassen oder sich an der geringen Zahl von Figuren zu stören. Man beachte: Hier wurde ein Kinofilm mit den privaten Ersparnissen eines einzelnen Mannes gedreht! Das können Sie auch machen, lieber Leser, genau so! Hier wurden nicht Millionen von Steuergeldern der Filmförderung oder ein großes Produktionsbudget einer großen Produktionsfirma verschossen und dafür Pomp und Kitsch an jede Ecke gezaubert, hier fanden sich mutige Leute zu einem Team zusammen, um die Vision von Tom Bohn, einem Tatort-Veteran, auf die Leinwand zu bringen. Es ist geradezu spürbar, wie Schauspieler und Team allesamt mit vollem Herzblut dabei waren. Und ich kann nur sagen: Es ist schauderhaft gut geworden.

[offizielle Webseite]

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Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, dem möchte ich ein paar Ideen ans Herz legen, die sich bei mir übers Jahr angesammelt haben:

Bücher

Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach: Ein junger Mann erbt aus heiterem Himmel eine Summe, die weit größer ist als das, was manche G20-Nationen in einem Jahr erwirtschaften. Der Erbe wird auf einen Schlag zu einem gefährlichen, weil unberechenbaren Wirtschaftsfaktor, da er beliebige Konzerne einfach kaufen kann. Sein Reichtum wird dadurch nicht einmal geschmälert, da diese ja auch weiterhin Gewinne einfahren, nur eben für ihn. Mit dem Erbe kam jedoch auch die Verpflichtung, der Menschheit “die verlorene Zukunft wiederzugeben”, was immer das auch heißen mag. So beginnt die skurrile Reise eines ehemaligen Pizzaboten durch die Welt der globalen Hochfinanz. – Andreas Eschbach schafft es, die Zusammenhänge der Weltwirtschaft spielerisch aufzubereiten, so dass der Leser in der Lage ist, während des (durchaus spannenden) Handlungsverlaufs eine Ahnung von dem zu bekommen, was uns alle als Gespenst “Finanzkrise” gerade so richtig kirre macht.

Empört Euch! von Stéphane Hessel. Ein kurzes Manifest mit biographischem Tiefgang, warum soziales Engagement so wichtig ist.

Der kommende Aufstand (Autor unbekannt). Ein Büchlein, das die derzeitigen Vorgänge in den westlichen “Demokratien” begreiflicher macht.

Die Grenzen des Wachstums (mehrere Autoren). Die erweiterte, aktualisierte Version des ursprünglich vor über 30 Jahren erschienen Berichts zur Lage der globalen Gesellschaft (Weltwirtschaft) zeigt auf, warum ein Kurswechsel in Politik und Wirtschaft so dringend nötig ist. Ein schon 1972 weltbewegender Stoff. (Wikipedia)

Das Paul Bocuse Standardkochbuch(von Paul Bocuse). Ausnahmsweise einmal nicht sozialkritisch oder weltbewegend, sondern einfach nur lecker: Dieses preiswerte Kochbuch sollte man bei sich haben, wenn man den Weltuntergang überlebt. Dann kann man wenigstens gut essen. Aber mal im Ernst: Die größten Köche unserer Zeit haben praktisch alle nur bei Leuten gelernt, die selbst wiederum bei Bocuse gelernt haben. Was liegt also näher, als statt Jamie Oliver, Johann Lafer oder Alfons Schubeck (die alle ihre Daseinsberechtigung haben mögen) zu schenken, gleich den Großmeister persönlich zu überreichen? Und das für unter zehn Euro! Meines Erachtens das zeitlose Kultur-Schnäppchen schlechthin. Und ich werde es mir selber schenken, wenn es mir keiner schenkt.

Musik

Nicht erst, seit nun auch ich mit großer Verspätung die Stieg-Larsson-Trilogie genieße (und auf die Veröffentlichung des vierten Bandes hoffe), ist mir klar, dass die Skandinavier in letzter Zeit großartige Krimis ohne Ende liefern. Wer Fans der skandinavischen Krimis in Buch- und Filmform unter seinen Lieben hat, kann mit der CD Mordsklänge punkten: Eine wundervolle Compilation stimmungsvoller Musik rund um die bekannten Krimis, teilweise aus deren Soundtracks. Gut zum Hören, auch beim Lesen.

Dringend zu empfehlen sind die Platten (und Konzerte) von hmbc (Holstuonarmusigbigbandclub), eine junge, bei der Mehrheit leider noch unbekannte österreichische Blechblasband mit unfassbarer Schneid und genialer Musik. Wer an altbackene volkstümliche Musik denkt, hat schon verloren. Hier ihr größter Hit, Vo Mello bis ge Schoppernou.

Kultur

Geliebte Menschen auszuführen, ist immer eine gute Idee. Doch wie wäre es statt flacher Comedy (allüberall in der Republik, von Michael Mittermeier bis Mario Barth) mal mit sozialkritischem, gepfeffertem Kabarett? Doppelbödig, zum Nachdenken? Zum Beispiel:

Computer, Apps und so

Bei TomTom sind derzeit die Navigations-Apps für iPhone und iPad deutlich reduziert. TomTom ist deshalb zu empfehlen, weil das hauseigene Feature “HD-Traffic” laut TÜV Süd die detailliertesten Störungsmeldungen hat und das Navi diese über das Internet bzw. Mobilfunknetz updatet. Wer’s nicht glaubt, kann sich ein Bild auf dieser aktuellen “Live Traffic”-Straßenkarte machen (besonders beeindruckend zur Stoßzeit).

iPhone-Usern geht bisweilen unangenehm früh der Strom aus. Hier empfiehlt sich ein Akkupack, wie es zum Beispiel von A-Solar gebaut wird. Es gibt natürlich auch Produkte für andere Geräte, und auch von anderen Herstellern.

Auch interessant ist, dass es bei Dymo gerade eine Cash-Back-Aktion für LabelWriter gibt. Beim Kauf eines der Etikettendrucker gibt es, je nach Paket, bis zu € 100 Nachlass. Wer schonmal versucht hat, eine Internetmarke auf einem A4-Klebeetikett auszudrucken und dieses dann auszuschneiden (und das gegebenenfalls zu wiederholen), sieht schnell die Vorteile eines Labeldruckers. Geeignet für alles mögliche, vom Ordnerrücken über Adressaufkleber bis zu kleinen Etiketten z.B. für die selbst eingekochte Marmelade.

Soziales

Mir persönlich ein großes Anliegen ist, diesen Planeten nicht mehr so stark zu belasten, wie der Mensch es seit Beginn der industriellen Revolution in zunehmendem Maße und vor allem aus nackter Gier, getarnt als Notwendigkeit getan hat. Nichts gegen Fortschritt, Forschung und Wohlstand, aber müssen wir wirklich die letzten Thunfische aufessen? Oder den Regenwald abholzen, damit wir Sojabohnen für “Bio”diesel anbauen können? Das letzte bisschen Gas mit Gift aus der Erde pressen, bevor wir uns erst den neuen Energien zuwenden? Hier gibt es viel zu tun in Sachen persönlicher Weiterbildung und Einsicht, nicht nur im Umweltschutz. Zum Glück gibt es Menschen und Organisationen, die bereits etwas tun, um die Welt aktiv zu verbessern, und diesen kann man mit ein paar Euro unter die Arme greifen. Hier eine Liste:

  • Greenpeace – große, altehrwürdige Umweltschutzorganisation
  • WWF – Tierschutzorganisation, ebenfalls groß und bekannt
  • Oro Verde – Organisation zum Schutz des Regenwaldes
  • Amazon Watch – Organisation zum Schutz des Amazonasgebiet und der indigenen Bevölkerung vor Ausbeutung durch Industrie und Wirtschaft
  • Sea Shepherd – militante Organisation zum Schutz der Meere (wenn es in internationalen Gewässern keinen Tierschutz gibt, dann gilt auch kein Schutz für die Täter, so die Logik der Organisation – find ich gerechtfertigt, solange niemand verletzt oder umgebracht wird. Hier ein Beispiel einer Aktion, bei der ein japanischer Walfänger ein Schiff der Organisation gezielt rammt.) (Wikipedia)
  • Earth First – eine ebenfalls aggressive Umweltschutzorganisation (auch hier sollen Menschen nicht zu Schaden kommen, aber Baumaschinen usw. werden schon mal sabotiert. Oder Bäume besetzt, was ich sympathisch finde.) (Wikipedia)
  • Brigitte Vallenthin – Die ehemalige Journalistin aus Wiesbaden ist eine Vorkämpferin gegen die Verfassungswidrigkeit von Hartz IV, sie hat seit 2007 mindestens 6 Musterklagen angestrengt bzw. bgleitet. Ihre eigenen Erfahrungen mit den menschenunwürdigen Umständen von Hartz IV verarbeitete sie in dem bewegenden Erfahrungsbericht Ich bin dann mal Hartz IV. Frau Vallenthin bietet ihre Erfahrungen und Hilfe für Betroffene über die Webseite der Hartz4-Plattfom (Vorsicht Musik, also NSFW!) an. Geldspenden zur Unterstützung ihrer Arbeit an Musterklagen sind ebenso willkommen wie die freiwillige Mitarbeit, zum Beispiel müsste die Webseite dringend auf WordPress oder ein anderes modernes Blogsystem mit Social Media Bookmarks umgestellt werden. Hier könnte ein (oder mehrere) findiger Könner einfach Zeit und etwas Arbeitskraft spenden. (Spendenkonto 6040683600, BLZ 500 909 00 / PSD Bank Hessen-Thüringen, Empfänger: Brigitte Vallenthin, Verwendungszweck: H4P-Spende/BVerfG)
  • Wikipedia – Im Gegensatz zu den meisten anderen Großprojekten im Internet gehört Wikipedia keinem Konzern, sondern der Wikimedia Foundation. Spenden sind hier nicht nur willkommen, sondern dringend nötig, dann kann man auch in Zukunft nachschlagen, was eigentlich der Unterschied zwischen der Dihydrolipoyllysinrest-Acetyltransferase und der Dihydrolipoyl-Dehydrogenase ist. (Die Antwort hier.)
  • Wikileaks – In meinen Augen ist Ehrlichkeit und Offenheit die einzige Basis, auf der jede denkbare zukünftige Gesellschaft aufbauen kann. Natürlich will auch ich nicht, dass aktive Agenten kompromittiert werden, aber zum einen sollte es in ferner Zukunft sowieso ohne Agenten gehen und zum anderen währt ehrlich ganz natürlich stets am längsten. Allein die Farce von Vergewaltigungsprozess, der sich Julian Assange gegenübersieht, oder auch, was Bradley Manning durchmachen muss, zeigen, dass Wikileaks mit seiner Strategie der Offenlegung dessen, was bisher so gern unter den Teppich gekehrt wurde, auf dem richtigen Weg ist. Spenden willkommen.

Man kann sich aber auch anders sozial engagieren. Zum Beispiel möchte ich Euch ans Herz legen, mal die Klamotten von manomama unter die Lupe zu nehmen: So öko, dass alles kompostierbar ist (selbst gegerbtes Leder und Metallbeschläge), so sozial, dass selbst Menschen über 50 bei diesem Projekt überdurchschnittlich bezahlte Arbeit finden. Sina Trinkwalder, die Gründerin von manomama, hatte früher eine Werbeagentur, bis sie sich entschieden hat, dass man etwas Gutes tun müsse. Etwas richtig gutes. Und so hat sie eine Bekleidungsmanufaktur auf die Beine gestellt und im Alleingang den Textilstandort Augsburg reaktiviert. Sina twittert und ist natürlich auch auf Facebook. Und sie ist auch noch jünger als ich…

Und last but not least möchte ich nochmal auf mein persönliches Steckenpferd hinweisen: Das Bedingungslose Grundeinkommen. Wer sich hier engagieren möchte, kann zum Beispiel zu Weihnachten den wundervoll ausführlichen Film von Daniel Häni und Enno Schmidt zum Thema (100 Min.) auf DVD brennen und verschenken – kostenlos und völlig legal. Was das Grundeinkommen (BGE) ist? Ich habe schon mehrfach darüber geschrieben, hier zum Beispiel.
[eventuell kommen noch weitere Ideen hinzu]
[Ach ja: Stefes Reviews erscheinen auch über die Feiertage]

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Ein Mann hält sich zwei Frauen, angekettet in einem tiefen Keller. Er treibt perfide Psychsospielchen mit ihnen, quält und foltert sie, doch der Lebenswille der Frauen will einfach nicht zerbrechen. Vielleicht liegt das daran, dass der Mann den Frauen mitgeteilt hat, wann er sie wieder freilassen wird, so haben sie stets ein Fünklein Hoffnung vor Augen. Der Mann kommt in die Bredouille, denn sein unbedingtes Ziel ist es, die beiden Frauen innerhalb der gesetzten Zeit “zum Gipfel” zu führen.

Diese Ausgangssituation eröffnet Die Wahrheit der Lüge, den neuen Film von Roland Reber. Wie in seinen bisherigen Filmen schart Reber das Kernteam seiner wtp-Filmproduktion um sich; inszeniert ohne Filmförderung, ohne große Kosten oder anderes Tamtam, minimalistisch. Mit jeder Menge Herzblut aller Beteiligten und dem, was drumherum noch nötig ist, nicht mehr.

Einzig technisch hat wtp massiv aufgerüstet seit der letzten Produktion: Gedreht wurde auf einer Arri Alexa, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dramaturgisch – leider kann mehr über die Filmhandlung nicht erzählt werden, ohne den Filmgenuss stark zu beeinträchtigen – hat sich Roland Reber stark dem Mainstreamkino angenähert: Die Handlung ist stringent und sinnfällig, alle Entscheidungen und Konsequenzen sind jederzeit logisch nachvollziehbar, es gibt Twists und Wendungen sowie überraschende Enthüllungen, die das Erlebte rückwirkend in einem neuen Licht erscheinen lassen. Dies kommt dem Film sehr zu Gute, denn auf diese Weise ist er einem weit breiteren Publikum zugänglich als die bisherigen, doch sehr theateresken, eher kopflastigen Filme von Reber.

Nichtsdestoweniger kommt das Grübelzentrum im Gehirn bei diesem Film noch lange nicht zu kurz. Was für Saw, Cube und anderen Gefangenschafts-Horrorstreifen die Frage nach dem Wie, ist für Die Wahrheit der Lüge die Frage nach dem Warum. Klug und gekonnt überlässt es Roland Reber dem Zuschauer selbst, sich seine Meinung zu bilden. Zum Ende des Films wird kein Faktum unbekannt sein, doch die Frage nach dem Warum wird den Zuschauer noch eine ganze Weile umtreiben. Menschliche Abgründe auszuleuchten, ist eine der großen Fähigkeiten von Roland Reber, er hat nur seinen Stil etwas geändert.

Bei der Besetzung trifft der Zuschauer auf alte Bekannte: Marina Anna Eich spielt eine der Entführten, Antje Nikola Mönning eine Partnerin des Entführers. Dieser wird von Christoph Baumann gespielt, den man mittlerweile getrost als Hausdarsteller für wtp ansehen darf. Julia Jaschke ist ein Neuzugang im wtp-Universum, sie spielt die zweite Entführte. Weitere Rollen kommen nur am fernen Rande vor und sind weitgehend unwichtig für den Handlungsfortgang.

Die Dreiecksbeziehung zwischen den Entführten und dem Entführer ist das Fundament, auf dem der Film ruht. Die Beziehung des Entführers zu seiner Geschäftspartnerin ist der Hebel, der dieses Fundament jederzeit aushebeln kann. Diese Drei-plus-Eins-Konstellation erlaubt es, alle möglichen Beziehungsvarianten der klassischen Dreierbeziehung um eine ganze Dimension zu erweitern und damit exponentiell zu verkomplizieren. Ein geschickter dramaturgischer Schachzug, denn so kann alles, was eben noch in Stein gemeißelt schien, jederzeit in sich zusammenfallen. Ein faszinierendes Spiel der längeren Hebel.

Marina Anna Eich und Julia Jaschke leben die Verzweiflung der angeketteten Entführten absolut überzeugend aus, besonders sei hier hervorgehoben, dass die beiden stark unterschiedliche Figuren darstellen, die sich auch unter zunehmendem Stress entsprechend unterschiedlich entwickeln. Antje Nikola Mönning bringt mit ihrer kühlen Unnahbarkeit den Entführer ziemlich ins Schwitzen, was Christoph Baumann in seiner Rolle auch gekonnt vermittelt. Er sitzt schauspielerisch zwischen den Stühlen: Nach unten muss er der gnadenlose Machthaber sein, nach oben sieht die Sache schon anders aus. Schauspielerisch muss man hier allen Beteiligten absoluten Respekt zollen.

Kamera, Licht und Ton sind absolut zielsicher geführt, gesetzt und aufgezeichnet; gerade die subtile Tongestaltung im Verlies als zentrales Element der psychologischen Kriegsführung wird über den Verlauf des Films hinweg immer stärker offenbar. Besonders auffallend bei der Bildgestaltung ist, dass hier mit einer Zahl von Fahrten gearbeitet wurde, was dem Film im Vergleich zu seinen Vorgängern eine ganz neue Dynamik gibt.

Die Musik ist feinfühlig für den Film komponiert und wartet mit einigen ebenfalls extra für den Film geschriebenen Liedern auf, die das Erlebnis im Kino nicht nur abrunden, sondern ihm auch eine gewisse Aura verleihen. Die Musik bietet zwar nicht klassische Themes wie bei Jaws oder Indiana Jones (was in diesem Film auch absolut fehl am Platze wäre), ist aber deutlich auffälliger, stärker im Vordergrund befindlich, mitreißender als diese Landplage der nichtssagenden, sich emotional vor sich hin windenden Keyboardbegleitungen ohne rechte Melodie so vieler deutscher Produktionen.

Auch das Restliche ist mit großer Liebe und vor allem höchster Professionalität gestaltet. Im Grunde handelt es sich bei Die Wahrheit der Lüge um einen Psychothriller, wie er auch mit sieben- bis achtstelligem Produktionskosten entsprechend aufwendiger hätte gedreht werden können. Man merkt dem Film die Theater-Vergangenheit von Roland Reber zwar noch immer deutlich an, doch diesmal muss man bei der Einordnung in Genres eindeutig das Attribut “experimentell” weglassen. wtp ist im großen Kino angekommen.

Der Film (98 Min) läuft auf den Hofer Filmtagen 2011 und wird April 2012 ins Kino kommen.

[offizielle Webseite]

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Der Wildbach Toni ist ein ganz ein zacher Hund. Geboren in einem kalten Wildbach in den Bergen, musste er sich sein Leben lang gegen die unbarmherzige Natur behaupten. Und weil er das bis jetzt auch geschafft hat, hat er natürlich das Recht, uns Stodterern zu stecken, dass er was kann und wir nicht. Auch wenn er gern a bisserl übertreibt, der Toni.

Bekannt ist der Toni zumindest den Titanic-Fans, denn er hat jede Menge Überlebenstipps für die Berge als eine Serie von Videos bereitgestellt. Diese gibt’s gesammelt auch bei der Süddeutschen Zeitung, hier die erste Folge. Auch über Tonis ureigenste Webseite wildbachtoni.de lassen sich die Filme finden, leider aber nur auf Sevenload, was sehr unübersichtlich ist. Bei YouTube gibt’s die Folgen ebenso, denn hier lässt Titanic Videos hosten. [Ich glaube, ich mal mal 'ne Playlist, das ist ja schrecklich unübersichtlich so.]

Und jetzt hat der Toni ein Buch geschrieben. Darin erzählt er, wie sein Heimatdorf in den Bergen (irgendwo zwischen Watzmann und Garmisch gelegen) beinahe in eine schlimme Katastrophe geschlittert wäre, und wie er selbst, zusammen mit einigen ungewöhnlichen Helfern, diese Katastrophe heldenhaft abwenden konnte. Und übertreibt natürlich kein bisschen dabei.

Der Wildbach Toni ist eine fiktive Gestalt aus dem Kopf von Moses Wolff, einem nicht unbekannten Münchner Kabarettisten und Künstler. Mit jeder Menge Herz hat sein Erfinder den Toni ausgestattet, einem absolut ungetrübten Selbstbewusstsein, mit Abenteuerlust, normaler Lust und natürlich der Liebe zu unseren schönen Bergen und der dort traditionellen, langsamen, bedachten Lebensweise, eingebettet in wunderbare Traditionen, aber mit genug Raum für lauter kleine Schelmereien.

Der Roman dreht sich darum, dass das glücksbringende Zacherl, eine antike Fahne, vom Dorfplatz entwendet wurde. Seit nun fast einem Jahr hängt der Dorfsegen schief, die Leute sind weit aggressiver und angespannter als sonst. Der Toni arbeitet als Bergführer, seine aktuelle Gruppe ist nur vier Mann stark, und die Kirchweih steht an. Wenn zu dieser das Zacherl nicht wieder aufgetaucht ist, und dennoch jede Menge Gäste und Händler ins Dorf kommen, wird es kein gutes Ende nehmen. Doch da das Zacherl schon so lange verschwunden ist, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sich noch neue Spuren auftun. Der Wildbach Toni und die anderen Dorfbewohner können also nicht anders, als darauf zu hoffen, dass ein Wunder geschieht.

Stilistisch ist der Roman in simpler Umgangssprache gehalten. Besonders urig finde ich, dass der Autor entschieden hat, den halb tirolerischen, halb bairischen Dialekt, der in diesem fiktiven Dorf gesprochen wird, auch so niederzuschreiben. “Seas” für “Servus”, “zwider” für “zornig” (zuwider) und jede Menge anderer Ausdrücke finden sich im Text, und wer nicht in Bayern aufgewachsen ist, findet Übersetzungen für die arg unverständlichen Formulierungen in jeder Menge Fußnoten. Diese erklären zwar den Sinn der jeweiligen Formulierung, aber die Mentalität des Sprechers geht natürlich in der Übersetzung verloren. “Jemandem eine runterhauen” ist halt was ganz was anderes als “jemandem eine einschenken”.

Die nahezu übermenschlichen Fähigkeiten und Qualitäten des Wildbach Toni werden im Roman herrlich gebrochen durch Begegnungen mit jemandem, dem der Kragen platzt, der ihm einmal so richtig die Meinung sagt, doch die Gewichtung ist meines Erachtens nicht perfket: Zuviel positive Eigenschaften des Wildbach Toni werden beleuchtet, zu wenig Reflexion findet statt. Doch wenn man sich dann ins Bewusstsein ruft, dass nicht Moses Wolff da erzählt, sondern der Wildbach Toni selbst, ist alles wieder in Ordnung. Er ist halt schon a bisserl a Angeber, der Wildbach Toni.

Der Wildbach Toni ist eine leichte, aber sehr unterhaltsame Lektüre zum Schmunzeln. Dramaturgisch springt der Autor (ob Wolff oder Wildbach) ein wenig abrupt zwischen den Genres, vor allem gegen Ende, aber das macht nichts. Richtig verstehen kann man den Toni nämlich nur, wenn man selbst mit der Welt ab 1000 Meter über Null vertraut ist. Eine Karte für die Seilbahn, eine Brettljause und ein Skiwasser machen noch keinen zum Bergfex.

Sollte es einen Film geben, und das kann ich mir sehr gut vorstellen, dann hoffe ich, dass natürlich Moses Wolff den Wildbach Toni spielen wird. Und ich hätte gern eine winzige Neben- oder Statistenrolle, so gern wäre ich dabei.

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Das Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz ist seit jeher ein bevorzugter Ort für die Veranstaltung von Pressejunkets aller Art, so eben auch für alles rund ums Kino. Beruflich treibe ich mich also auch seit Jahren immer wieder in dieser noblen Herberge herum, hier habe ich Buzz Aldrin interviewt und viele Schauspieler, Regisseure und Produzenten getroffen.

Nun eröffnet morgen (15.9.) mit der astor@Cinema Lounge im Bayerischen Hof ein “Premiumkino”. Das Gemeinschaftsprojekt von Innegrit Volkhardt vom Bayerischen Hof und Kino-Mogul Hans-Joachim Flebbe verspricht “ein Kinovergnügen in neuer Qualität”. Die 38 Zuschauer nehmen auf “bequemen Loungesofas” Platz, Beistelltische “aus edlen Hölzern” bieten Platz für Getränke, Snacks. Zusätzlich punkten Tiefgarage, Garderobe und Service am Platz. An Kinotagen sind vier Vorstellungen geplant, “Daytime” am frühen Nachmittag, “Evening” am frühen Abend, “Prime Time” und “Late Night”, außerdem soll es an Sonntagen Matinées geben. Der Eintritt für das Kino allein wird zwischen 15 und 18 Euro betragen, auf der Webseite des Kinos kann man Karte und Sitzplatz reservieren.

Ich hege ja schon lang den Traum eines bequemen Kinos mit Verzehr und Kellner, sozusagen “Dinner and a Movie” in einem. Allerdings dachte ich dabei nicht an edle Hölzer, die man im Dunkeln ohnehin nicht bewundern kann, und auch nicht an derart saftige Preise. Sofas sind immer eine gute Idee, und die Coffeeshops machen vor, dass man sehr wohl Sofas in der Gastronomie benutzen kann, ohne ständig Polster reinigen zu müssen.

Generell finde ich die Idee so eines Bequem-Kinos sehr gelungen, was mir ein wenig missfällt, ist das offensichtliche Abzielen allein auf Premium-Kunden, sprich, Geldige, die sich so ihr quasi-privates Kino leisten und sich nicht mehr mit uns in die Reihen quetschen müssen. Denn Tiefgarage im Bayerischen Hof (es ist sowieso nackter Wahnsinn, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren), Garderobe, Snacks, Wein, Champagner oder Cocktails und “hausgemachtes Popcorn” kommen zum Eintrittspreis noch dazu. Ich schätze, unter € 30 pro Person kommt man hier jedenfalls nicht zu einem zünftigen Kinobesuch.

Auch der sperrige Name ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, zumal das @, welches engl. “at” gesprochen wird tatsächlich “zu”, “bei” bedeutet, hierzulande schon lange unachtsam in irgendwelche Neologismen eingebaut wird, von “Intern@t” für “Internet” (statt “Internat”) bis “Freie Wähler Neubiberg@Unterbiberg – FW.N@U” (was immer das auch bedeuten mag). Es ist eigentlich ein Kürzel aus dem Kaufmännischen und bedeutet “zu”, also z.B. 30 Stück zu je 10 Euro: 30@€10. In der Email verbindet es den Anschluss mit der Domain, also z.B. Mitarbeiter “bei” Firma. Im Sprachgebrauch kann es meines Erachtens nur in dieser Form verwendet werden, und als Gag nur Laute ersetzen, die wie “at” oder ganz ähnlich klingen. @omstrom wäre zum Beispiel möglich, oder f@creme, Heim@ ebenso. Heim@t dahingegen wäre wiederum falsch (Heim-at-t), obwohl es sich besser liest. Österreich hat Glück, die können ihr Landeskürzel einfach als @ angeben. Doch zurück zum Kino: “Geh’ ma ins Mathäser oder ins astor@Cinema Lounge?” zeigt doch schon eindeutig, dass der Name zu lang ist.

Bis ich meinen persönlichen Traum einer “Schwemme mit Kino” umsetzen kann (inklusive verschiedener rückwandiger Glaskabinen mit Whirlpool, für Schwätzer und vielleicht noch für notorische Raucher), oder mir den Besuch im a@CL leisten kann, gehe ich gern weiterhin ins Ottobrunner Kino. Denn dort gibt es ein Bord für Getränke und Snacks in jeder Reihe (mit Licht!), eine Bar im Saal (!) mit Service und bequemen Barstühlen, und sogar einen trapezförmigen Stammtisch mit Leinwandblick für alle Plätze. Und der Eintritt kostet € 7, am Dienstag sogar nur € 4,50. Gerne bin ich aber bereit, das a@CL im Rahmen einer Pressevorführung einmal persönlich probezufahren.

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Thomas, ein ehemaliger Kollege, hat einen interessanten Filmpodcast auf die Beine gestellt. Cinéfolie à deux heißt er, und er behandelt Filmklassiker. Zusammen mit Daniel besrpicht Thomas alles rund um die ganz großen Filme wie zum Beispiel Außer Atem, Barry Lyndon oder Das Fenster zum Hof im Rahmen von 15-20 Minuten pro Film.

Ein interessantes Projekt, wie ich meine, denn sowohl werden Cineasten zu schätzen wissen, was andere über den Film denken – und wissen – als auch können sich schändlicherweise noch uninformierte ein Bild machen. Natürlich ist davon abzuraten, denn zuerst sollte man den Film schon selber anschauen.

Der Podcast hat eine ansprechende Webseite, man zusätzlich auf Twitter folgen und auf Facebook liken. Ich wünsche viel Spaß im Kopfkino!

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Der “porneografische” Spielfilm Hotel Desire, über den ich ja schon berichtete, ist finanziert. Innerhalb der Frist fanden sich genug Investoren, um die nötigen € 170.000 aufzubringen. Das komplette Drehbuch ist nun auch online einzusehen. Allerdings hat Anna Maria Mühe ihre Teilnahme abgesagt, so die Pressemeldung vom 19. August:

HOTEL DESIRE – Crowdfunding Experiment finanziert!

19. August 2011 – Noch vor Ablauf der offiziellen Frist von 80 Tagen haben die Filmemacher von HOTEL DESIRE die Finanzierung über ihre Crowdfunding-Plattform www.hotel-desire.com schließen können. Die Website zum Film wurde knapp 500.000 Mal aufgerufen. Tausende Privatpersonen unterstützten mit kleinen und mittelgroßen Summen das Projekt. Zusätzlich halfen Investoren, die angestrebte Summe von insgesamt 170.000 Euro zu erreichen. Die für Ende August geplanten Dreharbeiten in Berlin können damit in Kürze beginnen. Gedreht wird unter anderem in der Präsidentensuite des 5-Sterne Hotels „The Regent Berlin“.

Sergej Moya, Autor und Regisseur: „Ich freue mich sehr, nun endlich die Geschichte von HOTEL DESIRE erzählen zu dürfen. Trotz des großen Erfolgs bei der Finanzierung bleibt uns ein kleiner Wermutstropfen nicht erspart: Anna Maria Mühe ist nun leider zeitlich so sehr in eine andere Produktion eingebunden, dass es ihr leider nicht möglich ist, an unserem Projekt mitzuwirken. 60 Drehtage für „Deckname Luna“ gegen einen einzigen Tag bei HOTEL DESIRE – da mussten wir zwangsläufig den Kürzeren ziehen. Mit Palina Rojinski – demnächst an der Seite von Florian David Fitz in „Jesus loves me“ zu sehen – haben wir aber bereits eine ideale Nachfolgerin für die Rolle der Julia gefunden.“

HOTEL DESIRE ist ein 45minütiger Spielfilm, in dem dramaturgisch sensibel und filmisch direkt das erregende Zusammenspiel von Sehnsucht, Lust, Begehren, Intimität, Sexualität, Sinnlichkeit und Spontanität erzählt werden soll – ohne Weichzeichner und ohne Rücksicht auf visuelle Vorschriften und Konventionen. Regisseur und Autor ist Sergej Moya. In den Hauptrollen spielen Saralisa Volm und Clemens Schick, außerdem Palina Rojinski, Herbert Knaup, Frederick Lau, Trystan Pütter und Jan-Gregor Kremp.

Sascha Schwingel, Produzent teamWorx: „Ich möchte mich, auch im Namen meiner Koproduzenten Julia Moya und Christopher Zwickler, von ganzem Herzen bei allen Investoren und Unterstützern bedanken. Nur durch ihre Hilfe war es möglich, zum ersten Mal in Deutschland ein Filmprojekt ausschließlich über das Internet zu finanzieren.“

HOTEL DESIRE wird zunächst auf Videoload, dem Video on Demand-Portal der Deutschen Telekom, zu sehen sein. Den DVD-Vertrieb übernimmt Capelight Pictures.

HOTEL DESIRE ist eine Produktion der teamWorx und Von Fiessbach Film. Produzenten sind Julia Moya und Christopher Zwickler (Von Fiessbach Film) und Sascha Schwingel (teamWorx).

Mir bleibt nur, gespannt abzuwaren, ob der Film die selbstgesteckten hohen Erwartungen erfüllen wird.

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Mit einem wohlig-warmen Gefühl blicke ich zurück auf letztes Jahr, als ich zum OFF-Kurzfilmfestival ins dänische Odense gereist bin. Eine Stadt, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Menschen, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe. Eine geradezu elektrisierende Atmosphäre, und tolle, tolle Kurzfilme aus aller Welt.

Dieses Jahr bin ich nicht dabei, es ist sich nicht ausgegangen. Schade, denn Odense war großartig. Und ich bin überzeugt, dass dieses Jahr ebenso fantastisch wird!

Ab heute ist es wieder soweit: Das OFF 2011, also das Odense Internationale Filmfestival 2011, wird die 167.000-Einwohner-Stadt auf der Insel Fünen mit einem fünftägigen Filmmarathon und kostenlosem Eintritt auf den Beinen halten. Vom 22. August bis 27. August laufen jede Menge kurzer Meisterwerke, Filme, die man sonst nicht so ohne weiteres zu sehen bekommen. Doch genau diese Filme öffnen den großen Regisseuren von morgen heute die Türen. Die knisternde Atmosphäre in der Brandts Klædefabrik gibt’s nicht überall, soviel ist klar.

Wer meine Erlebnisse (nebst Videos) vom letzten Jahr nachlesen will, oben bei den Tags einfach auf das Filmfestival klicken, schon habt Ihr alle Blogposts dazu. Und den Dänen möchte ich mit Googles Hilfe noch zurufen:

Kære arrangører og de ansatte i Odense Internationale Film Festival, jeg ønsker dig alt det bedste til dette års filmfestival! Held og lykke, god film, men først og fremmest masser af sjov! Toi toi toi!

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Ein weiteres vielversprechendes Crowdfunding-Projekt ist Cicada Princess von Mauricio Baiocchi, einem ehemaligen ILM-Mitarbeiter. Bei diesem Beispiel sehr schön: Der Teaser, der Investoren aller Größe anlocken soll:

Cicada Princess from Mauricio Baiocchi on Vimeo.

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