Sehenswerte Filme ohne gemeinsamen Nenner: einer, der in den Färöern anfängt und sich nach Kalifornien streckt, ein besonders leises Angstableitermovie, das Porträt einer rebellischen Muslima und die Restauration eines deutschen Kultfilmes aus den 80ern. Unter den weiteren, deutschen Filmen gibt es heute einen Unterbietungswettbewerb, wer den langweiligeren, schlechteren Subventionsfilm zustandebringt. Der schweizerisch-deutsche Kinderfilm ist noch halbwegs erträglich, weil er eine Comicvorlage hat, die Doku über eine Antirechtsband im Osten ist dilettantisch, die deutsche Promisause um einen Star in einem Hotel in Frankreich erfindet Menschen, die fernsehöde Alltagsdialoge sprechen, ein Fußballfilm scheitert an seiner Lehrsatzhaltung und unter jedem Niveau ist der Möhring-Gern-Action-Film. Wogegen das amerikanische Kino noch auf unterem Comedy-Niveau wenigstens von Handwerk zeugt. Im Fernsehen hat einer im 68er-Archiv gewühlt.

Kino
DAS ETRUSKISCHE LÄCHELN
Hier stößt schottische Lebensart auf Molekularküche und versöhnt sich charmant, Jeanair!

A QUIET PLACE
Schmerztherapie, indem man Menschen in schwierigeren Situationen zuschaut.

LAYLA M.
Eine strenggläubige Muslima als Linienrichterin beim Männerfußball.

DER HIMMEL ÜBER BERLIN
hat einen begrenzten Horizont; wird dadurch als Zeitdokument erstklassig.

PAPA MOLL
Die Comicfigur wäre originell, wenn sie denn richtig gespielt würde.

WILDES HERZ
Gegen rechts zu singen, ist zwar korrekt, legitimiert noch lange nicht einen Laiendokumentationsversuch auf Zwangsgebührenzahlers Kosten.

3 TAGE INQUIBERON
Hier soll der große Name alles überblenden, was an erfundenem TV-Dialog-Handwerk drumherum ödet.

SPIELMACHER
Fußballfilme sind schwierig, besonders, wenn sie moralinisch werden.

STEIG NICHT AUS!
Die deutschen Subventionsfilmer können zwar Bum Bum, nicht aber Action, es fehlt ihnen schlicht am Beherrschen des Narrativs.

DER SEX PAKT
Eltern auf Deflorations-Fettnäpfchen-Jagd.

TV
MYTHOS ’68: EIN WILDES JAHR IN BAYERN
Archivbilder- und Statementsalat wie beim Wildheuet.

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