Putziges Männerbild.

Dieser Film von Christian Gudegast bezieht seine Legitimation daraus, dass in L.A. alle 48 Minuten eine Bank ausgeraubt werde. Er zeigt dann allerdings einen Fall, wie er sowieso nur im Kino vorkommt.

Männer, die in Bezug auf das Mannsein wenigen Parametern genügen, planen einen Bankraub, der einem Jahrhundertraub gleicht. Sie werden verfolgt ebenfalls von Männern, die in Bezug auf das Männerbild mit ebensowenigen Paramtern auskommen wie die Räuber.

Wobei eine eklatante Diskrepanz zwischen diesem subalternen Männerbild und den Plänen, die sie schmieden, besteht: nach Intelligenzbolzen sehen sie nicht aus.

Die Paramter, denen sie genügen müssen, sind a) immer mal wieder „Fuck“ sagen, b) Muskeln haben, d) grimmig schauen, e) in Kampfsituationen hyperventilieren, f) ihre überwiegend subalternen Positionen mit Tattoos, Uniformen oder Masken kaschieren und g) nicht allzu intelligent daher reden und in Bars Bier trinken. Und das über zwei hoffnungslose Stunden durchhalten.

Rätselhaft bleibt mir, was sich die Macher bei der Chose gedacht haben und warum sie sich offenbar, wie die Geldgeber auch, ein Geschäft davon versprechen – oder handelt es sich gar um ein kriminelles Abschreibeprojekt? Das wäre direkt hinterfotzig.

Wie wenig gut gearbeitet worden ist, zeigt die Count-Down-Szene im Stau. Sie erinnert an eine Szene mit Michael Douglas in Falling Down. Dort war sie erinnerungswürdig gebaut. Hier: Schwamm drüber.

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